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Werden unsere Wellis immer kränker?

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    #16
    Die Lebenserwartung eines Wellis hängt manchmal wirklich von der farbe ab, nämlich dann , wenn die Züchter Linienzucht betreiben, um die Farbe zu verbessern ! Bei der Linienzucht werden die Töchter mit dem Vater und die Söhne mit der Mutter gekreuzt. In der ersten Generation ist das noch nicht schlimm, aber die großen Züchter machen das immer wieder und so nimmt die Fruchtbarkeit und die Lebenserwartung der Wellis ab. Die Tiere , die für die Zucht nicht interessant sind geben die dann in Zoohandlungen ab, wo ihr sie dann kaufen könnt . Da Zoohandlungen nur ein paar Euro bezahlen könnt ihr euch vorstellen, dass kein Züchter "gute" Tiere dorthin abgeben kann .
    Ich habe auch rezessive Schecken. Mein Franz ist 5 Jahre alt, topfit und zieht gerade erfolgreich ein Gelege groß. Die Henne dazu hab ich bei einem Züchter gekauft, der 400 km weg wohnt, die 2 simd also nicht verwandt. Ich "tausche" auch mit anderen Züchtern zur Blutauffrischung, denn Linienzucht lehne ich strikt ab.
    Hier im forum ist man zwar gegen Zucht, aber wenn ich eine Modefarbe haben wollte (Rainbow, TCB, Rez,Schecken ,Anthrazit ) würde ich beim Züchter genau nachfragen wer die Eltern sind , damit man weiss woran man ist.

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      #17
      Hm... ich denke, dass es auch eine Sache des Mitbekommens ist, ich meine damit, hier im Forum ballen sich natürlich die Welli-Besitzer, und jeder der einen kranken Vogel hat oder wenn ein Welli stirbt, postet dies, was auch normal und richtig und verständlich ist (dazu ist das Forum ja auch da, um sich auszutauschen).

      Ich habe gerade nachgeschaut, bei der "Wellizählung 2013" sind es gerade im Moment 445 Wellis, das ist schon ne Menge,
      und ich denke, dass früher fast genau so viele Wellis irgendwo gestorben sind oder krank waren,
      aber man erfuhr es halt nich. Internet war nicht verbreitet, oder wenig zumindest und in die Zeitung setzte es niemand, wenn sein Vogel krank war oder starb. Es gab auch keine vk.Tierärzte, zumindest kann ich mich an keinen einzigen erinnern.

      Ich denke in Australien, wo die Wellis in Schwärmen von mehreren tausend Flattis leben, fallen jeden Tag welche vom Baum oder vom Himmel, aber das hört man nicht, sieht man nicht, erfährt man nicht.

      Es trauert niemand darum (ausser natürlich die anderen Wellis) aber es ist kein Federloser da, der dies im Forum posten würde, wie auch ?

      Die Sache mit Überzüchtung und nicht erkannten Krankheiten tut natürlich ihres dazu, da möchte ich keinesfalls widersprechen
      und besonders so bakterielle Infektionen und Tumore nehmen zu, ist ja nicht nur bei den Wellensittichen so, da kann man hingucken wohin man will, ob Tier oder Mensch, alle sind irgendwie von den ungesunden Auswirkungen unserer "zivilisierten" Welt betroffen.

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        #18
        Zitat von Samonja
        Die Sache mit Überzüchtung und nicht erkannten Krankheiten tut natürlich ihres dazu, da möchte ich keinesfalls widersprechen
        und besonders so bakterielle Infektionen und Tumore nehmen zu, ist ja nicht nur bei den Wellensittichen so, da kann man hingucken wohin man will, ob Tier oder Mensch, alle sind irgendwie von den ungesunden Auswirkungen unserer "zivilisierten" Welt betroffen.
        Da hast du natürlich auch Recht. Ich habe - mal überspitzt formuliert - den Eindruck, dass heutzutage die allermeisten Menschen an Krebs erkranken, es sei denn sie werden vorher von etwas anderem wie Herzinfarkt erwischt.
        Und wenn man dann wieder von dem ganzen genmanipulierten Saatgut hört und wie sich das in Tierversuchen auswirkt, wundert mich das gar nicht mehr. Und die Wellis fressen den Mist genauso wie wir, aber gut. Ich denke, das führt zu weit.

