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Auswirkungen eines PBFD erkrankten Vogel auf einen Schwarm

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    Auswirkungen eines PBFD erkrankten Vogel auf einen Schwarm

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    Hallo,
    ich kenne mich mit diesen Krankheiten gar nicht aus, deshalb die Frage:
    Ist es richtig, dass wenn ein Vogel egal ob Nymphi oder Welli in einen Schwarm gesetzt wird, dass die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung groß ist und somit auch kein Nachwuchs zugelassen werden sollte, auch wenn man kein Erkrankungsbild sieht? Oder werden erwachsene Vogels nicht davon krank, sondern können "nur" Überträger sein oder sogar nicht mal das? Bei Verkauf einer der Vögel muss man dann doch diesen PBFD- Kontakt erwähnen, oder?

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    #2
    Habe Kontakt zu jemanden, der aus Mitleid so einen armen Nymphi in die Gruppe auch mit Wellis aufgenommen hat. Würde schon gern wissen, wie die Zusammenhänge genauer sind.
    Kann es keiner beantworten? In den Threads oder Themen im Internet war es da für mich nicht genau ersichtlich!

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      #3
      Hallo Elke,

      ich habe keine eigenen Erfahrungen damit und kann nur das wiedergeben, was ich so mit der Zeit gelesen habe.
      Da es sich um eine Viruserkrankung handelt, muss sie eigentlich ziemlich ansteckend sein.
      Sämtliche Körperausscheidungen werden die Viren auch enthalten. Zusätzlich habe ich auch gelesen,
      daß selbst über den Gefiederstaub die Viren übertragen werden können.

      Es ist also anzunehmen, daß wenn man einen Vogel (der Träger ist) zu einem gesunden Schwarm nimmt,
      diese bis dahin gesunden Vögel auch zumindest Träger dieser Viren werden.
      In welchen Zeitrahmen dies geschiet, weiß ich nicht.
      Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, das dies recht schnell geht.

      Mit einem Vogel, der Kontakt zu Trägern dieser Viruserkrankung hatte, würde ich nicht züchten.
      Die Ansteckungsgefahr für die Küken ist noch deutlich höher, da wohl die Kopf-"Flüssigkeit" sehr hoch mit Viren belastet sein wird.

      Grundsätzlich sollte man bei einer Weitergabe eines Vogels, der Kontakt zu PBFD hatte, dies schon dem zukünftigen Halter mitteilen.
      Alleine schon zum Schutz der dort bereis vorhandenen, bzw. der noch später dazukommenden Vögel.
      Dies scheinen zwar nicht alle Halter zu machen, ob nun wissentlich, oder auch aus Unwissenheit,
      jedoch würde ich dies auf jeden Fall mitteilen.
      Ich könnte dies nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, wenn ich bewusst das Risiko eingehen würde,
      das noch mehr Vögel daran erkranken.

      Am besten ihr fragt mal einen vogelkundigen Tierarzt diesbezüglich.
      Der kann euch garantiert genauer eure Fragen beantworten.

      L.G. Tobe

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        #4
        Danke Tobe,
        das gleiche habe ich auch mitgeteilt, wie ich es ebenfalls rauslesen konnte. Interessant wäre nur noch, ob die ausgewachsenen Vögel sichtbar erkranken oder nur Träger sind.
        Sie haben versprochen schnell zum ta mit dem Vogel zu gehen, der soll es bestätigen, der wird ihnen dann genaues sagen.
        Einen sichtbar kranken Vogel in einen Schwarm aufzunehmen, ist schon sehr leichtsinnig!

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          #5
          Hallo Pieps

          In diesem Artikel (-Übertragung) wird erläutert, dass es auch vorkommt das infizierte Altvögel Symptom frei sein können,
          jedoch als Träger den Virus ausscheiden und somit eine Ansteckungsgefahr begünstigen.

          PBFD ist eine durch das Circovirus ausgelöste Gefiederstörung bei Papageienvögeln, also auch Wellensittichen. Die Gefiederstörung verursacht Flugunfähigkeit.


          Zum Thema Tierarzt, trotz Träger kann der Virus nicht immer nachgewiesen werden bei der Probe.
          Daher empfiehlt es sich bei Verdacht die Untersuchung zu wiederholen,
          siehe Artikel - Diagnose.

