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Sperling Kücken aufziehen - aber wie?

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    #16
    Zitat von Susi85
    wobei wir wohl noch Insekten geben würden (die Entscheidung trifft aber der Chef, bin nur ausführendes Glied).
    Susi, ich glaube kaum, dass dein Chef einem reinen Körnerfresserästling ausschließlich Insekten verfüttern würde. Das widerspräche allen natürlichen Bedürfnissen des Vogels .

    Huhu Klee,

    wie geht es dem kleinen Jack inzwischen? Susi hat nämlich insofern recht, dass er heute unbedingt Nahrung gebraucht hätte. Wenn du nichts in ihn hineinbekommen hast, geh bitte morgen ganz früh mit ihm zu deinem Facharzt für Vögel. So lange halten die Piepser ohne Nahrung nicht aus...

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      #17
      Zitat von Mariama
      Susi, ich glaube kaum, dass dein Chef einem reinen Körnerfresserästling ausschließlich Insekten verfüttern würde. Das widerspräche allen natürlichen Bedürfnissen des Vogels .
      Hi Mariama,

      da er noch nicht voll befiedert ist, siehst Du das nicht ganz richtig.
      Der Sperling wird zunächst von den Eltern mit Insekten groß gezogen.
      Dann bekommt er sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung.
      Erst wenn er ausgewachsen ist, wird er zum Vegetarier.
      Mein Chef macht es schon 30 Jahre, hält Vorträge über den Nabu, ist Ornithologie und Eulenspezialist, der weiß schon was er tut, keine Sorge

      LG
      Susi

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        #18
        Zitat von Susi85
        da er noch nicht voll befiedert ist, siehst Du das nicht ganz richtig.
        Der Sperling wird zunächst von den Eltern mit Insekten groß gezogen.
        Dann bekommt er sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung.
        Erst wenn er ausgewachsen ist, wird er zum Vegetarier.
        Susi, er ist voll befiedert und ausgewachsen. Er ist bereits ein reiner Körnerfresser und braucht jetzt einen Körnerbrei. Dein Chef wird dir das sicherlich bestätigen, wenn du ihm das Foto zeigst.

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          #19
          Voll befiedert ist er noch nicht.
          Ich selbst bin kein Wildvogelspezialist, ich arbeite nur seit 5 Jahren bei einem und habe meine Erfahrungen.
          Nicht nur ich, sondern wohl auch die Dame, die Klee kontaktiert hat, meinen, dass er beides bekommen kann.
          Ich werde mich aber jetzt hier nicht über das Futter streiten. Ich frage mich nur, woher Du Deine Informationen beziehst.

          Ich kann nur immer wieder sagen:
          Laien sollten keine Wildvögel großziehen, da sie zu wenig Kenntnisse besitzen.
          Ein paar Klicks im Internet ersetzten keine jahrelange Erfahrung.
          Wenn man einen Vogel findet, dann ab zur Wildvogelhilfe in der Nähe und zwar auch am Wochenende.

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            #20
            Hallo Klee,

            wie geht es Jack inzwischen?

            Zitat von Susi85
            Ich werde mich aber jetzt hier nicht über das Futter streiten.
            Susi, ein sachlicher Streit bzw. eine Diskussion über die optimale Ernährung von Jungvögeln ist ja nichts Schlimmes, sondern dient dem Erfahrungsaustausch und der Optimierung der Fütterung.

            Ich frage mich nur, woher Du Deine Informationen beziehst.
            Auch ich arbeite ehrenamtlich für einen Wildvogelschutzverein, der vor 16 Jahren von einer Tierärztin gegründet und seitdem geleitet wird. Ihr zur Seite stehen ehrenamtlich tätige Päppler, Menschen, die andere anfallende Arbeiten übernehmen und nicht zuletzt unsere Fachärztin für Vögel.

            Bei der Auswahl des Futters für die verschiedenen Jungvogelarten orientieren wir uns an der Fütterung, die die Vogeleltern für ihren Jungen auswählen. Im Laufe der vielen Jahre haben wir durch Versuch und Irrtum viel gelernt und werden vermutlich nie auslernen.

            Wenn ein Jungvogel verstirbt, wird er zur Abklärung der Todesursache von der Vogelfachärztin obduziert. Dabei stellte sich beispielsweise heraus, dass gerade bei kleinen Singvögeln schon eine einzige Gabe von Ei zu tödlichen Darmverschlüssen führen kann.

