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Hat jemand Erfahrung mit Gicht / Rheuma?

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    Hat jemand Erfahrung mit Gicht / Rheuma?

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    Hat jemand Erfahrung mit Gicht/Rheuma bei Wellensittichen?

    Haben ein Weibchen, das die Gelenke geschwollen hat. Vorher waren es die Fußgelenke jetzt ein Bein. Waren beim Tierarzt und haben dort die Empfehlung bekommen, Tyrode Lösung und Traumeel Gel zu geben.

    Was haltet ihr davon?

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    #2
    Hallo Dirk,

    ich kann mit Erfahrung leider - oder in meinem Fall zum Glück - nicht dienen, aber schau mal hier

    Die Stoffwechselstörung Gicht wird durch eine Nierenfunktionsstörung hervorgerufen, indem Harn in den Blutkreislauf gelangt. Ein lebenswertes Leben ist trotzdem

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      #3
      Danke!

      Auf der Seite war ich schon! Dachte jemand hat selber Erfahrung damit gemacht und hätte ein paar Tipps.

      Trotzdem Danke

      Liebe Grüsse Dirk

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        #4
        Lieber Dirk,

        die von Canette verlinkte Site ist von mir, ich habe Erfahrung mit Gicht. Was möchtest Du denn wissen? Ist es Gicht oder Rheuma oder beides? Von Rheuma habe ich bei Wellensittichen noch nie etwas gehört, nur von Arthritis. Was hat denn der Tierarzt gesagt, wie lautet die exakte Diagnose?

        Viele Grüße,
        Gaby

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          #5
          Hallo Gabi

          Die Tierärztin hat gesagt es ist Gicht.Wollte nur wissen wie mann es der kleinen so leicht wie möglich machen kann.Aber Sorry habe die Seite nicht genau Durchgelesen.Habe schon gepolsterte stangen und Brettchen aber Sie sitzt lieber auf einem normalen Ast.
          Danke
          Liebe Grüsse Dirk

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            #6
            Sorry Versuche Bessere Fotos

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              #7
              Moin,

              mein Herr Tanita hatte Gicht. Festgestellt wurde das auf Grund geschwollener Gelenke und einer veränderten Niere (Röntgendiagnose). Außerdem bildeten sich recht schnell Gichtgeschwüre, solche kleinen weißen "Stipsen" am Gelenk.

              Ich habe ganz gute Erfahrungen mit Metacam gemacht. Das ist ein Mittel gegen Schmerzen und Entzündungen. Davon bekam er jeden Abend * Tropfen "intraschnabulös". Man kann laut meiner TÄ auch mit Allopurinol (Mittel gegen Gicht) behandeln, allerdings mit der Einschränkung, dass es bei Wellensittichen kaum erprobt ist. Außerdem muss es über das Trinkwasser verabreicht werden. Da es sehr nebenwirkungsreich ist, muss der Vogel dafür separiert werden, was letztlich auch nicht die Lösung ist. Wenn sie noch keine offensichtlichen Schmerzen hat, ist Traumeel sicherlich auch gut, weil das ja auch schmerz- und entzündungshemmend ist - halt auf homöopathischer Basis.

              Herr Tanita hatte außerdem ein Druckgeschwür unter dem linken Füßchen, weil er das rechte Bein entlastet hat. Das haben wir aber mit abendlicher Fußmassage mit Bepanthen ganz gut in den Griff bekommen.

              Bei der Tyrode-Lösung habe ich Bedenken. Wenn es tatsächlich Gicht ist, dann muss das Trinkwasser natriumarm sein, um die Nieren zu entlasten und das ist Tyrode-Lösung ganz und gar nicht! Tyrode-Lösung ist zwar für Nierenerkrankungen gedacht, aber Gicht ist da eine andere Liga. Verzichten sollte man außerdem auf Korvimin, weil das sehr stark über die Nieren abgebaut ist. Als Trinkwasser ist dann tatsächlich stilles, natriumarmes Mineralwasser geeignet. Allerdings sollte man eine angebrochene Flasche max. drei Tage für die Wellis verwenden wegen der Keimbildung. Wichtig ist, dass der Vogel viel trinkt, damit die Nieren gut gespült sind und Stoffwechselprodukte abgebaut werden. Meine TÄ hatte mir geraten, das Wasser notfalls mit verdünntem Fruchtsaft anzusetzen, um ihm das Wasser schmackhaft zu machen.

              Das waren so meine Erfahrungswerte.

              Alles Gute für das süße Mädchen!

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                #8
                Hallo Dirk,

                Zitat von Dirk
                Die Tierärztin hat gesagt es ist Gicht.
                Verstehe, dann ist die Diagnose eindeutig, denn über Rheuma hätte ich mich arg gewundert. Damit will ich nicht sagen, dass diese Erkrankung bei Vögeln gar nicht auftreten kann, ich weiß es einfach nur nicht und habe es noch nie gehört.

                Zitat von Dirk
                Wollte nur wissen wie mann es der kleinen so leicht wie möglich machen kann.Aber Sorry habe die Seite nicht genau Durchgelesen.
                Vielleicht hast Du es ja inzwischen getan, da stehen einige Tipps.

