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Der Schwarm hat sich verändert - Muss ich mir Sorgen machen?

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    Der Schwarm hat sich verändert - Muss ich mir Sorgen machen?

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    Hallo zusammen,
    ich benötige euren Rat. Mein Minischwarm besteht aktuell aus drei Wellensittichen (2 Hennen, 1 Hahn). Letztes Jahr waren sie noch zu viert, aber einer meiner Hähne ist verstorben. Nach Rücksprache mit dem vogelkundigen Tierarzt, sagte dieser das auch ein Dreier-Schwarm funktionieren kann, wenn die Wellis sich schon kennen. Also beschloss ich abzuwarten wie sich der Schwarm entwickelt.
    Es funktionierte alles gut unter den Dreien, bis auf die üblichen Welli-Meinungsverschiedenheiten. Aber seit einiger Zeit bemerke ich, dass der Schwarm sich verändert. Leider nicht zum Positiven.
    Anfangs wurde der Hahn beiden Hennen gerecht und fand das augenscheinlich auch super zwei Frauen zu haben, weil er eh sehr quirlig ist. Mittlerweile hat er aber eine Herzdame ausgesucht. Diese liebt er heiß und innig. Er füttert sie natürlich liebend gerne. Meiner Meinung nach zu viel. Das war bei ihr schon immer ein Problem. Sie ist Zeit ihres Lebens übergewichtig, weil sie irgendwie jeden Hahn dazu bekommt sie ständig zu füttern. Sie isst aber gerne auch noch selbst. Das muss ich leider nach Rücksprache mit dem Tierarzt so hinnehmen (hatte schon das ein oder andere probiert, leider erfolglos).

    Das aktuelle, größere Problem ist allerdings, dass der Hahn die andere Henne jetzt immer verscheucht. Meiner Meinung nach zu häufig. Er fliegt extra hin um sie von ihrem Platz zu verscheuchen, vom Futternapf zu verscheuchen usw.. Sie geht dann weg und er geht noch hinterher. Er scheucht sie auch vom Napf weg, wenn er selbst dort gar nicht fressen will. Er will sie einfach weg haben. Manchmal wird sich kurz gehackt und meistens weicht sie dann zurück. Das war früher anders. Sie hat sich sonst nichts gefallen lassen. Blutig war es aber zum Glück noch nie.
    Nun sitzt sie oft separat. Die anderen beiden machen was zusammen und sie ist wie das fünfte Rad am Wagen. Ausweichmöglichkeiten gibt es genug. Der Käfig ist groß und steht den ganzen Tag offen. Nur nachts schließe ich ihn. Sie haben sonst immer Freiflug. Futterstellen gibt es auch genug. Die ausgegrenzte Henne ist mittlerweile etwas dünner als sonst, sodass ich ihr zwischenzeitlich die eine Hälfte des Käfigs für eine Zeit separiere, damit sie mal in Ruhe etwas fressen kann. Man merkt, dass sie immer abwägt ob der Hahn nicht doch kommt und sie verscheucht.
    Die Lösung mit der Trennwand, um sie in Ruhe fressen zu lassen, scheint mir aber keine Dauerlösung zu sein. Ich möchte mich nur sehr ungern von einem der Wellensittiche trennen, da sie mir natürlich alle ans Herz gewachsen sind. Eine erneute Aufstockung des Schwarms auf vier Wellensittiche kommt aber leider auch nicht in Frage, da ich schon vor einiger Zeit beschlossen habe, dass diese drei meine letzten Wellensittiche sein sollen, weil ich irgendwann auf eine andere Papageienart umsteigen möchte. Allerdings hatte ich gedacht, dass es bis dahin noch einige Jahre dauert. Ich wollte das alle drei bis dahin zusammen ein tolles und glückliches Leben haben. Ich hätte dann nur noch für den letzten verbleibenden Wellensittich ein schönes neues Zuhause gesucht, damit er dann auf seine letzten Tage nicht einsam ist.
    Meine Wunschplanung scheint unter der momentanen Situation im Schwarm allerdings nicht zu funktionieren. Oder mache ich mir zu viele Sorgen?

