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Spatz und die Vogelbüro-Chaostruppe – oder: Wie aus Stille Leben wurde

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    #16
    Danke euch 😊
    Im Moment bin ich nur am Überlegen, welche der vielen lustigen Geschichten ich euch als Nächstes als Futter geben kann 😂
    Aber ich hab jetzt dann ein paar Tage frei und kann mich wieder damit beschäftigen.

    Also:

    to be continued 😊

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      #17
      🥒👑 Die Einführung der Gurkenwährung

      Im Vogelbüro gibt es viele Dinge.

      Stangen.
      Näpfe.
      Diskussionen.
      Missverständnisse.

      Aber nur eine echte Währung.

      Gurke.

      Das war nicht immer so.

      Früher war Gurke einfach da. Eine grüne Scheibe, zwischen die Gitter geklemmt. Feucht. Glänzend. Mild interessiert betrachtet.

      Spatz ignorierte sie. Würdevoll.

      Er war ein Körner-Vogel. Ein Traditionalist. Stabiler Markt. Keine Experimente.

      Dann kam Kiki.

      Und mit Kiki kam Bewegung ins System.

      Kiki behandelte Gurke nicht wie Beilage. Sie prüfte sie. Betrachtete sie von allen Seiten. Knabberte in kleinen, konzentrierten Bissen, als würde sie ihre Qualität evaluieren.

      Spatz beobachtete.

      Unauffällig natürlich.
      Rein wissenschaftlich.

      Ein Testbiss folgte.

      Dann ein zweiter.

      Und plötzlich war klar:
      Das hier ist nicht nur Futter.

      Das hier ist Ressource.

      Es war frisch. Kühl. Saftig. Und vor allem: teilbar.

      Und alles, was teilbar ist, hat Potenzial.

      Von diesem Moment an begann der Markt sich zu verschieben.

      Wenn in der Küche das Messer klackte, hob Spatz den Kopf.
      Wenn die Scheiben eingesetzt wurden, nahm er Position ein.

      Nicht gierig.
      Strategisch.

      Blue versuchte später, durch schnelle Interventionen Anteile zu sichern. Ruby arbeitete mit Seitwärts-Taktik und Schnabel-Schnelligkeit. Kiki blieb ruhig – sie wusste, sie war von Anfang an Investorin gewesen.

      Aber Spatz verstand als Erster das große Ganze.

      Gurke war mehr als Geschmack.

      Sie war Anlass.
      Sie war Begegnung.
      Sie war Verhandlung.

      Wer neben wem knabberte, war kein Zufall.
      Wer wem ein Stück überließ, war Diplomatie.
      Wer sich vordrängte, riskierte Sanktionen.

      Im Vogelbüro wurde vieles entschieden:
      Nähe.
      Rangordnung.
      Tagesstimmung.

      Und oft – sehr oft – drehte sich alles um diese grünen Scheiben.

      Irgendwann war es offiziell.

      Wenn Gurke im Raum war, herrschte Betriebsamkeit.
      Positionen wurden bezogen.
      Allianzen geprüft.

      Und Spatz stand da.
      Nicht als lautester.
      Nicht als schnellster.

      Sondern als derjenige, der verstanden hatte:
      Wer die Gurke kontrolliert, kontrolliert das Vogelbüro.

      Und so wurde aus einem skeptischen Körnerfreund ein Monarch.
      Nicht durch Krone.
      Sondern durch Knacken.

      Spatz.
      Gurkenkönig.
      Hüter der Scheiben.
      Finanzminister des Federreichs.
      ​

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        #18
        20260130_143913.jpg

        Meine liebe Chaos-Büro-Truppe,

        bis jetzt sind wir euren Berichten gerne gefolgt, aber was muss ich da lesen"
        GURKE!GURKE!GURKE! In fast jedem zweiten Satz, ja geht's noch.😡
        Halli und ich (Galli) sind ja fast vom Stangerl gefallen als wir das gelesen haben.

