ich würde mich über ehrliche Erfahrungen und Einschätzungen freuen.
Unser (vermutlich männlicher) Wellensittich, mindestens (!) 5 Jahre alt, hat seit Kurzem eine größere, blutige und harte Wucherung im Bereich der Bürzeldrüse, siehe Foto. Leider viel zu spät entdeckt, da der Flügel drüber lag und man das in der Voliere nicht sehr gut mitkriegt. Tierarzt A vermutet einen Drüsentumor und hat gesagt sie würde die OP machen, aber ungern (da kein vkTA). Tierarzt B aus Tierklinik (leider auch kein vkTA) antwortet nach Ferndiagnose (weit entfernt) via Fotos:
"Prognose vorsichtig, würde nur operieren wenn Sie es unbedingt möchten, ansonsten eher abraten. Wenn allerdings dort Infektionsherd und Allgemeinverschlechterung - eher Erlösung."
Anmerkungen:
- Wir haben eine Art Auffangstation für Wellis die keiner mehr will, daher fehlt uns ein konkretes Alter / Vorgeschichte etc. Zudem sind sie aufgrund dieses Umstands und der Haltung in der Außenvoliere als Schwarm sehr scheu und leiden somit stark wenn man sie einfangen muss / Stress aussetzen muss.)
- Wir wohnen leider wirklich SO weit weg vom nächsten vkTA, wie nur irgendwie möglich. Das ist eine beschwerliche Tagesreise, die wir unseren Wellis nur antun, wenn sie wirklich SINN machen kann.
Der Vogel frisst noch, sitzt auf der Stange, ist aber ruhiger geworden und zeigt deutliches Schwanzwippen. Aktuell habe ich ihn in einem separaten Käfig in der Außenvoliere, mit Sichtkontakt zu den anderen. Ansonsten wirkt er relativ aufgeweckt und reagiert auch auf Ansprache.
Mir ist bewusst, dass die Situation sehr ernst ist – ich möchte aber verstehen, wie andere Halter diese Phase erlebt haben:
– Hat jemand positive Erfahrungen mit einer OP gemacht bei ähnlichen Voraussetzungen?
– Hat jemand von euch versucht, so einen Tumor palliativ zu begleiten?
– Wie war der Verlauf (Dauer, Verhalten, Lebensqualität)?
– Gibt es aus eurer Erfahrung einen Moment, wo ihr sagen würdet: Jetzt lieber erlösen?
Mir geht es nicht um krampfhafte Hoffnung auf Heilung, sondern darum, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, an dem Leiden beginnt. Und zu entscheiden, ob eine OP auf die zwei TAs "nicht scharf sind" trotzdem Sinn machen könnte, also ob Chancen überhaupt existieren oder man es lieber lassen sollte.
Danke für eure ehrlichen Antworten – mir ist wichtig, dass mein Welli nicht unnötig leiden muss.


die Fanny & Co. mit Felo Susanne

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