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Chronische Kropfentzündung - Erfahrung mit Dauermedikation?

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    Chronische Kropfentzündung - Erfahrung mit Dauermedikation?

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    Huhu!

    Der Wellensittich einer Freundin leidet an chronischer Kropfentzündung. Nachdem bei einem Kropfabstrich Hefen gefunden wurden, konnte diese erfolgreich mit Nystaderm behandelt (Anfang Dez.08) werden. Dann ging es eine Weile gut, dann erbrach der Welli erneut. Es wurden dann Bakterien gefunden, aber auch diese konnten erfolgreich mit dem passenden AB behandelt weden. Dann war wieder eine Weile Ruhe, das nächste Erbrechen erfolgte. Der Kropfabstrich mit Anzüchtung war ohne Befund (auch beim Partnervogel).
    Der vk TA hat dann eine Kropfspiegelung unter Narkose durchgeführt, aber "außer" einer geröteten Kropfschleimhaut konnte keine konkretere Diagnose gestellt werden. Das verordnete Mittel Celebrex schlug nicht an.
    Das einzige Mittel, welches Wirkung zeigt - aber laut TA keine Dauermedikation zulässt - ist Surolan (1 Tropfen), zusätzlich wird noch MCP gegeben.
    Der TA hat sich noch mit dem Kollegen einer anderen Ziervogelpraxis kurzgeschlossen. Die Medikation ist jetzt Folgende (Kollegenbeschluss):
    Bei Erbrechen - 1 Tropfen Surolan - was eigentlich ein Ohrenmedikament ist - (der Vogel ist dann ca. eine knappe Woche symptomfrei) - ansonsten auch relativ fit. Ohne Symptome super fit. Es ist eine Bedarfsmedikation, aber auch keine Dauerlösung.
    Die arme Henne hat seit Dezember immer wieder Symptome. Röntgenbild und Blut sind ohne Befund - im Gegenteil die Blutwerte waren sogar optimal.
    Mir kam ja der Verdacht von PDD - was schwer nachzuweisen ist

    Darum meine Frage: Kann es denn eine "chronisch entzündete Kropfschleimhaut" geben? Die Ernährung hat sie schon entsprechend umgestellt.
    Meine Freundin zieht jetzt noch eine Tierheilpraktikerin hinzu.

    Habt ihr noch Ideen?

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    #2
    Leider nich, aber gut zu wissen, daß MCP auch bei Wellis funzt.

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      #3
      Zitat von Jürgen May
      Leider nich, aber gut zu wissen, daß MCP auch bei Wellis funzt.
      Der andere Wirkstoff ist: Miconazol

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        #4
        Hm... normalerweise hat es schon einen Grund wenn so was immer wieder kommt. Dann wird der Kropf dauerhaft durch irgendwas gereizt, sodass sich alle möglichen Bakterien und so weiter leichter einnisten können.
        Hat der Vogel vielleicht einen erhöhten Fütterungstrieb? Oder hat er einen Spiegel im Käfig und versucht den zu Füttern?

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          #5
          Zitat von twixx_87
          Hm... normalerweise hat es schon einen Grund wenn so was immer wieder kommt. Dann wird der Kropf dauerhaft durch irgendwas gereizt, sodass sich alle möglichen Bakterien und so weiter leichter einnisten können.
          Hat der Vogel vielleicht einen erhöhten Fütterungstrieb? Oder hat er einen Spiegel im Käfig und versucht den zu Füttern?
          Nein - der Vogel wird artgerecht gehalten und wurde auch mal zeitweise vom Partnervogel separiert, um eine "Überfütterung" auszuschließen. Das brachte keinerlei Veränderung.
          Es wurden einige Abstriche gemacht (s. 1. posting) und jetzt eben noch die Kropfspiegelung, um auszuschließen, dass sich ein Fremdkörper im Kropf befindet. Zum Glück war dies nicht der Fall, aber die vk TÄ sind inzwischen auch ratlos. Das schulmedizinische Spektrum (Röntgen, Blut, Endoskopie) ist ziemlich ausgereizt. Der Behandlungszyklus erstreckt sich inzwischen auf 3 Monate

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            #6
            Lasst eine Blutuntersuchung machen.