        GURKE ist eins der schlimmsten und grauenhaften Gemüsesorten die es gibt.
        Ist müsst nämlich wissen:

        WIR-MÖGEN-KEINE-GURKE❗️❗️❗️❗️

        In dem wir keine GURKE mögen halten wir den Spitzenplatz und den macht uns niemand streitig😜😜😜😜😜😜

        Unsere Felo versucht es immer und immer wieder. Sie gibt nie auf❗️❗️❗️und wenn es der 486 Versuch ist.
        Mit der GURKE soll sie sich schleichen und wehe unsere Felo hängt die noch mal in unsere Villa dann zählen wir bis drei.....

        So dass musste ich jetzt mal los werden.😘

        Liebe Grüße eure Gurkenverweigerin
        Galli.😉😉

        Liebe Grüße Manuela und von den zwei Krümelmonster Halli und Galli ​​​​​​

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          #19
          Ich lach mich schlapp 🤣. Das Bild ist der Knaller. Wie beleidigt und genervt diese Gurke angeschaut wird. Sie sind schon lustig, selbst wenn sie total empört sind.
          Aber meine 4 Sauerländer finden Gurke auch äußerst suspekt. Kommt aber Möhre ins Spiel, rasten alle vor Freude aus. Wenn Schneeball ihr möhrenstück zerhackt hat, ist sie anschließend orange 🤣

          aber im vogelbüro möchte ich auch mal Mäuschen spielen 🤭

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            #20
            Sehr, sehr lustig die wissenschaftliche Beschreibung
            von GURKE ...
            Davon könnte sich die eine oder andere Dissertation wohl
            eine Scheibe abschneiden...

            Am frühen Morgen schon gelacht... der Tag kann kommen...

            schöne Grüße
            Elsbeth

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              #21
              🎼🥒 Freude, schöner Gurkenscheiben
              (Eine Stellungnahme des Gurkenkönigs zur gurkenkritischen Opposition)

              Im Vogelbüro wurde ein Schreiben verlesen.

              Eine gewisse Galli.
              Gurkenverweigerin.
              486-fach erprobt.

              Spatz hörte aufmerksam zu. Sehr aufmerksam.

              Sein Blick wurde ernst.
              Seine Brust hob sich.
              Minion-Bob leuchtete bedeutungsvoll.

              „Keine… Gurke?“

              Stille.

              Blue hielt inne.
              Ruby legte den Kopf schief.
              Kiki spürte, dass gleich etwas Unangenehmes – oder Großartiges – passieren würde.

              Spatz trat vor.

              Er räusperte sich.

              Und dann begann er.

              „Freudeee… schöööneeeer Gurkenscheiben…
              Tochter aus dem Kühlschrank hier…“

              Die Melodie war erkennbar.
              Theoretisch.

              Praktisch klang es wie eine Mischung aus Staubsauger-Arie und leicht beleidigter Teekanne.

              Blue erstarrte – und begann dann ehrfürchtig mitzutippeln. Auf der Stelle. Im Takt. Oder zumindest in einem sehr überzeugten Rhythmus.

              Spatz schmetterte weiter:
              „Wir betreten feuertrunken
              deine knackig-frische Spur!
              Knack und Saft in grünen Runden,
              du bist unsre Staatsstruktur!“

              Ruby hatte genug.

              Mit einem dramatischen Flügelschlag startete sie Richtung Käfigdach, klammerte sich kopfüber ans Gitter und baumelte dort wie ein protestierendes Windspiel.

              „Ich kenne diesen Mann nicht“, murmelte sie leise.

              Blue hingegen sah Spatz an, als hätte Beethoven persönlich Federn bekommen.

              Kiki saß daneben. Ruhig. Beobachtend.
              Ihr Blick sagte nur:
              „Was stimmt eigentlich nicht mit ihm?“

              Spatz hielt inne.
              Schloss die Augen.
              Legte den Kopf schief.

              „Galli, Galli, irrst dich bitter,
              Gurke ist das höchste Glück!
              Wer sie meidet, lebt nicht heiter –
              dem fehlt stets das grüne Stück!“

              Stille.

