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Gemüse und Obst ungesund und schädlich für Wellensittiche!

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    Gemüse und Obst ungesund und schädlich für Wellensittiche!

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    Hallo

    ich habe eine Frage an Euch da ich ja viel in Vogelforen unterwegs bin bin ich jetzt schon ein paarmal auf die selbe Meinung gestoßen

    gemüse und Obst sind Ungesund und schädlich für Wellensittiche

    A) weil sie es in der Natur auch nicht fressen

    B) weil der verdauungsapperat darauf ausgelegt Körnerfutter zu verdauen

    C) weil es zu der gefährlichen KRankheit
    "saure Kropf" eine schon lange bekannte gefährliche Vogelkrankheit, die heutzutage leider in Vergessenheit zu geraten scheint

    Also was stimmt den nun ? was entspricht der wahrheit füttern wir unsere wEllensittiche vielleicht selber krank !

    liebe grüße

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    #2
    Ich selbst verfüttere kein Obst, höchstens mal ein Stück Apfel, da viele Wellensittiche latent Megas haben und das zuckerhaltige Obst, einen Krankheitsschub fördert. Außerdem macht Obst unnötig dick.
    Gemüse und Grünfutter verfüttere ich schon, denn viele Krankheiten von Wellensittichen sind auf Vitamin-A-Mangel zurückzuführen. Das Karotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird, ist in Körnerfutter kaum enthalten, aber in Frischkost. Das steht jedenfalls so in den medizinischen Ratgebern.

    LG

    sweet4

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      #3
      Hallo Manuella,

      wie du schon selber schreibst, sind es eben Meinungen. Es ist nichts wissenschaftlich belegtes, sonst würde man es ja nicht empfehlen.
      Denke, man sollte es mit nichts übertreiben. Der Mensch neigt dazu sein geliebtes Haustier aus Liebe zu verwöhnen und gutes zu tun. Manchmal sieht es dann in der Haltung von Wellensittichen so aus, dass es ein übermäßiges Angebot an bestimmten Leckerein, wie z.B. Hirse oder eben Gemüse gibt. Manchmal ist die Ernährung dadurch sehr eintönig und nur wenig abwechslungsreich.
      Wenn man ab und an Gemüse oder Kräuter reicht, wird es m.E. wohl weniger zu einer Erkrankung führen.

      Liebe Grüße
      White

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        #4
        Meine bekommen auch kein Obst ( wegen dem Fruchtzucker ), damit sie aber Vitamine erhalten bekommen sie regelmäßig Gemüse und Grünfutter. In ihrer Heimat fressen sie Gräser in verschiedenen Reifestadien und erhalten dadurch alle Lebensnotwendigen Vitamine . In Gefangenschaft muß man halt Gemüse, Grünfutter und frische Zweige anbieten.Wenn man stets nur Körnerfutter füttert haben die Wellis Mangelerscheinungen.
        Das ist so ähnlich, wie wenn ihr einen Hund nur mit Fleisch ernährt, der muß auch Gemüse dazu bekommen obwohl ein Wolf das in der Natur auch nicht frißt, aber der Wolf frißt auch das ganze Tier mit Darminhalt und kommt so an sein Gemüse .
        Wir können einem Haustier nicht genau das selbe Futter geben wie den wildlebenden Artgenossen sondern können nur versuchen den Tieren das zu geben was lebensnotwendig ist!

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          #5
          Wenn ich höre dass jemand sagt Das essen sie in der Natur auch nicht! frage ich mich immer woher weiß man dass so genau. Weiß man wirklich alles über wildlebende Wellensittiche? Es gibt ja ständig neue Erkenntnisse über alle möglichen Tierarten.
          Meine Frage ist welche Nährstoffe, Vitamine, Mineralien etc.pp. brauchen die Vögel und wie kann man sicher stellen dass sie gut versorgt sind?

          Wenn ich nicht an Skorbut erkranken will muß ich Vitamin C essen. Ob die Quelle aber eine Zitrusfrucht, ein Kohlrabi oder gekochte Kartoffel ist erstmal zweitrangig. Wenn ich nichts davon finde oder essen will muß es im Notfall eben ein Vitaminpräparat sein.

