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Finbars epileptische Anfälle

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    Finbars epileptische Anfälle

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    Hallo,

    Finbar aus meinem kleinen Völkchen bekommt so eine Art epileptische Anfälle. Er stößt dann einen Schrei aus und flattert ziellos umher. Von seinen Anfällen erholt er sich eigentlich ziemlich schnell wieder.
    Eine Ursache für seine Anfälle ließ sich nicht diagnostizieren.

    Nachdem Finbar sechs Wochen anfallsfrei gewesen ist, bekam er in der letzten Woche, einen Tag vor seiner Bürzeldrüsenoperation, seinen heftigsten Anfall. Für einige Minuten konnte er sein linkes Beinchen nicht aufsetzen und nicht greifen.

    Finbar war jetzt eine Woche anfallsfrei. Heute am frühen Morgen bekam er wieder einen seiner Anfälle. Dieser war nicht so heftig, wie der davor. Nach wenigen Minuten saß Finbar wieder auf einem Ast und putzte sich ausgiebig.
    Der Volierenboden ist gepolstert, ein Nachtlicht ist vorhanden.

    Hat jemand von Euch Erfahrungen mit epileptischen Anfällen bei Wellis gemacht und kann mir diese mitteilen?

    Liebe Grüße
    Leni

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    #2
    Hallo Leni,
    mein Mäxchen "Sorgenkind" ist inzwischen 8 1/2 J. und mit (leichter) Epilepsie geboren. Als er klein war, ist er häufig rückwärts über den Käfig gerannt. Hört sich witzig an, aber wer Vögel liebt, lacht nicht darüber. Ich habe schnell bemerkt, dass ich ihn beeinflussen oder ablenken kann, wenn ich ihn sofort anspreche, so dass er seinen Anfall dann regelrecht "vergessen" hat. Wie alt ist Dein Finbar? Behandelbar ist Epilepsie bei Wellis nicht, aber ich habe schon wiederholt gehört, es kann sich mit dem Alter bessern. Bei mir war es so. Heute bekommt der Kleine nur noch ziemlich sporadisch eine Attacke und wirft dann wie ein balzender Auerhahn den Kopf in den Nacken und zittert. Er bricht sofort ab, wenn ich ihn "störe". Probier es mal, aber sanft, nicht erschrecken ...!
    Toi, toi, toi!

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      #3
      Hallo Leni,

      soweit ich in Erinnerung habe, hat Möschi (welli.net blogger team) hier aus dem Forum mit Epilepsie einiges an Erfahrung.
      Sie hat einen Welli, der wirklich furchtbare Anfälle hat und schon so Einiges mit ihm durchgemacht.

      Ich denke, sie hat sicher nichts dagegen, dass ich sie hier erwähne; evtl. antwortet sie dir auch persönlich.


      Gruß
      Elena

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        #4
        Hallo mäuse_mum,

        Finbar kam im Dezember letzten Jahres zu meinem kleinen Völkchen. Zu diesem Zeitpunkt war er ca. fünf Jahre alt.

        Er bekam zwei bis drei Anfälle pro Woche. Dann blieben die Anfälle für, wie schon erwähnt, sechs Wochen aus.

        Sämtliche Türen bleiben über Nacht auf, damit ich sofort mitbekomme, wenn er so einen Anfall bekommt. Zweimal hat es ihn nachts getroffen. Der heutige Anfall war um kurz nach 5:00 Uhr.

        Ich bleibe bei ihm, bis er sich erholt und geputzt hat. Dabei spreche ich leise mit ihm. Ich glaube / hoffe, daß es ihn beruhigt. Seine Schwarmmitglieder schauen ihn eher irritiert an bzw. ihm nach. Nachdem er sich geputzt hat geht es für ihn an den Futternapf.

        Er hatte jetzt so lange Ruhe und ich hatte schon gehofft, daß er nie wieder einen Anfall bekommt.

        Vielen lieben Dank für Deinen Bericht.

        Liebe Grüße
        Leni

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          #5
          Liebe Leni,

          ich hatte mal mit einem Wellensittich zu tun, der solche Symptome gezeigt hat. Erst habe ich keinen Auslöser gefunden, dann durch Zufall aber doch. Vom damaligen Vogelzimmer aus hatten die Vögel freie Sicht auf den Parkplatz vor dem Haus. Wenn einer meiner Nachbarn mit seinem Auto, das Halogenscheinwerfer hatte, auf einem bestimmten Parkplatz stand und die Scheinwerfer eingeschaltet hat, dann hat sich der arme Orion fast zu Tode erschrocken - jedes Mal. Und er hat einen solchen Anfall bekommen. Daraufhin habe ich mein Schlaf- und Vogelzimmer getauscht und der Sittich hat nie wieder solche Anfälle bekommen.

          Das war der eine Fall, ein zweiter war weniger leicht zu lösen und höchst unerfreulich. Helene, ein zauberhaftes Weibchen, litt plötzlich hin und wieder an solchen Anfällen. Wir haben sie mit hoch dosiertem Vitamin-B-Komplex behandelt, was aber nur eine Linderung dahingehend brachte, dass die Anfälle seltener aufgetreten sind. Eines nachts kam sie gar nicht mehr aus dem Anfall raus, war blind und drehte sich im Kreis. Dazu hat sie furchtbar gekrampft. Sie wurde eingeschläfert und die Diagnose lautete letzten Endes: Hirntumor.