              Blue applaudierte mit beiden Flügelchen.
              Ruby baumelte weiter.
              Kiki putzte sich demonstrativ eine Schulterfeder.

              Und Spatz?

              Der stellte sich würdevoll vor die Gurkenscheibe, nahm einen feierlichen Biss und sprach:

              „Man kann vieles verweigern.
              Aber nicht die Wahrheit.“

              Minion-Bob leuchtete zustimmend.
              ​



              Das Vogelbüro respektiert selbstverständlich individuelle Gemüsepräferenzen.
              Außer bei Gurke.

              ​

              Zuletzt geändert von Melli83; 16.02.2026, 22:25.

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                #22
                Ich schmeiß mich weg
                Vielleicht hilft es den beiden Gurkenverweigerern Halli ja wirklich, ihnen die Ode an die Freude oder an das Gurkenglück mal vorzuspielen.

                Freude, schöne Gurkenscheibe,

                Tochter aus dem Gartenhaus,

                jetzt rücken wir dir zu Leibe,

                unser erster Gurkenschmaus 🥒🥒




                Herzliche Grüße die Fanny & Co. mit Felo Susanne

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                  #23
                  Wahnsinn was man aus einer Gurkenscheibe machen kann. Meine Piepsies sind auch Gurkenverweigerer.Ich versuch es mal mit vorsingen
                  .
                  Liebe Grüße von den Piepsies aus Halle-Saale

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                    #24
                    Zitat von Melli83 Beitrag anzeigen
                    🎼🥒 Freude, schöner Gurkenscheiben
                    (Eine Stellungnahme des Gurkenkönigs zur gurkenkritischen Opposition)

                    Im Vogelbüro wurde ein Schreiben verlesen.

                    Eine gewisse Galli.
                    Gurkenverweigerin.
                    486-fach

                    „Freudeee… schöööneeeer Gurkenscheiben…
                    Tochter aus dem Kühlschrank hier…“

                    „Galli, Galli, irrst dich bitter,
                    Gurke ist das höchste Glück!
                    Wer sie meidet, lebt nicht heiter –
                    dem fehlt stets das grüne Stück!“
                    ​
                    Meine liebe Vogel-Chaos-Truppe❗️❗️

                    ich bin auf das Äußerste empört.😠

                    Was habt ihr mit unserer Felo gemacht.
                    Sie liegt krachend, lachend unter dem Küchentisch und hält sich den Bauch und bekommt keine Luft mehr.
                    😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂

                    Sie ist ins Lachkoma gefallen.

                    🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣

                    20240502_140105.jpg

                    und nun nochmal zu dem eigentlichen Thema:
                    Ihr könnt singen❗️
                    Ihr könnt Puzelbäume schlagen ‼️
                    Ihr könnt noch so gut dichten. ‼️‼️
                    Ihr könnt euch in Schale werfen ‼️‼️‼️

                    Wir haben es unsere Felo gesagt und sagen es euch auch unmissverständlich was wir von Gurke halten.
                    Wir schei........ drauf.💩💩💩

                    Liebe Grüße von einer sehr empörten
                    Galli



                    Liebe Grüße Manuela und von den zwei Krümelmonster Halli und Galli ​​​​​​

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                      #25
                      🪣🪽 Kikis Badetag – oder: Die große Planschzeremonie

                      Badetag kündigt sich im Vogelbüro nicht an.

                      Er passiert.

                      Man merkt es zuerst an der Menschin. Sie läuft ein bisschen zielstrebiger durch die Wohnung, verschwindet öfter in Richtung Küche und kommt mit diesem Gesicht zurück, das ganz eindeutig sagt: Heute wird’s nass.

                      Spatz beobachtete das mit königlicher Skepsis.
                      Blue hielt vorsichtshalber Abstand zu dem verdächtigen Metallobjekt, das plötzlich im Käfig auftauchte.
                      Ruby kommentierte das Geschehen aus sicherer Entfernung.

