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Kann ein Haustier-Wellensittich glücklich sein?

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    #16
    Hallo Vogelfee,
    dann stelle ich einmal die gewagte These auf, das jegliche Art von Heimtierhaltung nicht artgerecht ist. Fangen wir bei Fischen in einem Aquarium an und hören bei der Katze Deiner Mutter auf! Warum denkst Du, kehrt die Katze auch nach tagelangen Ausgängen zu Deiner Mutter bzw. zum Menschen zurück? Weil dies die Hand ist, die die Katze füttert. Ist das artgerecht? Hundebesitzer die mit Ihrem Hund (Beispiel: Husky) zwei- oder dreimal am Tag gassi gehen obwohl Huskys sehr laufintensive Hunde sind! Ist das artgerecht? Ich denke nicht und somit ist, wie gesagt, jede Art von Heimtierhaltung, nicht artgerecht! Warum gehe ich schon seit Jahren nicht mehr in den Zoo und boykottiere jeden Zirkus mit lebenden Tieren? Weil ich immer noch einen Unterschied darin sehe, ob mit Tieren auf engsten Raum und unter oft schlimmen Bedingungen nur Geld gescheffelt wird oder ein Mensch sein(e) Tier(e) liebt und Ihnen eine möglichst artgerechtes Leben ermöglicht! Wenn man ein bisschen Gespür und viel Gefühl in sein Tier investiert (und das sollte meiner Meinung nach JEDER Tierhalter) dann kann man feststellen, ob sich das wohl fühlt! In Bezug auf Tieren (in unserem Fall Wellis) ist die Definition von glücklich sein, sicherlich sehr schwierig. Ich lasse den Gedanken einfach mal so stehen, ob Wellis in der Natur, mit all den Gefahren, die sie dort erwarten, wirklich glücklichere Tiere sind!?


    Die These von Hägar, die Gattung Haustierwellis aussterben zu lassen, finde ich allerdings sehr gewagt,sorry

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      #17
      Zitat von Vogelfee
      Hallo Andreas,
      vielen Dank für Deinen großartigen Beitrag. Kann ich Dich noch was fragen? Welche Lösung hast Du für Dich und Deine Wellis gefunden angesichts der Einstellung, dass Haustierwellis eigentlich aussterben sollten? Nimmst Du auch nur arme Schlucker (Du schreibst gebeutelte Vögel) bei Dir auf? Wie leben sie bei Dir?
      Gruß, Maria
      Ich antworte mal für Andreas, da er momentan nicht so oft online kommen kann. Also er hat durchaus noch gesunde Wellis zuhause, was heißt, dass sie fliegen können, eventuell Krankheiten haben, die sich aber im Hintergrund halten. Jedoch wird er in Zukunft nur noch nichtFlieger aufnehmen und so den bestand dahin bringen, dass wirklich nur noch behinderte Vögel ihren eigenen Raum haben, indem sie sich austoben können. Zur Zeit leben diese in einer Riesengroßen Voliere mit ausreichend Platz zum klettern und Laufen, aber Andreas will es eben dahin bringen, dass die Nichtflieger den kompletten Raum besiedeln dürfen

      Was mich angeht, ich behaupte, meine kleinen sind glücklich. Sie kennen - leider - nur die Gefangenschaft und ich kann ihnen kein Leben in einer außenvoliere anbieten. Sie sind in Gefangenschaft geboren, größer gezüchtet als Naturwellis, ich denke nicht, dass sie körperlich den Bedingungen der Natur gewachsen wären. Sie würden es kaum schaffen, 10 km am Stück zu fliegen. Somit müsste man zu allererst auf der ganzen Welt die Zucht verbieten, was einfach mal unmöglich ist. Dieses ganze Was wäre wenn - Denken hilft uns doch sowieso nichts.
      Jetzt sind die kleinen eben da. Und wir tun unser bestes, dass sie ein in Gefangenschaft möglichst artgerechtes Leben führen können. Ist Glück in dem Falle nicht auch einfach jemanden zu haben, der sich um einen kümmert? Ich merke bei mir zuhause, dass ich als vollwertiges Schwarmmitglied angesehen werde, zum Teil sogar als Partner. Und zeugt diese Integration nicht auch von beidseitigem Glück?

      Das Thema ist wirklich interessant, danke

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        #18
        Hallo,
        das Wort Glück ist sehr dehnbar.
        Ich behaupte unsere Wellis sind Glücklich wenn sie Aufgeblustert und Schnabelknirschend auf ihrer Lieblingsschaukel sitzen.Oder wenn sie ihre Gesichtsfedern vorschieben und den Schnabel kaum mehr sieht und dabei Prabbeln,da sind sie Glücklich.Es geht ihnen dann gut und sind Zufrieden mit ihrer Umwelt.

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          #19
          Ja, wenn es den Wellis und all den anderen Tieren gut geht dann sind auch wir glücklich.

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            #20
            Ich denke schon das meine Beiden glücklich sind und ich glaube nicht, dass sie noch in der Lage wären im Freien zu überleben.
            Sie sitzen zusammen auf der Gardinenstange und quasseln. Einer schläft der andere passt auf, dass Frauchen ja keine Dummheiten macht. Sie streiten sich, sie schnäbeln, sie spielen. Und manchmal machen sie das auch mit mir.

            Stellen wir die Frage doch mal anders, wären wir glücklich ohne sie? Ich wäre vielleicht glücklich, aber mein Leben wäre auf jeden Fall ärmer. Und so bin ich sehr dankbar, dass sie die Federlose bequasseln, manchmal bespielen und mit mir meckern wenn ich zu lange auf Arbeit war.