                Zitat von Dirk
                Habe schon gepolsterte stangen und Brettchen aber Sie sitzt lieber auf einem normalen Ast.
                Tja, dann kann man wohl nichts machen, man kann die Vögel nicht zu ihrem Glück zwingen. Hast Du es schon mit Korkplattformen ausprobiert? Die werden oft besser angenommen als normale Holzbrettchen. Weitere Infos zu Korkplattformen findest Du hier:

                Zitat von Stef
                Ich habe ganz gute Erfahrungen mit Metacam gemacht. Das ist ein Mittel gegen Schmerzen und Entzündungen.
                Das kann ich bestätigen, es wirkt sehr gut, muss allerdings genau dosiert und regelmäßig eingegeben werden.

                Zitat von Stef
                Man kann laut meiner TÄ auch mit Allopurinol (Mittel gegen Gicht) behandeln, allerdings mit der Einschränkung, dass es bei Wellensittichen kaum erprobt ist.
                Ich habe es bei zwei Pflegevögeln angewandt, einer davon gehörte meiner Freundin, die das Tier sehr lange mit Allopurinol behandelt hat. Erfolgreich übrigens, der Vogel war so weit fit. Der Kleine war vom Rest des Schwarms separiert in einem geräumigen Käfig untergebracht, der im Vogelzimmer aufgestellt war. Er fand das aber allem Anschein nach ok, denn er war wegen seines hohen Alters ohnehin sehr ruhebedürftig.

                Zitat von Stef
                Bei der Tyrode-Lösung habe ich Bedenken. Wenn es tatsächlich Gicht ist, dann muss das Trinkwasser natriumarm sein, um die Nieren zu entlasten und das ist Tyrode-Lösung ganz und gar nicht!
                Das stimmt, diesen Aspekt sollte man nicht außer Acht lassen. Natrium kann unter Umständen wirklich zu Problemen führen.

                Ich weiß von einigen Vogelhaltern, dass sie mit Bad Heilbrunner Blutreinigungstee (aus dem Drogeriemarkt), der kurweise für ein bis zwei Wochen verabreicht wurde (ca. alle sechs Wochen), bei ihren Gichtpatienten gute Erfolge erzielt haben. Sie haben den Tee anstelle des normalen Trinkwassers gereicht, denn er hilft dem Organismus, sich besser zu entgiften, was durch die Gicht-Niere oft schwierig ist - sofern es sich um Nierengicht und nicht um Gelenkgicht handelt. Aber bei Vögeln treten diese beiden Gicht-Formen meist in Kombination auf.

                Viele Grüße,
                Gaby

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                  #9
                  Hallo,

                  soweit ich weiß, sollte man bei Gicht unbedingt eiweißarm füttern, da es Gicht fördert. Oder liege ich da falsch?

                  Eiweiß ist logischerweise in Ei und Eifutter enthalten, wo noch können Dir sicher unsere Experten hier sagen.

                  Lieben Gruß,
                  Claudia

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                    #10
                    Liebe Claudia,

                    das ist in der Tat ein wichtiger Aspekt, allerdings wird man es nicht schaffen, die Tiere eiweißfrei zu ernähren, denn auch in normalen Körnern ist Eiweiß enthalten. Die Dosis macht das Gift und die Ernährung sollte möglichst eiweißarm sein. Hinzu kommt, dass tierisches Eiweiß meines Wissens schädigender ist als pflanzliches, insofern ist Dein Hinweis, auf das Reichen von Eifutter zu verzichten, sehr sinnvoll.

                    Viele Grüße,
                    Gaby

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                      #11
                      Zitat von Feenseeschwalbe
                      Hinzu kommt, dass tierisches Eiweiß meines Wissens schädigender ist als pflanzliches, insofern ist Dein Hinweis, auf das Reichen von Eifutter zu verzichten, sehr sinnvoll.
                      Japp, stimmt, das hatte ich noch vergessen.

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                        #12
                        Liebe Stef,

                        na, da sieht man mal wieder, dass ein Team die beste Lösung ist. Da wird unterm Strich nichts vergessen, jedes Detail kommt zur Sprache.

                        LG,
                        Gaby

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                          #13
                          Es gibt gute ERfahrungen , wenn man dem kleinen Gichtpatienten neben seiner Medizin Kirschen schmackhaft macht.
                          Versuch es mal, meine mögen Kirschen .

                          @ Gaby

                          Mein TA sagte mir damals bei Henry , dass er von Allopurinol Abstand
                          nimmt , weil es keine gesicherte Dosierung für kleine Vögel gibt.
                          Insofern würde mich die Dosierung wirklich interessieren, ich hoffe allerdings inständig, es nie mehr zu brauchen.

                          Liebe Grüße
                          Selene

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                            #14
                            Huhu,

                            Kirschen, wie lustig. Ist da irgendwas drin, was gut gegen Gicht ist?

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                              #15
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                              Ja, Kirschen helfen. Aber ich habe gerade nicht den wirksamen Inhaltsstoff parat, muss ich mal zu Hause zu gucken.

                              Außerdem kann noch Kirschsaft gegeben werden, damit habe ich gute Erfahrungen gemacht und mittlerweile gibt es ja schon zuckerfreien nicht nur im Naturkostladen - Kassandra hat mich damals fast arm gemacht - und man kann Zinnkrauttropfen - Alkohol unbedingt durch Zugabe von heißem Wasser verdampfen! Der Wirkstoff bleibt erhalten, da ja auch der Tee wirksam ist - und Brennesseltropfen/-saft/-tee anbieten.

                              Das Ganze dann immer im Wechsel zugeben, damit nicht die Gefahr besteht, dass das Wasser vermieden wird, weils nicht schmeckt.

                              Gute Besserung.


                              Viele Grüße
                              Andrea

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