ich habe mich hier gerade neu angemeldet, weil ich nicht mit meinem Welli weiter weiß. Es geht um mein Weibchen, welches ich zusammen mit einem Männchen als Paar halte.
Zur Vorabgeschichte: Vorletzte Woche ist mir bei meiner Welli-Dame aufgefallen, dass sie würgt und Körner spuckt. Da ich so etwas noch nie beobachtet habe, bin ich daraufhin gleich am nächten Tag (also letzten Montag) zu unserem Tierarzt um die Ecke gegangen. Dieser hatte einen Kropfabstrich angefertigt und die Kleine gewogen. 37 Gramm und Bakterien im Abstrich. Ich habe daraufhin ein Antibiotikum bekommen, welches sie 3 Mal täglich bekommen sollte. Als sie am Donnerstagabend wieder Körner gespuckt hat, habe ich beschlossen, am nächsten Tag in die Tierklinik zum vogelkundigen Tierarzt zu fahren (habe mich in der Zeit auch im Internet belesen, das sind meine ersten beiden Wellis, die ich besitze und war mit der Situation erst einmal überfordert. Habe gelesen, man solle auf jeden Fall zum VK Tierarzt)
Gesagt getan, war ich also am Freitag in der Tierklinik. Dort ist der V.a. Megabakterien geäußert worden. Piepsi hat dort noch 36 Gramm gewogen. Man muss dazu sagen, dass mir am Freitag auch erstmalig Körner im Kot aufgefallen sind (vorher hatte sie noch keine gehabt). Sie ist übers Wochenende dann in der Tierklinik geblieben und wir haben sie am Montagnachtmittag abgeholt.
Für die nächsten 25 Tage sollen wir nun noch das Pilzmittel B-Ampho geben und sie zweimal dafür einfangen. Uns wurde bereits gesagt, dass unser Welli sehr widerspenstig im Handling ist, was das Fangen und Medikamente reichen ist.
Und hier ist jetzt auch das Problem, ich habe vorher noch nie einen Wellensittich gefangen und ihn Medikamente gereicht. Meine beiden sind soweit zahm, dass sie sofort kommen, wenn ich sie rufe oder Hirse in der Hand habe. Die beiden Flattern auch die ganze Zeit bei uns durch die Wohnung, wenn sie das grad wollen.
Nun haben wir es so gemacht, dass wir die Kleine mit Hirse in einen kleinen Käfig gelockt haben und dann in einen anderen Raum gegangen sind zum Abdunkeln der Umgebung (haben hier leider keine Rollos und Matzi - das Männchen - fliegt sonst die ganze Zeit wie wild herum, weil wir ja seine Frau geklaut haben und schreckt Piepsi damit auf.) . Meine Freundin und ich (wir leben hier gemeinsam mit den Vögeln) bekommen es jedoch nicht wirklich hin, Piepsi zu fangen. Sie ist einfach so schnell und wendig, dass wir gestern (Dienstag) nach einer gefühlten Stunde aufgegeben haben und ich den Vorschlag hatte, das Medikament von der Tierärztin um die Ecke erstmal verabreichen zu lassen. Sie braucht ja das Pilzmittel und wir haben sie einfach nicht bekommen. Diese meinte zu uns dann, dass wir sie wieder in die Klinik schaffen sollen, wenn wir es nicht hinbekommen.
Zu ihr werden wir auf jeden Fall nicht wieder gehen, weil sie hat den Vogel beim Medikamente geben waagerecht gehalten und der Kleinen ist es dann aus der Nase wieder rausgeflossen, als wir wieder zuhause waren. Bis 19 Uhr war ich dann auf Arbeit und am Abend (gestern) haben wir den nächsten Versuch gestartet, Piepsi zu fangen. Wir haben gesagt, einmal probieren wir es noch bevor wir sie wieder abgeben, weil es fällt uns so schwer. Die Kleine freut sich so, hier zu sein, das merkt man sichtlich und auch Matzi ist so glücklich, dass Piepsi wieder da ist. Es hat dann auch wirklich funktioniert und wir hatten sie gehabt. Die Hälfte des Medikaments ist zwar letztlich bestimmt im Gefieder gelandet, weil sie sich sichtlich gewehrt hat, das Zeug zu schlucken, aber wir waren schon glücklich, dass es überhaut geklappt hat.
Heute morgen dann aber wieder dasselbe Spiel wie gestern morgen. Es ging einfach nicht, wir haben sie nicht bekommen, bzw. ist sie dann beim Versuch türmen gegangen und sie war dann aus dem kleinen Käfig draußen. Jetzt hat sie sich aber heute morgen wieder erbrochen gehabt gleich nach dem Fangen.
Wir sind total fertig und wissen jetzt nicht, was wir tun sollen. Heute Nachmittag in die Klinik noch mal fahren? Es doch noch mal mit der Medikamentengabe versuchen? Sie hat 35 Gramm gewogen, als wir sie mit nachhause bekommen haben. Man meinte zu uns, weniger soll es nicht werden. Es tut uns so leid, weil wir sie wirklich sehr doll lieben und wir merken, dass sie sich hier auch wohl fühlt. Nun dachte ich aber, dass das mit dem Kotzen aufhören sollte, wenn sie die Medikamente bekommt. Und mein Gewissen fühlt sich gleichzeitig auch so schlecht an, wenn man sie jetzt wegen der Medikamentengabe in die Klinik abgibt (man hatte uns damals gesagt, das wäre möglich). Am liebsten würden wir das schon selbst hinbekommen, aber wir stellen uns anscheinend so dämlich an. Da sind schon mehrere Tränen geflossen. Jetzt weiß ich auch nicht, ob das Erbrechen noch mal ein Grund wäre, sie trotzdem in der Klinik vorzustellen...
Summa summarum weiß ich einfach nicht, was wir jetzt tun sollen. Es tut mir einfach alles so leid und ich will nur, dass es der Kleinen wieder gut geht.


und sende dir liebe, tröstende Grüße 

Ab wann ist eigentlich ein Gewicht beim Welli dann unbedenklich und ab wann ist zuviel? Der Tierarzt meinte am Montag zu uns, unter 35 Gramm soll sie nicht wiegen. Im Internet hatte ich verschiedene Angaben gefunden bezügl. Idealgewicht. Optisch würde ich die beiden eher als Hansi-Bubis einstufen. Sind eher klein und zierlich. (wenn man das Gewicht so pauschal überhaupt sagen kann beim Welli)

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