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Fliegenfänger brauche bitte Rat!

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    Fliegenfänger brauche bitte Rat!

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    Hallo ihr lieben;

    mein micky ist grad in so einen fliegenfänger zum aufhängen geflogen (er ist leider kein guter flieger. haben grad so ne plage von den biestern und naja meine wellis haben die ganze wohnung für sich also die dürfen überall sein. ich habe ihn schon vorsichtig davon befreit aber er klebt wie ein kaugummi, beim doc habe ich auch schon angerufen der sagte ich solle ihn in den Käfig setzten er würde sich das schon abputzen. weil mit irgendwelchen reinigern kann man da ja so wie so nix machen.
    jetzt wollte ich gerne wissen ob es nicht irgendwas gibt womit ich meinem kleinen kerlchen helfen kan? etwas was natürlich nicht schädlich ist!

    eins weis ich die dinger kommen mir nicht mehr ins haus, mein armer kleiner schatz.

    lg janina mit minnie und micky -(klebt grade)

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    #2
    Ohje ohje!
    vielleicht hilft dir der link:


    da steht was von shampoo...vielleicht geht es auch mit verdünntem essig?!

    Viel Erfolg!

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      #3
      Vorläufig lieber nichts, denn die verklebten Federn müssen sehr sorgfältig abgeschnitten werden! Das Waschen war nicht so gut.

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        #4
        Ohjee
        Bitte mit dem welli gleich zum Vkta gehen,da an diesen klebestreifen ein kontaktgift ist und der klebstoff selber ist auch ganz gefährlich.Bitte ja nicht den vogel selber putzen lassen!Das könnte schlimme folgen haben.

        Kommentar


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          #5
          Zitat von Katharina
          Ohjee
          Bitte mit dem welli gleich zum Vkta gehen,da an diesen klebestreifen ein kontaktgift ist und der klebstoff selber ist auch ganz gefährlich.Bitte ja nicht den vogel selber putzen lassen!Das könnte schlimme folgen haben.
          sehe ich auch so!

          Viele Grüße
          Mutzie

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            #6
            ganz lieben dank für eure tipps,meinem micky geht es schon etwas besser !

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              #7
              hallo


              also meinem micky geht es soweit wieder gut, hüpft, klettert herum und frisst mir die haare vom kopf nur mit dem fliegen klappt das noch nicht so gut weil die flügelspitzen noch sehr verklebt sind.
              daher wollte ich mal fragen weil ich gelesen habe das man das auch evtl rausschneiden kann^ob das stimmt? denn ich schnippele ja nicht einfach so an meinem kleinen federball rum.


              danke schon mal

              lieben gruß Janina

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                #8
                Mamasim hatten das weiter oben schon geschrieben:
                Dass die entsprechenden Stellen am besten durch einen vk TA rausgeschnitten werden sollten.
                Auch ist langes Warten sicherlich nicht förderlich, denn der Vogel nimmt den Kleber (inkl. Gift) ja beim Putzen auf.
                Bitte warte also nicht länger damit und geh am besten direkt heute früh zum TA.

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                  #9
                  Ein Erfahrungsbericht.

                  Wir haben schon einige Jahrzehnte Wellensittiche. Zurzeit sind es 2 Weibchen und 3 Männchen. Der Käfig ist tagsüber quasi durchgehend geöffnet und sie können über zwei Zimmer hinweg (Wohnzimmer, Büro) fliegen. Die beiden Zimmer sind mit einer immer offen stehenden, großen Schwingtür verbunden. Alle übrigen Türen, z. B. zum Flur und zu den übrigen Zimmern halten wir verschlossen. Das gleiche gilt auch für die Fenster der übrigen Zimmer.

