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Werden Wellis wirklich nicht mehr so alt wie früher? Woran liegt das Eurer Meinung?

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    Werden Wellis wirklich nicht mehr so alt wie früher? Woran liegt das Eurer Meinung?

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    Hallo Liebes Forum,

    vielleicht haben einige von Euch die traurige Geschichte von unserem Cupcake verfolgt, der mit nur 2 Jahren wohl wegen mehrerer Schlaganfälle erst erblindet ist und dann eingeschläfert werden musste.

    Die vkTA in der Tierklinik sagte, die Wellis, die sie zur Behandlung bekommen, würden immer jünger, die seien überzüchtet. Und man liest das ja auch immer wieder mal. Hier im Forum gibt es viele Erfahrene, die seit Jahrzehnten selbst Wellis haben. Ist auch Eure Beobachtung, dass sie immer jünger sterben? Was ist Euer Eindruck woran das liegt? Überzüchtung? Oder gibt es vielleicht andere Infektionskrankheiten als früher oder sind Infektionen viel verbreiteter? Andererseits wird das Wissen über die Haltungsbedingungen, das Futter und die medizinische Versorgung doch immer besser, das sollte ja zu einer höheren Lebenserwartung führen. Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren.

    Liebe Grüße
    Cuppi​

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    #2
    Ohne Biologe zu sein, unterstelle ich, daß der Genpool, aus dem die Züchter schöpfen können, immer ausgelaugter wird. Es kommt einfach kein frisches Blut mehr hinein, woher auch? Dadurch kopieren sich Schwächen im Erbgut und erhöht sich die Anfälligkeit für Erbkrankheiten. Zieht man diese völlig überzogenen Zuchten für Schausittiche in Betracht, wo Vögel einen Körperbau haben, der ihnen zwangsläufig gesundheitliche Probleme verschaffen muß (so groß sind keine Vögel in der Natur, und auf solch eine Masse sind die Organe nicht eingestellt), kommt es nicht überraschend, daß diese Vögel anfällig werden für Krankheiten. Selbiges läßt sich sicher auch über bestimmte Farbschläge sagen, wo ebenfalls bestimmte Wege in der Zucht beschritten werden müssen, um bestimmte Resultate zu erzielen. Ob diese Wege genetisch immer die richtigen sind, sei mal dahingestellt.

    Ferner habe ich den Eindruck, daß oftmals am falschen Ende gespart wird, was Hygiene bei der Zucht und der Haltung angeht, sodaß sich Keime und Parasiten wunderbar einnisten können. Kommen dazu noch diese exorbitanten Tierarztkosten, kann sich irgndwann kein Züchter mehr die tierärztliche Kontrolle leisten, weil die Kosten dafür am Ende nicht auf das Erzeugnis Wellensittich umgelegt werden können - der Vogelhalter zahlt einfach nicht 50 oder 100 Euro für einen Vogel, wenn er mal an Preise zwischen 10 und 30 Euro pro Sittich gewöhnt war.

    Welche Hürden behördlicher Art es zu überwinden gilt und welche Kosten damit verbunden sind, kann ich nicht einschätzen - ich kann mir durchaus vorstellen, daß sich viele Zuchten in einer Art legaler und moralischer Grauzone bewegen: Man versucht, unter dem Radar zu bleiben und nicht den Amtstierarzt auf den Plan zu rufen, damit nicht immense Kosten auf einen zukommen. Kommen die auf einen zu, spart man halt am anderen Ende, welches oftmals das falsche sein dürfte.

    Die maßlose Gier der Veterinäre bringt kurz- bis mittelfristig viel Geld in die Kassen; langfristig wird es dazu führen, daß sich immer weniger Menschen ein Haustier werden leisten können und wollen, weil die Folgekosten unüberschaubar geworden sind. Das werden dann auch die Tierärzte zu spüren bekommen, aber momentan geht es zu Lasten von Tier und Halter, egal, ob Hunde, Katze, Maus, Elefant oder Wellensittich.

