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Trichomonaden, Zweifel wegen Dosierung und Nebenwirkungen

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    Trichomonaden, Zweifel wegen Dosierung und Nebenwirkungen

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    Hi!

    Gestern hat einer meiner Wellis, Bambi, Körner mit Schleim gewürgt. Da ich für heute ohnehin einen Termin in der Tierklinik hatte, bin ich für eine Kropfspülung zum TA vor Ort gegangen. Es ging ihm relativ schnell wieder gut. Da die eigentliche Vogelexpertin vor kurzem ein Kind bekommen hat, ist sie in Elternzeit. Nun hat die Klinik eine andere vermeintliche Vogelexpertin. Heute wurden dann in der Klinik beim Kropfabstrich Trichomonaden festgestellt. Ich soll ihm täglich einmal xxx ml Metronidazol geben (die Tablette wurde in Wasser aufgelöst). Habe schon gegoogelt und es scheint ein gängiges Präparat bei Trichomonaden zu sein. Allerdings beunruhigen mich die Nebenwirkungen etwas...Ich bat noch um ein leberunterstützendes Präparat, da die eigentliche vk TÄ mal zu mir meinte, dass man ein solches nebst Antibiotikum verabreichen solle, da das AB ziemlich auf die Leber gehen soll. Jedoch sprach sie von Spartrix. Nun bekam ich also mehrere Spritzen mit Amynin aufgezogen. Ich soll ihm 2 mal täglich jeweils xxx ml oral geben, was mir als sehr viel erscheint. Nach einer kleinen Recherche musste ich jedoch feststellen, dass alle anderen das übers Wasser verabreichen. Weiß sowieso nicht, ob ich ihm das tatsächlich geben soll, da sie das ja auch nicht vorgeschlagen hatte. Sie sagte auch, dass Amynin widerum schädlich für die Nieren sein kann. Und wenn er plötzlich sehr nassen Kot hätte, solle ich sofort das Amynin absetzen. Hätte auch noch ein Mineralpulver, das man über das Wasser verabreicht, da: *
    Zudem soll man doch eigentlich den kompletten Bestand behandeln. Sie meinte, dass erstmal nur er behandelt werden solle, da die anderen noch keine Symptome zeigen. Und überhaupt sei es normal, wenn sich einige Trichonomaden beim Welli finden lassen, da diese zur gängigen Flora im Schnabel gehören. Bei Stress o.ä. würden sie sich aber eben vermehren...

    Irgendwie bin ich gerade total verwirrt. Hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen :/

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    #2
    Hallo,

    kann verstehen, dass Du etwas verwirrt bist. Ginge mir auch so.

    Trichos sind sehr ansteckend für Deine anderen Wellis. Daher sollte immer der ganze Schwarm behandelt werden. Die unkomplizierteste Methode ist sicher mit Spartrix. Der TA gibt es im Abstand von 14 Tagen direkt in den Kropf. In der Regel reicht diese zweimalige Gabe völlig aus.
    Ob Amynin oder "Pulver" nötig sind, kann ich nicht beurteilen. Meine Piepser bekommen regelmäßig Korvimin über das Futter, besonders während der Mauser und nach Erkrankungen.

    Alles Gute für Deine Süßen
    Susanne

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      #3
      Da wünsche ich mir doch glatt die andere TÄ wieder her :/ Mit Spartrix wäre wirklich alles einfacher... -.-

      Noch ein kleiner Nachtrag: soll ich das AB und Amynin im Kühlschrank lagen? Mir wurde nämlich nichts dazu gesagt...

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        #4
        Irgendwie bin ich gerade total verwirrt. Hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen :/
        Gibt doch so schöne und interessante Bücher bei Google Books





        soll ich das AB und Amynin im Kühlschrank lagen?
        Die Metronidazol Tablette wird meist mit Kochsalzlösung aufgelöst. Ein Paradies für Bakterien. Darum Kühlschrank. Matronidazol ist auch lichtempfindlich. Amynin muss auch in den Kühlschrank, enthält schließlich alles was auch Bakterien gerne mögen.

        Sie sagte auch, dass Amynin widerum schädlich für die Nieren sein kann
        Schuld daran sind minderwertige Amynosäuren die durch das altern entstehen. Hochwertiges ganz frisches Amynin ist verträglicher, wird aber bei bekannten Nierenproblemen besser ganz darauf verzichtet oder eben Abwägungssache des TA.