        Ich habe allerdings auch das Gefühl, dass leider diese Modefarben inzwischen auch einfach viel mehr nachgefragt werden, weil sie schicker sind. Aber bei einigen Farbschlägen färbt sich ja nicht einmal mehr die Wachshaut, was ich ehrlich gesagt bedenklich finde. ô.O
        Normalformen sind doch mindestens genauso hübsch! Im Gegenteil, ich hätte freiwillig nie einen Schecken genommen. Aber damals gab es halt nur noch die 3 Süßen, die wir mitgenommen haben. Einer war eben ein Schecke, der aber glücklicherweise trotzdem sehr fit ist (bis auf 2 abstehende Krallen)

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          #19
          Tja Kleiner Prinz, befürchte da hast Du recht. Unsere Welli´s sind früher locker um die 12-16 Jahre alt geworden.
          Jetzt sind es meistens nur noch um die 8 Jahre. Mein Opi wurde geschätzt auf ca. 10 Jahre, litt an einem Lipom, Lebertumor und verstarb schließlich an einem Nierenproblem. Dazu kam der Verdacht auf einem Hodentumor. Ich habe bisher leider meine Flauschis alle an einem Tumor verloren. Der vkTA meinte, er habe deutlich mehr und deutlich jüngere Welli´s mit diesen Problemen. Tendenz steigend!

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            #20
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            Hallo Kleiner Prinz,

            ich kann mich deinen Gedanken auch nur anschließen und würde im Moment die Wellihaltung am liebsten aufgeben, weil es mich jedesmal so traurig macht, wenn einer meiner Lieblinge so früh unsere Welt verlassen und sich vorher auch noch quälen musste.

            Seit meiner Kindheit hatte ich immer Wellis und erinnere mich, dass die Kleinen vor 30 Jahren immer mindestens 15 bis 20 Jahre alt wurden. Auch meine Schulfreunde hatten ihre Vögel bis ins reife Erwachsenenalter. Dabei haben wir unsere Pieper damals mit den Markenprodukten ernährt, von denen wir heute wissen, dass die Zusätze alles andere als gesund sind. Obst und Gemüse waren mitnichten Bio, weil es das damals noch gar nicht gab.

            Die Käfige waren aus der Zoohandlung, und die Metallteile an den Spielzeugen waren garantiert verzinkt.

            Heute versuchen wir alle, unsere Piepser mit Biokörnchen, Biogemüse und unverzinktem Metallzubehör gesund zu erhalten. Ich gebe meinen nicht mal mehr Leitungswasser, weil es Rückstände von Medikamenten enthält, sondern natriumarmes, besonders reines Mineralwasser.

            Und trotzdem werden meine Süßen seit ca. einem Jahrzehnt kaum mehr älter als sieben Jahre. Tumore und Lebererkrankungen raffen sie trotz intensiver und kompetenter fachtierärztlicher Behandlung dahin.

            Ich wünsche mir manchmal, dass mal ein Welli an Altersschwäche stirbt, dass sein Herzchen plötzlich im Schlaf versagt und ich zwar auch sehr traurig sein würde, aber mir sagen kann, er hat sein Leben gelebt, es ist nun vorbei, aber er hat nicht gelitten.

            Natürlich habe ich die Ursache zunächst in unseren Haltungsbedingungen gesucht und mich sogar gefragt, ob ich zu häufig eine medikamentöse Behandlung zugelassen habe. Aber Trichos, Grabmilben, Megas und diverse bakterielle Infekte konnte ich doch nur mit harten Bandagen bekämpfen.

            Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil deines Blogs, Elena. Mich würde vor allem interessieren, ob diese traurige Tendenz durch neue Wege in der Zucht umkehrbar wäre. Heute geht es dabei doch leider nicht mehr um Gesundheit, sondern um wunderschöne, neuartige Farben und besondere Kopfformen für den Gewinn der nächsten Ausstellung...

            Ich hätte lieber kerngesunde Wellis, ganz egal wie sie aussehen...

            Liebe Grüße

            Mariama

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