    Was soll ich nun machen? Soll ich noch abwarten ob sich das wieder normalisiert?
    Über eure Ratschläge wäre ich euch sehr dankbar.
    Vielen Dank schon einmal im Voraus!

    Liebe Grüße, Jennifer

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    #2
    Hallo Jennifer,
    absolut blöde Situation. Spontan hätte ich natürlich geraten, einen Hahn hinzu zu nehmen, dann wäre das Gleichgewicht wieder hergestellt. Aber das kommt ja bei Dir nicht infrage, was ich persönlich sehr schade finde. Was würde denn dagegen sprechen, wenn Du Wellis und andere Papageienvögel hättest ? Die evtl. verbleibenden Wellis deswegen abzugeben, um umzusteigen ist ja zeitlich sehr ungewiss, denn Du kannst ja nicht vorhersagen, wann ein Welli stirbt, bzw. wann nur einer übrig bleibt.
    Wenn es also hinsichtlich der Aufstockung keine Option ist, kannst Du nicht mehr machen, als bisher, oder den Dingen ihren Lauf lassen. Bei ausreichendem Futterangebot wird die Henne auch nicht verhungern, sie ist eben gestresst, weil sie sich bestimmt nach der Nähe eines Partners sehnt. Ob sich das Verhalten des Hahns gegenüber der Henne normalisiert, wer weiß ?

    Ich wünsche Dir alles Gute.

    Viele Grüße
    Silvia

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      #3
      Hallo Silvia,
      vielen Dank für deine Rückmeldung!
      Ich hatte schon vermutet, dass ein neuer Hahn die Situation wieder normalisieren könnte...leider kommt das aus dem erwähnten Grund nicht infrage.
      Ich wollte gerne zukünftig auf zwei grüne Kongopapageien umsteigen. Eine gemeinsame Haltung von denen und Wellis ist meines Wissens leider nicht möglich.
      Ich habe in unserer Mietwohnung leider auch nur die Möglichkeit die Vögel in einem Raum unterzubringen und für einen zweiten noch größeren Käfig fehlt der Platz. Ich möchte natürlich auch allen die Möglichkeit des Freiflugs bieten. Ich hatte natürlich meinen Wunsch für die Haltung der Kongopapageien auch auf weit in die Zukunft gelegt, was für mich in Ordnung ist, eben weil man nie weiß wann ein Welli über die Regenbogenbrücke geht. Ich mag mich auch ungern von den Wellis trennen, bevor es nicht sein muss.was für eine Zwickmühle. :-(
      Ich habe gerade aktuell die Trennwand drin gelassen und die großen Türen vorne am Käfig jeweils offen gelassen. Auf der einen Seite sitzt nun das Pärchen und auf der anderen sitzt die einzelne Henne. Dann können sie sich sehen und im Freiflug begegnen wenn sie mögen. War aktuell erstmal mein letzter Einfall, um der ausgegrenzten Henne den Stress etwas zu nehmen...

      Vielen lieben Dank nochmal für deine Antwort! Liebe Grüße, Jennifer

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        #4
        Jetzt hat der Hahn die ausgegrenzte Henne auf der anderen Seite des Käfigs besucht.
        Sitzt ganz lieb neben ihr und sucht auch ihre Nähe. Sie lässt es mit Sicherheitsabstand zu, dass er dort sitzt...wenn er allerdings näher kommen mag, dann hackt sie in seine Richtung (aber nicht ihn) um ihn auf Abstand zu halten. Versteh einer das... ständig scheucht er sie und dann sucht er wieder ihre Nähe, die sie ja allerdings nicht möchte.
        Ist das ein gutes Zeichen, wenn er so versucht auf sie einzugehen?