            Es könnte auch eine Vergiftung hinter dem ständigen Erbrechen dahinterstecken.

            So geschehen bei meinem Bambam, der alle paar Wochen krank war.

            Eine Blutuntersuchung ergab, das er unter Zinkvergiftung litt. Er wurde darauf hin 10 Tage stationär aufgenommen und entgiftet, seither war er symptomfrei.

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              #7
              Übrigens, eine "Kropfentzündung" gibt es nicht.

              Es ist wie bei Menschen:

              Wenn ich sage, ich habe Bauchschmerzen, dann weiß ich noch lange nicht, warum.

              Guck mal hier und lies es Dir durch:

              Bei einer Kropfentzündung handelt es sich meist um ein Symptom einer anderen Erkrankung, deren Ursache für eine Behandlung herausgefunden werden muss.

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                #8
                Ja stimmt daran hatte ich gar nicht gedacht. Es ist zwar schon eine Blutuntersuchung gemacht worden, aber ist da auch speziell auf Zink getestet worden? Ist ja wirklich seltsam dass man da gar keine Ursache finden kann...

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                  #9
                  Zitat von campingtante
                  Lasst eine Blutuntersuchung machen.

                  Es könnte auch eine Vergiftung hinter dem ständigen Erbrechen dahinterstecken.

                  So geschehen bei meinem Bambam, der alle paar Wochen krank war.

                  Eine Blutuntersuchung ergab, das er unter Zinkvergiftung litt. Er wurde darauf hin 10 Tage stationär aufgenommen und entgiftet, seither war er symptomfrei.
                  Das wurde gemacht, Petra - ohne Befund
                  Das Ganze "Theater" fing an mit einem Neuzugang, einem Hahn (der auch verstarb). Der Vogel hatte Pilze, die wurden erfolgreich behandelt, irgendwann bekam er Krampfanfälle und starb - (war zu der Zeit stationär in der Praxis). Den ersten Krampfanfall bekam er am Morgen, war dann in der Praxis und starb schon am Abend. Die Obduktion ergab: kein Befund - auch keine Veränderungen der Organe...
                  Die anderen Vögel meiner Freundin haben nix - sind kerngesund (wurden auch immer mit untersucht), der Partnervogel damals vorsorglich mit Nystaderm mitversorgt. Meine Freundin hat jetzt aktuell 3 Vögel. Zwei Hennen und 1 Hahn. Sie möchte mit dem Erwerb eines weiteren Hahnes solange warten, bis die eine Henne wieder gesund ist.
                  Da die Obduktion nichts ergab, kam mir eben der Verdacht einer Virusinfektion.

                  P.S. Der Vogel ist in wirklich vogelkundigen Händen und - wie gesagt - es wurde noch ein Kollege einer renommierten Praxis hinzugezogen.
                  Dass es "die Kropfentzündung" nicht gibt, weiß ich, Petra - aber Bakterien, Pilze und Parasiten (mit den bisherigen Methoden) konnten jetzt nicht weiter gefunden werden. Es liegt eine entzündete Kropfschleimhat vor, Ergebnis der Endoskopie. Meine Freundin ist ziemlich am Ende und ich weiß eben auch keinen Rat mehr.

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                    #10
                    Auf was ist denn das Blut untersucht worden?

                    Ist der Vogel geröngt worden? Sollte eine Bleivergiftung im Spiel sein, sieht man das normalerweise.

                    Allerdings könnte auch eine chronische Entzündung für dieses ständige Erbrechen in Frage kommen. Oder aber tatsächlich Viren oder Bakterien, die im Moment nicht nachgewiesen werden, weil Medis genommen werden.