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              #21
              Lieben Dank für alle Eure Gedanken! Ich bin hängen geblieben bei Hexchens Einwurf, wie sehr unsere Wellis unser Leben bereichern.
              Gestern bin ich in der Früh um 3 aufgestanden (bin beruflich weggefahren), was sehe ich? Spatzi, mein flugunfähiges schwules Männchen, fliegt! Nun brauche ich keine Leitern mehr. Was glaubt ihr, wie glücklich ich bin! Er büht so auf bei mir! Gerade ist er wieder geflogen...Übrigens, beim Küssen brummt er wie ein Bär, ist das normal?

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                #22
                Ein letztes möchte ich diesem Thema noch anfügen: Es gibt südlich von München eine Frau, die ein riesen Vogelhaus hat. Es ist, glaub ich, mehrere 100 m lang, im Freien und überdacht. Sie hat sich bewusst gegen Zucht entschieden (außer ein Pärchen will unbedingt brüten) und will nur, dass es den Vögeln gut geht.
                Diese Frau möchte ich besuchen. Schauen, wie die Vögel dort sind. Ob sie anders wirken als meine. Einfach zum Vergleich.

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                  #23
                  Hallo würde mich auch interessieren

                  ob die glücklicher sind.

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                    #24
                    Heute hat sich ein ganzes Schwalben-Geschwader auf dem gegenüberliegenden Dach versammelt. Die Vögel wollen wohl in den Süden fliegen. Es war eine Aufregung und ein Rabbatz! Das haben meine beiden Flauschis natürlich mitgekriegt und sind immer wieder wie wild im Zimmer herumgeflogen und haben einen Lärm gemacht, so als wollten sie am liebsten mit den Schwalben davonfliegen. Da frage ich mich schon.. Aber ich denke nicht, dass meine beiden Wellis weit gekommen wären. Vielleicht mit viel Glück in die nächste Ortschaft. Aber bis Afrika..?

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                      #25
                      Hallo!
                      Echt spannendes Thema...

                      Zitat von Vogelfee
                      Ein letztes möchte ich diesem Thema noch anfügen: Es gibt südlich von München eine Frau, die ein riesen Vogelhaus hat. Es ist, glaub ich, mehrere 100 m lang, im Freien und überdacht. Sie hat sich bewusst gegen Zucht entschieden (außer ein Pärchen will unbedingt brüten) und will nur, dass es den Vögeln gut geht.
                      Diese Frau möchte ich besuchen. Schauen, wie die Vögel dort sind. Ob sie anders wirken als meine. Einfach zum Vergleich.
                      Und - warst du schon dort?

                      Ein Aspekt, der (glaube ich zumindest) noch nicht beachtet wurde, ist die Farbenvielfalt in der Welli-Zucht hier. Die gibts in Australien gar nicht - Gott sei Dank! Sonst wär ja die ganze Tarnung futsch... (Man denke nur an das Bild: Tausende von Wellis sitzen auf einem kahlen Baum und man hat das Gefühl, einen Laubbaum vor sich zu haben!)
                      Deshalb: Unsere Vielfarbigen-Flauschis hier wären leichte Beute und somit könnte diese Art Wellensittich in freier Wildbahn gar ncht fortbestehen...

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                        #26
                        Hallo Budgie,
                        es freut mich sehr, dass Dich (und viele andere) das Thema genauso bewegt wie mich.
                        Nein, ich war noch nicht dort, weil ich so mit meinen eigenen Vieren beschäftigt bin. Im November wirds bei mir beruflich ruhiger, dann fahre ich hin. Und das Wetter hoffentlich wieder trockener...
                        Ja, das mit den Farben, sehr klug.
                        Genauso mit den Polyoma-Tierchen: Sie hätten null Chance draußen.
                        Was mir auch sehr weitergeholfen hat bei meinem Nachforschen ist die Geschichte von dem 11jährigen Jungen, der einen Spatzen groß gezogen hat. Er wollte ihn wieder zurück in die Natur bringen (Käfig draußen und dauernd offen), aber der Spatz wollte bei der Familie bleiben!
                        Ich hoffe, dass heute endlich meine Bird lamp ankommt, dann bau ich sie zusammen und berichte Euch!
                        Viele Grüße, Maria



                        Zitat von budgie-4-ever
                        Hallo!
                        Echt spannendes Thema...



                        Und - warst du schon dort?

                        Ein Aspekt, der (glaube ich zumindest) noch nicht beachtet wurde, ist die Farbenvielfalt in der Welli-Zucht hier. Die gibts in Australien gar nicht - Gott sei Dank! Sonst wär ja die ganze Tarnung futsch... (Man denke nur an das Bild: Tausende von Wellis sitzen auf einem kahlen Baum und man hat das Gefühl, einen Laubbaum vor sich zu haben!)
                        Deshalb: Unsere Vielfarbigen-Flauschis hier wären leichte Beute und somit könnte diese Art Wellensittich in freier Wildbahn gar ncht fortbestehen...

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                          #27
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                          Zitat von Vogelfee
                          Was mir auch sehr weitergeholfen hat bei meinem Nachforschen ist die Geschichte von dem 11jährigen Jungen, der einen Spatzen groß gezogen hat. Er wollte ihn wieder zurück in die Natur bringen (Käfig draußen und dauernd offen), aber der Spatz wollte bei der Familie bleiben!
                          Ja, so sind sie, die lieben Tierchen...

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