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nächtliche Würgeanfälle - zu alt und zu dick?

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    nächtliche Würgeanfälle - zu alt und zu dick?

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    Hallo,

    eine meiner Wellidamen macht mir zur Zeit Kummer und ich weiß nicht mehr so richtig weiter.
    Es begann vor einer Woche an einem Donnerstag, dass ich Geräusche und Probleme beim Fliegen bei ihr erkannte und sie beim Würgen und Schleudern von Körnern beobachtet habe. Daraufhin bin ich am Freitag gleich mit ihr zum vk. TA, welche bei ihr erstmal sehr hohes Übergewicht festgestellt hat.
    Ich möchte dazu erwähnen, dass ich die Dame vor einem Jahr aus dem Tierheim geholt habe und sie bereits Übergewicht hatte. Dass sie aber nochmal zugelegt hat, war ein ziemlicher Schock für mich. Was das Würgen betraf, so wurde als Ursache vorerst das warme Wetter oder ihr Übergewicht vermutet. (Kropfabstrich wurde jedoch leider vergessen)

    Über das Abnehmen möchte ich hier gar nicht reden, da ich Fehler erkannt habe, mich hier im Forum schlau gemacht habe und bereits erste Schritte zur Besserung unternommen habe (mit Erfolg).
    Die nächste Woche lief eigentlich auch alles gut, bis zum Freitag. Meine Dame saß auf der Schaukel, gab leicht fiepende Geräusche von sich und begann wieder zu würgen. Daraufhin bin ich am Samstag sofort wieder zur TA gefahren, die SA auch Notfallsprechstunde hat, wobei diesmal jedoch eine Vertretung da war. Diese hat einen Kropfabstrich genommen, bei dem jedoch nichts gefunden wurde.
    Sie war auch ein wenig ratlos, was die Ursache sein könnte und vermutete auch, dass es am Alter und Übergewicht liegen könnte. Das richtige Alter meiner Dame ist nicht bekannt, wurde jedoch geschätzt, sodass sie so 7+ Jahre alt sein könnte.
    Mir wurde auch geraten, vorerst die Fütterung von Obst wegzulassen.
    (Im übrigen hat meine kleine Dame in einer Woche stolze 4 Gramm abgenommen)

    Leider hört das Würgen noch immer nicht auf und ich mache mir wirklich ernste Sorgen. Kann es sein, dass es vielleicht wirklich am Alter liegt? Sie zeigt in ihrer Verhaltensweise sonst keine großen Veränderungen, nur ihr Kot sieht nicht ganz normal aus, sondern leicht gelblich.

    Habt ihr Erfahrungen in diesem Bereich oder Ideen, was ich machen könnte? Ich überlege auch nochmal die TA anzurufen und die Situation zu schildern.

    Grüße~

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    #2
    als alterserscheinung kenne ich das eigentlich nicht (aus berichten, meine sind noch nicht alt )

    Wurde der Abstrich auch direkt unter dem Mikroskop auf Trichomonaden untersucht und wurde eine Kultur angelegt, falls doch Bakterien da sein sollten?

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      #3
      Kropfabstrich mit Sofortuntersuchung unter Mikroskop, besser noch die Kropfspühlung. Evt. noch einen Kloakenabstrich mit Test auf Megas. Ob eine Kropfentzündung vorliegt, kann man ja leicht ertasten... auch der Zustand der Kropfinnenwand beim Abstrich beurteilen.

      Einen Kropfabstrichtupfer ins Labor schicken auf Bakterien, Pilze und wenn da auch nichts raus kommt, dann den Vogel röntgen, ob ein verändertes Organ z.B. gegen den Kropf drückt.

      Futter ausmisten... zur Sicherheit vielleicht ganz neu kaufen und per Pinzette die Ölsaaten wie Negersaat entfernen und auch die Kanariensaat rauspopeln, da diese länglich spitz sind und den Kropf zusätzlich reizen. Verfüttere bei ihr mehr Kolbenhirse... z.B. Fütterung für sie nur exklusiv im Krankenkäfig, damit die gierigen anderen Geier nicht alles wegfressen.

      Beim Tierarzt gibt es noch die Ulcogant Suspension. Lindert zumindest die Symptome.

