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Hat Tolstoi Megabakteriose?

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    Hat Tolstoi Megabakteriose?

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    Vor knapp 4 Wochen sind vier Wellis bei mir eingezogen. Nach ca. 1 Woche entwickelte einer, Tolstoi, Durchfall. Ich bin mit ihm zum vkTA Gefahren, der Kropfabstrich und Kot direkt unter dem Mikroskop untersucht hat und sagt: Keine Bakerien, Pilze oder sonstigen Infekte zu entdecken. Sicherheitshalber gab er ihm ein Antibiotikum und Vitamine, jeweils per Spritze. Nach 5 Tagen bin ich wie abgesprochen ein 2. Mal zum TA gefahren, um die Behandlung zu wiederholen, das war vor 8 Tagen. Der Kot bei Tolstoi ist aber etwas flüssiger als bei den anderen 3 Sittichen geblieben und er schläft immer zwischendurch, viel mehr als die anderen. Es ist weniger aktiv, obwohl er beim Freiflug alles mitmacht, was die anderen auch tun. Außerdem ist sein Po etwas bräunlich verfärbt geblieben, vermutlich, weil er dünner kackt als die anderen. Natürlich nicht mehr so stark wie am Anfang, als er richtig Durchfall hatte. Da die antibiotische Spritze vom Doc nicht wirklich gewirkt hat - was könnte es sonst sein? Der TA sagte auch bei beiden Untersuchungen, dass der Welli von außen kerngesund aussehe. Muss ich jetzt damit leben, dass er immer etwas Durchfall hat? Am Essen kann es nicht liegen, Salatblätter habe ich seit der letzten Spritze nicht mehr gereicht und ich gebe auch nur natürliche Körner, als ohne Zuckerzusatz. Plus jeden 2. Tag einen roten Hirsekolben. Wie geht der Durchfall weg? Wenn er Megabakteriose haben sollte, hätte er die anderen 3 auch infiziert, denn die leben seit 4 Wochen zusammen und schnäbeln sich auch alle.

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    #2
    Also, dein Tolstoi ist auf jeden Fall krank. Durchfall und Schläfrigkeit sind eindeutige Krankheitssymptome.
    Was genau er nun hat, lässt sich so nicht sagen. Megas wären möglich, aber es gibt auch andere Erreger, die solche Symptome hervorrufen können.

    Frisst er denn normal? Megas-Patienten haben oft Heißhungerattacken. Und wie steht es um sein Gewicht?

    Ich würde dir raten, den Vogel unbedingt nochmal bei einem vkTA vorzustellen. Am Besten sammelst du dazu über mindestens drei Tage lang den Kot und lässt den dann im Labor untersuchen. Dann ist die Chance, dass der Erreger bestimmt werden kann, größer, als wenn nur eine einzelne frische Kotprobe untersucht wird. Denn gerade Magen-Darm-Erreger werden nicht jedes Mal mit ausgeschieden.

    Auch wenn die ersten Untersuchungen negativ waren, heißt das leider nicht, dass keine Erreger da sind. Viele, so z. B. auch Megas, können oft nur schwer nachgewiesen werden. und gerade für Megas gibt es auch ein bestimmtes Testverfrahren (ich vermute mal, ein Färbetest, weiß es aber nicht). Die sieht man untr dem Miskroskop nicht, sondern man muss gezielt darauf testen.

    Ich drücke deinem Kleinen die Daumen, dass er nichts schlimmes hat!

