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Verdacht auf Diabetes und Nierenstörung

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    Verdacht auf Diabetes und Nierenstörung

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    Hallo Ihr Lieben,
    wir waren gestern mit Charly bei einer vk Tierärztin, weil er seit einiger Zeit matschigen Kot und viel flüssigen Urin ausscheidet. Sein Verhalten ist bislang normal und aktiv. Die Diagnose war Verdacht auf Diabetes und Nierenstörung. Da er aber in gutem Zustand ist ( rosige Haut, starke Brustmuskeln, aktiv, Gewicht leider zu hoch), hat sie erstmal keine Blut- oder Röntgenuntersuchung gemacht oder Medikamente verordnet. Es soll viel trinken, was er wohl auch tut, viel Gurke und nasses Grünzeug bekommen, evtl. zusätzlich Tee, damit alles schön durchgespült wird. Mehr sollen wir im Moment nicht machen, weil er die Störung scheinbar so kompensieren kann. Wenn es ihm schlechter geht, sollen wir zeitnah wieder kommen. Den Kot hat sie unter dem Mikroskop angeschaut und Charly natürlich untersucht. Es waren keine Bakterien oder Megas zu erkennen. Ich habe noch nach der Tyrodelösung gefragt. Davon hat sie abgeraten. Wenn er diese nicht ausreichend trinken würde, weil der Geschmack ungewohnt ist, würde es erst recht gefährlich werden.
    Habt Ihr vielleicht noch irgendwelche Ideen? Welchen Tee könntet Ihr empfehlen? Oder kann ich noch irgendetwas machen?
    Seine Partnerin hat des Öfteren auch diese flüssigen Urin. Sie frisst fast nie allein, sondern lässt sich fast nur von Charly füttern. Kann es sein, das sie deshalb viel Urin hat, weil er viel trinkt und die Flüssigkeit mit der Fütterung an sie weiter gibt? Muss ja dann auch raus.

    Bei einer vergangenen Blutuntersuchung wurde schonmal eine leichte Diabetes festgestellt. Daher könnte die erhöhte Flüssigkeitsaufnahme ja auch kommen.

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    #2
    Was fütterst du?
    Wenn der Vogel Diabetes hat, würde ich zuallererst die Fütterung überprüfen, auf keinen Fall Futter geben, das Inhaltsstoffe wie "pflanzliche Nebenprodukte", Honig, Zucker, Obst, "Backnebenerzeugnisse" auf der Packung stehen hat, auch keine zugesetzten Öle und Fette.
    Auch kein frisches Obst anbieten.
    Von genug Bewegungsmöglichkeit gehe ich aus, aber vielleicht kannst du da noch etwas optimieren?
    Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb des Käfigs, die ohne zusätzliches Futter auskommen, aber zu viel Bewegung animieren durch hin- und zurückfliegen vom und zum Käfig z.B..

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      #3
      Sie bekommen die Wiesengräsermischung *** . Ansonsten beschränkt es sich auf Golliwoog und Gurke, weil sie nicht viel anderes fressen. Im Sommer noch Löwenzahn und Vogelmiere, wenn ich welche finde. Zucker bekommen sie eh nicht, da auch mal Megas im Spiel waren. Aber Aciprim und Mariendistelextrakt. Was sie an Spielzeug nutzen, ist ein Korkbrett zum schreddern und eine Weidenkugel, oder so, mit Heu drin. Das zupfen sie auch gern was raus. Da könnte ich vielleicht noch optimieren. Sei haben einen tollen hohen Vogelbaum, rennen aber am liebsten auf dem Käfig umher.

      Zuletzt geändert von Stubenfalke; 18.01.2023, 15:56. Grund: Bitte keine Shopnamen in den Beiträgen posten, so etwas nur per PN versenden.

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        #4
        Ich kann leider nur was zur Nierenbehandlung schreiben.
        Diabetes hatte Ivo aber nicht, nur eine sehr starke Leber- und Niereninsuffienz.