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      #3
      Ich sehe das ganze ähnlich. Egal wie gut dein Futter oder auch die medizinische Versorgung ist. Schuld daran ist meiner Meinung nach, eine fehlende Zuchtgehnemigung, diese gibt es seid 2012/2013 nicht mehr. Damals war der Grund die Vogelgrippe. Heute züchtet jeder wie er möchte, unter dem Radar... Die Folgen kennen wir alle:
      Die meisten Wellis sterben an Tumoren, Gefiedererkrankungen oder Atemwegserkrankungen. Ähnliches gilt für Vieren und Bakterien wie Megabakterien... Unerkannt können viele dieser Beispiele zum Tode führen. Wellis sind kleine Schauspieler. Sie zeigen sich nicht gerne schwach, weil sie Angst haben verstoßen zu werden. Das ist ihnen so mitgegeben worden. Liegt daran das die wilden Wellis auf geschwächte Tiere keine Rücksicht nehmen können. Auch wenn sie hier diese Fähigkeit nicht brauchen, macht es das zusätzlich schwierig. Man muss die Tiere sehr gut erkennen und wenn sich charakterlich etwas ändert, sofort zum Tierarzt.
      Andere Farben und Formen sind für den Menschen schön anzusehen, aber für Tiere ist es eine Qual. Zu schwere Tiere die sich kaum oder gar nicht bewegen können. Tiere die wegen ihrer Hauben kam etwas sehen können oder wieder andere die ne Lebenserwartung von 2 Jahren oder so haben.

      Ich würde sagen, laut meiner Einschätzung ja, es hat sich etwas geändert... Ob ich das gut finde, naja... Geht so...

      Liebe Grüße von Sharlie Choko und ihren 9 Chaoten:

      Phia, Barry, Pippa, Polly, Charly, Odin, Maddy, Malou, Romeo und Buddy


      Immer unvergessen und im ❤️: Merlin, Kaja, Neo, Finna, Fine, Leni, Toni, Pepe, Snow, Helene, Heiko und Franky

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        #4
        Persönlich hab ich keinerlei Ahnung, aber mir kommt es eher aus einer Mischung aus

        -Die Vogelmedizin ist noch nicht so weit
        - einfach nur Pech
        Vor.

        Guckt man sich mal so die gängigen Erkrankungen bei Wellensittichen an, dann sind das doch übelst oft Macrorhabdiose, diese beiden Gefiedererkrankungen (weiß jetzt nicht, wie die sich nennen), Mykoplasmen, Leber-und Nierenerkrankungen, Tumore, neben ständigen bakteriellen Infekten.

        Ausgenommen der bakteriellen Infekten ist keines der anderen Erkrankung wirklich zu 100% heilbar, nur behandelbar und zwar auch nur solange, bis auch trotz der richtigen Medikamenten, die auch nichts mehr bewirken können irgendwann, wenn die wirkkraft nachlässt.

        Die Schuld sehe ich hier auch an der abgeschafft Zuchtgenehmigung und dass jetzt jeder züchten kann, wie er oder sie mag, obwohl der- oder diejenige nichtmal ahnung hat.
        Die andere Schuld sehe ich persönlich aber noch mehr in uns Haltern.
        Wie sind es, die die Grünen nicht mehr reichten, sondern wir unbedingt auch einen gelben und einen blauen haben wollten, als diese Farben auftauchten.
        Weiß, violett, Schwarzgesichter, Standard, Halbstandard... nur, weil wir Halter diese Farben wollten, kauften, wurde immer weiter gezüchtet mit lila, ohne Wellenmuster, nur am Flügel Muster... pipapo.
        Die Nachfrage bestimmt auch beim Wellensittich das Angebot, daran glaube ich schon sehr.