            Bevor ein Vogel ausgewildert wird, schaut sich die Fachärztin den Zustand des Gefieders genau an. Denn durch nicht optimale Ernährung kommt es leicht zu Gefiederstörungen, die die Flugfähigkeit beeinträchtigen. Und ein Vogel mit auch nur der kleinsten Flugbeeinträchtigung wird leichte Beute für Freßfeinde.

            Ich sehe übrigens auf dem von Klee eingestellten Foto immer noch einen voll befiederten Ästling.

            Ich kann nur immer wieder sagen:
            Laien sollten keine Wildvögel großziehen, da sie zu wenig Kenntnisse besitzen.
            Ein paar Klicks im Internet ersetzten keine jahrelange Erfahrung.
            Wenn man einen Vogel findet, dann ab zur Wildvogelhilfe in der Nähe und zwar auch am Wochenende.
            Diesem Rat schließe ich mich an. Schon das Vermeiden oder Ausgleichen von Fußfehlstellungen erfordert eine geschulten Blick und Erfahrung. Einige Vogelarten bekommt man auch mit völlig ungesunder Fütterung groß. Die daraus resultierenden Verdauungs- und Gefiederstörungen bemerkt der Laie möglicherweise gar nicht. Und der Vogel stirbt Stunden nach der Auswilderung...

            Liebe Grüße

            Mariama

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              #21
              Hallöchen,

              erstmal vielen lieben Dank für die guten Ratschläge.
              Allerdings haben sie nicht viel genützt. Klein Jack ist in der Nacht über die Regenbogenbrücke davon geflattert.

              Wir haben gekämpft, mein Freund und ich. Und Jack auch, allerdings gegen uns.
              Das mit der Spritze haben wir probiert, erst Körner geschrotet, ein bischen Wasser dazu und auch ein paar Insekten mit durchpüriert. Mit festhalten und viel Geduld hats dann auch funktioniert, allerdings kam nach ner halben Stunde hinten alles wieder raus, was oben rein kam. Der Kleine hatte totalen Durchfall.
              Wir sind dann nach HDL zum vkTA, aber da war (wie zu erwarten) leider keiner da. Wir dachten, der gute Mann wohnt vielleicht bei seiner Praxis.
              Die Stelle wo ich ihn hätte abgeben können, war 80 km weit weg. Bei aller Liebe und so weh das auch getan haben mag, das war meinem Schatz dann doch zu weit zum fahren. Und ich hatte selber kein Auto da.
              Heut morgen war der Kampf dann leider verloren.

              Was auch immer der Grund gewesen ist, und so doof das auch alles ist - das ist die Natur. Wir können manchmal eben nicht helfen. Aber verdauen muss ich das jetzt auch erstmal irgendwie.

              Hör grad das quasseln meiner Federbälle, seh wie Tabsi seine Gurke mampft und bin einfach nur glücklich, dass es den beiden gut geht und sie nicht der bösen Wildniss da draußen ausgesetzt sind.

              liebe und traurige Grüße
              Klee

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                #22
                Traurig. So ein hübscher Kleiner.
                Mach es gut kleiner Jack.

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                  #23
                  Hallo Klee,

                  tut mir sehr leid. Ich weiß, wie weh es tut einen kleinen Pflegling zu verlieren. Vermutlich ist er an einer Blutvergiftung durch die Pasteurelleninfektion gestorben. Würde von der Zeit her passen.

                  Vielleicht kannst du deinen Freund überreden, den Kater künftig während der Brutzeit im Haus zu lassen? Dann würden Jack und viele andere Jungvögelchen leben dürfen...

                  Tröstliche Grüße

                  Mariama

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                    #24
                    armer kleiner Fratz. Flieg ins Regenbogenlad, jetzt kannst du sicher ganz toll fliegen
                    ich denke auch, dass er krank war. Schon irgend etwas im Blut hatte
                    Ihr habt euch bemüht, doch das Schicksal hat entschieden.

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                      #25
                      Hi Mariama,

                      Wenn das meine Katze gewesen wär, dann wär das ein reiner Stubentiger, der zwar nicht mehr so lebt wie es eigentlich von Natur her sein soll, aber dafür sicher, in jeder Hinsicht. Das ist die eine Seite.

                      Die andere: Klar könnte man das machen. Dann hat man ein gutes Gewissen und kann sich sagen: "MEINE Katze macht sowas nicht und ich muss sowas dann auch nicht durchmachen."
                      Wir sind da nur Housesitter. Das Haus auf das wir zur Zeit aufpassen ist in einem sehr kleinen Dorf. Da gibt es bestimmt nicht nur diese eine Katze die Nachts draußen rumläuft.

