Werbung

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Welli aus Einzelhaltung wird gemobbt

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    #16
    Update:
    Leider ist die Methode, die ich probiert habe nicht mehr wirkungsvoll. Es ging ein paar Tage gut und dann fängt Chip wieder an Ruki zu mobben. Wenn ich sie jetzt anstarre und ermahne zwitschert sie mich an und will unsere "Kuss"-Übung machen. (wenn ich mein Gesicht hinhalte, kriege ich in normalen Situationen einen Kuss) Kurzum, meine vorhin beschriebene Methode ist keine Lösung.

    Ich werde jetzt Folgendes probieren:
    Ich werde versuchen positives Verhalten von Chip zu verstärken, indem ich jedes Mal, wenn sie sich ruhig neben Ruki verhält belohne.
    Die Belohnung heißt in diesem Fall: Ganz viel euphorisch loben. Ich weiß noch nicht, ob ich ihm ein Leckerli geben soll oder nicht. Aber meine Lobstimme kennen die auf jeden Fall und das ist mit etwas Positivem verbunden. Ich werde in dieser Situation instinktiv handeln und entscheiden ob ich ihn lobe + leckerli gebe oder nur lobe.

    Ich hoffe, dass diese Methode hilft!

    Liebe Grüße

    Kommentar

    • Kostenlos bei Welli.net registrieren

        Werbung nur für Gäste


      #17
      Hallo Yasemin,

      ich verfolge sehr interessiert Deinen Thread, auch wenn die Geschichte dahinter sehr traurig ist. Umso mehr bin ich natürlich sehr gespannt ob es funktioniert. Vielleicht kannst Du ja Chips Belohnung verstärken, wenn Du ihr ein Leckerli reichst.

      Eine Idee, die ich spontan hätte: Ich würde einen kleinen Transportkäfig nehmen, den kleinen Ruki hineinsetzen und mitsamt dem Käfig in die Voliere stellen. Klingt vielleicht erst mal furchtbar, aber so kann er von den anderen lernen, ist mitten im Schwarm, wird aber nicht ständig angemacht. Nach zwei oder drei Wochen kannst Du dann ja mal die Käfigtür öffnen und schauen was passiert.

      Gruß
      Jörg

      Kommentar


      •   Werbung nur für Gäste


        #18
        Hallo Jörg,

        lieben Dank für deine Antwort. Bin auch sehr neugierig und werde weiter berichten

        Meine Zwerge haben 24h Freiflug. Aber so etwas ähnliches habe ich heute gemacht: Auf dem Käfig habe ich ganz viel Kork verteilt und alle sind aufs Kork gestürzt. Dann konnte Ruki mal näher und mal weiter entfernt am "Geschehen" teilhaben und beobachten (Manchmal auf dem Käfig, manchmal neben dem Käfig) Ab einem gewissen Punkt ist es ihm glaube ich dann einfach zu viel Action und er braucht den Rückzug. Meine flugunfähige Omi, auch 10 Jahre alt, hat in etwa dieselbe "Ausdauer" an Aktivitäten. Dann braucht sie auch ihren Rückzug.

        Herzliche Grüße
        Yasemin

        p.s.: Ich freue mich sehr über neue Ideen und Ansätze.

        Kommentar


          #19
          Hallo Yasemin,

          unser flugunfähiger Kücki zieht auch immer den Kopf ein, wenn Joschi im Käfig Rabatz macht und versucht Joschi dann zu beruhigen. Aber bei zwei Wellis ist es natürlich überschaubar und Kücki ist ne echte Plaudertasche. Bei Deinem kleinen Schwarm ist es natürlich deutlich lebendiger und für die älteren Herrschaften etwas anstrengender und stressiger.

          Hast Du schon mal darüber nachgedacht die beiden komplett zu separieren? Klingt zwar erst mal blöd, aber vielleicht ist es für die beiden die bessere Lösung?

          LG
          Jörg

          Kommentar


          •   Werbung nur für Gäste


            #20
            Hallo Yasemin,
            ich persönlich halte unter den gegebenen Umständen die Unterbringung der beiden "Rentner" in einem seperaten Käfig auch für die beste Lösung. Beide benötigen mehr Ruhe und hätten ihren sicheren Rückzugsort.
            Ich habe meine drei damals auch in getrennten Käfigen untergebracht. Zwitscher war flugunfähig und auf Grund seines Alters (mind. 11 Jahre) nicht mehr so richtig standfest. Er verlor öfter das Gleichgewicht und fiel von der Stange. Er bekam seinen eigenen kleinen Käfig, die zwei jungen Flieger waren im anderen. Sie konnten sich gegenseitig besuchen, wovon aber hauptsächlich Mira Gebrauch machte.
            Wenn Du den Platz hast, ist es zumindestens einen Versuch wert.
            Gruß Ratio

            Kommentar


              #21
              Hallo Jörg,

              wie ist der Altersunterschied zwischen Kücki und Joschi?

