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nächtliche Würgeanfälle - zu alt und zu dick?

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    #16
    Ok, das werde ich mir merken. Wobei ich da wohl auch gleich mein anderes Weibchen mitzupacken kann, die auch seit langem ein Problem mit Leber oder Niere hat. Diverse Medikamente ausprobiert, aber nichts half und Kot blieb gelb. Da es ihr jedoch absolut blendend geht, hatten wir es dabei belassen und sie bekommt Dauer-Kuren mit 2 Medikamenten.

    Zu den Seilen:
    Kurzhaarschnitt haben meine Seilspielzeuge auch schon bekommen, jedoch lieben meine Mädels es auch, einfach mittem am Seil rumzurupfen. Ich habe auch die TA gefragt, ob man nun generell auf Seile verzichten sollte, was sie verneint hatte. Sie meinte auf 100 Vögel knabbern 50 am Seil. Und von diesen 50 schluckt einer die Fasern.
    Ich in meinem Fall werde die Seile aber wohl ganz streichen müssen, wenn Ceres wieder zurückkehrt, denn das Risiko ist zu groß, dass sie wieder Fasern frisst.

    Die TA hatte auch betont, dass am schlimmsten das Sisal ist. Ich muss leider gestehen, dass ich bis heute nie wirklich darauf geachtet habe, dass ich ein Sisalseil zu hängen habe und habe dies als Erstes heute verbannt.

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      #17
      Unsere bekommen auch Leberunterstützende Präparate, der Kot ist auch bei uns gelblich. Die Fettleber wird sich wohl nach so vielen Jahren schwer erholen , aber der Rest der Organe wird durch die Behandlung nicht weiter geschädigt. Und das ist glaub ich am wichtigsten.
      Zu den Seilen: hab auch ein dickes Sisaltau . Da gehen meine aber nur selten drauf. Meine Männer- Bande hat es auf die Baumwollseile abgesehen. Aber Vorsicht ist bei den Rabauken wohl besser als der daraus folgende TA Besuch.Wie kleine Kinder oder schlimmer : ein Sack Flöhe trifft es da wohl eher ! ABER wenn die nicht da wären... mir würd was fehlen!

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        #18
        Meine Bande war früher recht viel auf dem Seil, seit dem letzten Umzug (also jetzt seit einigen Monaten) fliegen sie nicht mehr so drauf.

        Hehe, ja das stimmt. Einerseits möchte man den Kleinen viel Abwechslung bieten und nur das Beste, andererseits muss man wieder auf deren Gesundheit und Wohlergehen achten. Und man lernt dabei irgendwie auch nie aus.
        Mir würden sie auch total fehlen die kleinen Racker. Wäre ja sonst auch viel zu ruhig alles.

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          #19
          Die TA hatte auch betont, dass am schlimmsten das Sisal ist. Ich muss leider gestehen, dass ich bis heute nie wirklich darauf geachtet habe, dass ich ein Sisalseil zu hängen habe und habe dies als Erstes heute verbannt.
          Ist eigentlich schon länger bekannt, besonders bei tödlichen Darmverstopfungen. Auch in diversen Vogelforen wird vor Sisal etc. gewarnt aber paradoxerweise gibt es in den selben Foren dann auch Bastelanleitungen für Wellensittichspielzeug wo viel Sisal verwendet wird und keiner dazu was sagt.

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            #20
            Also ich kannte die Sisal-Gefahr besonders bei Würgefällen von herausstehenden einzelnen Fäden.
            Aber wie ich schon sagte, war es mir nie bewusst, dass ich ein Seil aus Sisal habe - völlig übersehen. Jetzt werde ich jedoch genauer auf solche Dinge achten, vor allem bei den neu bestellten Welliplätzen (auch selbstgebastelte). Da werde ich mir was mit den Seilen einfallen lassen müssen, die allen Anschein nach auch aus Sisal sind. Vielleicht nehme ich dafür Ketten, mal sehen.

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              #21
              Vielleicht nehme ich dafür Ketten, mal sehen.
              Dann auf Edelstahl setzen sonst hast evt. mal neue Probleme mit Zink. Evt. auch eine erhöhte Unfallgefahr in Verbindung mit Fußring und Kette.

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                #22
                Nein, Zink kommt natürlich überhaupt nicht in Frage.
                Das mit dem Fußring ist aber wieder sehr hinderlich. Alles gar nicht so einfach.

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                  #23
                  Ich habe gerade mit der TA telefoniert.

                  Als erstes weiß ich jetzt wieder den Fachbegriff für dieses Gebilde aus Seilfasern: Bezoar.
                  Und mittlerweile vermutet die TA, dass Ceres doch nicht darunter leidet.