                  Wir haben die gesamte Wohnung soweit wie möglich vogelsicher gestaltet und es ist bis vor 3 Tagen auch nie etwas Ernsthaftes passiert. Wie die Überschrift richtig vermuten lässt, geht es jetzt um einen Fliegenfänger. Da die Küche sowieso für die Vögel tabu ist, weil dort u. a. gekocht wird – und auch noch mit Gas, hatte ich dort in der letzten Ecke einen Fliegenfänger aufgehängt.

                  Vor 3 Tagen, am Mittwochabend war meine Frau in der Küche. Ich wollte zu ihr in die Küche. Beim rausgehen zum Flur ist unser Bubi mit in den Flur durchgehuscht. Normalerweise wäre das nicht weiter tragisch, hätte ich nicht meine Frau zur Hilfe gerufen. Kaum geht die Küchentür auf ist er auch schon in der Küche. Fand ich immer noch nicht gefährlich weil gerade nicht gekocht wurde – an den Fliegenfänger habe ich nicht gedacht.

                  Bubi ist dann 2 o. 3 mal quer durch die Küche geflogen und hat sich dann den Fliegenfänger als Landeplatz ausgesucht. Umso mehr er versucht hat davon abzukommen, um so mehr hat er sich dabei verklebt. Ich hätte nie gedacht, dass diese Dinger sooo extrem klebrig sind. Unser Bubi hatte absolut keine Chance, wieder davon abzukommen. Im Gegenteil, durch seine Befreiungsversuche verklebte er immer mehr daran.

                  Ich habe ihn dann so behutsam wie möglich von dem Fliegenfänger befreit. Dabei ist lediglich ein Bauchfederchen daran hängen geblieben. Seine Brust, sein Bauch, die Unterseite seiner Schwanzfedern und die Unterseite seiner beiden Flügel waren extrem mit dieser klebrigen Masse verklebt. Beide Flügel waren jeweils zu - einer - klebrigen Masse verklebt, die einzelnen Federn waren fest aneinandergebappt.

                  Ich habe ihn zuerst alleine in den Käfig gesetzt und war ratlos. Eines war mir klar: Dieses Klebezeug würde er nicht alleine losbekommen. Ich hatte auch Angst, dass sein Schnabel o. seine Nase (Kopf, Schnabel, Nase hatten Gott sei Dank nichts abbekommen) beim Versuch diese Klebemasse loszubekommen selbst verkleben würden und er ersticken könnte.

                  Bevor ich zum Tierarzt gefahren bin, habe ich schnell nach „Wellensittich Fliegenfänger“ gegoogelt, schnell vieles durchgelesen und festgestellt, das es offenbar auch von Seiten vogelkundlicher Tierärzte eher hilflose Ratschläge gibt. In den Foren habe ich auch einpaar Horrorvorschläge (oder auch nur Gedanken) in Richtung „Waschbenzin und Nagellackentferner“ gelesen. Schrecklich! Auch die betroffenen Federn abzuschneiden, war für uns ersteinmal nicht denkbar.

                  Ich bin dann auf den Tipp mit dem Speiseöl gestoßen, um dem Kleber seine Klebrigkeit zu nehmen. Das kannte ich selbst zum lösen von Etiketten, hätte in diesem Moment aber selbst nicht daran gedacht.

                  Meine Entscheidung: Erstmal nicht zu Tierarzt sondern direkt einen Selbstversuch zu starten. Ich habe mir mit dem Fliegenfänger meinen Handrücken eingeklebt und versucht, dies mit Speiseöl aufzulösen. Das klappt hervorragend. Die Klebefähigkeit verschwindet ganz – aber es bleibt eine pampige, ölige Masse übrig. Wie bekommt man diese mit – für den Vogel - ungiftigen Mitteln weg? Mit einfachem Wasser nicht. Ich habe es (immer noch an meiner Hand) mit Mehl versucht – und auch das funktionierte ziemlich gut. Reichlich Mehl, leicht einmassieren und abrubbeln, wieder reichlich Mehl, leicht einmassieren etc. Ok, die Hand ist immer noch fettig aber die ursprüngliche Pampe ist vom Mehl aufgesaugt worden und verschwunden.

