Aber von vorne. Angefangen hat alles letztes Jahr im Februar, damals ist mir ziemlich plötzlich mein altes Männchen Emil gestorben. Er war ca 12 Jahre alt und hatte seit 6 Jahren einen männlichen Partner Sammy. Beim vogelkundigen Tierarzt kam heraus, dass Emil wohl an Hefepilzen gestorben bist (aber keine Megas). Ich hatte die Erkrankung wohl zu spät erkannt. Sammy hielt ich für einen Monat unter Beobachtung, er war fit, hatte festen Kot, war aktiv, alles schien in Ordnung. Nach ca. einem Monat habe ich aus dem Tierheim ein Päarchen geholt, damit Sammy nicht alleine ist. Beide sollten laut Tierheim aus schwierigen Verhältnissen gekommen sein und ca. 2-3 Jahre alt gewesen sein. Emi und Eni. Eni war dazu ein Rupfer. Die drei haben sich ganz gut verstanden und alles war erstmal in Ordnung. Ende August ist mir dann Sammy gestorben, während ich im Urlaub war (Ende der zweiten Wochen). Vor dem Urlaub war alles noch in Ordnung. Also bin ich direkt nach dem Urlaub wieder zum vogelkundigen Tierarzt gefahren und habe die restlichen zwei untersuchen lassen. Wieder wurden Hefepilze diagnostiziert. Der Tierarzt hat mir wieder eine Suspension verschrieben, die ich über einen Monat verabreicht habe. Nach dem Monat gab es nochmal einen Kontrolltermin und laut Tierarzt war die Lage unter Kontrolle und ich sollte die beiden weiter beobachten. Das war Ende September.
Vorgestern Mittag ist mir aufgefallen, dass Eni (das Weibchen/der Rupfer) etwas viel geschlafen hat. Nach einiger Beobachtung habe ich dann gesehen, dass der Kot auch wässrig war. Also habe ich dann abends beim Tierarzt angerufen und für den nächsten Morgen direkt einen Termin ausgemacht. Der Tierarzt hat wieder die beiden Untersucht und wieder Hefepilze festgestellt (hat wieder eine Kotprobe gemacht und untersucht), wobei der aktuelle Befall nicht so schlimm wie im September war. Emi (das Männchen) ist seit dem September Top fit. Frisst gut und hat festen Stuhlgang. Dem Weibchen Eni habe ich dann erneut eine Suspension gegeben, diesmal wohl eine etwas stärkere. Leider habe ich gestern schon gemerkt dass die relativ schwach war und auch öfters auf dem Boden nach essen gesucht hat. Ich habe ihr viel Hirse angeboten und überall essen verteilt. Sie hat auch den ganzen Tag über immer wieder ein bisschen gegessen und es schien ihr etwas besser zu gehen. Im Kropf konnte man auch Futter erkennen (da Sie an dieser Stelle Kahl ist, sieht man das immer ganz gut). Dachte also es läuft besser und wird sich bis morgen bessern.
Heute Morgen habe ich dann festgestellt, dass das Weibchen Eni gestorben ist. Anfang der Woche sah noch alles in Ordnung aus.
So, das ist nun Welli Nummer DREI(!), der mir innerhalb eines knappen Jahres dahinvegetiert ist. Ich bin ratlos momentan, wie ich weiter verfahren soll. Wir haben seit 25 Jahren Wellensittiche. Angefangen haben meine Eltern damit als ich ein kleines Kind war und irgendwann habe ich das ganze übernommen und wurde Hauptverantwortlich dafür. Wir hatten dabei immer ein Päarchen mit viel Freiflug, wenn ein Teil gestorben ist, kam ein neuer dazu damit Sie nicht allein sind. Die Wellis wurden dabei eigentlich immer so 10+ Jahre alt und hatten davor auch keine Erkrankungen vorzuweisen. Dann kam das letzte Jahr hinzu...
Zur Hygiene:
Der Käfig wird einmal im Monat komplett abgewischt (wenn er stark verschmutzt ist auch häufiger), täglich frisches Wasser. Näpfe periodisch gesäubert. Boden alle paar Tage gesäubert und mit Zeitung ausgelegt (da kommt dann Vogelsand drauf).
Ich weiß gar nicht ob ich noch Lust habe mir wieder Wellis zu holen und bevor ich mir aus dem Tierheim jetzt wieder Wellis hole, könnt ihr mir Tipps geben? Mache ich irgendwas falsch? Ich war bisher immer etwas stolz darauf, dass meine Wellis es so lange überlebt haben und ich ihnen ein hoffentlich schönes Leben bereiten konnte...



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