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    Antibiotika - trennen!?

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    Hallo,

    ich bin gerade vom TA wieder da weil meine Polly seit über anderthalb Wochen Schnupfen hat und der mit Homöopathie alleine nicht weggefen wollte... Jetzt hab ich Baytril (oder so ähnlich) bekommen, weil ihre Nase entzündet ist von innen und auch schon ein bisschen geschwollen. Weil es ihr aber nicht schlecht geht kriegt sie das Antibiotikum über das Wasser, weil ich sie nicht immer fangen soll weil der Stress die Genesung verlangsamt. Jetzt muss ich sie leider in einen einzelnen Krankenkäfig setzen... und ratet was sie macht: sie tobt, ist so richtig sauer. Reißt den Käfig ab. Ich würd sie so gerne zu Zim lassen aber das geht nicht weil er das nicht kriegen soll. Freiflug kann sie dann auch die nächsten 5 Tage (einschließlich heute) nicht haben, weil ich sie nicht in den Käfig zurück bekomme weil sie schon weiß, dass das der unheimliche kleine blöde Käfig ist... Es zerreißt mir echt alles wenn ich sehe wie sie die ganze Zeit verzweifelt versucht den Käfig kaputtzubiegen um sich irgendwo durchzuquetschen. Von dem Geschrei mal ganz abgesehen... Wie macht ihr das wenn ein Welli separiert werden soll? Die TÄ hat mir geraten den Käfig in die Voli zu Zim zu stellen.
    Wird sie wohl nach einiger Zeit ruhiger oder wird das immer schlimmer? Ich glaub fünf Tage dieses Drama halt ich nicht aus...

    Liebe Grüße

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    #2
    Hallo twixx,

    die einzige Alternative wäre, das AB direkt in den Schnabel zu geben.

    Ich würde das vom Charakter des Vogels abhängig machen. Bei meinen Beiden wäre die Entscheidung einfach. Fidel würde ich es direkt eingeben, das hat er in 5 Minuten vergessen. Unter Isolation leidet er sehr und steigert sich da richtig rein. Für Lilly würde ich einen separaten Käfig in direkter Nähe vorziehen. Für sie ist die Direkteingabe der schiere Horror obwohl das kaum eine Minute dauert. Sie ist auch ½ Std. später noch total fertig und den ganzen Tag beleidigt.
    Was wäre für Polly schlimmer?

    LG mona

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      #3
      Naja, die TÄ hat mir davon abgeraten das direkt in den Schnabel zu geben weil sie so agil ist und die Wahrscheinlichkeit dass man sie beim fangen verletzt recht hoch ist. Sie windet sich immer wie eine Verrückte, deswegen soll ich sie nicht fangen. Außerdem meinte sie bei einem so wuseligen Vogel ist das Fangen deutlich mehr Stress... (Und sie beißt wie Sau wenn man sie festhält, auch wenn sie sonst kein Problem damit hat auf der Hand zu sitzen oder so) Sie hat sich auch vorhin etwas beruhigt und hat sogar ganz kurz mit dem Schnabel geknirscht, jetzt versucht sie aber wieder den Käfig abzureißen... Ich habe nicht das Gefühl dass sie davon irgendwelchen psychischen Schaden nimmt oder so, sie ist einfach totaaaal sauer und möchte am Liebsten alle umbringen die in ihre Nähe kommen... Verstört ist sie auch nicht. Einfach nur aggressiv und sauer. Was fällt mir blöder Kuh auch ein sie einfach in einen blöden kleinen Käfig zu stecken, noch dazu ohne Grünfutter ( damit sie mehr trinkt) so was in der Art scheint sie sich zu denken...

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        #4
        Außerdem meinte sie bei einem so wuseligen Vogel ist das Fangen deutlich mehr Stress... (Und sie beißt wie Sau wenn man sie festhält,
        Ups. Tja, dann müsst ihr da durch.

        Lilly ist genau so. Klein, schnell und bissig. Momentan muss ich ihr leider Medis direkt in den Schnabel geben und die nächsten 3 Wochen auch noch.
        Mittlerweile schaffe ich das ganze Prozedere – Einfangen mit Käscher, Medis in den Schnabel, noch schnell wiegen- in einer knappen Minute. Nutzt aber nix, es versaut ihr trotzdem den ganzen Tag.

        Jaaa, dann wünsche ich Dir für die nächsten Tage gute Nerven mit deiner Randaletante. Vielleicht kannst Du ihre Laune etwas bessern, indem Du dich hin und wieder beißen lässt.