                  Meine Frau hat die gleiche Prozedur an sich ausprobiert und wir haben entschieden, es mit unserem Bubi so zu machen. Ich habe also Bubi genommen und eine Partie nach der anderen mächtig eingeölt und mit der Hand die Federchen massiert, sodass diese wieder auseinandergingen. Ich habe reichlich Öl genommen! Nichts hat mehr geklebt, aber Rücken, Flügel Bach und Schwanzfedern waren nun voll gesogen mit einer schmierigen Pampe. Unmittelbar danach reichlich Mehl aufgeschüttet, leicht einmassiert und leicht abgerubbelt. Das mehrmals wiederholt. Danach habe ich den Vogel zurück in den Käfig gesetzt.

                  Unser Bubi ist nicht handzahm und ich hatte die meiste Angst davor, dass er das nervlich nicht übersteht. Er war während und auch nach der Prozedur ziemlich fertig. Die behandelten Partien sahen zwar auch im Nachhinein etwas fettig aus. Alles Fett ist durch das Mehl nicht entfernt worden, aber geklebt hat da nichts mehr.

                  Am nächsten Tag (Do.) blieb er mit den anderen Piepern im Käfig. Er hat sich viel geputzt. Alles sah schon etwas besser aus. Nur wenn man nahe ranging und genauer hinschaute, konnte man erkennen, dass die Federn nicht wirklich trocken und flauschig waren, sondern immer noch etwas fettig.

                  Bubi ist unser – mit Abstand – zierlichster Vogel, aber normalerweise ein echter Kunstflieger und so haben wir ihn dann am Donnerstagabend das erste Mal aus dem Käfig gelassen. Direkt vom Käfig gab’s eine ziemlich steile Notlandung auf die Couch. Gestern am Freitag war er den ganzen Tag mit Mini (der gar nicht sooo gerne fliegt) im Käfig, die anderen waren draußen. Er hat sich viel geputzt. Abends dann ein zweiter Versuch mit dem Fliegen: Der zweite Versuch war kaum besser als der erste Versuch.

                  Meiner Meinung nach hätte es Wochen gedauert, bis die Federn wieder richtig trocken und flauschig gewesen wären. Ihn wochenlang im Käfig zu lassen während die anderen draußen ihre Runden drehen – furchtbar.

                  Also habe ich gestern Abend da gesessen und mit meiner Frau zusammen darüber gegrübelt, ob, und wenn ja, was man machen könnte. Mit Wasser alleine löst man kein Fett. Wasser mit Spüli, Seifenwasser oder Haarwaschmittel?

                  Ich habe mich für Haarwaschmittel entschieden. Aber wie? Einwenig ins Wasser tun oder wie? Nein.

                  Wir haben eine kleine Plastikwanne halbvoll mit klarem Wasser gefüllt, min. 10 Liter. Nicht eiskalt aber auch nicht lauwarm. Eher dazwischen. Ich habe bei Bubi die entsprechenden Partien richtig gut nass gemacht, dann reichlich Haarwaschmittel (f. normales u. fettiges Haar) aufgetragen und sehr behutsam aber doch intensiv alle Federchen einzeln massiert. Die Portion war in etwa die, die ich selbst beim Haarewaschen benutze und ich bin da nicht sparsam. Anschließend habe ich das Champoo gründlichst ausgewaschen. Ich war mir ständig bewusst, welche Strapazen das für Bubi bedeutet, war mir aber auch bewusst, dass das Champoo gründlichst ausgewaschen werden muss. Ich habe versucht, das ohne Hektik zu tun, beruhigend auf ihn eingesprochen und versucht, das Prozedere nicht allzu lang andauern zu lassen. Anschließend habe ich ihn mit den Anderen in den Käfig gesetzt, unterhalb des Halses und des Kopfes war er pudelnass.