                  Die TA hat nochmal eine Röntgenaufnahme gemacht mit höheren Kontrastmitteln (?), bei dem zu sehen ist, dass im Kropf etwas sein muss. Es könnte etwas entzündliches sein oder im schlimmsten Falle auch ein Tumor. Eine Diagnose scheint aber nicht eindeutig und schwierig zu sein. Sie möchte ersteinmal mit Antibiotikum weiterbehandeln, bevor eine OP in Betracht gezogen wird.

                  Ich darf die Kleine jetzt auch wieder abholen und werde mich gleich auf den Weg machen. Hoffentlich bekommen wir das ohne OP hin.

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                    #24
                    Ich habe wegen einem Unfall bei dem eine Welli-Dame von mir zu Tode kam, sämtliche Seile aus dem Wellizimmer verbannt. Mir persönlich ist das zu riskant geworden und habe so die Konsequenzen gezogen. So fühle ich mich persönlich besser.

                    Fassen wir mal den Fall zusammen:
                    - Deine Dame würgt stellenweiße. Aber es kommt nichts hoch, keine Körner usw., oder?
                    - Der Kot war gelb, es wurde darauf aber beim vka TA nicht großartig drauf eingegangen, oder? Wie sieht der Kot denn jetzt aus?

                    Bei einer Röngtenaufnahme sah man, dass sich was im Kropf befindet, ich nehme an der TA vermutet ne Entzündung wegen dem Würgen. Es wurde doch Kropfproben schon entnommen, oder? Also auch mit Kulturen angelegt usw., oder? Die waren alle negativ, oder? Welches AB gibt sie denn? Gibt sie dann mehr oder weniger auf Verdacht, oder? Weil ne wirkliche Diagnose hast du nicht.

                    Was genau soll dass denn im Kropf sein? Vorher wurde ja ein "Knubbel" aus Fasern vermutet.. hm.. ein Knubbel könnte leider Gottes theoretisch wie ein Tumor aussehen.. ich könnte vermuten, dass das auf nem Röngtenbild gleich aussieht.. hatte so was allerdings noch nie.

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                      #25
                      Ich versuche so gut es geht meine Kentnisse mit denen von gerade beim TA zusammenzufassen.

                      Meine Wellidame würgt sehr viel, vermehrt nach der Fütterung was mir vor allem abends/nachts aufgefallen ist (tagsüber gibt es außer Grassamen auch kein Körnerfutter mehr). Sie hat sehr viel trocken gewürgt, doch hab ich auch das Hochwürgen von Körnern beobachten können.
                      Der Kot war zu dem sehr wenig und gelb untersetzt.
                      Auf meiner Nachfrage heute kann der veränderte Kot mit der Kropfsache zusammenhängen.

                      Es wurde ein Kropfabstrich gemacht, allerdings meines Wissens nach keine Kultur angelegt.

                      Insgesamt wurden jetzt 3 Röntgenaufnahmen gemacht.
                      1. Gestern -> Es ist zu erkennen, dass sich etwas im Kropf befindet. Ertastbar waren jedoch vor allem Körner.
                      2. Nach dem Hungern -> Körner sind aus dem Kropf, aber es ist noch deutlich zu erkennen, dass sich etwas im Kropf befindet. Was das ist, kann so nicht eindeutig gesagt werden. Ein Bezoar wird jedoch ausgeschlossen, da dieser eine gewisse Struktur aufweisen würde, was in diesem Falle nicht gegeben ist.
                      3. Nach Gabe von Kontrastmitteln -> Es ist noch ein Schatten im Kropf zu erkennen.

                      Die TA kann nur vermuten. Es könnte eine Entzündung sein oder eine entzündliche Wucherung oder auch ein Tumor.
                      Sie möchte eine OP ersteinmal vermeiden, da diese wohl ziemlich böse ist. Wobei bei Nichtbesserung eine OP wahrscheinlich doch durchgeführt werden muss.

                      Wir versuchen es jetzt mit der Gabe von Antibiotikum, welche meine Dame 2 Wochen täglich schnabulös bekommt. Die Mittel sind Baytril und Strafungol.

                      Anfang nächster Woche muss ich mich bei der TA wieder melden. Bis dahin bleibt beobachten, ob Ceres Zustand sich bessert.
                      Die Diät wurde erstmal auch wieder runtergeschraubt, sodass Kolbenhirse grundsätzlich wieder gegeben werden darf/sollte.
                      Ich werde diese, wie von Rolf_S schon vorgeschlagen, zerkrümelt mit zum normalen Futter geben (dennoch abgemessen).

                      Ich hoffe ich habe jetzt nichts vergessen... Es ist alles ganz schön viel im Moment.

                      SweetRose: Das tut mir leid.
                      Ich habe schon öfter von Unfällen mit Seilen gelesen und versuche seitdem auf lose und lange Fäden zu achten und diese abzuschneiden. Lange Fransen wurden erst vor Kurzem gekürzt, als ich dort von einem Fall hier im Forum las. Aber ich glaube 100% sicher wird man es nie machen können.