          Liebe Grüße
          Tine

          Liebe Grüße
          Tine und ihre neun Zwerge

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            #6
            Hallo Elke,

            es gibt wohl auch Fälle, wo es erst sehr spät, manchmal auch Jahre dauert, bis sichtbare Gefiederstörungen auftreten.
            Aber wohl auch Fälle, wo sie nur Virusträger bleiben und sehr selten das manche es wohl auch schaffen,
            den Virus wirklich zu bekämpfen und so später auch nachweißbar keine Virenträger mehr sind.
            Jedoch geschieht dies wohl nur äußerst selten.
            Aber es gibt bei Virenträgern (egal ob erkrankt, oder nur Träger) eine deutlich hohe Sterblichkeitsrate was die Küken angeht.

            L.G. Tobe

            Ps. ich schicke Dir per PN mal ein Infoblatt von unseren vkTÄ, bezüglich dieser Erkrankung.

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              #7
              Halli Liebe Elke!

              Da ich einen PBFD Schwarm habe, bin ich auch für jedes Infomaterial dankbar! Wäre toll, wenn du mir das auch zukommen lassen könntest =)

              Ich kann mich ansonsten meinen Vorrednern nur anschließen. PBFD ist hoch ansteckend. Besonders gefährlich ist es für Jungvögel.
              Ältere Sittiche die sich anstecken, sind meist "nur" Träger.
              Aber können Nymphen PBFD auch bekommen? Okay, google sagt ja, lach. Da war ich nicht sicher.

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                #8
                Hallo,
                ich finde Tobes Seite prima, gut zusammengefasst und informativ. Sie wird dir den Link sicher auch geben!
                Hatte leider nicht so den durchschlagenden Erfolg bei der Familie. Hoffe doch , dass sie wenigsten so verunsichert sind, dass sie den Tierarzt fragen und sie auf den hören- bevor sie Tiere an andere abgeben!
                Vielen Dank an alle für die Beiträge!

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                  #9
                  Hallo,

                  ich habe mir auch einen PBFD Vogel ins Haus geholt. Mein vkTA hat mir das dann folgendermaßen erklärt:
                  PBFD ist eine hoch ansteckende viruelle Gefiedererkrankung die vor allem über Ausscheidungen und Gefiederstaub über die Luft übertragen wird. Bei Kontakt werden alle Vögel damit infiziert. Allerdings ist vor allem bei jungen Vögeln, die noch kein ausgereiftes Immunsystem haben, die Gefahr sehr viel größer, dass die Krankheit auch mit Symptomen ausbricht. Diese sind deformiertes Federkleid und/oder ausfallende Federn, die nicht mehr oder verkümmert nachwachsen. Auch adulte Tiere infizieren sich mit dem Virus, allerdings sind diese oft nur Träger des Virus. Das heißt, sie sind infiziert, können auch andere Tiere infizieren, zeigen aber oft ihr Leben lang niemals Symptome. Deshalb geht mein vkTA auch davon aus, dass die Bestände schon sehr viel mehr mit dem Virus verseucht sind als bekannt, weil eben viele nie Symptome zeigen und deshalb auch die darauf getestet werden.
                  Er hat mich auch sofort darauf aufmerksam gemacht, dass sich auch alle anderen Vögel dieser Gattung mit dem Virus infizieren können, also z.B. auch Nymphensittiche oder Graupapageien oder oder... Des Weiteren hat er mir dringlichst davon abgeraten mit einem infizierten Bestand zu züchten, egal ob die Tiere nur Träger sind oder Symptome zeigen. Denn zum Einen übertragen die Elterntiere den Virus direkt auf ihre Küken, bei denen dann die Gefahr sehr hoch ist, dass die Krankheit ausbricht und zum Anderen führt der Virus auch zu einer deutlich erhöhten Küken-Sterblichkeit.

                  Heilung gibt es bei dieser Krankheit bisher nicht. Das Einzige was man tun kann ist den Vogel mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralien zu versorgen, da ständig Federn nachgebildet werden am Anfang, wenn sie deformiert ausfallen. Des Weiteren sollte das Immunsystem des Tieres gestärkt werden, damit es gegen die Virus im Körper ankämpfen kann und sonst die Tiere auch anfälliger für andere Krankheiten sind, da das Immunsystem anderweitig beschäftigt ist.

