Liebes Tagebuch,
Gestern gab es leider so gar nichts zu berichten. Ich habe den ganzen Tag geschlafen - wirklich sehr angenehm.
Der heutige Tag startete damit, das die Federlose am frühen Morgen verschwand und auch bis zum frühen Nachmittag nicht wieder auftauchte. Charlie und mir war schrecklich langweilig, also hebelten wir erneut den Futternapf aus der Halterung, warfen die Hirse herunter, nagten an den Klammern und stellten eine wirklich tolle Unordnung her
. Als die Federlose endlich heim und uns sah, begann sie auch gleich zu schimpfen. Seufzend brachte sie unser Nest wieder in Ordnung. Danach holte sie mit sichtlich besserer Laune eine Tüte hervor. Die Federlose zeigte uns ein Buch, aus dem sie uns später vorlesen wollte. Oh man, glaubt sie ernsthaft das mein Kumpel uns für Bücher interessieren
?! Naja, lassen wir sie in dem Glauben. Weiterhin zeigte sie uns einige krumme Gegenstände und Leitern. Wofür die wohl gut sein sollen ? Unsere Federlose meinte, wir würden schon sehen. Na, da bin ich ja mal gespannt. Charlie interessierte sich wieder mal nicht die Bohne dafür - elender Langweiler ! Die Federlose verschwand noch einmal und kehrte kurz darauf mit dem runden Dings wieder. Nanu ? Wir hatten doch schon Saubermach- Tag
? Skeptisch beobachtete ich sie dabei, wie sie verschiedene Gegenstände, die krummen Dinger und die Leiter auf dem Boden ausbreitete. Schließlich kam sie in unsere Richtung. Oh nein, ich ahnte schlimmstes. Und ich lag richtig. Sie hob uns aus dem Nest und setzte uns auf einem der Schränke ab. Damit wir “ alles gut im Auge behalten “ können. Worauf sie Gift nehmen kann, schließlich ist das mein Nest was die da schon wieder auseinander baut ! Was für eine Frechheit
… Schockierender weise baute sie, nachdem sie alles mit dem gelben Ding geputzt hat, nicht unsere alten Stangen und Äste wieder ins Nest, nein, sie verwendete die neuen krummen Dinger und Leitern. Aufgeregt zog ich Charlie am Flügel. “ Charlie sieh mal was sie mit unserem schönen Nest macht ! Tu doch was !
“ Unglaublicher Weise flog mein bester Freund sofort los, und landete neben der Federlosen und der großen Federlosen, welche gemeinsam unser Nest verunstalteten. Kritisch beäugte Charlie diese seltsame Aktion. Aufgekratzt hüpfte ich auf dem Schrank hin und her. “ Ach Pipp ” , rief meine Federlose, “ Komm doch einfach her du Pfeife.” Pfeife ?! Was erlaubt die sich eigentlich ? Im Sturzflug schoss ich hinab und landete neben meinem Kumpel. Von hier aus hat man eindeutig eine bessere Sicht. Nach einer gefühlten Ewigkeit schienen die zwei frechen Federlosen fertig zu werden. Unser schönes Nest, nichts ist noch da, wo es mal war. Charlie versuchte mich zu trösten und meinte, das ein neues Nest ja auch ganz lustig sein kann. Entrüstet starrte ich ihn an. Lustig ? Was soll denn daran lustig sein ? Die Federlosen haben mein Nest umgebaut, einfach so, ganz ohne meine Erlaubnis. Charlie hörte jedoch mir gar nicht zu und flog los, um unser Heim zu erkunden. Als er alles in Augenschein genommen hatte , rief er nach mir. Alles wäre super, es gäbe viel zu knappern und wir hätten auch frisches Futter. Verärgert blieb ich sitzen wo ich war. Ich will mein altes Nest zurück
! Da grinste meine Federlose und sagte tatsächlich : “ Na los Pipp, oder traust du dich etwa nicht ? Hast du Angst ? Oh, armer kleiner Pipp ” Mir entgleisten alle Gesichtszüge. Ich, mich nicht trauen ? Ich und Angst ? Ich und klein ? Na, der werde ich es zeigen ! Ich holte Schwung und flog mit Lichtgeschwindigkeit zu meinem neuen doofen Nest. So schnell konnte keiner gucken, wie ich drin saß und Charlie das Futter vor dem Schnabel weg futterte. Hehe, 1:0 für den tapferen Welli - Hahn Pipp
. So, da sitze ich also in meinem neuen Nest, auf der großen Schaukel. Wenn ich ganz ehrlich bin, ein bisschen gruselt es mich schon. Charlie dagegen juckt das nicht die Bohne. Aber vielleicht, wenn ich ganz freundlich piepe, kommt er zu mir. Mal ausprobieren. “ Charlie? “ Keine Reaktion. “ Charlieeeee ?” Er hebt bloß den Kopf und schreddert weiter. “ Och Charlie JETZT KOMM DOCH MAL HER
! ”Na wer sagt’s denn, sofort kommt mein bester Freund zu mir gekrabbelt. Zufrieden kuschel ich mich an ihn
. Ich denke, so kann ich die Nacht überstehen. Also, gute Nacht ihr da draußen und bis Morgen.Es grüßt euch, Pipp der tapfere und stolze Welli - Hahn




. Schimpfend setzte ich mich wieder auf die Schaukel. Ich stupste Charlie an, woraufhin er aus seinem Schlaf erwachte. Gähnend wollte er wissen was nun schon wieder los sei. Großzügig überhörte ich seinen provokanten Unterton und erklärte ihm die Katastrophe. Mit schief gelegten Köpfchen beäugte mein Kumpel unser Nest. Todesmutig wagte Charlie sich schließlich hinab und begab sich auf die Suche, nach unserem Frühstück. Behände kletterte er am Käfig entlang, über die Leitern hinweg und rief nach kurzer Zeit : “ GEFUNDEN !