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      #3
      Hi Crimson,

      tja, danke für die Einschätzung. Ich komme grad vom vgTA, der, der auch auf der Liste hier steht. Er hat nochmal eine Kotprobe untersucht, schon die 2., und sagt: Er kann überhaupt nichts finden, weiß aber auch, dass man manchmal Megas nicht erkennt. Optisch und vom Tasten her sei alles okay mit dem Kleinen. Es könne auch psychischer Stress sein (Tolstoj hat eben keinen Partner und ist etwas außen vor, obwohl sie zu viert sind). Außerdem scheint er mit seinem Latein am Ende, zwar könne man noch ein Röntgenbild machen und kucken, ob er irgendwie Metall im Magen hat, aber das sei bei den Symptomen und was ich ihm erzählt habe unwahrscheinlich. Jetzt soll ich hoffen, dass es sich von Tag zu Tag bessert. Ist das nicht der Fall, könne ich nochmals in die Praxis kommen und er würde dann das ganze Behandlungsspektrum wiederholen (2 antibiotische Spritzen, Kehlkopfsekret- und Kotuntersuchung). Fakt ist ja auch, dass die anderen 3 überhaupt keine Symptome habe und sie alle seit quasi 4 Wochen auf engstem Raum zusammengelebt haben. Er plustert sich ja auch nicht auf, und auch wenn er mehr schläft, so nimmt er doch an allen Spielereien beim Freiflug teil, nur dass er mehr Pausen haben will. Als der TA ihm eine zerbröselte Pille mit einem Enterhaken in den Rachen gedrückt hat, hat er sogar freiwillig den Schnabel aufgemacht (sowas hatte der TA noch nie gesehen).

      Also mir bleibt nichts anderes, als abzuwarten und von Tag zu Tag zu kucken. Die Praxis hat ja täglich auf, auch am Wochenende. Und sie bekommen zurzeit 50% Kamillentee/50% Wasser zu trinken.

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        #4
        Hallo tolstoi,

        ist der Kot wirklich wie Wasser ohne erkennbare Unterschiede oder ist es einfach dünner Kot mit erkennbaren Farb- und Konsistenzunterschieden?

        Möglicherweise wäre eine Röntgenaufnahme gar nicht so dumm, um Veränderungen an Leber und Niere aufzuzeigen.

        liebe Grüße
        Jule

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          #5
          Zitat von Nune
          Hallo tolstoi,

          ist der Kot wirklich wie Wasser ohne erkennbare Unterschiede oder ist es einfach dünner Kot mit erkennbaren Farb- und Konsistenzunterschieden?

          Möglicherweise wäre eine Röntgenaufnahme gar nicht so dumm, um Veränderungen an Leber und Niere aufzuzeigen.

          liebe Grüße
          Jule
          Hallo Jule,

          es ist eine verformte Kotwurst (also kein runder Kringel wie sonst) mit viel Wasser drumherum, so sieht er auf dem Küchenpapier aus. Manchmal pinkelt er auch nur so, ohne Wurst, ein paarmal war die verformte Wurst auch besonders groß. Der Kot ist eher dunkelbraun, es fehlt der weiße Rand wie bei normalem Kot. Der Doc hat den frischen Kot aber direkt unter das Mikroskop gelegt und gar nichts gefunden. Röntgen dann vielleicht nächste Woche, nur: ich kann nicht das ganze medizinische Spektrum nach Lust und Laune durchgehen lassen, sonst hat der Halter bald kein Geld mehr für sich selbst, ist leider so.

          lg - T.

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            #6
            Zitat von Tolstoi
            Röntgen dann vielleicht nächste Woche, nur: ich kann nicht das ganze medizinische Spektrum nach Lust und Laune durchgehen lassen, sonst hat der Halter bald kein Geld mehr für sich selbst, ist leider so.
            Ich denke auch, dass ein Röntgenbild da weiter helfen könnte. Und die von mir bereits vorgeschlagene bakterielle Untersuchung des Kots von mindestens drei tagen auch. Vielleicht solltest du dir mal eine zweite Meinung von einem anderen vkTA einholen, wenn deiner mit seinem Latein am Ende ist?

            Und was das Geld angeht: Ich kann das verstehen, unter den ständigen gesundheitlichen Probleme meiner Süßen seit Anfang des Jahres hat mein Sparbuch auch stark gelitten... Aber ich denke, die Diagnostik ist der falsche Punkt, um zu sparen. Denn nur durch eine gründliche Diagnostik spart man unnötige Behandlungen, die ebenfalls Geld kosten und dazu Stress für Tier und Halter bedeuten.