          Genau genommen füttern wir nichts was Wellensittiche auch so in der Natur fressen. Die Körnermischungen bestehen nicht aus australischen Wildgräsern in allen möglichen Reifegraden, sondern stammen von kultivierten, entspelzten, getrockneten Körnern. Gemüsesorten sind genauso kultiviert wie Obstsorten. Warum ausgerechnet beim Apfel immer eine Ausnahme gemacht wird verstehe ich nicht. Gerade Apfelsorten sind sehr hochgezüchtet.

          Im Australischen Buschland wachsen bestimmt auch Büsche mit Beeren die von Vögeln gefressen werden. Bei dem wohl zeitweise sehr geringen Nahrungsangebot im australischen Busch, kann ich mir nicht vorstellen dass die Wellensittiche eine mögliche Nahrungsquelle komplett ignorieren.

          Wahrscheinlich ist eine Beere aus dem Garten näher an einer australischen Futterquelle dran als eine Scheibe Schlangengurke. Aber die Gurken enthalten Kieselsäure und liefern so ein wichtiges Mineral.

          Ich biete meinen Vögeln seit Monaten frisches Gemüse oder Obst an. Sie sind alle in der Mauser und nur einmal konnte ich sehen dass mal probeweise die Gurkenscheibe angepickt wurde. Wie schafft man es die Vögel damit vollzustopfen?

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            #6
            du kannst die Gurke mit Hirse panieren, d. h. in Hirse wälzen, dann knabbern sie dran rum und gewöhnen sich vielleicht an den Geschmack. Vollstopfen werden sie sich aber bestimmt nicht damit

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              #7
              Fest steht, dass Wellensittiche perfekt an den Verzehr von Grassamen angepasst sind. Da sie seit vielen Jahren überwiegend Grassamen fressen, würde ich auch davon ausgehen, dass ihr Metabolismus darauf ausgerichtet ist. Gemäß einiger Studien und Freilandbeobachtungen ernähren sich wildlebende Wellensittiche überwiegend von reifen Samenständen. Dass sie ständig halbreife Samenstände vorfinden, ist nicht ganz richtig. Manchmal finden sie über Monate hinweg nur reife Samenstände. Finden sie halbreife Samenstände, schreiten sie am ehesten zur Brut. Zwischendurch fressen die Tiere auch mal Früchte, aber das ist sehr, sehr selten. Zu 99% sind es Grassamenfresser.

              Die Nährstoffzusammensetzung der Körner und Saaten, welche Wellensittiche in freier Natur vorfinden, ist mir leider nicht bekannt und darüber habe ich auch noch nichts gefunden. Interessant wäre ein Vergleich der Nährstoffgehalte von Gräsern, die die Wellensittiche in freier Natur fressen, und gängiger Körnermischungen in Gefangenschaft. Hier würde man erkennen, ob die Tiere durch reine Körnerfutter-Fütterung Mangelerscheinungen aufweisen oder nicht. Wenn Mangelerscheinungen durch reine Körnerfutterung auftreten, bedarf es alternativer Nahrungsmittel - und das könnte Frischkost sein.

              Weil an dieser Stelle scheinbar Erkenntnisse fehlen, reichen viele Halter ihren Tieren zusätzlich Frischkost. Natürlich existiert kein gesichertes Wissen bzw. der Königsweg zur Ernährung von Wellensittichen. Aus den oben genannten Gründen (WS = Grassamenfresser) kristallisiert sich für mich heraus, dass die Tiere überwiegend mit Körnern ernährt werden sollten. Eine qualitativ hochwertige Körnermischung mit Grassamen, die dann ergänzt wird mit beispielsweise halbreifer Hirse und Grünzeug (Golliwoog, Vogelmiere etc.). Gelegentlich kann man auch noch Obst und Gemüse reichen. Hier beschränke ich mich auf Möhre und Gurke; Zitrusfrüchte reiche ich überhaupt nicht.