        Wie alle Nierenkranke sollte er auch nur noch Natriumarmes, stilles, Wasser erhalten. In dem sollte ich aber auch so ein Elektrolyte Pulver mit bei mischen, weil er durch das viele Wasser lassen auch viele Elektrolyte verliere, meinte die Tierärztin.
        Diese Tyrodelösung hatte ich ihm mal vor der Pulvermischung angeboten gehabt und das was im Napf war, hat er weg "gesoffen", kann man schon sagen.
        Eine Möglichkeit wäre es, normales Natriumarmes Wasser und die Tyrodelösung einfach mal beides anzubieten, dann könnte er sich das selber aussuchen... Wie geschrieben, die ersten male hat Ivo das Zeug wirklich komplett leer getrunken, das was ich ihm ins Wassernapf gekippt hatte (statt Wasser die Tyrodelösung)..

        An Medikamente sollte er dauerhaft Pytho-Nephro, sowie Renes/Viscum comp. reichen.
        Zu anfangs 2x täglich direkt ins Schnabel, später als es besser wurde, hab ich ihm das übers Trinkwasser gereicht gehabt.
        Es kann aber sein, dass für euch Phyto-Nephro ungeeignet ist wegen der Diabetes und der Megas, ich meine nämlich, dass das Zeug ziemlich Zuckrig ist.
        Wiederum hat Alula aber auch Megas bei ihren Wellis und ich meine, die bekamen da trotzdem Phyto-Nephro?
        Im Gegensatz zum Rat deiner Tierärztin erstmal nur viel Flüssigkeit zu reichen und sonst nichts weiter zu machen, würde ich dir schon ans Herz legen doch mit Nierenunterstützung jetzt zu beginnen.
        Die Nieren können sich nicht selbst regenerieren (so wie es die Leber durchaus kann) und dass dein kleiner doch jetzt schon ein Problem hat, zeigt doch das viele trinken und Wasser lassen.
        Die Medikamente schaden übrigens auch gar nicht.
        Ivos Partnerin Funny hatte zu dieser Zeit keinerlei Nierenprobleme und trank von dem Medikamenten-Wasser einfach mit.
        Sollte also doch nur Diabetes das hauptproblem sein, schadet die Nierenunterstützung nicht im geringstem.

        Ansonsten alles was typische bei einem Nierenleiden ist beachten, was für Menschen halt auch gilt.
        Kein Eifutter oder Fettreiches Futter durch Ölsaaten reichen.
        Hier würde ich dir raten, dass Mariendistelextrakt gegen die Silymarin-Kapseln auszutauschen, sollte bei euch auch ein Leberproblem vorhanden sein.
        Die Saat Mariendistel gehört zur Ölsaat und enthält nur im geringen Mengen das Leberschützende Stoff, Silymarin, dafür aber nicht wenig Fett.
        Mit den Kapseln umgeht man die Öleigenschaft der Saat komplett und reicht das bedeutsame Silymarin für die Leber als alleiniges, denn auch Leberkranke sollten Fettarm ernährt werden (Leberdiät).



        Liebe Grüße

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          #5
          Nun ist es im Nachhinein natürlich doch blöd, dass sie nicht gleich die Blutuntersuchung gemacht hat. Ich war erst ganz froh, weil es ca.70 € kostet. Dann wüsste man aber etwas genauer, in welche Richtung es mehr geht. Aber er hatte auch vorher lange nichts gefressen, war also quasi nüchtern. Wenn mehr Diabetes das Problem ist, dann ist Zucker natürlich umso blöder. Ob er mit den Megas wirklich schon jemals ein Problem hatte, kann ich gar nicht so genau sagen. Es war eher die Wellidame, die auch daran gestorben ist. Ich kann ja mal versuchen, jemanden zu finden, der die Tyrodelösung herstellt und parallel anbieten. Muss mal schauen, ob da nicht auch Zucker drin ist. Was ist denn Renes/Viscum comp und wo bekommt man das? Habe beim googlen nur so Ampullen zum spritzen gefunden. Er bekommt auch dieses Pulver aus den Silymarin-KApseln. Hatte mich da falsch ausgedrückt. Ein Leberproblem hatte er auch mal, das schien aber nicht mehr so schlimm zu sein. Vielleicht haben die Kapseln geholfen oder dass er doch, wie ich finde, gut abgenommen hat. Von 60 g auf 51 g runter. Ich glaube, seine neue Partnerin hält ihn gut auf Trab.