              Bisher habe ich nicht daran gedacht. Weil:

              1. Im Schwarm kann Ruki das Sozialverhalten besser kennen lernen.

              2. Er macht Fortschritte, auch wenn es noch sehr viele Baustellen gibt. z.B.

              A. Er kann inzwischen zwitschern. Das konnte er anfangs nicht. Er konnte nur sprechen und Kontakrufe machen.
              B. Er probiert aktiv im Schwarm teilzuhaben. Und hat auch Billy und Küken, die ihm ab und an Aufmerksamkeit schenken. Noch hat er nicht ganz gelernt, wie er das erwidern soll. Ich denke, dass ist dann der Grund weshalb, sie dann auch mal "für sich" sein wollen.
              C. Aber insgesamt ist er viel weniger ängstlich als vorher. Sowohl zu den anderen als auch mir gegenüber. Anfangs war ich richtig am Verzweifeln mit ihm. Er war apathisch wie eine Spinne. Inzwischen spielt er mit Glocken oder mit Kork. Oder rennt einfach mal rum. Er hat auch sehr lange nicht mit mir nicht "geredet". Inzwischen kommuniziert er sehr deutlich mit mir und zeigt sehr genau, was er will und nicht will.

              3. Auch wenn ihn das Mobben und ausgegrenzt werden sehr fertig macht/gemacht hat, höre ich regelmäßig wie er sein Schnabel knirscht. Ihn jetzt von einer Umgebung zu trennen, in der er sehr sehr sehr langsam mit viel Mühe aufblüht, würde denke ich, seine wenigen Skills wieder verschwinden.

              4. Ruki ist körperlich sehr schwach. Hat kaum Muskeln und neurologische Störungen. Er sollte sich bewegen undzwar ganz viel. Er sollte wissen lernen und fühlen, dass er mit der Umwelt interagieren kann und das er ein Einfluss auf die Umwelt hat. Und umso mehr um ihn herum los ist, umso mehr ist er dazu animiert, sich zu bewegen. Sowohl geistig als auch körperlich.

              Auch wenn es sehr traurig auf uns wirkt: Ich glaube er ist auch einfach nur glücklich, wenn er neben den anderen stehen "darf", wenn sie spielen oder wenn er einfach mit denen zwitschern kann. Für ihn sind das riesengroße Schritte. Zuletzt hat er Wellis gesehen, da war er drei Monate alt. Aber natürlich will er mehr, als nur dastehen. Aber allein das er es kann gibt ihm ein gutes Gefühl.

              Kommentar


              •   Werbung nur für Gäste


                #22
                Hallo Ratio,

                die Gleichgewichtsprobleme haben meine Senioren leider auch. Einen weiteren Käfig habe ich hier. Aber die Kleinen haben immer 24h Freiflug. Sie schlafen wo sie wollen. Manchmal drine manchmal draußen, manchmal verteilt. Anfangs war schlief Ruki in einem anderen Käfig alleine. Später nicht mehr. Den Käfig habe ich jetzt weggeräumt.

                Probieren geht über studieren und bis ich eine Lösung gefunden habe, werde ich auf jedenfall viel probieren Und freue mich sehr über deine/eure Unterstützung & Tipps & Erfahrung.

                Mir ist grad nur nicht ganz klar, wen ich von wem, wann trennen könnte, um was zu erzielen?

                @Ratio: was hat sich gebessert, nachdem du sie getrennt hast?

                LG

                Kommentar


                  #23
                  Also ob die Senioren tagsüber oder in der Nacht getrennt werden können? Damit sie mehr Ruhe haben von den jüngeren? Aber sie sollen trotzdem in einem Zimmer sein?

                  Ich könnte den zweiten Käfig wieder aus dem Keller holen.. Ich frage mich, ob es denn Anzeichen dafür gibt, dass die Senioren mehr Ruhe brauchen? Bisher habe ich gar nicht daran gedacht, dass sie mehr Abstand brauchen könnten.

                  Die Omi ist auch direkt nach dem ersten Tag Freigang in den "Hauptkäfig" rein, ganz selbstverständlich und ist dann nicht mehr in den anderen Käfig rein.