                      Und Kiki?
                      Kiki war interessiert.

                      Sie saß am Rand der silbernen Schale, legte den Kopf schief und betrachtete die Wasseroberfläche, als würde sie ein Geheimnis darin vermuten. Kein hektisches Springen, kein großes Theater. Nur dieses ruhige Prüfen, das sie immer hatte.

                      Ein Schritt.

                      Noch einer.

                      Dann ein vorsichtiges Eintauchen des Schnabels.

                      Platsch.

                      Ein winziger Spritzer traf Spatz, der sofort so tat, als hätte ihn ein Orkan erwischt.

                      Kiki ignorierte ihn.

                      Langsam begann sie zu planschen. Erst vorsichtig. Dann entschlossener. Kleine Flügelschläge, ein bisschen Drehen, ein zufriedenes Schütteln, bei dem die Tropfen wie kleine Glasperlen durch die Luft flogen.

                      Das Wasser wurde lebendig.

                      Blue schaute jetzt doch genauer hin. Ruby rückte näher, noch unentschlossen, ob sie Teil dieses Experiments sein wollte.

                      Kiki hingegen war längst drin.

                      Nicht laut, nicht wild — eher wie eine kleine Choreografie. Ein Halbkreis hier, ein sanftes Wippen dort. Als würde sie das Wasser begrüßen, statt es zu bekämpfen.

                      Die Menschin lächelte. Man konnte sehen, dass genau das der Moment war, auf den sie gehofft hatte.

                      Spatz tat weiterhin so, als wäre ihm das alles zu albern. Aber seine Position hatte sich auffällig nah an den Rand verschoben.

                      Kiki schüttelte sich noch einmal kräftig.

                      Ein Wasserregen ging über die ganze Truppe nieder.

                      Ruby sah beleidigt aus.
                      Blue sang plötzlich sehr motiviert.
                      Spatz musste widerwillig zugeben, dass das gar nicht so schlecht aussah.

                      Als das Wasser schließlich ruhiger wurde, saß Kiki sich putzend am Rand der Schale. Zufrieden. Leise. Glänzend.

                      Es war kein großes Ereignis gewesen.
                      Nur ein Bad.
                      Aber im Vogelbüro fühlte es sich an wie ein kleines Fest.

                      Und seitdem wusste jeder:
                      Wenn Kiki badet, wird das ganze Zimmer ein bisschen leichter.


                      IMG_0123.jpg
                      IMG_0122.jpg

                      Zuletzt geändert von Melli83; 18.02.2026, 22:40.

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                        #26
                        🪽 Spatz, der Schnäbel-Don – und der eilige Blue

                        Im Büro herrschte mal wieder gewohntes Trällern, Nagen, Flattern – kurz: typische Welli-Idylle. Doch hinter den Federn brodelte ein Drama, das selbst Telenovelas alt aussehen ließ.

                        Im Mittelpunkt: Spatz. Grün-gelb, rundlich, aber mit dem Charme eines Filmstars der 60er. Sein Blick? Verträumt. Sein Schnabel? Immer auf der Suche nach der nächsten Herzdame.

                        Und da waren sie: Ruby – die lebhafte Dame in schillerndem Grün-Gelb, mit der Anmut einer Dschungelkönigin. Und Kiki – blau-weiß, engelsgleich, fast zu süß für diese Welt.

                        Für Spatz waren sie nicht nur WG-Mitbewohnerinnen. Nein. Sie waren Herzklopfen mit Federn.

                        „Meine Damen“, säuselte er, „soll ich euch etwas vom Gurkenkönig erzählen?“

                        Und ehe man „Trennkost“ sagen konnte, war er auch schon zwischen Kiki und Ruby auf dem Ast. Ein charmantes Schnäbeln hier, ein Flügelzupfer da – die Damen kicherten.

                        Doch dann …

                        „SPAAATZ!!“

                        Ein aufgewirbelter Wind, ein donnerndes Flügelschlagen – und da war er:
                        Blue.