        Man sehe sich doch nur mal die Vorstellungsecke an und nein, damit greife ich niemanden an.
        Aber, der großteil dieser Wellis stammen vom Züchter und leider oft auch immer noch aus irgendeiner Zoohandlung, obwohl man doch wissen müsste, wie schlecht es die Zuchttiere haben, deren Nachkommen dann im Laden landen.
        Aber das wird ausgeblendet, denn der Vogel saß doch gerade allein, zeigte Interesse an einem oder ist doch so niedlich.

        Meiner Ansicht bräuchte es gar kein neues Blut.
        Es müsste nur mal, zumindest eine Zeitlang, knallhart darauf geachtet werden, dass gesunde Wellensittiche nur mit gesunden Wellensittichen gehalten werden.
        dass Wellensittiche mit Mykoplasemen, nur mit solchen gehalten werden, genauso bei den anderen Erkrankungen vom Gefieder und der Macrorhabdiose.
        Es würde dauern, aber so würden die Bestände nach und nach wieder gesünder werden, weil einfach nicht mehr wild mit krank und gesund zusammen geschmissen wird und gesunde dadurch auch krank werden.

        An sich ist es als Privathalter eher nicht von Bedeutung, denn nach dem Tod, bleibt es nunmal tot.
        Nur, Züchter lassen doch auch nicht testen und hier wäre es eigentlich auch wieder an der Hand von uns Haltern...
        Hat der Züchter denn auf die Gefiederkrankheiten, auf Mykoplasmen, auf Macrorhabdiose testen lassen und zwar alle seine Zuchttiere?
        wird ein Halter danach fragen, und lehnt solche Nachzuchten ab, wenn der Züchter keine Nachweise auf Papier offen legen kann, wird sich auch die Zucht, trotz fehlender Zuchtgenehmigung ändern, denn wenn da alle Züchter, wegen der fehlenden Tests, mal auf ihre Tiere sitzen bleiben, würde rasch ein umdenken stattfinden.

        Daher:
        Es hängt von uns ab, allein von uns. So sehe ich das.

        Wenn schon vom Züchter, dann nur mit negative Tests der Elterntiere schwarz auf weiß, getestet mittels DNA-Analysen.
        dass solche Nachzuchten dann voll teuer werden würden ist klar, träge aber endlich mal dazu bei, dass unsere Bestände in Mini Schritten wieder genesen.


        Liebe Grüße
        ​Grüße.Krummschnabel

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          #5
          Mein Vogel, der älteste von allen, die ich hatte, war von einem anerkannten Züchter. Alle anderen sind viel zu früh gestorben und wurden gerade mal 8Jahre alt. Sie kamen aus Zoohandlungen und ja leider auch kleinanzeigen. Mal GLS, mal Tumor. Ich denke auch an Überzüchtung oder falsche Haltung in der Babyphase.

          Kommentar


            #6
            Ich finde, 8 Jahre sind für so einen kleinen Organismus ein stolzes Alter.

            Man darf nicht vergessen, dass die wilden Wellis in ihrer Heimat aufgrund des Klimas, der Fressfeinde und Krankheiten kaum eine Chance haben, so alt zu werden.

            Herzliche Grüße die Fanny & Co. mit Felo Susanne

            Kommentar


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              #7
              Zitat von Fanny Beitrag anzeigen
              Ich finde, 8 Jahre sind für so einen kleinen Organismus ein stolzes Alter.

              Man darf nicht vergessen, dass die wilden Wellis in ihrer Heimat aufgrund des Klimas, der Fressfeinde und Krankheiten kaum eine Chance haben, so alt zu werden.
              Ja, gut. Mittlerweile ist das leider so, aber der vom Züchter ist inzwischen 15 😍. Es geht also auch anders.

              Kommentar


                #8
                Zitat von Gast Beitrag anzeigen
                Persönlich hab ich keinerlei Ahnung, aber mir kommt es eher aus einer Mischung aus

                -Die Vogelmedizin ist noch nicht so weit
                - einfach nur Pech
                Vor.