                  Obwohl es sehr warm war blieben alle Fenster geschlossen. Er sollte nicht auch noch einen Zug bekommen.

                  Heute Morgen wollte ich die anderen 4 aus dem Käfig lassen, ihn nicht. Ich wollte ihn erstmal beobachten. Er ist mir dann aber doch aus dem Käfig durchgeflutscht und - fliegt, als ob nie was gewesen wäre. Er hat heute sogar mehr Runden gedreht als sonst, er hatte wohl was nachzuholen.

                  Meine Frau und ich, wir waren baff, richtig baff. Es ist wie ein Wunder. Er ist sehr, sehr munter und dreht wieder seine Pirouetten und ich denke und hoffe, es ist für ihn alles überstanden. Auch jetzt, am späten Abend, gehe ich davon aus, dass alles gut gegangen ist. Er ist munter, es scheint ihm wirklich gut zu gehen.

                  Meine Frau und ich haben nun – im Nachhinein - intensiv darüber nachgedacht, ob man den Zwischenschritt mit dem Mehl nicht hätte weglassen können/sollen. Von uns beiden ein klares Nein. Direkt nach dem Unfall ist der Vogel dermaßen „fertig“, dass man nicht mit Wasser hantieren sollte. Das Mehl macht dem Vogel keine zusätzliche Angst und saugt das allermeiste Öl schon aus den Federn. Einen o. zwei Tage Ruhezeit zwischen Unfall und Champoo/Wasserbad finden wir, war richtig.

                  Mein Beitrag ist so lang geworden, weil ich nicht einfach ein „Rezept“ abliefern wollte, sondern auch unsere Überlegungen und Gedanken dazuschreiben wollte. Unserem Bubi und uns hat es geholfen, aber jeder muss – wenn so was passiert - selbst entscheiden, ob der Vogel diesen Prozeduren gewachsen ist und ob der Halter sich das zutraut, zärtlich aber gründlich genug zu arbeiten.

                  Ich hoffe, dass der Beitrag helfen kann, im Notfall nicht ganz so hilflos dazustehen. An einen vk Tierarzt zu geraten, der in so einer Situation genauso hilflos dasteht wie der Halter und der, wie ich hier o. in einem anderen Forum gelesen habe, den Ratschlag gibt, den Vogel in den Käfig zu setzen, er (der Vogel) würde das schon selber richten, oder die Federn abzuschneiden, zeugt eher von Hilflosigkeit. Dieser Klebstoff ist produziert um monatelang klebfähig zu bleiben und nicht auszutrocknen. Sind die Federn kräftig verklebt, wird der Vogel damit alleine nicht fertig!

                  Natürlich sind für uns Fliegenfänger in Zukunft tabu. Ich hätte nie gedacht wie gefährlich das für einen Vogel sein kann. Ich hätte auch nie gedacht, dass ein Vogel (der extrem viel größer und stärker als eine Fliege ist) daran kleben bleiben würde und sich selbst nicht befreien kann. Ist aber so!

                  Ich erlaube ausdrücklich den Beitrag als ganzes (ungekürzt und unverändert) zu nutzen, ihn weiter zu geben, in anderen Foren zu veröffentlichen. Vielleicht wird dadurch dem ein oder anderen kleinen Piepmatz geholfen. Kommentieren ist natürlich erlaubt und erwünscht.

                  Ich habe noch ein Foto angehängt, aufgenommen heute Nachmittag. Auf dem kleinen Foto kann man noch recht gut erkennen, dass die Federn wieder schön flauschig sind.

                  Liebe Grüße
                  Horst

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                    #10
                    Euer Bubi kann sich glücklich schätzen mit euch als Haltern! In solch einer Situation nicht selbst in Panik zu verfallen ist sicher schon eine Kunst, so planvoll, strukturiert und besonnen zu reagieren ist Können!