        Sie meinte, dass erstmal nur er behandelt werden solle, da die anderen noch keine Symptome zeigen. Und überhaupt sei es normal, wenn sich einige Trichonomaden beim Welli finden lassen, da diese zur gängigen Flora im Schnabel gehören. Bei Stress o.ä. würden sie sich aber eben vermehren...
        Ist soweit nichts daran auszusetzen, sofern man den Vogel von den anderen Separiert. Wenn er im Bestand bleibt, gibt es nur unnötige reinfektionen und später dann für den einen Vogel eine unnötige Doppelbehandlung.

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          #5
          Zitat von Eric_Cartman
          Gibt doch so schöne und interessante Bücher bei Google Books



          Ist soweit nichts daran auszusetzen, sofern man den Vogel von den anderen Separiert. Wenn er im Bestand bleibt, gibt es nur unnötige reinfektionen und später dann für den einen Vogel eine unnötige Doppelbehandlung.
          Einen Ersatzkäfig habe ich momentan nicht, da sie demnächst in die neu gekaufte Madeira 2 umziehen sollen und der jetzige Käfig dann als Krankenkäfig dienen soll. Jedoch habe ich eigentlich genug mitbekommen, so dass ich theoretisch alle damit behandeln könnte. Soll ich es dann so machen? Im übrigen danke für den Link. Auf jeden Fall hilfreich

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            #6
            Ist schwierig darauf zu antworten. Sind eben unterschiedliche Behandlungsphylosophien.

            Bei akuten Trichos ist Metronidazol per Oral das allerbeste was man machen kann. Wie groß der Infekt bei den anderen ist, weißt eben nicht. Kann sein das die da genau so häufig vorkommen, vereinzelt oder überhaupt nicht nachweisbar sind. Die Behandlung bei dem einen ist mehr oder weniger total für die Katze, wenn der Vogel nachwievor aus dem selben Wassernapf trinken, diese sich gegenseitig Füttern etc.

            Ich würde sagen, wiege deine Piepser und ruf morgen früh dann beim Tierarzt an und fragst ob nicht besser gleich alle behandeln sollst, wegen den oben genannten Gründen. Dann eben eine Vertrauenssache. Tierarzt glauben oder das was an Bedenken irgend ein Fremder aus dem Internet geäußert hat. Zur Not gibt es noch andere Vogelkundige Tierärzte die gratis oder gegen eine kleine Spende Rat und Tat am Telefon geben.

            In der Konstellation wie jetzt würde ich zumindest mehrfach täglich das Trinkwasser und die Trinkgefäse wechseln und falls eine Badewanne anbietest, das komplett streichen, selbiges für wasserhaltiges Obst wie Salatgurke.

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              #7
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              Zitat von Eric_Cartman
              Ist schwierig darauf zu antworten. Sind eben unterschiedliche Behandlungsphylosophien.

              Bei akuten Trichos ist Metronidazol per Oral das allerbeste was man machen kann. Wie groß der Infekt bei den anderen ist, weißt eben nicht. Kann sein das die da genau so häufig vorkommen, vereinzelt oder überhaupt nicht nachweisbar sind. Die Behandlung bei dem einen ist mehr oder weniger total für die Katze, wenn der Vogel nachwievor aus dem selben Wassernapf trinken, diese sich gegenseitig Füttern etc.

              Ich würde sagen, wiege deine Piepser und ruf morgen früh dann beim Tierarzt an und fragst ob nicht besser gleich alle behandeln sollst, wegen den oben genannten Gründen. Dann eben eine Vertrauenssache. Tierarzt glauben oder das was an Bedenken irgend ein Fremder aus dem Internet geäußert hat. Zur Not gibt es noch andere Vogelkundige Tierärzte die gratis oder gegen eine kleine Spende Rat und Tat am Telefon geben.

              In der Konstellation wie jetzt würde ich zumindest mehrfach täglich das Trinkwasser und die Trinkgefäse wechseln und falls eine Badewanne anbietest, das komplett streichen, selbiges für wasserhaltiges Obst wie Salatgurke.
              Sie meinte, dass sie mir, sofern ich es will, auch für die anderen eine solche Spritze mitgeben würde. Hatten uns dann eben drauf geeingt, es erstmal nur bei ihm zu machen. Da ich aber keine Möglichkeit habe, ihn separat zu halten, gebe ich es nun den anderen. Zumindest heute. Und morgen werde ich mal beim TA anrufen :/

              Gurke gibt es momentan wegen EHEC vorsichtshalber sowieso nicht mehr

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