                Guckt man sich mal so die gängigen Erkrankungen bei Wellensittichen an, dann sind das doch übelst oft Macrorhabdiose, diese beiden Gefiedererkrankungen (weiß jetzt nicht, wie die sich nennen), Mykoplasmen, Leber-und Nierenerkrankungen, Tumore, neben ständigen bakteriellen Infekten.

                Ausgenommen der bakteriellen Infekten ist keines der anderen Erkrankung wirklich zu 100% heilbar, nur behandelbar und zwar auch nur solange, bis auch trotz der richtigen Medikamenten, die auch nichts mehr bewirken können irgendwann, wenn die wirkkraft nachlässt.

                Die Schuld sehe ich hier auch an der abgeschafft Zuchtgenehmigung und dass jetzt jeder züchten kann, wie er oder sie mag, obwohl der- oder diejenige nichtmal ahnung hat.
                Die andere Schuld sehe ich persönlich aber noch mehr in uns Haltern.
                Wie sind es, die die Grünen nicht mehr reichten, sondern wir unbedingt auch einen gelben und einen blauen haben wollten, als diese Farben auftauchten.
                Weiß, violett, Schwarzgesichter, Standard, Halbstandard... nur, weil wir Halter diese Farben wollten, kauften, wurde immer weiter gezüchtet mit lila, ohne Wellenmuster, nur am Flügel Muster... pipapo.
                Die Nachfrage bestimmt auch beim Wellensittich das Angebot, daran glaube ich schon sehr.

                Man sehe sich doch nur mal die Vorstellungsecke an und nein, damit greife ich niemanden an.
                Aber, der großteil dieser Wellis stammen vom Züchter und leider oft auch immer noch aus irgendeiner Zoohandlung, obwohl man doch wissen müsste, wie schlecht es die Zuchttiere haben, deren Nachkommen dann im Laden landen.
                Aber das wird ausgeblendet, denn der Vogel saß doch gerade allein, zeigte Interesse an einem oder ist doch so niedlich.

                Meiner Ansicht bräuchte es gar kein neues Blut.
                Es müsste nur mal, zumindest eine Zeitlang, knallhart darauf geachtet werden, dass gesunde Wellensittiche nur mit gesunden Wellensittichen gehalten werden.
                dass Wellensittiche mit Mykoplasemen, nur mit solchen gehalten werden, genauso bei den anderen Erkrankungen vom Gefieder und der Macrorhabdiose.
                Es würde dauern, aber so würden die Bestände nach und nach wieder gesünder werden, weil einfach nicht mehr wild mit krank und gesund zusammen geschmissen wird und gesunde dadurch auch krank werden.

                An sich ist es als Privathalter eher nicht von Bedeutung, denn nach dem Tod, bleibt es nunmal tot.
                Nur, Züchter lassen doch auch nicht testen und hier wäre es eigentlich auch wieder an der Hand von uns Haltern...
                Hat der Züchter denn auf die Gefiederkrankheiten, auf Mykoplasmen, auf Macrorhabdiose testen lassen und zwar alle seine Zuchttiere?
                wird ein Halter danach fragen, und lehnt solche Nachzuchten ab, wenn der Züchter keine Nachweise auf Papier offen legen kann, wird sich auch die Zucht, trotz fehlender Zuchtgenehmigung ändern, denn wenn da alle Züchter, wegen der fehlenden Tests, mal auf ihre Tiere sitzen bleiben, würde rasch ein umdenken stattfinden.

                Daher:
                Es hängt von uns ab, allein von uns. So sehe ich das.

                Wenn schon vom Züchter, dann nur mit negative Tests der Elterntiere schwarz auf weiß, getestet mittels DNA-Analysen.
                dass solche Nachzuchten dann voll teuer werden würden ist klar, träge aber endlich mal dazu bei, dass unsere Bestände in Mini Schritten wieder genesen.