              Ein wenig Kopfzerbrechen bereiten mir immer die vielen Rezepte für selbstgebackene Knabberstangen, Kekse, Kuchen oder die Verfütterung von Reiswaffeln etc. Natürlich dürfen diese Dinge gegeben werden, aber die Frage, die man sich dabei stellen sollte: Welchen Nutzen hat der Vogel davon? Selbstgebackene Kekse mit Mehl, Eiern und Honig gehören für mich jedenfalls nicht zu einer artgerechten Ernährung. Frische Zweige halte ich an dieser Stelle für die gesündere Knabberei.

              Fazit: Es bleibt jeden selbst überlassen, wie er seine Tiere ernährt. Wichtig ist m.E. jedoch, sich an der Ernährung in der freien Wildbahn zu orientieren und diese mit ein wenig Abstraktionsvermögen in Gefangenschaft zu imitieren.

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                #8
                Hallo Daisy,

                danke dir, für deine Diskussionsanregende Frage.

                Ich handhabe es grundsätzlich so, dass ich eine gut ausgewogene Körnersaatenmischung bereit stelle, die zur Basis der Fütterung gedacht ist. Diese enthält neben den Saaten wie Hirse, Nackthafer und Glanz auch Wildgrassamen.

                Obst reiche ich so gut wie kaum. Manchmal ein Ministückchen Mango oder Apfel, im Sommer Johannisbeeren.
                Da die Geier es aber auch nicht sonderlich gewohnt sind, fahren sie eher auf Gemüse ab.
                Grünfutter ( also Löwenzahn, Spitzwegerich, Salat) liebe die Geier und im Sommer werden auch Wildgräßer angeboten.
                Als Gemüse wird angeboten was die Pallette hergibt. Entscheiden können die Vögelchen selbst was ihnen schmeckt und was sie davon wollen oder eher verschmähen.

                Mit dieser Ernährung fahre ich persönlich seit Jahren gut. Habe in den letzten 10 Jahren keine Ernährungsbedingten oder Verdauungsbedingten Erkrankungen im Schwarm gehabt. Auch Mangelerscheinungen oder Sonstiges sind ausgeblieben.
                Daher fahre ich auch weiterhin so mit der Ernährung fort.

                Wellikekse backe ich grundsätzlich selber und sehe diese weniger als Beitrag zur Ernährung, als
                vielmehr Knabberbeschäftigung und Besonderheit.
                Zweige haben die Geier stets zum benagen, jedoch ab und an ( weder täglich noch wöchentlich) als besonderes Foraging
                sehe ich da kein Problem.
                Reiswaffeln wurden aufgrund ihrer Belastung derweil komplett aus dem Schreddersortiment entnommen.

                Liebe Grüße und alles, alles Liebe und Gute für euch und eure Geierchen, Ive

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                  #9
                  Zitat von odenwellis
                  du kannst die Gurke mit Hirse panieren, d. h. in Hirse wälzen, dann knabbern sie dran rum und gewöhnen sich vielleicht an den Geschmack. Vollstopfen werden sie sich aber bestimmt nicht damit
                  Igitt, da werden ja die Körner feucht. Oder so ählich ist die Reaktion meiner Geier.

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                    #10
                    ...Jaja...so sind sie eben, die kleinen Geier. Feuchte Körner geht eben grad mal gar nicht.
                    Wenn aber die Oberfläche der Körnchen wieder abgetrocknet ist, dann kann man ja trotzdem mal versuchen
                    die Dinger vom Gemüse abzulösen...Man kann sie ja schließlich nicht verkommen lassen ...

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                      #11
                      Hallo Daniel,

                      wollt dir noch was schreiben...wo ist nur mein Kopf.
                      Ich dachte es könnte dich vielleicht interessieren.
                      Bin auf einen Artikel ( Leseprobe) von Edmund Wyndham gestoßen,
                      der verschiedene Studien über the wild Budgerigar geleitet hat.
                      Dazu gibt es unter anderem auch eine über die Umwelt und die Ernährungsgewohnheiten der kleinen
                      Australier. Über die bekannte Suchmaschine gelnagst du schnell zur Seite, wo man den Artikel herunter laden kann.
                      Die Zusammenfassung ist englisch und kostenpflichtig...
                      Aber spannend.