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              #7
              Hm, naja, aber die 3 TA-Besuche waren für den Kleinen schon ein großer Stress (je 1 Stunde Höllenlärm in der S-Bahn mit Umsteigen für Hin- und Rückfahrt). Er musste sich auch immer wieder neu in die Gruppe einschleimen, wenn er zurückkam. Im Moment ist es so, dass die Federn um den Po herum langsam sauber werden. Er hat sich auch sofort als erster ins Badehaus gesetzt heute, weil er wohl weiß, wie er untenrum aussah. Der Kot normalisiert sich: er sieht jetzt schon wieder rund aus, nur noch mit etwas mehr Flüssigkeit drumherum. Das einzige ist, dass er noch etwas mehr pennt als die anderen. Aber er ist nicht schlapp, er will nur etwas mehr Ruhe haben. Ich denke, er ist auf dem Weg der Besserung. Ich sitze ja auch den ganzen Tag im gleichen Zimmer, ich bekomme schon mit, wenn es sich verschlimmert. Vielleicht liegt es auch daran:

              Zuerst waren sie zu dritt. Er (australischer Schecke) und ein normaler Blauer und ein Gelbgesicht. Der normale Blaue und das Gelbgesicht waren von Anfang an zusammen. Er war außen vor, deshalb habe ich ja noch einen Vierten geholt. Nur: Der Vierte war sein Bruder, auch ein australischer Schecke aus dem gleichen Nest. Mit dem will er nicht kuscheln. Der Bruder macht sich aber an die beiden anderen ran. Jetzt sind die anderen zu Dritt und er immer noch allein. Ich kann aber beim besten Willen keinen Fünften holen, dazu reicht der Platz nicht. Und den Bruder umtauschen kann ich auch nicht. Da muss er jetzt durch.

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                #8
                Hallo Tolstoi,

                ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
                Ich denke ein guter Tierarzt (vkTa) weiß, was an Untersuchungen durchführbar wäre und auch sinnvoll ist,
                wenn aus den bisherigen keine Ergebnisse resultieren. Schließlich sollte die Ursache für
                die scheinbar doch massiven Beschwerden gefunden werden.

                Dafür wünsche ich dir wirklich einen guten Riecher bzgl. vkTa und einfach alles, alles Liebe.
                Von Herzen wünsch ich dir und deinen Geierchen alles, alles Gute, viel Gesundheit und einfach eine
                lange Phase der Entspannung in der ihr alle wieder regenerieren könnt.
                Vorher eine Erklärung für die Beschwerden, damit auch effektiv geholfen werden kann.

                So halt uns doch einfach weiter auf dem Laufenden, was den Zustand der Geierchen angeht.
                Wir fühlen mit dir !

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                  #9
                  Die seltsame Kotkonsistenz kann auf schwerste Nieren- und Leberprobleme hindeuten. Gerade wenn der Urinanteil (weiße Teil des Kots) quasi gar nicht mehr da ist. Ein Röntgenbild könnte helfen zu schauen was es ist und wie man das evtl behandeln könnte.

                  Antibiotika können übrigens andere Pilzerkrankungen verstärken. Es gibt ja nicht nur Megas, sondern noch Pilzinfektionen der Lunge (den Spaß habe ich zurzeit...) Ich weiß nicht, ob es noch andere Pilzerkrankungen gibt.