                Liebe Grüße
                ​Grüße.Krummschnabel

                Da ist viel Richtiges im Beitrag, aber nicht alles würde ich sagen. Von Grund auf muss man sich darüber im Klaren sein, dass es die zigste Generation in Menschenhand ist. Da steckt wahrscheinlich in allen Tieren so viel Inzucht drin, dass du die gar nicht mehr rauszüchten kannst. Und ja, der Wunsch des Menschen nach Besonderheiten ist natürlich ein wesentlicher Faktor - größer, bunter, vermeintlich schöner - all das bringt Veränderungen zur Nominatform mit sich, die auch einen Einfluss haben. Aber...

                Ich glaube, von Grund auf muss man sich erst klar machen, was eine Lebenserwartung ist. Da wird auch bei anderen Tierarten viel Mist geschrieben in der Literatur. Das wird ganz oft verwechselt mit dem Höchstalter, das ein Tier erreichen kann oder mal erreicht hat. In Menschenhand werden die Tiere normalerweise älter, weil sie nicht dem Überlebenskampf in der Natur ausgesetzt sind, und weil es die Möglichkeit der medizinischen Betreuung gibt. Von Grund auf ist ein Wellensittich aber nicht gebaut, um 10 Jahre und älter zu werden.

                Du schreibst es richtig, dass wir alle die Situation verursacht haben ohne es zu wissen. Als ich die Haltung wieder aufgenommen habe, bin ich in eine Tierhandlung und hab ausgesucht wie es die meisten machen: ich hab einen Hahn und eine Henne genommen, die mir am Besten gefielen, Grau und Blau. Der Händler hat die aus seinem Buch ausgetragen, daher habe ich die Namen der Züchter gesehen. Denn natürlich bezieht auch ein Händler die Tiere vom Züchter. Und wenn wir ehrlich sind: fast alle Züchter und Händler verkaufen dir auch ein Geschwisterpaar, die sind froh wenn sie die Tiere loswerden - und zwar auch schon in Zeiten, wo es die Ringpflicht noch gab. Im Lauf der Zeit hab ich Tiere aus anderen Haltungen aufgenommen - gelbe, weiße, hellblaue, alles dabei. Bis ich mich irgendwann mit dem Thema Artenschutz und Wildtiere beschäftigt habe. Jetzt sind Wellensittiche natürlich keine Tiere, wo man künstlichen Artenschutz für betreiben müsste, aber ich habe mich schon gefragt, wo eigentlich der Sinn drin steckt, dass man Tiere künstlich abnorm züchtet - und das gilt nicht nur für Wellensittiche. Einen vernünftigen Grund hab ich bis heute nicht gefunden - bei mir gibt es nur noch wildfarbene Tiere.

                2022 habe ich ein Weibchen gekauft, das genetisch sehr gut ist und einer Importlinie abstammt (das Land Australien macht gelegentlich Ausnahmen vom Exportverbot und schenkt Tiere an ausgewählte Zoos). Die Tiere sind eine Ecke kleiner und wendiger. Mir wurde gesagt, dass die maximal dreimal züchten, dann sind die durch, Lebenserwartung um die 5 Jahre. Leider ist die nur drei geworden und hat gar nicht gezüchet. Das älteste Tier aus meiner Haltung ist 12 Jahre alt geworden. Das war eine absolute Zuchtform, das Tier war bis ins hohe Alter gesund und lag eines Morgens friedlich tot auf dem Boden der Voliere - das kann mit Glück passieren, aber das ist die Ausnahme und nicht der Normalfall. Das Durchschnittsalter der bei mir gestorbenen Wellensittiche liegt bei 5,5 Jahren.