                    Liebe Grüße, auch von meinem Bubi (der gerade auf meiner linken Hand sitzt und beim shift - Taste drücken hilft) - und auch vom nassen, frisch gebadeten Kiwi, der gerade meinen Fingern auf der Tastatur nachrennt

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                      #11
                      Ganz lieben Dank für den informativen Text und allzeit guten Flug für Eure Wellis.
                      Andreas

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                        #12
                        Vielen Dank für den guten und ausführlichen Bericht, der sicher vielen Vogelhaltern nützlich sein wird!

                        Ihr habt in einer sehr kritischen Situation sehr gut reagiert.

                        Deinem süßen und gut duftenden Spatz weiterhin guten Flug mit seinem frisch shampooniertem Gefieder und natürlich auch viele Grüße an Eure anderen Süsslis.



                        Ich halte nichts von den Fliegenfängern, daher nutze ich sie auch nicht.

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                          #13
                          Wow bemerkenswert wie ihr die Situation gemeistert habt
                          Ich wäre da heillos überfordert gewesen!
                          Ich bin nur froh das wir keine Fliegenfänger benutzen aber spätestens jetzt wären sie eh im Müll ! hätte ich nie gedacht das die Dinger für Vögel gefährlich sind!
                          DA MÜSSTE JA FAST EIN WARNHINWEIS AUF DIE VERPACKUNG DER DINGER !

                          Da sollte man doch echt den Hersteller drauf aufmerksam machen,steht da auf der Verpackung eine Adresse oder so drauf?

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                            #14
                            Hallo zusammen,

                            vielen Dank an alle für das große Lob, das wir hier erfahren haben. Wir sind da richtig stolz drauf!

                            Unserem Bubi geht’s wirklich prächtig. Nichts mehr ist zu merken bei ihm!


                            @Welli-Bubbles
                            Da sollte man doch echt den Hersteller drauf aufmerksam machen,steht da auf der Verpackung eine Adresse oder so drauf?
                            Danke für den Hinweis! Wir hatten noch die Verpackung. Ja, die Adresse steht auf der Verpackung und ich habe die Firma angeschrieben. Den Text der Email an die Firma kopiere ich hier in diesen Beitrag. Wie zu lesen ist weist die Firma schon auf die Gefahren hin, aber viel zu oberflächlich, geradezu versteckt. Auf der Packung und auf der Internetseite steht auch sehr deutlich, dass der Fliegenfänger völlig giftfrei ist. Es gibt auf der Verpackung auch einen winzigen Hinweis „Etwaige Verunreinigungen mit Speiseöl entfernen“, also war das tatsächlich die beste Lösung.

                            So, nun der Text der Mail an die Firma. Ich bin mir sicher, dass die Firma das nicht ignorieren wird:



                            Sehr geehrte Damen und Herren,
                            ich möchte Sie auf ein Problem, den „klassischen“ Fliegenfänger betreffend aufmerksam machen.

                            Sie haben auf der Verpackung der Fliegenfänger den Hinweis „Aufgrund der starken Klebewirkung nicht in Reichweite von Kindern und Haustieren aufhängen oder lagern“ stehen. Dieser Hinweis ist in der kleinsten Schrift geschrieben, die auf der Verpackung zu finden ist. Darüber hinaus steht der Hinweis innerhalb eines längeren Textes, bei dem es um das Aufhängen, die zeitliche Wirksamkeit und das Entfernen des Fliegenfängers geht.

                            Auf Grund seiner nebensächlichen Platzierung und schlechten Präsentation, wird der Hinweis wohl in den wenigsten Fällen gelesen werden und wenn doch, wird er nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit aufgenommen werden.

                            Auf jede Packung (und auch innerhalb ihrer Internetpräsentation zum Produkt) gehört eine

                            - unübersehbare und ernstzunehmende Warnung -

                            mit dem Hinweis, dass - auch hoch angebrachte - Fliegenfänger z. b. von Katzen und in der Wohnung freifliegenden Vögeln (Sittiche, Kanarienvögeln etc.) erreicht werden können und insbesondere für Vögel eine lebensbedrohliche(!) Falle darstellen.