        LG mona

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          #5
          Was kann eigentlich schlimmstenfalls passieren wenn ein gesunder Welli Antibiotika mit trinkt? Weil sie ja gesagt hat der solle das nicht haben. Ich weiß das ist eine blöde Frage aber es interessiert mich einfach.

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            #6
            Die Bakterien können eine Resistenz gegen das AB entwickeln, er hätte das nutzlose Risiko der Nebenwirkungen (Magen-Darm-Krämpfe und Durchfall, Pilzinfektion, etc.) und langfristig ist es, glaube ich nicht so gut für die Nieren.

            LG mona

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              #7
              Achso, ja dankeschön Ich könnte mir sogar vorstellen dass es schon recht schnell schlecht für die Nieren oder irgendwas ist, weil ich das allerhöchstens 10 Tage geben soll. Jetzt erst mal nur 5 in sehr geringer Dosis (0,1ml pro 100ml Wasser) und wenn es dann noch nicht besser ist nach Absprache ggf. noch länger. Leider war die kleine über den Krankenkäfig so empört, dass sie nichts getrunken hat und deswegen vielleicht noch einen Tag länger drinbleiben muss... mist.

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                #8
                Zitat von twixx_87
                Was kann eigentlich schlimmstenfalls passieren wenn ein gesunder Welli Antibiotika mit trinkt? Weil sie ja gesagt hat der solle das nicht haben. Ich weiß das ist eine blöde Frage aber es interessiert mich einfach.
                Und abgesehen vom Resistenz-Risiko: Wenn mein Partner mit einem Antibiotikum behandelt werden muss, weil er krank ist (Infektion hat), dann nehme ich ja auch nicht aus lauter Solidarirät die 10-14 Tage das Zeugs gleich mit. Je nach Inhaltsstoffe schwächt es ganz schön und die Darmflora ist nach Behandlung meistens ziemlich angeschlagen.

                Viele Grüße, Joia

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                  #9
                  Hallo!
                  Sowas wie einen durch Viren ausgelösten Schnupfen bei uns gibt es bei Vögeln nicht. Eine Infektion im Atmungsbereich ist bei Vögeln immer sehr gefährlich, weil sie sich durch die miteinander verbundenen Luftsäcke schnell im ganzen Organismus ausbreiten kann.
                  Ein Antibiotikum bei Wellensittichen über das Trinkwasser zu geben ist suboptimal. Wellensittiche trinken viel zu unregelmässig als das eine auch nur einigermaßen berechenbare Menge AB auf diese Weise in den Vogel gelangen könnte. Ein vogelkundiger Tierarzt würde sowas nicht verordnen. Dein Welli muß das AB p.o. (in den Schnabel) bekommen oder besser noch per Knopfsonde in den Kropf oder als Spritze in den Brustmuskel. Notfalls mußt du einmal täglich über 7 bis 10 Tage zum Arzt. Außerdem sollte ein Abstrich aus der Nase genommen werden um zu prüfen, um was für Bakterien es sich handelt und ob das AB sie auch abtötet.
                  Alles Gute für deinen Welli!

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                    #10
                    Ja ich weiß dass es nur Bakterien sein können. Sie hatte mir aber geraten dass jetzt erst einmal über das Wasser zu machen weil die Luftsäcke nicht befallen sind und es sich relativ stabil auf einem Pegel hält. Ich sollte mich aber auch Anfang der Woche schon melden um zu schauen ob es was gebracht hat. Aber du hast schon recht, gerade weil ich sie in Quarantäne setzen musste hat sich ihr Futterverhalten total verändert und sie frisst so gut wie nichts und trinkt schon gar nichts. Jetzt hab ich noch mal beim TA angerufen und die besprechen jetzt wie ich das dosieren soll um es ihr doch in den Schnabel zu geben... Ich hoffe nur sie nimmts mir nicht zu übel wenn ich sie dann immer fangen muss... Zu welcher Tageszeit macht man das wohl am besten? Abends wenn sie schon müde sind oder tagsüber wenn sie noch viel Zeit haben um sich von dem Schock zu erholen?
                    Ich bin mir aber schon ziemlich sicher dass die Tierärztin vogelkundig ist, sie ist auch auf der Liste vom Forum und hat bei der Eingangsuntersuchung alles gemacht was man so machen sollte.
                    Sie meinte halt einfach nur dass das ständige Fangen den Vogel so sehr stressen kann, dass das die Genesung stark verzögert.
                    Aber jetzt geht es wohl nicht anders

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                      #11
                      Hallo Twixx,

                      kann mir schon vorstellen, dass man in Eurem Fall genau abwägen muss. Ist halt beides möglich: sowohl die AB-Gabe über das Wasser als auch schnabulös. Kommt immer auf den Einzelfall an, wobei die Injektionsgabe des Arztes oder die schnabulöse Gabe des Halters meistens die bessere Alternative ist.