                Und auch was Züchter angeht... aktuell halte ich nur noch 1,1 Wellensittiche, vergesellschaftet mit 1,1 Katharinasittichen, alles wildfarbene Tiere. Bei Katharinasittichen ist die Situation so pervers, dass die wildfarbenen Tiere am günstigsten zu kaufen sind. Abnormes verkauft sich eben besser... Der Wellensittich-Hahn soll angeblich auch einer Importlinie abstammen. Der stammt von einem Züchter, der viele Vogelarten in seinem Garten hatte. Auf Nachfrage konnte er aber keine Papiere vorlegen; das Tier ist nicht kleiner als das Weibchen und ich könnte nicht sagen, dass der besonders agil wäre, von daher glaube ich nicht, dass der wirklich noch nennenswerte Importgene in sich hat, aber das zeigt auch, dass einem viel erzählt wird wenn jemand Tiere loswerden will...


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                  #9
                  Striker Ich finde deinen Beitrag sehr interessant und kann auch nicht viel darüber hinaus sagen.

                  Auch mir kommt es so vor, dass ein 8-jähriger Welli, der noch gesund ist und gut fliegt, der absolute Winner ist.

                  Die sind so klein und fragil gebaut (jedenfalls die, die mMn Chancen haben, ein gutes Alter zu erreichen),

                  dass ich 8 Jahre wirklich ein tolles Alter für so ein kleines Tier finde.

                  Mein derzeit ältester Welli ist 9 geworden, sehr klein und leicht wie die Wilden in Australien und immernoch mein bester Flieger.

                  Aber geistig wirkt er seit längerer Zeit "tüddelig". Er macht oft stereotype Bewegungen mit Kopf und Schnabel,

                  die keinen Sinn ergeben, und interagiert viel weniger als früher mit seinen 7 Kumpels (3w, 4m).

                  Wie kommst du auf den Gedanken, sie seien nicht dafür gemacht, Ü-10 zu werden?

                  Rein aus deiner Beobachtung mit deiner Import-stämmigen Henne?

                  Und warum hältst du nur noch Wildfarbene? Um den Markt zu beeinflussen? Ich finde deinen Entschluss sehr gut,

                  deshalb interessiert es mich.

                  Ich habe lange davon geträumt, nur noch wildfarbene Grüne zu halten und mich anstrengen zu müssen, um sie auseinanderhalten zu können.

                  Das fand ich viel erstrebenswerter und für mich interessanter als Rainbows oder noch neuere und unnatürlichere Züchtungen haben zu wollen.

                  Dann habe ich allerdings gemerkt, dass ich auf die normal blauen, v.a. in Dunkelblau, nicht verzichten möchte.

                  Mittlerweile ist es schon schwierig geworden, normalfarbene Grüne überhaupt bei Züchtern zu finden und kaufen zu können.

                  Deshalb denke ich, irgendwann wird das ganze kippen und die Grünen werden wieder begehrenswert sein,

                  weil man die nämlich nur noch in Australien findet und sie hier "erfolgreich" weggezüchtet hat.




                  Herzliche Grüße die Fanny & Co. mit Felo Susanne

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                    #10
                    @Fanny: ich hab mal "Wellensittich Lebenserwartung" eingegeben. Die Anworten reichen von 4 bis 25 in der WIldnis und beim Heimtier von 7-15. Ein wildes Durcheinander und die wenigen, die ein zweistelliges Alter für die Wildnis angeben, sind Tierschutzorganisationen, die gerne behaupten, dass Tiere in der Natur älter werden. Ein Indikator für eine geringe Lebenserwartung ist immer wenn ein Tier oft und viel Nachwuchs bekommt. Dazu kommen Wellensittiche in trockenen Regionen vor mit vielen Tieren, bei denen sie auf der Speiseliste stehen. Für Heimtiere gibt eine seriöse Quelle wie das Journal of Avian Medicine and Surgery 5,2 Jahre als Durchschnittsalter an. Der bestätigte Weltrekord (Heimhaltung) liegt bei 29 Jahren und 2 Monaten - das Tier ist 1948 geboren worden und dürfte noch nicht so viele Inzuchtgenerationen hinter sich gehabt haben.