                    Ach herrje, eine schlimme Sache

                    Kommentar


                      #11
                      Das hört sich vielleicht bescheuert an, aber wenn nichts geholfen hat bis jetzt und auch nichts gefunden wurde... könnte der Vogel vielleicht eine Allergie gegen irgendwas im Futter haben? Ich weiß dass einer meiner Vögel zum Beispiel auf Anisöl im Sand allergisch reagiert.

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                        #12
                        Zitat von campingtante
                        Auf was ist denn das Blut untersucht worden?

                        Ist der Vogel geröngt worden? Sollte eine Bleivergiftung im Spiel sein, sieht man das normalerweise.

                        Allerdings könnte auch eine chronische Entzündung für dieses ständige Erbrechen in Frage kommen. Oder aber tatsächlich Viren oder Bakterien, die im Moment nicht nachgewiesen werden, weil Medis genommen werden.

                        Ach herrje, eine schlimme Sache
                        Das ist wirklich eine blöde Sache.
                        Geröntgt wurde - der Ta ist wirklich kompetent, ich gehe stark davon aus, dass das Blut auch daraufhin untersucht wurde. Die Blutuntersuchung wurde ja erst gemacht, nachdem die Abstriche ohne Befund waren und das Erbrechen weiter ging.
                        Anis im Sand gibt es nicht - sie hat Buchenholzgranulat als Einstreu und Gritnäpfchen.
                        Ich vermute ja, dass es mit dem (ehemaligen) Neuzugang zusammenhängt.
                        Jetzt mal abwarten. Vielleicht ist es ja mit der Bedarfsmedikation in den Griff zu bekommen und lässt sich "ausschleichen".

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                          #13
                          Hallo!

                          Also mittlerweile braucht Coco täglich 1 Tropfen Surolan. Irgendwann wird aber bestimmt auch dieses Medikament nicht mehr wirken. MCP gibt es seit SA Vormittag nicht mehr, einen Unterschied zu vorher macht es nicht.

                          Coco geht es in der letzten Zeit immer vormittags und mittags wirklich gut und in diesen Stunden ist sie auch absolut symptomfrei. Dann ging es in den letzten Tagen immer gegen 15.30 h los mit dem Würgen und es steigert sich hoch. Wir warten dann immer mit der Surolan-Gabe, aber letztendlich bleibt kein anderer Ausweg.

                          Heute Nachmittag erfahre ich, was meine TÄe hinsichtlich der vorgeschlagenenen Mycoplasmen-Untersuchung besprochen haben. Am liebsten wäre es mir, wenn wir den Abstrich dafür gleich morgen machen könnten.

                          Die Geschichte ging übrigens Anfang November 2008 los.

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                            #14
                            Hat vielleicht jemand eine Idee, was die schwarzen Streifen in Coco´s Gefieder bedeuten könnten? Diese hat sie seit Mitte Dezember. Stressfedern sehen doch eigentlich anders aus, oder?!

                            Die beiden Aufnahmen sind vom Februar.






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                              #15
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                              Hallo,

                              unsere Lucy hatte auch damals die Sympthome Erbrechen. Ich war damals bei einem nicht vogelkundigen Arzt, der auch Bakterien gefunden hat und sie hat sehr viel bzw, rekativ oft Antibtiotika bekommen. Es wurde dann immer wieder mal wieder besser, das Erbrechen verschwand, kam aber nach 1 bis 2 Wochen immer wieder.

                              Bin dann nach 3 Monaten zu einem anderen Arzt (Vogelspezialist) gefahren und es wurden Megabakterien im Kot nachgewiesen. Das Erbrechen kann eine Ursache davon sein. Unsere Lucy hatte immer zusätzlich noch Colibaktereien. Sie wurde gegen Megabaktieren mit Ampho Moronal behandelt (4 wochen lang) und parallel 10 Tage mit Antibiotikum. Behandlung war erfolgreich.

                              Vielleicht sprecht ihr den Arzt mal an?

                              Zu den Federn kann ich nichts sagen.

                              Viele Grüße
                              Mutzie

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