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                        #26
                        Ich hasse es, wenn man untersucht und untersucht und letztlich nichts handfestes da raus kommt, außer eine Wischi Waschi Diagnose.

                        Es gibt paar Tierärzte, die mit einem Endoskop direkt das innere des Kropfes begutachten können. Da hätte man sofort Gewissheit, was da los ist. Ist echt ein jammer, dass man seine Wellensittiche nicht mit Krankenversichern kann...

                        Eine Antibiotikagabe dürfte vermutlich sicherlich Linderung bringen, aber die Frage ist, für wie lange...



                        Hirse kannst auch als einzellsaat kaufen. Jeder bessere Zoohandel verkauft einzellsaaten in meist 500g Packungen. Alternativ gibt es bei Bio Läden geschälte Hirse zu kaufen. Alles in allem bequemer und weniger staublastig als eine schöne Kolbenhirse zu zerpflücken. Gut dürfte eine Mischung aus Bluthirse und Japanhirse sein.

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                          #27
                          Wenn das Antibiotikum hilft und eine OP dadurch erstmal vermieden werden kann, dann wäre das schon mal ein kleiner Erfolg. Eine OP scheint schon sehr riskant zu sein. Aber das bleibt erstmal alles abzuwarten, wie es sich entwickelt und wie Ceres darauf anspringt.

                          Danke für den Hinweis mit der Hirse. Werde mich gleich morgen darum kümmern und unseren Bioladen aufsuchen. Eine staubige Angelegenheit ist es wirklich.

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                            #28
                            Ich möchte das hier nicht so offen stehen lassen und gerne Ceres Geschichte zu Ende erzählen.

                            Nachdem ich Ceres wieder abgeholt hatte, bekam sie nun täglich das Antibiotikum von mir schnabulös verabreicht. Ihr Zustand wurde stetig schlechter, was man vor allem an ihrer Atmung und der Atemnot hören konnte (vor allem nachts durch lautes Atmen und teilweise diesen fiepsenden Geräuschen).
                            Am Samstag bemerkte ich bei der Gaben der Medikamente, dass ihr Po verklebt ist. Da sie allerdings kurz vor einem Schockzustand stand, machte ich eine Pause und fing sie später noch einmal ein. Ich war gerade dabei, den Kot ein wenig aufzuweichen, als ich Blut an ihrer Stirn bemerkte. Sofort untersuchte ich den Kopf und es schien als würde ihr das Blut aus der Nase laufen. Ich bin sofort wieder zum TA, wo man sie dabehielt. Woher die Blutung kam war nicht bekannt und am Dienstag war ihr Zustand so weit in Ordnung, dass ich sie wieder abholen konnte. Es wurden zudem keinerlei Fremdkörper im Kropf gefunden, sodass die Ursache weiterhin unklar war.
                            Die Behandlung wurde fortgesetzt mit der Gabe des Antibiotikums über das Wasser im Krankenkäfig; zusammen mit ihrem Partner. Die ersten Tage verliefen sehr gut. Ceres war fröhlich, spielte und kraulte viel mit ihrem Partner. Nur ihre Stimme hatte sie etwas verloren und klang sehr heiser. Zudem blieb das trockene Würgen erhalten.
                            Am Wochenende verschlechterte sich der Zustand wieder rapide. Körner würgen, lautes Atmen, Kotveränderung. Die Vermutung lag zuerst beim sehr warmen Wetter, sodass ich ab Montag es mit Cactustropfen versuchen sollte.
                            Doch es half nicht und Ceres baute immer weiter ab, spuckte Körner und Schleim. Gestern (Mittwoch) lies ich sie erneut beim TA, diesmal für eine OP.
                            Seit heute lebt Ceres nicht mehr. Die TA hat sie noch in Narkose eingeschläfert.
                            Trotz des vorherigen hungerns, damit der Kropf frei ist, war er noch voll von Körnern und Schleim. Die Ursache: Ein Tumor an der Schilddrüse, welcher den Kropf dicht gemacht hatte. Laut Aussage der TA soll er riesig gewesen sein, weswegen es keinerlei Hoffnung mehr gab.

                            Morgen hole ich die Kleine vom TA ab, um sie bei meinen Eltern im Garten zu begraben. Obwohl wir nicht viel Zeit miteinander teilen konnte, bleibt mir die Gute in bester Erinnerung, denn sie hat das Wellileben wunderbar bereichert. Aus dem Tierheim gerettet hatte sie noch einmal eine schöne Zeit mit Partner verbringen können.

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                              #29
                              Das tut mir sehr leid. Da hattet Ihr leider keine Chance mehr, ihr zu helfen.

                              Guten Flug ins Regenbogenland, kleine Ceres

                              LG Lissie

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                                #30
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                                Auch von mir herzliches Beileid, damit hat ja keiner gerechnet! Du hast alles getan, was möglich war!

                                Alles Gute
                                traurige Grüße
                                Mutzie

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