                      Liebe Grüße an dich und deine 6 Federchen, Ive

                      Kommentar


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                        #12
                        @ sepiaschale

                        Das eine ausgewogene Körnermischung das Hauptfutter sein soll ist für mich völlig klar.
                        Grünzeug biete ich an (Golliwoog und Vogelmiere ist sowas von bäh), und auch Gemüse - Obstspieße. Wobei ich mich dabei beim Einkaufen nicht überschlage, sondern halt kleine Stücke von dem anbiete was ich selbst esse. Bis jetzt ignorieren sie es gekonnt. Aber vielleicht biete ich ihnen doch mal zufällig etwas an dass sie mögen und brauchen können. Schöner Nebeneffekt für mich: Ich koche wieder vermehrt mit Bio Gemüse und mehr Kräutern.

                        Das Mehl in den selbsgemachten Knabberstangen und Keksen wird öfters kritisiert. Ich finde es auch nicht optimal.
                        Meine Lösung war Vollkorn oder Dinkelmehl zu benutzen, bzw. mehrere Mehlsorten zu mischen. Beim letzten Mal waren es Vollkorn-, Dinkel-, Mais- und Buchweizenmehl. Die Knabberstangen wurden bombenhart und die Vögel waren lange beschäftigt.

                        Beim nächsten Mal nehme ich die 6 Kornmischung aus dem Bioladen und mahle sie frisch in meiner Kaffeemühle. Dann hat das ganze gar keinen Bezug mehr zu Auszugsmehl. Oder ich probiere die Körnermischung zu mahlen. Mit kleinen Mengen wird die Kaffeemühle gut fertig.

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                          #13
                          Hallo Anis,

                          ich backe auch mit Begeisterung selbst Wellikekse.
                          Sie werden nicht regelmäßig, aber denoch ab und zu mal angeboten.
                          Für mich stellen sie weniger den Beitrag zur Ernährung dar, als vielmehr eine Art Foraging...
                          Also Beschäftigung mit Futter. Und für diesen Zweck, von dem die Geier durchaus auch profitieren
                          sind sie auch in kleinen Mengen absolut ok.

                          Ich benutzte wenig Mehl ( auch nur bestimmte Sorten) allein zur Bindung und stabilisierung des Kekses, damit er hält und schön hart wird... In so kleinen Mengen, sehe ich überhaupt gar kein Problem, auch wenn es natürlich kein Optimum darstellt. Aber
                          wie schon gesagt... es hat durchaus seinen Zweck.
                          Natürlich muss man Kekse nicht zur Beschäftigung anbieten...zum benagen oder ähnliches.
                          Aber es ist trotzdem Abwechslung und meine Geier lieben es an den Zuckerfreien leckerchen herum zu nagen.
                          Für zwischendurch haben sie stets frische Zweige und Äste.

                          Ich habe als Bindungsmittel anstatt von Mehl auch schon gemahlenes Körnerfutter probiert.
                          Hatte nur mäßigen Erfolg damit, da es einfach nicht stärkehaltg genug war um die gewollte Bnidung herzustellen.
                          Aber vielleicht findest du ja ne andere Lösung.
                          So lange mach dich nicht verrückt, denn wir kommen der natürlichen Ernährung eben nicht zu 100% nach.
                          Da wir nun einfach mal nicht in Australien sind, leider...schmacht...

                          Grüße, Ive

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                            #14
                            Man sollte also immer auch bestimmte Äste (mit Blättern?) anbieten damit die Vögelchen etwas zum Knabbern haben?

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                              #15
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                              Sagen wir mal so, es wäre einfach schön und durchaus eine optimale Sache.
                              Im Winter findest du natürlich nicht viel mit Blättern...bzw. nichts...
                              Aber da kann man auch auf normale Zweige ausweichen und so Golliwoog und Vogelmiere geben.
                              Im Frühjahr, Sommer, Herbst von draußen ein paar Zweige mit heim bringen ...eine tolle Sache für die Geier.
                              Meine bekommen im Frühjahr meist Obstbaumäste, im Sommer Weide, Hasel und Birke und im Herbst das was ich sonst so finde...

                              Grüße, Ive

                              Kommentar

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