                  Kommentar


                  •   Werbung nur für Gäste


                    #24
                    Hallo Yasemin,

                    unser Kücki geht nun auf die 10 zu und Joschi auf die 5, aber beide sind soweit sozialisiert, dass sie „wellisch“ sprechen. Allerdings war Kücki nach dem Einzug von Joschi anfangs auch etwas überfordert. Wenn Joschi von Stange zu Stange hüpfte, erschrak er sich und fiel von der Stange. Das ist deutlich seltener geworden. Und während Joschi der agilere ist, ist Kücki die Plaudertasche, wobei Kücki mittlerweile deutlich fitter geworden ist, da er mehr Bewegung hat.

                    Im Fall von Ruki ist es wirklich nicht ganz einfach Dir einen Rat zu geben, zumal es aus der Ferne ohnehin schwieriger ist. Ich würde ihm dennoch den Käfig mal anbieten. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass die anderen ihm folgen und dort weiter ärgern oder er den Käfig gar nicht als Rückzugsort sieht.

                    Ich denke, das was es am meisten braucht ist Zeit. Und so klein und flink wie unsere Piepser sind, soviel Zeit brauchen sie, um sich an neue Situationen zu gewöhnen. Du darfst einfach nicht aufgeben und ich finde Du machst das echt klasse! Und wenn manches jetzt nicht funktioniert, probiere es zwei Wochen später noch mal. Manchmal funktioniert es dann. Zumindest bei meinen beiden Schissern .

                    Ich wünsche Dir und Deinen Flauschis ein schönes Wochenende!
                    Jörg

                    Kommentar


                      #25
                      Hallo Yasemin,
                      nach der Trennung der Truppe hatte ich den Eindruck, daß Zwitscher zufriedener war. Er war ja damals schon mind. 11 Jahre, während die anderen beiden wesentlich jünger waren. Mira war noch ein Küken, etwa 3 Monate, Horst war etwa 2 Jahre. Die beiden jüngeren waren wesentlich agiler als Zwitscher und wenn sie durchs Bauer sprangen, fiel Zwitscher regelmäßig runter. Im kleinen Bauer hatte er seine Ruhe, wurde von Mira nicht belagert, hatte seinen Lieblings-Plastevogel bei (mit dem war er trotz Partnervogel "verheiratet"), zwitscherte wieder vermehrt und vor allem war es wesentlich niedriger, so daß die Absturzhöhe sehr gering war. Beide Bauer standen nebeneinander. Theoretisch hätte Zwitscher jeder Zeit ins große Bauer wechseln können. Aber er zog es vor, in seinem Bauer zu bleiben. Wenn er mal auf dem Fußboden gelandet ist, habe ich beide Bauer auf den Fußboden gestellt, damit Zwitscher sich aussuchen konnte, in welchen er reingehen will. Er hat immer sein kleines Bauer bevorzugt.
                      Mira hat ihn jeden Morgen im kleinen Bauer besucht, was Zwitscher gut fand, sie teilweise fütterte und auch kraulte. Allerdings merkte man ihm an, wenn es ihm zu viel wurde, weil der Gast nicht wieder gehen wollte.
                      Gruß Ratio

                      Kommentar


                        #26
                        Hi Ratio,

                        lieben Dank dass du deine Erfahrung teilst. Ich werde am Sonntag den Käfig wieder hochholen und schauen wie die Senioren drauf reagieren und die Käfige nebeneinander oder nah beieinander stellen.

                        LG

                        Kommentar


                        •   Werbung nur für Gäste


                          #27
                          Hi Jörg,

                          deine Nachricht habe ich vorhin übersehen. Interessant, dass Kücki durch die Trennung agiler wurde & sich mehr bewegt hat & weniger oft runter fiel. Ich hoffe, dass wird bei Ruki ähnlich sein.

                          D.h. dann vorerst minimum 4 Wochen den Zweitkäfig stehen lassen und dann schauen, wie sich die Situation verändert hat.

                          Lieben Dank für die Tipps und motivierende Worte

                          Danke wünsche dir/euch auch ein tolles Wochende

                          Kommentar


                            #28
                            Hallo Yasemin,


                            Ich habe deinen Thread mit großem Interesse mitgelesen und finde es bewundernswert, wie sehr du dich um den einsamen Oldie kümmerst. Vor ein paar Monaten noch hätte ich gedacht, der Schwarm regelt das schon. Inzwischen habe ich mich sehr intensiv mit fehlgeprägten Wellis befasst und würde das so pauschal jetzt nicht mehr sagen, denn es kommt schon sehr auf den Schwarm an. Dein alter Herr wäre in einem „Seniorenheim“
                            mit anderen fluglahmen älteren Wellis vermutlich besser aufgehoben als in einem Schwarm mit vielen jüngeren agilen Wellis.