      Beginne deine Vögel wöchentlich einmal zu wiegen. und schreib das Gewicht in ein Büchlein. Gewichtsveränderungen deuten dann gern auf Krankheiten hin, ohne das man es dem Vogel ansehen muss.

      4g in einer Woche ist sehr viel... nach meinem Geschmack zu viel.

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        #4
        Kropfabstrich wurde unterm Mikroskop gemacht ohne Befund. Kropfentzündung liegt wohl nicht eindeutig vor. Eine Kultur wurde jedoch nicht angelegt.

        Ihr Kolbenhirse zu verfüttern ist für mich nun wirklich schwierig, genauso wie die Sache mit dem Gewichtsverlust. Ich kann es mal in Zahlen benennen.
        Letzte Woche wog sie 63 Gramm. Es war also dringend nötig zu handeln, da sie auch nicht mehr freiwillig fliegen wollte.
        Am Samstag wog sie 59 Gramm und ich merke, dass sie allmählich wieder besser fliegen kann und auch wieder mehr rauskommt (kann aber auch daran liegen, dass sie tagsüber kein Körnerfutter mehr im Käfig finden und für Gemüse und Co. rauskommen müssen)

        Ich versuche bereits meine Kleinen auf die Wage zu locken, doch das vermehrte einfangen für den TA-Transport hat sie wieder sehr mißtrauisch gemacht und nichtmal die Kolbenhirse mag sie zur Zeit zu mir locken...

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          #5
          Kolbenhirse macht nicht dick. Es schmeckt nur zu gut, so das über den Hunger hinweg zuviel davon gefressen wird. Hirse hat runde Saaten welche den Kropf nicht so stark reizen.

          Kannst ja mal ein Stück Kolbenhirse zerflücken und schauen, wie viel davon max. 1.5TL ergeben. Dann kannst besser einschätzen, wieviel davon geben kannst, ohne das es überfressen wird.

          Kannst auch ne Packung BeneBac Gel oder Orlux Probi-Zyme kaufen. Den Kropfabstrich mit Mikroskop würde ich gegebenenfalls wiederholen lassen.

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            #6
            So habe ich das noch gar nicht betrachtet.

            Vielen Dank für die Ausführung. Werde morgen bei der Futtergabe mal sehen, wie ich deine Tipps umsetzen kann.

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              #7
              Kannst auch Quellfutter probieren... musst halt bei der Zubereitung penibelst auf die Hygiene achten. Oder Kochfutter... hauptsache gut und leicht zu verdauen. Wenn der Vogel solch ein Futter nicht kennt, kann es schwer werden.

              Ins Trinkwasser mal etwas verdünnten Kamillen- oder Tymiantee

              Wärmelampe sagt man, würde auch gut tun... Gibt eigentlich vieles was man machen kann... nur verschleppen darf man solche Krankheiten nicht, weil sonst irgendwann selbst die leckere rote Hirse zu sehr den Kropf reizt und man dann mit Kropfkanülen Aufzuchtfutter spritzen muss.

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                #8
                Zitat von mangalara
                Kropfabstrich wurde unterm Mikroskop gemacht ohne Befund. Kropfentzündung liegt wohl nicht eindeutig vor. Eine Kultur wurde jedoch nicht angelegt.
                Hallo,

                wichtig ist definitiv eine Kultur anzulegen, da nur dadurch wirklich ausgeschlossen werden kann, dass nicht irgendwelche Bakterien vorliegen, die gerne auch diese Würgerei mit Körnerschleudern auslösen.

                Ist der Tierarzt vogelkundig? Eine Kultur anzulegen wäre eigentlich in diesem Falle selbstverständlich. Würde ggf. den Arzt wechseln. Bitte warte nicht zu lange, da die Vögel sehr schnell abbauen können, ausserdem sind manche Bakterien auch ansteckend.

                Viele Grüße
                Mutzie

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                  #9
                  Hallo,

                  ich war heute erneut bei der TA, da Ceres Zustand nicht besser wurde. Das Erste war ein Röntgenbild und das hat auch das wahrscheinliche Problem zu Tage gebracht.
                  Da ich den Fachbegriff vergessen habe, kann ich es jetzt nur so sagen, wie die TA es auch sagte:
                  Meine Wellidame hat Seilfasern im Kropf, die sie beim Knabbern geschluckt haben muss. Diese haben zusammen mit den Körnern ein Gebilde ergeben, was sich auf dem Röntgenbild eindeutig abzeichnet. Die Fasern kann man mit bloßem Abtasten nicht spüren, sondern man kann lediglich die Körner ertasten.