                        Blue, der türkisblaue Speckball mit der Eleganz eines runden Bumerangs, landete zwischen den dreien wie ein krachender Donnerschlag.

                        „Wir hatten doch ausgemacht, dass wir nur zusammen schnäbeln!“, schnatterte er und drückte sich demonstrativ ganz fest an Spatz.

                        Spatz rollte mit den Augen (sehr subtil, versteht sich), versuchte sich noch schnell eine Feder aus Kikis Flügel zu mopsen – doch Blue sah alles.

                        Von diesem Moment an wurde es zur täglichen Choreografie:

                        Spatz balzte mit Kiki oder Ruby.
                        Blue sah es.

                        Und man hörte innerlich die Musik vom „Weißen Hai“.
                        Er kam näher.
                        Langsam.

                        Ein Füßchen fest auf der Stange, eins seitlich am Käfig.
                        Er rückte weiter vor. Zentimeter für Zentimeter.

                        Spatz tat so, als würde er nichts merken.

                        Ruby zwinkerte.
                        Kiki schaute zur Seite – aus rein wissenschaftlichem Interesse.

                        „Dun-dun… dun-dun…“

                        Und dann – ZACK!

                        Wie ein übergewichtiger Pfeil sprang Blue dazwischen, baute sich auf wie ein Kugelblitz mit Flügeln und schob sich exakt zwischen Spatz und die Auserwählte.

                        Spatz wurde zur Seite gedrängt.
                        Blue gluckste zufrieden.

                        Ruby rollte mit den Augen – und ließ sich später beim Körnersammeln ganz zufällig von Spatz Gesellschaft leisten.

                        Einmal versuchte Spatz es sogar mit einer Tarnaktion: Er schnäbelte mit Ruby durch die Gitterstäbe, während Blue drinnen Karotte mampfte.

                        Es dauerte ganze fünf Sekunden.

                        „STOOOPP!“

                        Blue sprintete durch den halben Käfig, kletterte über eine Schale, verlor kurz die Eleganz – gewann sie aber im Flug zurück – und brachte sich dramatisch in Position:

                        „Nicht ohne mich!“

                        Und so vergingen die Tage.

                        Spatz flirtete.
                        Blue blockierte.
                        Ruby und Kiki amüsierten sich königlich.

                        Besonders Kiki, die irgendwann sagte:
                        „Ich glaube, wir stellen dem Blue bald einen Spiegel auf Rädern hin – dann ist er schneller dazwischen.“

                        Und während Minion-Bob im Hintergrund leuchtete wie ein treuer Beobachter dieser Seifenoper, schnäbelte Spatz munter weiter – in der Hoffnung, dass Blue vielleicht einmal beim Laxatract-Dienst einschlief.

                        Bis dahin galt:
                        Doppelschnäbeln nur unter Aufsicht.

                        Denn Blue – der eilige Dicke – war immer auf dem Sprung.

                        IMG_0332.jpg

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                          #27
                          🔫🪽 Die Sache mit der Laserkanone
                          (oder: Warum ich kurz dachte, ich brauche einen Tierarzt – und stattdessen bekam ich Star Wars)

                          Es begann mit einem Geräusch.

                          Nicht zwitschern.
                          Nicht balzen.
                          Nicht streiten.

                          Sondern dieses scharfe, schnelle:
                          „Piu-piu! Piu-piu-piu!“

                          Es klang exakt wie die Laserkanonen eines Raumschiffs aus Star Wars.
                          Nur in klein.
                          Und mit Federn.

                          Ruby saß kerzengerade auf ihrer Stange – und feuerte.
                          Blue antwortete sofort. Gleiche Tonlage, gleiche Entschlossenheit.

                          Ich stand mitten im Zimmer und dachte:
                          Was. Ist. Das.

                          Ist jemand verletzt?
                          Fehlt ihnen etwas?
                          Ist das ein Notruf?
                          Muss ich googeln?

                          Man wird ja kreativ, wenn man seine Vögel liebt.