                    Ich finde, dass man Tiere in menschlicher Obhut so natürlich wie möglich halten muss. Für mich ergibt das gar keinen Sinn, dass man Tieren ihre Natürlichkeit wegzüchtet. Ein Tier ist ja kein Kunstgegenstand, den ich nach Lust und Laune anmalen kann. Wellensittiche gibt es in der Natur reichlich und auch mit steigender Tendenz, aber einen Arterhalt kann man nur machen mit natürlichen Tieren - mit Kunstprodukten kann ich zum Arterhalt nicht beitragen, dann hält man die Tiere praktisch nur zum persönlichen Vergnügen. Die Einstellung hat sich bei mir im Lauf der Zeit so entwickelt, einfach weil ich mich viel mit dem Thema Artenschutz beschäftigt habe.

                    Und ja, ich kann deine Erfahrung bestätigen. Als ich das Weibchen dazu geholt habe, musste ich nach einem normalgrünen Wellensittich schon recht lange suchen.

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                      #11
                      Ein Indikator für eine geringe Lebenserwartung ist immer wenn ein Tier oft und viel Nachwuchs bekommt.
                      Das macht Sinn.

                      Ich finde, dass man Tiere in menschlicher Obhut so natürlich wie möglich halten muss. Für mich ergibt das gar keinen Sinn, dass man Tieren ihre Natürlichkeit wegzüchtet. Ein Tier ist ja kein Kunstgegenstand, den ich nach Lust und Laune anmalen kann. Wellensittiche gibt es in der Natur reichlich und auch mit steigender Tendenz, aber einen Arterhalt kann man nur machen mit natürlichen Tieren - mit Kunstprodukten kann ich zum Arterhalt nicht beitragen, dann hält man die Tiere praktisch nur zum persönlichen Vergnügen.
                      Und den Punkt finde ich auch wichtig nochmal zu unterstreichen.

                      Bei mir ist es so: Ich beobachte die ganzen Neuzüchtungen seit einigen Jahrzehnten und fand früher manche Farbzüchtungen auch wunderschön

                      bzw. bis heute gefallen mir alte Züchtungen wie grün-gelbe oder blau-weiße australische Schecken z.B.

                      Was mir schon immer missfallen hat, war, dass die Wellis durch gezielte Zucht immer riesiger werden mussten inklusive mit reingezüchteter Fettleber

                      und schlechter Flugfähigkeit. Was irgendwie keinen zu stören scheint.

                      Und 2. habe ich inzwischen eine große Aversion gegen alle neueren (damit meine ich bestimmt die letzten 20 Jahre) Farbzüchtungen entwickelt.

                      Ich hab zwar selbst Spangles, finde aber das natürliche Wellenmuster viel schöner

                      und finde dieses überhaupt am Allerschönsten, weshalb ich Wellis, die kein Wellenmuster mehr haben, immer unattraktiver finde (liebenswert natürlich trotzdem)

                      als Wellensittiche, die ihren Namen verdienen, weil sie so aussehen: Sie haben Wellen !

                      Es erschließt sich mir überhaupt nicht mehr, wieso man die Wellen eines Wellensittichs wegzüchten muss

                      Wenn ich Einfluss nehmen könnte, würde ich für die seriöse Zucht natürlicher kleiner hellgrüner Budgies hier in D, die aussehen wie echte Wellensittiche,

                      sogar auf meine heißgeliebten Blauen verzichten.

                      Sorry für den langen Text, aber es musste mal wieder raus.


                      Herzliche Grüße die Fanny & Co. mit Felo Susanne

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                        #12
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                        Ich habe mir vor einiger Zeit im Antiquariat ein altes Wellensittichbuch aus den 1970er Jahren gekauft, darin wir die Lebenseraltung mit durchschnittlich 15 Jahren angegeben, einzelne Exemplare sollen sogar 25 (!) Jahren erreichen. Mein Ältester wurde lediglich 10 Jahre. Ob die 25 Jahre etwas mit der Realität zu tun haben, weiß ich nicht, aber ich glaube schon, dass Wellis früher deutlich länger gelebt haben.

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