                            Ich bitte Sie, einmal nach dem Suchbegriff „Fliegenfänger Katze“ zu googeln. Sie erhalten ca. 75.000 Ergebnisse, bei denen es darum geht, dass sich Katzen im Fliegenfänger verheddern und ihre Halter und die meisten Tierärzte ratlos sind.

                            Googeln Sie nach dem Begriff „Fliegenfänger Sittich“ finden sich ca. 8.500 Treffer. Für Vögel kommt hinzu, dass man sie normalerweise nicht in der Art waschen kann, wie das bei einem Hund oder bei einer Katze möglich ist.

                            Des Weiteren möchte ich Sie dringend bitten, über Ihre Sorgfaltspflicht hinaus, alle Tierärzte darüber zu informieren, wie sie im Notfall vorgehen sollten. Hier gibt es einen erheblichen Aufklärungsbedarf, wenn man im Internet liest, dass Tierärzte einmal raten, einen derart verunglückten Vogel sich selber reinigen zu lassen. Ein anderes Mal wird dazu geraten, einem Vogel die Federn abzuschneiden.

                            Ich selbst war vor einigen Tagen in der Situation, dass einer unserer Wellensittiche sich in einem von Ihnen hergestellten Fliegenfänger fest verklebt hatte. Es ist (auch das Säubern!) eine für einen kleinen Vogel lebensbedrohliche Situation. Ich habe dazu in einem Forum unter folgendem Link und unter dem Pseudonym „LogoWel“ einen langen Erfahrungsbericht veröffentlicht, den Sie dazu lesen sollten:

                            Hallo ihr lieben; :eek: mein micky ist grad in so einen fliegenfänger zum aufhängen geflogen (er ist leider kein guter flieger. haben grad so ne plage von den biestern und naja meine wellis haben die ganze wohnung für sich also die dürfen überall sein. ich habe ihn schon vorsichtig davon befreit aber er klebt wie ein kaugummi, beim doc habe ich auch schon angerufen der sagte ich solle ihn in den Käfig setzten er würde sich das schon abputzen. weil mit irgendwelchen reinigern kann man da ja so wie so nix machen. jetzt wollte ich gerne wissen ob es nicht irgendwas gibt womit ich meinem kleinen kerlchen helfen kan?:( etwas was natürlich nicht schädlich ist! eins weis ich die dinger kommen mir nicht mehr ins haus, mein armer kleiner schatz. lg janina mit minnie und micky -(klebt grade)


                            (Erste Seite, ziemlich weit runterscrollen)

                            Ich habe im gleichen Forum (gleicher Link, 2. Seite) dieses, an Sie gerichtete Schreiben veröffentlicht, ohne Sie als Hersteller zu benennen und werde auch ihre Reaktion dazu - nicht nur in diesem Forum - mit anderen Betroffenen diskutieren.

                            Ich gehe davon aus, dass Sie, nachdem sie ausgiebig gegoogelt haben, die Notwendigkeit erkennen, hier - deutlich - nachzubessern. Wenn nötig auch in Form eines Beipackzettels. Ich werde aber nicht zögern, weitere Schritte anzugehen, wenn auf mögliche Gefahren für Kinder und Haustiere nicht wesentlich nachdrücklicher hingewiesen wird als bisher. Ich denke dabei an die Presse und z. B. an Fragen wie die der Produkthaftung (Arztkosten etc.)


                            Mit freundlichen Grüßen.


                            Nachrichtlich:
                            Welli.net Forum :: Für Alle, die Wellensittiche lieben!

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                              #15
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                              Da bin ich ja mal gespannt ob die sich bei euch melden , diese Mail können die eigentlich nicht ignorieren! LG

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