bisher war ich nur stille Leserin in diesem Forum, jetzt möchte ich aber doch ein eigenes Thema dazu erstellen.
Vorweg, ich hole ein wenig aus, um die Situation zu verdeutlichen und so viele Informationen bereit zu stellen,
wie mir möglich ist. Hier geht es um unsere Flocke (weiblich, weiß) und unseren Moony (männlich, blau).
Wir haben uns letztes Jahr im Oktober dazu entschieden, einen Welli zu holen.
Flocke kam am 10.10.22 zu uns, der Hobby Züchter meinte, sie sei ungefähr Mitte August geboren. Es war alles ohne
Probleme, außer das gewohnte Misstrauen was Wellis haben. Am 25.01.23 holten wir einen zweiten (von Privat) für Flocke
dazu, das war am 25.02.23. Es hieß, er wäre am 14.12.22 geboren. Beide haben sich auf Anhieb verstanden. Moony war
sehr zahm und verschmust, kam auf die Hand usw. Jeden Tag hatten beide Freiflug von mindestens 4 Stunden,
meistens aber mehr. Nach kurzer Zeit hatten wir einen größeren Käfig besorgt, damit sie sich wohler fühlen.
Diesen haben wir an die Wand gehangen. Frischfutter essen beide leider nicht, wir stellen es immer wieder hin
und werden sehr kreativ, es wird aber nicht angenommen. Flocke war Frischfutter von Anfang an gewohnt, aber bei uns
wollte sie es nicht mehr.
Im Februar/März kam Flocke in die Jugendmauser. Sie verlor sehr viele Federn. Nach der Mauser war wieder alles gut.
Im Juni/Juli kam Moony in die Jugendmauser. Auch er verlor sehr viele Federn. Das kannten wir ja schon von der Flocke.
Beide sahen auch während der Mauser sehr erschöpft und kränklich aus.
Aber auf einmal konnte Moony den einen Tag nicht mehr fliegen. Die Flügelfedern waren sehr kurz und er hatte nur noch
eine Schwanzfeder. Wir holten dann Mauserhilfen (Nahrungsergänzung von P und Eiweißfutter) auf Empfehlung der Mitarbeiterin
aus dem Zooladen. Sie riet uns, sollte es nicht besser werden, ab zum Tierarzt. Dann wurde es nach und nach besser. Nach
einiger Zeit erholte sich das Gefieder, sah auch wieder besser aus, bei einem Flugversuch hat Moony es wieder geschafft bis auf
den Schrank zu fliegen. Da waren wir natürlich voller Hoffnung.
Am nächsten Tag konnte er sich keine 10 Sekunden in der Luft halten. Den Tierarzt (Vogelfachkundig) den ich angerufen hatte,
der meinte, dass wird schon wieder und man solle das erst mal im Auge behalten und weiter die Nahrungsergänzung mit ins
Futter oder Trinken mischen. Charakterlich hat Moony sich stark verändert, er will nicht mehr angefasst werden, er meidet die Hand.
Wenn man ihn am Rücken berühren will, dann fängt er an zu beißen. Als ich ihn vom Boden aufsammeln musste, biss er so stark zu,
dass ich blutete. Der Freiflug ist natürlich seit dem eingeschränkt, damit er sich nicht bei weiteren Flugversuchen verletzt.
Er springt und hangelt sich durch den Käfig. Flocke ist seit dem auch sehr unmotiviert, da sie ohne ihren Moony fliegen muss.
Das Gefieder wurde nach und nach besser, aber fliegen kann er immer noch nicht. Er traut es sich auch nicht. Die Schwanzfedern
haben immer diese „Grimale“ beim Moony, die restlichen Federn sind verdreht oder sehen ziemlich krausig aus. Die Federkiele sehen
zum Teil sehr brüchig aus. Bei Flocke sind die Federn alle in Ordnung.