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          #5
          Hey Jennifer,
          Deine Wellis ziehen "ihr Ding" durch, also muss Du Dich gar nicht wundern. Wellis können auch mal "fremdgehen", sie nehmen es auch manchmal nicht so genau. Aber das ist doch mal ein Grund zur Freude, denn es ist ja keine Feindschaft zwischen den beiden Süßen. Dass Hennen schon mal in Richtung Hahn in die Luft beißen, ist bei meinen beiden Wellis auch gelegentlich zu beobachten. Das gehört offenbar zum "ich will bei dir sein" dazu.

          Lass die drei machen, das wird schon, dann hat der Hahn mal mehr Arbeit, beide Damen zu besuchen.

          Viele Grüße
          Silvia

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            #6
            Hallo Silvia,
            es freut mich sehr diese Einschätzung zu hören. :-) Vielen Dank, das beruhigt mich sehr!
            Dann belasse ich die Trennwand erstmal eine Zeit lang so drin, in der Hoffnung den Stress ein wenig zu nehmen. Besuchen können sie sich ja wenn sie mögen, der Käfig ist ja offen. Aber sie können sich bei Bedarf auch zurück ziehen. Vielleicht kann die Trennwand dann irgendwann wieder ganz raus, wenn sich alle wieder einig sind. Und bis dahin ist der Hahn beschäftigt.der ist eh mega aktiv.

            Vielen Dank nochmal für deine Hilfe!
            Liebe Grüße, Jennifer

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              #7
              Hallo Jennifer,

              ich sehe das ein wenig anders als Silvia. Sie hat bestimmt Recht das die Wellis ihr Ding machen werden und Du Dir auch keine Gedanken machen musst, das einer den anderen ernsthaft angreift (solange die andere Henne nicht brutig wird.).

              Aber das das nicht das gelbe vom Ei ist, hast du doch schon selbst gesehen. Deine Henne zeigt Dir ja offensichtlich, wie blöd die Situation für sie ist. Das Pärchen ist dabei ja fein raus.
              So wird deine Henne bestimmt bis an ihr Lebensende weiterleben, aber ganz sicher nicht glücklich. Ein weiterer Hahn wäre wenigstens die Chance auf einen neuen Lover. Und wenn nicht das, dann ist sie zumindest nicht bis an ihr Lebensende das 5. Rad am Wagen.
              Da das für dich nicht in Frage kommt, würde ich an deiner Stelle über eine Abgabe der Henne in ein neues Zuhause nachdenken. Nicht weil Du sie nicht lieb hast, sondern weil es für sie einfach besser ist - wer möchte schon das 5. Rad am Wagen sein?

              Es grüßen die Sabbelköppe aus dem Oldenburger Münsterland und ihre Felo

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                #8
                Hallo Jennifer,
                an diese Möglichkeit, die Indy aufgezeigt hat, habe ich überhaupt nicht gedacht. Das wäre bestimmt für die Henne die beste Lösung, damit auch sie glücklich wird, denn wer weiß, ob der Hahn sich weiter um sie kümmert.

                Viele Grüße
                Silvia

                Indy, ich bedanke mich für Deinen Beitrag, es ist, wie ich feststelle, immer besser, wenn sich auch andere User zu Wort melden.
                Viele Grüße
                Silvia

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                  #9
                  Hallo Indy,
                  ich hatte befürchtet das deine Meinung natürlich auch ein möglicher Rat sein kann, den ich hier im Forum erhalte. Das muss ich wahrscheinlich auch einfach in Erwägung ziehen. Ich werde das aber in Ruhe angehen und nichts überstürzen. Sie gehen sich ja nicht gegenseitig an die Gurgel, weshalb ich in Ruhe abwägen kann was das Beste ist.
                  Ich danke dir für deine ehrliche Meinung.
                  Viele Grüße, Jennifer

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                    #10
                    Hallo Silvia,
                    ich habe gerade erst nachdem ich die Antwort an Indy geschickt habe gesehen, dass du mir auch nochmal geantwortet hast.
                    Vielen Dank auch nochmal für deine weitere Einschätzung der Situation.
                    Wie schon in der Antwort an Indy erwähnt, werde ich das in Ruhe entscheiden, weil das für mich natürlich nicht einfach ist. Ich hatte natürlich auf eine andere Lösung gehofft. Aber um mich geht es ja nicht, sondern um die Piepser und das sie alle drei Happy sind. Da muss man dann auch als Federloser Entscheidungen treffen mit denen man selbst nicht glücklich ist.

