Werbung

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

schwer atmender Welli

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    schwer atmender Welli

    Werbung nur für Gäste

    Moin miteinander,

    gleich vorweg: Wir sind absolute Well-Anfänger. Ich habe noch keine Profile angelegt, dies ist mein erster Post, den Account habe ich gerade erstellt, ich lese aber schon seit einem Jahr mit.

    Hintergrund in kurz: Vor einem Jahr haben wir einen sehr jungen Welli, der keinem Beitzer zugeordnet werden konnte, bei uns aufgenommen, den wir in Eiseskälte und verletzt in der Nähe unseres Wildvogel-Futterhauses "einfangen" können (viel gewehrt hat er sich nicht mehr). Da hier in der Gegend alles noch etwas ... klassisch ist waren auch keine neuen Besitzer für ihn zu finden, die keine Vermehrer sind und oder die Vögel besch.. halten. Ergo haben wir ihn behalten, inzwischen noch 3 weitere aus schlechter Haltung gerettet, und haben nun vier männliche Wellis unbekannten Alters (1x max. 2 Jahre, 3x mind. 5 Jahre) in einer schönen, neu gebauten, großen Außenvoliere mit angeschlossenem Schutzhaus. Allesamt sind ziemlich scheu, da sie (vor uns!) vernachlässigt wurden und sind an das ganzjährige Leben im Freien gewöhnt. Ebenfalls wichtig - der nächste vogelkundliche TA ist knappe 2 Std. von uns entfernt. Hier in der Gegend gibt es lediglich einen "der sich auch ein wenig mit Vögeln auskennt" und bei dem sonst eher Katzen, Jagdhunde etc. auflaufen. Wir wohnen mitten auf dem Land.

    Konkreter Fall: Einer unserer älteren drei saß nach der Silvesternacht draußen auf einem Ast und hat schwer geatmet und dabei gefiept. Wir schoben dies auf die Aufregung durch das dämliche Geböller (vor dem wir die Vögel versucht haben bestmöglich zu schützen). Am nächsten Tag alles gut, am 3ten dann wieder schweres Atmen, "fiependes" Geräusch dabei, offensichtlich Atemprobleme, leichte Desorientierung. Wir also (nach etwas Sorge den Vogel durch den Stress umzubringen) zu unserem "bissl Vogelahnung"-TA. Der hat eine 2-Wochen-Prednisolon-Spritze verabricht und das ist nun eine Woche her. Außerdem stellte er fest der Vogel sei zu dünn (sehr überraschend, wir geben uns viel Mühe mit der vollwertigen Fütterung) und wirke auf ihn, als "könnte sich da was chronifiziert haben".

    Wir haben Mauser (ja, so heißt er) danach natürlich reingeholt, isoliert (ruhiges Zimmer, gute Luft, kleiner Käfig zum Erholen, Wärmelampe etc.). Mauser sah und sieht aber sonst gut aus! Kot ist i.O., keine seltsame Wachshaut, kein Ausfluss o.Ä., frißt gut, ist aufmerksam etc. Erst hatten wir den Eindruck es wird besser, da er weniger fiepte beim Atmen, aber nun atmet er leider immernoch schwer, Schwanz wippt, gähnen ... Also aus unserer Sicht nicht genug Verbesserung für eine Woche. (?)

    Heute bei unserem "bissl Vogelahnung"-TA angerufen -> "Ja ich kann da jetzt nochmal Prednisolon spritzen wenn sie wollen. Müssen sie wissen." Also habe ich (genervt nach dieser doofen Antwort) beim nächsten vogelkundlichen TA angerufen. Der sprach primär von Luftqualität, von möglichen Allergieauslösern, und meinte bei der Beschreibung klinge es in der Tat nicht nach Infektion, und er würde auch dazu tendieren nächste Woche bei keiner Verädnerung erneut Prednisolon zu spritzen.

    Natürlich hat er uns geraten zu ihm zu kommen. Nun hadern wir noch, ob wir das Anfang nächster Woche tun sollen, tendieren aber dazu. Vorher ist es leider zeitlich nicht möglich, da das für uns ein Tagesausflug wird, und wir nur ein Auto haben / es hier keine Öffis gibt. Außerdem sind die Wellis wie gesagt leider nicht gut sozialisiert worden und wir fürchten daher den armen mit dem Stress mehr zu schädigen, als ihm der Besuch helfen könnte .. Aber gut, ich lese ja wie gesagt mit und weiß dass jetzt alle sagen werden "Ihr hättet gleich letzte Woche zum Spezi fahren sollen!" - aber ihr kennt das sicherlich mit der Angst dem Vogel zu schaden. Außerdem ist das fangen ... dramatisch, weil hier keiner daran gewöhnt wurde jemals Vertrauen zu Menschen zu haben.