                  Ein Kotabstrich nur unterm Mikroskop anzusehen reicht nicht. Er sollte stehts eingeschickt und angezüchtet werden. at der TA das getan?
                  Ist ein anderer TA der Liste in deiner Nähe und könntest du mir oder einem anderen Teammitglied bitte per PN schreiben bei welchen Arzt du jetzt gewesen bist?
                  LG und Alles Gute für den Patienten.
                  Janie

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                    #10
                    Hallo,

                    auch der 2. vgTA konnte am Kot und Kropfabstrich nichts finden. Allerdings sieht der Kot zu dunkel und etwas unverdaut aus. Außerdem wieget T. mit 35 g etwas zu wenig. Er schickt die Proben ins Labor und behält Tolstoi solange im Einzelkäfig zur Beobachtung. Dort wird er täglich gewogen. Und wenn die Laborergebnisse da sind, kann sofort regagiert werden. Schön ist das nicht, zumal das schon wieder eine neue Umgebung für den Kleinen ist. Aber es ging auch darum, dass sich die anderen 3 nichts holen. Möglicherweise sind es Megas oder eine Vergiftung, wobei ich mir nicht vorstellen kann, wo er die herhaben soll. Nun heißt es Abwarten.

                    Lg - T.

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                      #11
                      Hallo Tolstoi,

                      Megas werden oft nicht nachgewiesen obwohl sie vorhanden sind (habe selber Megas im Schwarm gehabt). Dünnflüssiger Kot, unverdaute Anteile im Kot und auch ein
                      geringes Gewicht können schon ein Zeichen dafür sein. Aber auch Megas sind durchaus behandelbar und das Leben der Wellis kann auch mit Megas mehrere Jahre dauern, also Kopf hoch.

                      Alles Gute, viele Grüße
                      Mutzie

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                        #12
                        Hallo lieber Tolstoi,

                        ich gebe Mutzi recht. Es ist durchaus möglich, dass Megas ohne Nachweis trotzdem anwesend sind.
                        Nun ist es doch schonmal ein Anfang, dass der vkTa ihn genau beobachtet und er auch eine
                        verlässliche Gewichtskontrolle erhält.
                        Hoffen wir einfach, dass dein kleiner Tolstoi sich stabilisiert und es auch mit dem Gewicht wieder
                        aufwärts geht. Nun muss man eben noch die Laborergebnisse abwarten.
                        Sicher werden einige Kulturen angelegt, so wird es ein wenig dauern, bis es genauere Ergebnisse gibt.

                        Auf jeden Fall wünsch ich dir von ganzem Herzen alles nur erdenklich
                        Liebe und Gute, rasche Genesung für deinen Tolstoi und stabile Gesundheit, Vitalität und
                        Wiederstandskraft !

                        Halte uns doch weiter auf dem Laufenden, ja ?
                        Wir wollen gerne wissen, wie es deinem kleinen Geier und dir ergeht.
                        So lange drücken wir die Daumen !

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                          #13
                          Hallo,

                          Tolstoi ist ja seit gestern beim vgTA stationär zur Beobachtung. Die 3 bei mir verbliebenen Sittiche sind heute deutlich ruhiger und etwas irritiert. Tolstoi hat beim TA gar nichts gefressen. Jetzt frage ich mich, erkennen sie ihn eigentlich wieder, wenn ich ihn nach 3 oder 5 Tagen vom TA wieder abhole? Wenn nicht, gibt es ja neuen Stress für den kleinen Patienten ...

                          PS: Kann ich mir hier einen anderen Nutzernamen zulegen? Ich habe denselben Namen wie mein Patient, das führt nur zu Verwechslungen

                          lg - T.

                          Kommentar


                            #14
                            Hallo tolstoi,

                            Zitat von Tolstoi
                            Jetzt frage ich mich, erkennen sie ihn eigentlich wieder, wenn ich ihn nach 3 oder 5 Tagen vom TA wieder abhole? Wenn nicht, gibt es ja neuen Stress für den kleinen Patienten ...
                            da gibt es eigentlich keine Probleme, das bekommen die schon hin Zumindest sind mir keine gegenteiligen Fälle bekannt.

                            liebe Grüße
                            Jule

                            PS: was ist denn ein vgTA?

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                              #15
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                              Zitat von Nune
                              ... PS: was ist denn ein vgTA? ...
                              Grrr, nur ein Tippfehler ...

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