mein ca. 10 Jahre altes Welli-Männchen Freddy macht mir Sorgen. Seit Samstag hebt er ständig ein Beinchen hoch (Ringfuß), humpelt und kippt fast vorneüber von der Stange, wenn er müde wird. Er ist zwar ein bisschen zahm und geht auf den Finger, aber sonst lässt er sich nicht gerne anfassen, darum fällt es mir schwer einen genaueren Blick drauf zu werfen. Ich habe aber den Eindruck, dass das Bein etwas angeschwollen ist, hinter dem Ring (soweit ich es erkennen konnte). Unter dem Ring ist es dunkelrot. Was könnte das bloß sein?

Das ganze Wochenende tippe ich mir schon die Finger wund auf der Suche nach einem vogelkundigen Tierarzt, weil ich morgen anrufen und einen Termin machen will. Habe nämlich leider schon böse Erfahrungen mit meinem Tierarzt gemacht. Meine Katze behandelt er gut, aber von Vögeln hat er wenig Ahnung.. Kennt jemand im Raum Forchheim, Bamberg oder Erlangen vielleicht einen guten, vogelkundigen Arzt? Habe total Angst, dass Freddy sein Bein verliert oder eingeschläfert wird.


Ich bin total traurig, der Kleine tut mir so leid.

Zu dem Tierarzt war etwa eine halbe Stunde Fahrt, dann haben wir noch trotz Termin knapp über eine Stunde warten müssen, weil noch so viel los war. Freddy hat irgendwann Panik bekommen und ist in seinem Karton im Wartezimmer durchgedreht (die anderen Leute meinten, ob da ein Löwe drin sei). Der Arzt machte auf mich einen kompetenten Eindruck, er hat sich Freddys Füße genau angeschaut und dann die Diagnose gestellt. Ich weiß nicht mehr die korrekte Bezeichnung, aber es ist wohl eine Art Klumpfuß, der sich nach den Druckstellen gebildet hat. Schuld sind eventuell die gedrechselten Sitzstangen im Käfig, Übergewicht hat er keins. Daraufhin hat er ihm unter Narkose die Stelle herausgeschnitten. Es war wohl eine besonders schonende Narkose mit Einatmung von Gas, als ich Freddy wieder zu Gesicht bekommen habe, war er schon wieder munter und versuchte sich den Dreifachverband abzuzwicken. Die Arzthelferin meinte, der müsste aber eigentlich halten (hoffen wirs..). Am Donnerstag soll ich wiederkommen wegen Verbandswechsel. Ich habe auch ein verdünntes Schmerzmittel mitbekommen, Metaran (?), * täglich in den Schnabel (bin mal gespannt, wie ich das hinkrieg).
Dabei wäre die Konstruktion perfekt für den kranken, bandagierten Fuß geeignet! Darum habe ich schweren Herzens früh um 7Uhr zusätzlich zwei Naturäste nebeneinandergehängt, damit es eine breitere Fläche zum Sitzen ergibt. Da hocken sie jetzt beide drauf. Den Käfigboden habe ich mit Handtüchern und Zewa ausgepolstert. 

Inzwischen hocken die Wellis immer mehr auf den gepolsterten Stangen, das ist schon mal was.
(<< so sehen sie aus).
Am Montag soll ich wiederkommen (diesmal wieder beim Arzt, der die OP durchgeführt hat), dann kriegt er eine neue Antibiotika-Spritze (die alte von diesem Montag wirkt angeblich noch) und einen neuen Verband und es wird entschieden, was nun weiter passieren soll. Hoffentlich wollen die den Zeh nicht amputieren (das wurde aber noch nicht gesagt)! Der Verband muss ich sagen, ist diesmal nicht besonders gut angelegt.
Freddy hat schon einiges abgezwickt, das war beim letzten nicht der Fall. Er macht aber immerhin einen immer muntereren Eindruck.
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