          Erstmal versuche ich es noch mit dem Tee und rufe zur Sicherheit in der Praxis an, ob noch was anders gegen irgendwelche Medis sprechen könnte, die ich selber noch geben will, was sie sich vielleicht gedacht, aber nicht gesagt hat. Ich habe noch einen Verdacht. Daran hatte ich erst gar nicht gedacht. Ich hatte einige Zeit manchmal Propolistropfen ins Wasser gegeben. Vielleicht haben die geschadet. Heute sieht der Kot mal etwas fester aus. Es gab aber auch eine andere Futtermischung, weil das andere fast alle ist. (Balance, Diat)

          Lieben Dank auf jeden Fall

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            #6
            Hallo Micky,

            abgesehen von den verschiedenen möglichen Krankheiten, die Charly haben könnte, gibt es vielleicht noch eine andere Möglichkeit. Ich will jetzt in Bezug auf Charly nichts verharmlosen, dir nur meine eigene Beobachtung schildern.

            Ich habe 2017 einen jungen Hahn bekommen, der sich "Hals über Kopf" in meine bereits vorhandene ältere Henne verliebt hat und anfing, sie zu füttern. Er hat sie damals übertrieben und zwanghaft gefüttert, sogar wenn sie selbst auf dem Futternapf saß, um zu fressen, oder wenn sie vor Sattheit schon geächzt hat.

            Zwischendurch rannte er immer zum Wassernapf und hat sehr viel und häufig getrunken und entsprechend flüssigen Urin in größeren Pfützen gehabt. Ich habe ihn zwar meinem damaligen TA vorgestellt, dieser war aber nicht vk und es wurde bei meinem Hahn nie Blut abgenommen.

            Das Problem mit den großen Trinkmengen bestand über Monate, wenn nicht Jahre.

            Inzwischen hat sich sein übertriebenes Füttern gelegt, er hat von alleine aufgehört, zig mal am Tag Wasser zu trinken, und hat völlig normalen Kot.

            Ich habe damals gedacht, vielleicht macht er das, damit der Futterbrei, den die Henne bekommt, besser durch die Kehle rutscht.

            Mein Hahn war und ist allerdings nicht übergewichtig sondern wiegt und wog schon damals um die 35 Gramm.

            Die Henne hatte nach meiner Erinnerung normalen Kot ohne Pfützenbildung.

            Der Hahn selbst hatte nachts meistens normalen gesund aussehenden Kot, da er nachts ja geschlafen und weder getrunken noch gefüttert hat. Ich habe ihn immer mit Argusaugen beobachtet und dachte auch lange an eine Nierenerkrankung.

            Von daher würde ich an deiner Stelle bei Charly zunächst Blut abnehmen lassen, bevor er Nierenmedikamente bekommt.

            Tee schadet auf keinen Fall. Brennnesseltee, Weidenrindentee und vor allem auch Ackerschachtelhalmtee kannst du verabreichen, um die Nieren durchzuspülen und Entzündungen entgegenzuwirken.



            Liebe Grüße von Fannys gefiederten Freunden mit Felo Susanne

            Herzliche Grüße die Fanny & Co. mit Felo Susanne

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              #7
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              Propolis wird nicht geschadet haben. Glaube ich zumindest absolut nicht, denn ich gebe von den Kapseln das Pulver pur übers Futter und nie hat es in all den Jahren den Tieren auf irgendeine Weise geschadet.
              Im Gegenteil, dadurch, dass es gegen Krankmachende Bakterien, Viren und Pilze wirkt und zudem noch das Immunsystem kräftigt, hat es mir oftmals die Tiere gerettet, gerade bei dem Leber- und Nierenkranken, Ivo, der gar keine Antibiotika mehr bekommen durfte, aufgrund der schlechten Organwerte.

              Das Renes/Viscum comp. von *** war zu meiner Zeit nur über den Tierarzt erhältlich.
              Wie du schon richtig schriebst, sind das Glas Ampullen deren Inhalt man auch ins Tier spritzen kann.
              Mit einer Nadel und Einmalspritze aufgezogen kann man das Mittel aber auch pur ins Schnabel oder mit entsprechender Wasser und Medi-Menge übers Trinkwasser anbieten.
              Ähnlich wie bei Traumeel der Firma **** bei Arthrose.


              Liebe Grüße

              Zuletzt geändert von Forever; 19.01.2023, 16:58. Grund: Markennamen entfernt

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