    Und nun zur eigentlich Frage nach dem Roman: Lohnt sich der Besuch bei diesem weit (!) entfernten TA wirklich, wenn dieser schon am Telefon andeutet dass ihm außer mehr Prednisolon auch nichts einfiele, wenn man bedenkt wieviel Streß das für den Vogel wäre den ganzen Tag unterwegs zu sein? Und: Wieso erwähnt keiner der beiden Aspergillose? Nach meiner laienhaften Selbstdiagnose würde ich nämlich auf eine chronische Aspergillose mit akutem Ausbruch durch irgendeinen Auslöser tippen. Ist das total daneben? Was würden wir in diesem Falle tun?

    Nunja. Alles schwierig. Wir geben unser bestes - vielleicht habt ihr ja den ein oder anderen Ratschlag in petto. Vielen Dank schon einmal.

  • Kostenlos bei Welli.net registrieren

      Werbung nur für Gäste


    #2
    P.S.: Ich möchte nach dem letzten und unserem ersten Jahr mit Wellis mal kurz jedem Respekt aussprechen, der seine Vögel gut hält, sich Mühe gibt, zum TA fährt, nicht vermehrt, und dem bewusst ist, dass Vögel eigentlich nicht in einen Käfig gehören, um Menschen zu belustigen. Wir haben im letzten Jahr sehr viel von euch durch lesen lernen können und sind etwas schockiert, wie wenig Wissen die meisten "durchschnittlichen" Besitzer haben, die Wellis (oder andere Tiere) in der Zoohandlung kaufen, verschenken, oder wie hier so oft dauerzüchten, um mit den Verkäufen etwas Geld zu verdienen. Wenn man dann noch feststellt, dass selbst Tierärzte oft wenig wissen und oder ihnen Vögel total egal sind ist der Schock noch größer. Es ging vom ersten Versuch für den kleinen ein neues Zuhause zu finden = Alle wollten UNS Vögel VERKAUFEN, über Käfigsuche = überall werden besch... viel zu kleine Käfige angepriesen, bis hin zu dieser "Find mal nen TA der Wellis kann."-Erfahrung nun. Da macht man was mit. Danke an alle Tier- und Vogelfreunde da draußen, das ihr trotzdem dran bleibt.

    Kommentar


    •   Werbung nur für Gäste


      #3
      Hallo Lyc,

      wir hatten hier schon einen Aspergillose Welli. Bei ihm hat es sich durch plötzlich auftretende Müdigkeit/ Teilnahmslosigkeit und Flugunfähigkeit gezeigt. Er ist eigentlich unser bester Flieger. Unser TA hat eine Röntgenaufnahme gemacht und anhand dieser sehr eindeutig Aspergillose diagnostiziert. Dann hieß es vier bis fünf Wochen täglich Medis geben, am Anfang sogar zweimal täglich. Nach zwei Tagen war eine deutliche Verbesserung zu sehen und damit wurde das Einfangen immer schwieriger, musste aber sein. Das ist jetzt 1,5 Jahre her und er ist immer noch topfit.
      Ich würde den Vogelkundigen TA nochmal anrufen und fragen, ob er den Welli röntgen würde. Ich befürchte um einen Besuch beim Tierarzt kommst du nicht drumrum. Für erschwerte Atmung gibt es aber wahrscheinlich noch viele andere Ursachen.

      Alles Gute und liebe Grüße

      Kommentar


        #4
        Hallo Lyc,

        was für ein Mist, ich kann nachvollziehen, wie es Dir momentan geht. Der Welli wurde bereits mit Prednisolon behandelt, auf Verdacht hin, denke ich. Dieses Medikament wirkt zwar gegen Entzündungen, aber die Abwehrkräfte werden dabei auch gedämmt. Das ist, als wenn sich die Katze in den Schwanz beißt, wenn die Entzündung, sollte es eine sein, weg ist, ist das Immunsystem im Keller. Die Sofortmaßnahme, den Welli zu separieren, ihn zu päppeln und ihm Wärme zu geben, ist super, ich würde ihn nicht in der Außenvoliere lassen.
        Eine endlose Fahrt zum vogelkundigen Tierarzt wäre in jedem Fall hilfreid, der kann Abstriche machen und in der Regel auch sofort mikroskopisch untersuchen. Luftsackmilben oder etwas mit dem Luftsack könnte auch ursächlich sein.
        Aso, wenn es möglich ist, dann auf zum vogelkundigen Tierarzt, auch wenn es stressig für alle ist.
        Sicher werden sich noch weitere User melden, die Erfahrungen mit Wellis haben, denen es auch so ging, wie Deinem.
        Alles Gute.

        Kommentar


        •   Werbung nur für Gäste


          #5
          Hallo Lyc

          Herzlich Willkommen hier im Forum, auch im Namen des gesamten Teams.

          Da seid ihr wirklich in einer "bescheidenen" Lage momentan, was tun, was das beste für euren Welli Mauser ist.