                            Aber die Situation ist nun mal wie sie ist. Ich denke, du darfst das Verhalten der Wellis hier nicht zu stark vermenschlichen. Mobbing finde ich hier deshalb auch das falsche Wort. Ändere doch mal deinen Blickwinkel und analysiere die Situation aus Sicht deines Schwarms. Deine anderen Wellis verhalten sich nämlich völlig normal. Sie leben frei ohne Käfig, somit ist das komplette Zimmer ihr Revier. Der seltsame Eindringling, der nicht mal weiß, dass er auch ein Wellensittich ist, weil er sein ganzes Leben unter Mensch verbracht hat, muss erstmal lernen, überhaupt mit ihnen zu kommunizieren. Leider ist er alt und schwach, darum kann er sich gegenüber zickigen Hennen überhaupt nicht durchsetzen. In der Natur würden sie ihn ebenfalls deswegen ausgrenzen, weil er leichte Beute für ihre natürlichen Feinde ist. Ihn würden sie sofort opfern um ihr eigenes Überleben zu sichern.


                            Ich wünsche dir gutes Gelingen und hoffe, dass du bei aller Rücksichtnahme auf deinen Pflegling, den Rest des Schwarm nicht aus den Augen verlierst. Nicht sie müssen sich hier ihm anpassen, sondern er sich an seine neuen Lebensumstände. Und es wird sicher noch eine ganze Weile dauern, bis er damit klar kommt, und das muss er leider ganz allein ohne deine fürsorgliche Einmischung schaffen.



                            Insofern schaffe ihm einen sicheren Schutzraum. Sein eigener Käfig innerhalb des Wellibereichs, in den er sich jederzeit zurückziehen kann, so wie Ratio und Jörg es auch schon vorgeschlagen haben. Dort hat er seine Ruhe und ist trotzdem mittendrin ohne von den anderen permanent attackiert zu werden.



                            Kommentar


                              #29
                              Hallo WilmaWelli,

                              vielen lieben Dank für deine Nachricht & Tipps.

                              Könntest du mir vllt. Auch die Literatur / Quellen nennen zum Verhalten von fehlgeprägten Wellis. Ich würde mich gerne intensiver damit befassen & habe bisher wenig hilfreiches gefunden.

                              Der Perspektivenwechsel ist sehr wichtig & nicht immer einfach aufrechtzuerhalten. Deswegen danke auch hierfür. Tatsachlich ist alles ihr Revier und so vehalten sie sich auch & meckern auch wenn denen was nicht passt

                              Ein paar Fragen habe ich noch bzgl. des Käfigs. Was denkst du/ihr dazu?

                              Ich habe einen Quarantäne Käfig der Mittelgroß ist und einen kleinen Transportkäfig. Da ich Zwei Senioren habe, überlege ich gerade beide Käfig rauszuholen. Dann hätten beide Senioren jeweils einen Käfig. Wie sollte ich am Besten vorgehen?

                              Wenn ich die Käfige neben dem Hauptkäfig platziere,
                              * soll ich warten bis die Senioren reinlaufen? Oder
                              * soll ich die mal reinsetzen?
                              * soll ich denen "deutlich" machen, dass es deren "Seniorenecke" ist?
                              * Was ist, wenn die "wilden" Hennen, zu Ruki ins Käfig maschieren?
                              * Was ist, wenn die "friedlichen" Herren zu Ruki maschieren?
                              * Sollte ich da bei meiner Oma Malmö anders vorgehen, wenn da die Hyperaktiven reinmaschieren?

                              Wenn ich das zeitlich schaffe, dann werde ich auch schon heute die Käfige bereit machen.

                              LG

                              Kommentar


                              •   Werbung nur für Gäste


                                #30
                                Werbung nur für Gäste

                                Hallo Yasemin,

                                ich würde einfach beide Käfige hinstellen und die beiden älteren Herrschaften entscheiden lassen. Und was die anderen Fragen betrifft: Ich habe mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass man sich vorher noch so viele Gedanken machen kann, aber die Flauschis haben dann eh ihre eigenen Vorstellungen. In den seltensten Fällen passte es bisher mit meinen Gedanken zusammen .

                                Ich bin sehr gespannt

                                LG
                                Jörg

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X