          Es ist äußerst schwierig, solche Anfälle zu behandeln. Ich weiß, dass bei vielen Vögeln die Leber dahinter steckt, bei manchen schlichte Panik und bei anderen etwas im Gehirn, so wie bei meiner Helene. Was sagt denn der Arzt zur Leber? Wenn sie nicht richtig funktioniert, kann es zu schweren neurologischen Ausfällen kommen, das habe ich ja leider letzte Woche bei meinem Torben live miterleben müssen...

          Viele liebe Grüße,
          Gaby

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            #6
            Liebe Feenseeschwalbe,

            ich habe den heutigen Anfall in der TA-Praxis natürlich auch noch einmal angesprochen.
            Dabei wurden noch einmal die Untersuchungen daraufhin abgeklopft, ob von dem Machbaren noch Untersuchungen ausstehen. Es wurden denkbare Ursachen, wie z.B. Leber oder Schwermetalle und auch eher unwahrscheinliche, wie Paramyxoviren, abgeklärt.

            Leider sind unsere Wellis zu klein, als daß weitergehende neurologische Untersuchungen analog zur Humanmedizin bei ihnen möglich wären.

            Bestimmte Auslöser kann ich leider nicht festmachen. Der Anfall letzte Woche erfolgte gegen 15:00 Uhr. Der Anfall heute erfolgte am frühen Morgen gegen 5:00 Uhr. Die häufigen Anfälle vor einigen Wochen waren zu unterschiedlichen Tageszeiten. Ein gemeinsamer Nenner ließ sich nie feststellen.

            Ich hoffe sehr, daß Finbar sich weiterhin nach diesen Anfällen so schnell erholen kann und ihm ähnlich schwere Auswirkungen wie vor einer Woche, erspart bleiben.

            Liebe Grüße
            Leni

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              #7
              Hallo Elena,

              vielen Dank für Deinen Hinweis.

              Liebe Grüße
              Leni

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                #8
                Zitat von Feenseeschwalbe
                Wenn einer meiner Nachbarn mit seinem Auto, das Halogenscheinwerfer hatte, auf einem bestimmten Parkplatz stand und die Scheinwerfer eingeschaltet hat, dann hat sich der arme Orion fast zu Tode erschrocken - jedes Mal. Und er hat einen solchen Anfall bekommen.
                Aus der Humanmedizin weiß ich, dass optische Reize durchaus in der Lage sind, epileptische Anfälle auszulösen. Bei Vögeln scheint das demnach genauso der Fall sein zu können.

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                  #9
                  Hallo Leni,
                  oh je, das mit den offenen Türen nachts kenne ich nur zu gut...!
                  Ich habe mittlerweile einen Schlaf, der absolut auf die Tiere fixiert ist, und jeder über mich sagt: Du hörst echt das Gras wachsen !
                  Weiß nicht, ob man morgens um 5.00h davon ausgehen kann, dass sich Dein Finbar über etwas erschreckt hat... andererseits: Wenn Du mehrere Tiere zusammen hälst, musst Du immer damit rechnen, dass nachts einer mal träumt und sich bewegt oder zuckt. Dann erschrecken sich alle und flattern wie wild herum, völlig orientierungslos. Passiert bei mir 2-3x im Jahr, und dann muss ich sie allesamt auch erst wieder mühsam beruhigen.
                  Ich habe sogar schon mitbekommen, dass meine Süßen piepsen, wenn ich selbst im Schlaf offenbar gesprochen habe. Mit einem epileptischen Anfall zu reagieren, ist da sicher die schlimme Steigerung. Die akut organische Erklärung, dass etwas mit der Leber nicht stimmt oder ein Tumor - das würde ich beim Tierarzt schnellstens klären.
                  Grundsätzlich ist Epilepsie ja eine Störung im Nervensystem, die man zwar teilweise lindern, aber eben nicht heilen kann. Wenn Dein Kleiner einigermaßen zahm ist, würde ich es auch mal mit Baldrian im Trinkwasser probieren, zum Beispiel direkt nach einem Anfall. Stabilisiert ebenfalls die Nerven und schadet ggf. auch den Anderen nicht.
                  Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du dieses Thema bald in Griff bekommst - wie auch immer!
                  Lieben Gruß

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                    #10
                    Hallo mäuse_mum,

                    ja, der eigene Schlaf ändert sich.

                    Zitat von mäuse_mum
                    Die akut organische Erklärung, dass etwas mit der Leber nicht stimmt oder ein Tumor - das würde ich beim Tierarzt schnellstens klären.
                    Ich "forsche" Finbars Anfällen schon längere Zeit nach. Selbstverständlich sind die, von Dir erwähnten, möglichen organischen Ursachen schon längst von meinem vk TA ausgeschlossen worden.

                    Zitat von Leni
                    ... ich habe den heutigen Anfall in der TA-Praxis natürlich auch noch einmal angesprochen.
                    Dabei wurden noch einmal die Untersuchungen daraufhin abgeklopft, ob von dem Machbaren noch Untersuchungen ausstehen. Es wurden denkbare Ursachen, wie z.B. Leber oder Schwermetalle und auch eher unwahrscheinliche, wie Paramyxoviren, abgeklärt.
                    Danke für Dein Daumendrücken.

                    Liebe Grüße
                    Leni

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                      #11
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                      Hallo Leni,
                      wie gehts Deinem Sorgenkind inzwischen?

                      Lieben Gruß

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