. Charlie schenkte mir keine Beachtung haute sich den Wanst voll. Nach einer Weile wurde mir bewusst, dass ich keine andere Wahl hab, als mich hinunter zu wagen wenn ich heute noch was zu mampfen haben wollte. Hin - und her gerissen zwischen meinem Hunger und meiner Skepsis entschied ich mich schließlich für das Prinzip “ Augen zu und durch”. Ich holte noch einmal tief Luft und ließ mich fallen. Ich fiel jedoch nicht weit, sondern landete unsanft auf einem der neuen krummen Dinger. Verwundert sah ich mich um. Wie von der Tarantel gestochen eilte Charlie zu mir und zog mich am Flügel. “ Du hast doch nicht mehr alle Körner an der Hirse !
. Freudestrahlend hat sie uns heute Nachmittag dabei beobachtet, als wir extra für sie noch einmal durch den ganzen Käfig geturnt sind, um ihr zu zeigen, wie glücklich wir sind.
. Unsere Federlose müsste jeden Moment unser Abendbrot vorbei bringen. Ah, da ist sie ja. Mal sehen was es heute gibt. Vielleicht wieder Möhre und Salat ? Das schmeckt mir nämlich am besten
. So ihr da draußen, ich werde jetzt futtern gehen, bevor der Charlie mir wieder alles vor dem Schnabel wegschnappt . Gute Nacht und bis Morgen.
.
? Vielleicht die große Federlose ? Ah, wie ich sehe kommt meine Federlose mit dem Abendessen. Hoffentlich hat sie jetzt ein bisschen Zeit für uns. Gute Nacht ihr da draußen und bis Morgen.
, dass kann ich euch sagen ! Oh, Charlie fragt gerade, ob ich Lust habe, ein paar Runden zu drehen. Nun, ich denke es kann nicht schaden das neue Zimmer mal unter die Lupe zu nehmen. Also ihr da draußen, ich wünsche euch eine gute Nacht. Ich berichte morgen weiter über dass seltsame Verhalten der Federlosen

! Nachdem wir den Raum eine Weile andächtig bewundert hatten, brachte uns die Federlose zurück in das “ Übergangszimmer” wo wir in Ruhe unser Abendessen mampfen konnten.
. Charlie und ich fielen vor Neugierde über diese seltsamen Besucher fast von der Stange. Während wir noch darüber diskutierten, wer die Federlosen waren und was sie bei uns wollten, schloss sich die Zimmertür und auf einmal ging ein schrecklicher Lärm los. Fast ohne Unterbrechung wurden mein Kumpel und ich den ganzen Vormittag von diesen schrecklichen Geräuschen geplagt
” Mit tellergroßen Kulleraugen
starrte ich auf das tolle blaue Ding, welches nun den Zimmerboden zierte. Also, ich muss schon sagen, ich hätte nicht gedacht, das meine Federlose meinen Wunsch so schnell erfüllt. Anscheinend versteht sie Wellisch doch besser als gedacht.
liebe Grüße an deine Freunde und deinen Federlosen von Pipp, Charlie und meiner Federlosen 
. Die Federlose sitzt in ihrem tollen neuen Sessel, den muss ich morgen unbedingt erforschen ! :p
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