                  Die Kleine bleibt nur erstmal bis morgen beim TA und wird hungern müssen. Danach gibt es wohl zwei Möglichkeiten:
                  1. Man drückt das Gespinst nach oben, um es über den Schnabel rauszuziehen. Dies soll bei Wellis aber durchaus schwierig sein.
                  2. Eine Kropf-OP, in der das Gespinst entfernt wird.

                  Die TA meinte auch gleich zu mir, dass dies trotzdem riskant ist...

                  Ich mache mir wirklich Sorgen um die Kleine und hoffe, dass sie das alles durchsteht. Sie ist ja nun nicht mehr die Jüngste.

                  Hat jemand von euch vielleicht eine Ahnung, was da finanziell auf mich zukommt? (Um darauf vorbereitet zu sein...)

                  @Mutzie: Danke für deinen Hinweis, aber die TA ist definitiv vk, steht ebenso auf TA-Liste hier und wird von vielen nur empfohlen (auch von mir). Ich vertraue der TA.

                  Ich hoffe jetzt nur, dass das wirklich an diesen Fasern liegt und nicht noch etwas anderes dahintersteckt. Aber solange es meinen anderen Wellis noch gut geht und sie keinen Anzeichen zeigen, versuche ich postiv zu denken, so gut es geht.

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                    #10
                    Was für Seile hast in Vogelumgebung?

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                      #11
                      Zitat von mangalara
                      Aber solange es meinen anderen Wellis noch gut geht und sie keinen Anzeichen zeigen, versuche ich postiv zu denken, so gut es geht.
                      Daumen werden gedrückt - gute Besserung, dass alles gut klappt.

                      Viele Grüße
                      Mutzie

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                        #12
                        Zum größten Teil habe ich Baumwollseile. Nur ein Seil besteht aus Sisal.

                        Danke Mutzie.

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                          #13
                          Sorry, das ich mich mal so von der Seite einmische. Das mit dem Würgen und den Faserknäuel im Kropf ergibt einen Sinn. Allerdings hast Du am Anfang geschrieben das der Kot nicht normal aussieht, sondern gelblich ist. Bitte den VKTA drauf ansprechen , ob laut Röntgenaufnahme die Leber o.K. ist. Gelblicher Kot ist ein Zeichen für ein Leberproblem. Hab die Problematik seit Dezember 2009 im Schwarm und bereits einen Seniorensittich daran verloren.Drück die Daumen das das Flauschekügelchen wieder auf die Krallen kommt !

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                            #14
                            Ach, das ist schon in Ordnung. Deswegen wende ich mich ja auch ans Forum.

                            Sie hatte natürlich das gesamte Röntgenbild angesehen und die Leber und Niere sahen für sie unauffällig aus. Lediglich ein Fettlipom hatte sie noch entdeckt.
                            Allerdings wurde zum Kot wirklich nichts weiter gesagt.

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                              #15
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                              Wenn die Flauschkugel wieder vollständig genesen ist , würde ich die Ärztin auf eine Blutuntersuchung ansprechen. Bei unserem neusten Leberkanditaten ist die Leber nur leicht vergrößert, also eher unauffällig. Erst die Blutuntersuchung brachte es ans Tageslicht : 3 fach erhöhte Leberwerte ; 3 fach erhöhte Cholesterinwerte usw.
                              Ich wollte Dir jetzt keine Angst machen, das ist bestimmt nicht meine Absicht. Wollte Dir nur zeigen, das nicht immer ein Röntgenbild aussagekräftig genug ist.
                              Aber mit Deinen Seilen... da muss ich morgen, wenn ich frei habe , ersteinmal mit der Schere durch meinen Wellihaushalt laufen und zur Vorsicht von den Baumwollseilen die " Troddel " unten dran abschneiden. Unser Thommy und Gizmo " frisieren " den zu gerne. Nicht das die nachher auch noch so was kriegen. Man lernt nie aus. Was die aber auch alles anstellen unsere Federknäule ...

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