                    Viele Grüße, Jennifer

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                      #11
                      Hallo Jennifer,
                      wie Du selbst bemerkst, manchmal sind Entscheidungen zum Wohle eines geliebten Tieres zu treffen. Aber bitte, lasse Dein Herz sprechen, wenn Du merkst, dass es der Kleinen nicht gut geht. Es zählt ja nur für uns Federlose, dass es den Vögelchen gut geht und sie glücklich ihr Leben genießen können.
                      Ich möchte nicht an Deiner Stelle sein, denn ich könnte auch den Gedanken nicht ertragen, ein geliebtes Tierchen abgeben zu müssen.
                      Ich denke da an meine Mama, die einen Yorki-Terrier hatte und aufgrund ihres Alters und Gebrechen sich nicht mehr angemessen um das Hündchen kümmern konnte. Als es dann Weihnachten 2018 so schlimm um meine Mutter stand, haben mein Bruder und meine Schwägerin das Tierchen zu sich geholt. Seitdem ist die Kleine, mittlerweile fast 13 Jahre alt, ein munteres und glückliches Tierchen, was viel Liebe und Aufmerksamkeit erhält durch regelmäßige Gassigänge, Tierarztbesuche und Trimmen. Meine Mama hat sich immer noch nicht damit abgefunden, dass sie das Tierchen nicht mehr zurück bekommt und weint deswegen viel. Andererseits versteht sie auch, dass ihr Hündchen es besser hat als bei ihr. Mein Bruder fährt regelmäßig zu Besuch, damit meine Mama nicht ganz so traurig ist.
                      Du siehst, es ist verdammt schwer, los zu lassen.
                      Ich wünsche Dir, dass Du, wenn es soweit ist, die richtige Entscheidung triffst und wünsche Dir alles Gute.
                      Liebe Grüße
                      Silvia

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                        #12
                        Hallo Silvia,
                        vielen Dank für deine lieben und unterstützenden Worte.
                        Sollte ich diese Entscheidung treffen müssen mich von der einen Henne zu trennen, dann wird mir das auf jeden Fall nicht leicht fallen. Aber wenn es so kommen sollte, dann wäre es eine Entscheidung zu ihrem Besten. Man hat ja auch eine Verantwortung für die kleinen Rabauken, da gehören dann auch traurige Entscheidungen dazu.
                        Ich hoffe natürlich das sich die Situation bessert, werde aber wenn es sein muss die richtige Entscheidung treffen.
                        Ich danke dir und auch Indy sehr für eure offene und ehrliche Meinung!

                        Viele Grüße, Jennifer

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                          #13
                          Hallöchen,

                          schon beim Lesen hatte ich die gleichen Gedanken, wie Indy. Wenn du keinen neuen dazu holen möchtest, weil du irgendwann mal auf größere Papageien umsteigen willst, ist die Abgabe der einzig richtige Weg.

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                            #14
                            Hallo Ramses,
                            ich danke auch dir für dein Feedback!
                            Ich werde das Verhalten der drei noch eine Zeit in Ruhe beobachten und schauen ob ich mich von Leia zu ihrem Wohl trennen muss. Ich bin froh das ich die Entscheidung nicht überstürzen muss, werde sie aber wenn es sein muss nicht zu lange hinaus zögern.

                            Liebe Grüße, Jennifer

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                              #15
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                              Hallo Jennifer,

                              wie läuft es denn bei Deinen Wellis? Hast Du schon überlegt, was du machen möchtest?

                              Viele Grüße
                              Silvia

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