                      Zum Einfangen: Wir haben das immer so gemacht: entweder frühmorgens (wenn sie noch ein bisschen "belämmert" sind; wobei dann ziemlich schnell ALLE hellwach und in Alarmbereitschaft sind, sobald der erste gefangen war) oder abends, wenn sie so "kaputt" sind von ihrem "Tagewerk", dass man sie auch leicht greifen kann.

                      Aber es handelt sich ja bei Dir nur um einen. Wichtig ist, dass das AB immer zur gleichen Zeit gegeben wird. Ich persönlich halte eine medikamentöse Gabe morgens für sinnvoller, dann kann ich sie tagsüber beobachten, so ich dann zuhause bin. Außer, der VK-TA. verordnet es anders.

                      Viele Grüße, Joia

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                        #12
                        Hallo joia,

                        danke für den Tipp Wann heißt denn bei euch früh morgens? Ich weiß nicht so genau wann Wellis aufstehen weil ich dann meistens selber noch im Bett bin, weil ich zur Zeit Prüfungsphase habe und mir den Luxus gönne bis um 9 zu schlafen Ist das so um 6 oder noch früher?

                        LG

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                          #13
                          Eine AB-Gabe über das Trinkwasser bei Vögeln, die so wenig trinken müssen wie Wellis das reinste Glücksspiel. Bei AB ist es sehr wichtig, dass ein genügend hoher Wirkstoffspiegel im Vogel erreicht wird. Wie soll da bitte über das Trinkwasser dosiert werden wenn es völlig offen ist, ob der Vogel überhaupt trinkt, ob er mehrmals am Tag trinkt und wieviele Schluck er jedesmal nimmt?
                          Ich hätte Bedenken, mich an so einem Glücksspiel um das Leben des Vogels zu beteiligen.

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                            #14
                            Hi Twixx,

                            "frühmorgens" ist relativ, denke ich mal. Unsere Wellis stehen dann auf (gut erzogen ), wenn wir aufstehen. Morgens um 6.00 h sind sie natürlich träger als um 9.00 h. Meine rühren sich gegen 7.00 h.

                            Meine Überlegung ist halt nur, morgens - egal, ob um 7.00 oder um 9.00 h - sind sie noch im Käfig/in der Voliere, also leichter zu fangen: Überraschungseffekt und noch ein bisschen schläfrig. Und dann kann ich tagsüber beobachten. Abends müssten wir auch schon mal ein bisschen warten, weil sie manchmal gegen 20.00 h, manchmal auch erst gegen 21.30 h in die Voliere spazieren. Und dann oft noch sehr aufgedreht sind, weil ja das Gekämpfe um die Schlafplätze losgeht .

                            Hi Addi,

                            natürlich hast du recht, insbesondere, was den Wirkstoffgehalt des ABs angeht. Aber es gibt Ausnahmen - und manchmal muss der VK-TA zusammen mit Halter/in eben über Alternativen nachdenken; und das ist manchmal die Wassergabe. Was machst Du bspw., wenn Du einen Schwarm von 30 Vögeln (oder so) hast - und alle müssen behandelt werden? Was machst Du, wenn davon abgeraten wird, den Vogel zu fangen? - Oder Du musst wegen Ansteckungsgefahr einen Schwarm behandeln, aber es ist gar nicht sicher, ob sie sich auch alle infiziert haben. - Ich würde da meinem vogelkundigen Tierarzt (natürlich einem aus der Liste) vertrauen, welche Vorgehensweise er vorschlägt und das gut abwägen.

                            Viele Grüße, Joia

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                              #15
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                              Sooo, bin jetzt vom TA wieder da wo ich mir das Zeug für direkt in den Schnabel abgeholt habe... Jetzt drückt mir mal die Daumen dass das mit dem festhalten und einflößen gut funktioniert. Bin mal gespannt, hab so was nämlich noch nie gemacht. Hab mir jetzt erst mal den Fixiergriff angeschaut. Mal sehen wie das klappt...

                              LG

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