Am 13.11.23 hatte Moony dann wieder alle seine Schwanzfedern abgeworfen, da sind wir direkt zum Vogelfachkundigen Tierarzt bei
uns in der Nähe. Seine erste Vermutung lag bei Milben. Ich wollte aber zusätzlich den PBFD Test machen lassen, um dies
auszuschließen, weil ich dazu auch einiges gelesen hatte. Also am 13.11.23 wurden Proben entnommen und mit der ersten
Milben Spot-On Behandlung angefangen. Die Woche darauf verlor er weniger Federn, wir halten ihn seit dem in einen anderen Käfig
als Flocke. Am 20.11.23 war die zweite Milbenbehandlung und die Ergebnisse des PBFD Labortests waren negativ. Diese Woche
verliert er wieder sehr viele Federn. Abends am 23.11.23 ist mir auch aufgefallen, dass sein linkes Auge sehr rot/gelb ist und sich eine
Art Schwamm bildet. Das war definitiv am Morgen noch nicht da, zumindest nicht sichtbar. Es sollen noch weitere drei
Milbenbehandlungen folgen. Also insgesamt 5.
Was mich verwundert, der Tierarzt meint, er kann nicht feststellen, ob Moony von Milben befallen ist. Er sagte, er sei kahl an einigen
Stellen, es sähe nach einer Dermatitis aus, dafür könnten Milben verantwortlich sein. Es wäre außerdem nicht möglich, die Therapie
zu Hause weiterzuführen, das dürfte er nicht erlauben. Eine vorsorgliche Behandlung von Flocke hat er nicht erwähnt oder angeboten,
obwohl er weiß, dass wir zwei haben. Wir haben keine Informationen erhalten, wie wir am besten den Käfig reinigen, außer dass wir
Sand weglassen und Küchentücher einlegen sollen. Diese einmal täglich wechseln sollen. Dazu muss ich sagen, er spricht nicht sehr
gut deutsch. Aber er geht sehr liebevoll mit unserem Kleinen um. Dann kommt die Laborrechnung für den PBFD Test, die ist 30€
höher ausgefallen, als es in der Preisliste stand.
Ein Arbeitskollege der selber jahrelang sehr viele Wellis hatte, meinte, ich soll Milbenspray kaufen für Käfig und Tier und selber
behandeln, es gäbe sowieso keine Tierärzte, die sich richtig mit Vögel auskennen… Er empfahl mir Tees (Fenchel, Kamille, Pfefferminze,
Brennsessel, also Kräuter Tees) zum trinken anzubieten, das Nahrungsergänzungsmittel wegzulassen und viel rote Hirse zu füttern, da
Moony sehr kahl an Bauch, Beine, Kopf und unter den Flügeln geworden ist. Natürlich die Tees abgekühlt. Ich hatte ein Spray gekauft, bei
dem stand drauf, nicht am Tier anwenden. Das hatten wir vorsorglich bei den Käfigen und Zubehör benutzt und alles gut durchlüften lassen.
Daraufhin hatten wir ein weiteres geholt, was auch für Tiere möglich wäre. Als ich das gerochen habe war mir direkt klar,
dass kommt mir nicht an unsere Kleinen.
Ich weiß aktuell nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Liegt der Tierarzt mit seiner Vermutung richtig? Ich habe auch etwas die Befürchtung,
dass 5 Behandlungen nicht ausreichen? Wäre es nicht besser, das Spot-On häufiger in einer Woche zu geben?
Wieso behandelt er nicht unsere Flocke direkt mit? Sollte ich besser noch mal zum anderen Tierarzt,
oder erst Mal abwarten ob es besser wird? Ich habe nämlich das Gefühl, dass es diese Woche wieder schlimmer geworden ist.
Was haltet ihr von solchen Sprays? Ich bin da mittlerweile noch unsicherer als vorher.
Es steht so vieles im Internet und es gibt zu jeden Thema eine andere Meinung (was richtig oder falsch ist).
Wann ist sichtbar, dass die Behandlung anschlägt?
Wieso verschlimmert es sich weiterhin, trotz Behandlung?
Ich würde gerne den beiden den Stress und den Transport jede Woche ersparen und mich etwas nützlicher fühlen.
Wir haben einfach zu lange gewartet, weil es immer wieder nach Besserung aussah...
Bilder sende ich mit.
Liebe Grüße
Laviva


die Fanny & Co. mit Felo Susanne

- das nicht, weil er teuer ist sondern weil er mich nicht überzeugt) und mische 3 Sorten Grassamen drunter.
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