                      Wie ich schon sagte, wie scheußlich das auch alles war am WE und heut Morgen. Es ist die Natur und ich hab eben wieder mal gelernt dass sie unerbittlich ist.
                      Freigänger Katzen sind nunmal Jäger und du kannst einer Katze die sonst immer raus durfte nicht einfach sagen, so, jetzt darfst du das eben nicht mehr. Es wird nicht der erste Vogel (oder Maus) gewesen sein, den sie sich geholt hat. Und es wird auch nicht der letzte sein.
                      Klar bekommt sie Futter von den Menschen, aber es ist einfach ihr Naturell zu jagen.

                      Fressen und gefressen werden, ätzend aber war.

                      (Sorry, wenn ich jetzt ein bischen verbittert klinge)

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                        #26
                        Hallo Klee,

                        wie Schade, dass es nicht geklappt hat.
                        Es kann gut sein, dass er auch in einer Vogelwarte gestorben wäre.
                        Wir bekommen auch nur rund 95 % der Vögel durch.

                        Ich selbst habe auch eine Katze, die raus geht.
                        Einsperren kann man die wirklich nicht, das passiert und gehört zur Natur.

                        Klar kann man sagen, dass andere Fressfeinde Vögel erbeuten, um sie zu fressen und unsere Hauskatzen satt sind,
                        aber dennoch finde ich es viel schlimmer, wenn Menschen während der Brutzeit Bäume fällen und Gebüsch entfernen und sich keine Gedanken über die Folgen machen.
                        Jedes Jahr bekommen wir um die 300 Jungvögel gebracht, die allein durch solche Unachtsamkeiten ihr Nest verlieren.
                        Mach Deiner Katze keinen Vorwurf, sie kann nichts dafür.

                        Kopf hoch, Du hast es versucht!

                        LG
                        Susi

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                          #27
                          Zitat von Susi85

                          Klar kann man sagen, dass andere Fressfeinde Vögel erbeuten, um sie zu fressen und unsere Hauskatzen satt sind,
                          aber dennoch finde ich es viel schlimmer, wenn Menschen während der Brutzeit Bäume fällen und Gebüsch entfernen und sich keine Gedanken über die Folgen machen.
                          Haustierkatzen sind keine natürlichen Fressfeinde der Wildtiere. Sie sind wildernde Haustiere.
                          Ich finde beides gleich schlimm, da es von Menschen gemacht ist und vermeidbares Tierleid verursacht.

                          Hier ein interessanter Artikel dazu aus dem Spiegel, der mal nicht aus der Feder einer Organisation stammt, die nicht auf die Spenden von Haltern freilaufender Katzen verzichten will und deshalb faule Kompromisse eingeht.

                          Liebe Grüße

                          Mariama

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                            #28
                            Wow, ein Artikel der klare (böse) Worte findet.
                            Ich glaub nicht, dass der jenige Katzen mag.

                            Ja, es gibt zu viele Katzen, ohne Frage! Vorallem zu viele verwilderte und Herrenlose. Und es werden nicht weniger.


                            Und nu?
                            Du kannst eine Freigänger Katze nicht 3-4 Monate im Jahr einsperren.
                            Und du wirst keine Stubenkatze haben, in einem Haus mit großem Garten.
                            Und du kannst den Rest der Welt nicht davon überzeugen, sich keine Katzen mehr zu halten.
                            Auch nicht mit solchen Artikeln.

                            Und dennoch hab ICH grad ein schlechtes Gewissen und fühl mich ziehmlich mies.

                            Klee

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                              #29
                              Zitat von Klee76

                              Und dennoch hab ICH grad ein schlechtes Gewissen und fühl mich ziehmlich mies.
                              Nein, bitte nicht. Warum denn du? Nicht du hast diese Katze in die Natur geschickt, sondern sogar geschrieben, deine wären Wohnungskatzen, wenn du denn welche hättest.

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                                #30
                                Werbung nur für Gäste

                                Ja, das mit dem Stubentiger war auch mein voller ernst.

                                Aber ich bin immer noch traurig, weils nicht funktioniert hat und ich den kleinen nicht retten konnte.
                                Hab immer noch das Bild vor Augen wie die Katze mit ihm rein ist und wie er geschrien hat. Und alles andere auch.
                                Gar nicht so einfach sich dann keine Vorwürfe zu machen und das ganze abzuhaken. Besonders wenn man dann auch noch solche Artikel wie dem vom Spiegel liest.

                                Ich versuch das jetzt mal zu vergessen.

                                LG
                                Klee

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