          Mauser gehört auf jeden Fall in die Hände eines Vogelspezialisten, sprich vogelkundiger Tierarzt.
          Ist den der TA der weiter weg ist auch wirklich VK? Den wenn nicht könnt ihr euch den langen Weg sparen.
          Ist er von unserer Liste? https://www.welli.net/tierarzt-liste.html

          Das Problem ist, dass Atemprobleme viele Ursachen haben können, wie schon erwähnt z.B. Aspergillose, Luftsackmilben,
          aber auch Wassereinlagerungen in der Lunge und und...
          Daher wäre eine Röntgenaufnahme des Vogels sehr wichtig, um zu sehen ob Luftsäcke/Lunge auffällig sind.
          Gute Tierärzte können schon beim abhören des Vogels Knackgeräuche feststellen, wenn es sich um Wassereinlagerungen handelt.

          Ich würde den TA der weiter weg ist anrufen und nach der Möglichkeit des Röntgens fragen.
          Den nur weiter auf Verdacht Kortison zu spritzen hilft eurem Mauser nicht weiter.
          Es muss eine klare Diagnose gestellt werden, damit man eine spezifische Behandlung gegenüber der Erkrankung einleiten kann.

          Alles Gute für euer Sorgenkind.

          Liebe Grüße
          Tine und ihre neun Zwerge

          Kommentar


            #6
            Hallo Lyc,

            ich hab jetzt die anderen Kommentare nicht gelesen und schreibe nur aus meinem Gefühl heraus. Nein, zu dem VK (?) TA, der auch gleich Prednisolon spritzen möchte, würde ich nicht fahren.

            Was, wenn dein Welli ne Luftsack- oder Lungenentzündung hat? Da wäre mal ein Abstrich intelligent und ein Antibiotikum.

            Sowas müsste nem VK, wenn er echt ist, am Telefon auch gleich einfallen, wenn es mir schon als Laie einfällt.

            Es gibt leider schlechte vogelkundige TÄ, wie es auch schlechte Humanmediziner gibt.

            Ich hoffe, du hast eine tierärztliche Alternative trotz ländlicher ungünstiger Lage.

            Ich finde es toll, wie du dich um deine Vögel kümmerst, sorgst und dir Gedanken machst.

            Zuletzt geändert von Fanny; 10.01.2024, 19:10.
            Herzliche Grüße die Fanny & Co. mit Felo Susanne

            Kommentar


            •   Werbung nur für Gäste


              #7
              Hallo Lyc,

              toll, dass ihr die Wellis aufgenommen habt ❤️
              Wir haben die letzten Monate zwei Wellis verloren und müssen heute mit 4 weiteren zum TA die leichte Symptome zeigen.
              Unsere Geschichte begann mit plötzlich eintretendem schlimmen Niesen abrupter Atemnot, fiepen und quietschen beim Atmen. Die Wellis waren beide am darauf folgenden Tag verstorben. Wir kommen gerade durch eine Obduktion näher an die Problematik und gehen mit den Ärzten aktuell von folgendem Problem aus.
              Durch zu geringe Luftfeuchtigkeit, die sollte mindestens 60% betragen und Schadstoffe durch falsche Verwendung vom Luftbefeuchter wurden bei unseren Wellis die Atemwege so stark gereizt, dass es zu einer Entzündung kam. Was wiederum dazu geführt hat, dass die Wellis kaum Futter aufnehmen konnten und sich letzten Ende daran verschluckt haben. Das wieder Aufstoßen des Futters hat dabei zu Kropfentzündung geführt. Später gab es dadurch eine tödliche Kettenreaktion im Körper.
              Ist deine Voliere offen, so dass sie Feinstaub von Böllern einatmen konnten? Diese sind lt. Artikeln ebenfalls tödlich.

              Meine traurige Erfahrung ist, dass Atemprobleme gerade Symptome wie du sie beschreibst in fachkundige Hände gehören und am besten lässt du alle Tiere fachkundig untersuchen. Unsere Tiere hat natürlich die lange Fahrt zum vogelkundigen Tierarzt und die fremde Umgebung, das Fangen zusätzlich gestresst weshalb das sicher ihr Gehen noch beschleunigt hat. Hast du Röntgenbilder, die du vorab in eine Vogelklinik schicken kannst?

              Würde persönlich nicht lange warten.
              Drücke euch von Herzen die Daumen

              Kommentar


                #8
                Werbung nur für Gäste

                Ps. meld dich gerne via pn persönlich. Vielleicht kann dir unsere Vogelklinik vorab weiterhelfen. Unsere Wellis waren bis zum letzten Tag auch quitsch fidel und haben gut gegessen. Der letzte hat sich zum Schluss aber etwas ruhiger gezeigt und das Gefieder war struppiger als sonst. Ansonsten sind sie sehr gute Schauspieler obwohl es ihnen nicht gut geht

                Kommentar


                •   Werbung nur für Gäste

                Lädt...
                X