                          Die beiden hingegen wirkten ausgesprochen zufrieden mit ihrem Beschallungssystem.

                          Ruby zielte Richtung Futternapf.
                          Blue zielte Richtung Spatz.
                          Spatz erwog einen strategischen Rückzug.

                          „Piu-piu!“ bedeutete offenbar:

                          Achtung!
                          Oder:
                          Ich war zuerst hier!
                          Oder:
                          Hey! Beachte mich!
                          Oder alles zusammen.

                          Mit der Zeit wurde klar:

                          Das ist kein Paniksignal.
                          Das ist Persönlichkeit mit Soundeffekt.

                          Ruby nutzt es wie eine elegante Warnleuchte.
                          Blue wie ein Megafon mit Dringlichkeitsstufe Rot.

                          Heute zucke ich nicht mehr zusammen.

                          Heute weiß ich:
                          Sie sind gesund.
                          Sie sind laut.
                          Und sie besitzen offenbar ein internes Raumverteidigungssystem.

                          Im Vogelbüro wird nicht geschossen.

                          Es wird kommuniziert.

                          Mit Laserkanonen.
                          ​

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                            #28
                            Diese Geschichte kam mir sehr bekannt vor, denn als unsere beiden Jungs nach ihrem Einzug endlich anfingen, zu singen, fühlte ich mich auch wie plötzlich in StarWars versetzt Pew, pew, pew!

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                              #29
                              Und ich dachte, ich habe die einzigen Tie-Fighter bekommen 😂
                              Solche Geräusche habe ich noch nie vorher bei einem Welli gehört.

                              Aber die Geschichte ging noch weiter:

                              🔫🪽 Laser-Alarm über dem Dachfenster
                              (oder: Der Tag, an dem das Internet fast einen Helm bekam)

                              Eines Tages war ein Techniker im Vogelbüro.
                              Wegen Problemen mit dem Internet.
                              Er kniete unter meinem Schreibtisch, konzentriert, Schraubenzieher in der Hand, Stirn in Falten.

                              Es war ruhig.

                              Fast zu ruhig.

                              Ruby saß auf ihrer Stange.
                              Blue sortierte Gedanken.
                              Spatz knabberte würdevoll.
                              Kiki beobachtete.

                              Dann flog draußen ein Vogel über das Dachfenster.

                              Nur ein Schatten.
                              Ein Flügelschlag.

                              Und im Käfig startete die intergalaktische Verteidigung:

                              „PIU-PIU-PIU-PIU!“

                              Exakt wie die Laserkanonen eines Sternenjägers.

                              Ruby eröffnete das Feuer.
                              Blue schaltete sofort auf Eskalationsmodus.

                              Der Techniker schoss hoch.

                              Mit Schwung.

                              Und knallte sich den Kopf an der Tischplatte.

                              Ein dumpfes „Ouff!“ hallte unter dem Schreibtisch.

                              Im Käfig herrschte Alarmbereitschaft.
                              Ruby meldete Sichtkontakt.
                              Blue sicherte die Lufthoheit.
                              Spatz tat so, als ginge ihn das alles nichts an.
                              Kiki analysierte das Lagebild.

                              Der Techniker kroch langsam hervor, rieb sich die Stirn und fragte vorsichtig:
                              „Ist das… normal?“

                              Ich nickte.
                              „Außenluftkontakt.“

                              Seitdem frage ich mich, ob er beim nächsten Einsatz wohl vorsichtshalber mit Helm auftaucht.
                              Nur für den Fall, dass wieder ein Raumschiff am Dachfenster vorbeifliegt.

                              Im Vogelbüro wird nicht geschossen.

                              Es wird der Luftraum überwacht.

                              Mit Laserkanonen.
                              ​

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                                #30
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                                Liebe Melli 83,
                                ich muss dir mal ein riesengroßes Kompliment machen, deine Geschichten sind hervorragend erzählt, es macht soviel Spaß sie zu lesen.

                                Liebe Grüße Manuela und von den zwei Krümelmonster Halli und Galli ​​​​​​

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