                  Ich mache z.B. regelmäßig Propolis und Immunoflash Kuren für das Immunsystem und gebe regelmäßig AviConcept über das Futter für Vitamine und Mineralien - zusätzlich zu ausgewogenem Futter und frischem Gemüse. Bisher funktioniert das so ganz gut. Nur ein Vogel zeigt wirklich Symptome und diese sind, seit er bei mir ist, drastisch zurück gegangen, sodass er sogar wieder fliegen kann. Keiner meiner anderen 7 zeigt bisher Symptome- zum Glück.

                  Hoffe ich konnte dir deine Fragen beantworten
                  LG Merle

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                    #10
                    Vielen Dank ,Merle!

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                      #11
                      Hallo Merle,
                      ich sehe gerde, du bist aus Herrenberg, das ist hier in der Nähe! Habe gerade eine Frage zu dem Thema geschrieben, wenn du magst, lies es mal. Die Infos, die du hier wiedergibst, sind sehr gut, so habe ich es auch gehört. Toll, dass es deinem betroffenen Welli besser geht!
                      Hier der Link zu meiner Frage:

                      Liebe Grüße
                      Lasagna

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                        #12
                        Hallo ihr Lieben!

                        Ich habe mir nun auch einen Vogel mit Polyoma / PBFD-Verdacht ins Haus geholt. Er selbst hat keine Symptome und wirkt kerngesund.
                        Aber er kommt aus einem Schwarm, in dem ein Vogel ein Renner war und niemals Schwungfedern ausgebildet hat. Beim Übergabegespräch dachte ich an Polyoma, was ja nicht weiter gefährlich für Altvögel ist. Dann habe ich mich aber schlau gelesen und mit Schrecken festgestellt, dass es ja auch noch was anderes sein könnte.
                        Daher habe ich meinen Neuzugang beim Eingangscheck auch auf PBFD testen lassen. Dummerweise wusste ich anfangs nicht, wie ansteckend das sein kann und hatte Neuling Cody im gleichen Raum wie die anderen stehen - zwar am anderen Ende aber dennoch... Am Abend, als wir uns schlau gelesen hatten, haben wir direkt separiert, hoffentlich war es nicht zu spät. Ich mache mir jetzt echt Vorwürfe, doch es ist nicht mehr zu ändern.

                        Aber was Merle geschrieben hat, macht mich trotzdem zuversichtlich. Und auch Tobes Infoblatt war sehr hilfreich. (Danke noch mal!) Selbst wenn ich mir mit Cody aus Unwissenheit PBFD ins Haus geschleppt habe, kann mein Schwarm dennoch ohne Beschwerden weiterleben. Meine anderen Vögel sind alle sehr gesund und ich werde nun auch anfangen, Immunkuren zu machen. Züchten will ich eh nicht, von daher hoffe ich das Beste für meinen Altbestand und auch für meinen Neuzugang. Die Testergebnisse stehen ja noch aus.

                        LG
                        Sabine

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                          #13
                          Alles Gute für deinen Schwarm, Sabine!
                          Ich glaube , dass es schwierig ist, immer abschätzen zu können, ob ein "gebrauchter Vogel" irgendwann mal mal in Berührung mit infizierten Vögeln gekommen ist. Wenn ich das aber weiß, muss ich mit dieser Info einfach verantwortlich umgehen und darf es nicht unterschlagen!

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                            #14
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                            Danke! Es wird schon werden! Und ich sag mal so, selbst bei "neuen" Vögeln kann es auch sein, dass da was mitkommt.

                            Ich glaube, der vorherige Halter hatte auch keine Ahnung, dass da eine Krankheit hinter stecken kann. D:
                            Laut Abgeber-Angabe waren auch die Renner alle mal beim vkTA und es wurde nie was festgestellt. Aber ich sag mal so, bei einer normalen Standard-Untersuchung wird kein PBFD-Befund gemacht und selbst wenn ist das ja auch nicht immer nachweisbar.

                            Viel schlimmer fand ich ja die Aussage vom Vorhalter, dass die Züchter, von dem sie den sichtbar kranken Vogel haben, lapidar meinten, es käme ab und zu mal vor, dass ein Jungvogel keine Schwungfedern ausbildete. Damit werden die Kunden beruhigt und wissentlich(?) kranke Vögel abgegeben und verkauft. In diesem Zusammenhang ist es echt schlimm, dass jetzt jeder Hinz und Kunz züchten darf...

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