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Welli fliegt unkoordiniert und ist lethargisch

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    Welli fliegt unkoordiniert und ist lethargisch

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    Liebes Forum,

    unser Welli Cupcake (2 Jahre), macht uns Sorgen. Wir haben 4 Wellis (2 Hähne, 2 Hennen, im ähnlichen Alter) im Käfig mit täglich 6-10 Stunden Freiflug. Cupcake wird seit ca. 2 Monaten immer lethargischer. Ausserdem fliegt er unkoordiniert. Von der Kraft her scheint er mit dem Fliegen keine Probleme zu haben. Er schafft es vom Zimmerboden zu einem Ast an der Decke. Aber mit der Richtung und dem Landen klappt es leider gar nicht mehr, so dass er gegen Dinge oder sogar die Wand fliegt. Die meiste Zeit sitzt er nur noch stumm herum. Der andere Hahn und manchmal auch eine der Hennen haben begonnen ihn zu Mobben und scheuchen Ihn manchmal minutenlang weg, egal wo er sich hinsetzt. Vor 3 Wochen hatte er mal ein wenig Durchfall. Der vkTa hat ihn durch Abtasten, Anschauen, Anhören (Atmung) untersucht und eine Kropfentzündung diagnostiziert. Ansonsten hat er nichts festgestellt. Der vkTa hat auf verdacht ein Antibiotikum und ein Antimykotikum verordnet, meinte aber dass das auch durch den Stress in der Gruppe kommen kann. Die Medis hat Cupcake 10 Tage mit dem Wasser bekommen und saß dazu in einem separaten Käfig. Dort hat er über lange Zeit nur auf einem Platz gesessen. Im Käfig fliegt er gar nicht mehr sondern klettert nur noch. Als wir ihn wieder zu den anderen gelassen haben wurde weiter gemobbt und wenn er aufgeflogen ist ist er weiterhin sehr unkoordiniert gelandet und mit Dingen kollidiert. In der "Einzelhaft" hat er genug gegessen und getrunken, ob er das in der Gruppe auch macht kann ich nicht sagen. Sollen wir ihn weiterhin in den separaten Käfig setzen? Dort langweilt er sich, aber in der Gruppe ist es für ihn im Moment auch nicht gut. Man hat das Gefühl er ist zu "wackelig" um mit den anderen mitzuhalten. Ein weiteres Problem ist sein unsicherer Flug. Man hat wirklich das Gefühl er sei schlagartig gealtert. Wir haben Sorge, dass er sich beim Fliegen im Zimmer verletzt. Aber wenn er mit den anderen im normalen Käfig wäre, müssten wir ihn ja auch mit den anderen rauslassen. Habt Ihr eine Idee? Was würdet Ihr machen?

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    #2
    Das klingt in der Tat nicht gut und dass er von den anderen gemobbt wird, spricht dafür, dass er krank ist. Ich würde dringend empfehlen, nochmal mit ihm zum Tierarzt zu gehen. Vom Verhalten her würde ich eher ein organisches Problem vermuten, z.B. können Leberprobleme neurologische Probleme verursachen, wenn Giftstoffe nicht mehr ausreichend abgebaut werden können. Dann kann es zu Problemen mit der Koordination kommen. Hier würde man am ehesten ein Röntgenbild machen, ggf. auch noch mit Blutabnahme.

    Ansonsten kam mir der Gedanke: Habt ihr den Eindruck, er sieht noch genauso gut wie vorher? Denn Probleme mit den Augen können die Koordination natürlich auch behindern. Dagegen spricht allerdings, dass der Schwarm ihn meiner Meinung nach nicht so mobben würde, wenn es "nur" die Augen wären. Und dann würde er während auch noch singen und nicht so lethargisch sein.

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      #3
      An die Augen haben wir auch gedacht. Das würde zumindest teilweise zum Verhalten passen. Bevor er abfliegt streckt er den Kopf nach vorn und geht unsicher mit dem Körper hin und her. Es macht fast den Eindruck als könnte er nicht genau erkennen wo er hinsoll. Aber zumindest grob weiß er schon wo es lang geht und wo zum Beispiel die Einflugklappe ist. Aber er landet dann nicht mehr auf der Klappe oder einem Ast sondern fliegt durch bis hinten ans Gitter, wo er eher irgendwie gegenfliegt als landet. Auch reagiert er schreckhaft, wenn etwas neben ihm passiert. Wenn ein anderer Welli ihm nahekommt, geht er ganz schnell in eine "Verteidigungshaltung", auch wenn der andere ihn eigentlich noch gar nicht bedrängt.

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        #4
        Aber die Augen sehen zumindest von aussen betrachtet normal und glänzend aus.

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          #5
          Wir haben ihn jetzt erstmal wieder in den Einzelkäfig gesetzt, bevor er sich noch verletzt.

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            #6
            Schlaganfall vielleicht? Mit einseitiger Erblindung als Folge?

            Habt Ihr mal nachts (oder tagsüber) Panikattacken dieses Vogels erlebt, der dann völlig geschockt auf der Stange saß und dem man vor den Augen (ein- oder beidseitig) mt den Fingern wackeln konnte, ohne daß er geflüchtet wäre (scheuer Vogel) oder reagiert hätte (zahmer Vogel)?

            Erinnert mich an meinen alten Fussel und meinen alten Bert, die beide an einem Schlaganfall starben, Bertchen mit einseitiger Erblindung - er flog noch eine Weile und war Molly ein guter Freund, bis ihn eines Nachts ein zweiter Schlaganfall aus dem Leben haute.

            Was mir einfällt: Leuchtet doch mal mit einer kleinen Lampe in die Augen und schaut, ob sich die Pupillen zusammenziehen. Wenn nicht, dann ist etwas mit den Augen nicht in Ordnung.

            Zuletzt geändert von fusselmolly; 28.09.2025, 18:39.

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              #7
              Nur zur Information: Auch wenn sich die Augen bei Lichteinfall zusammenziehen, kann Blindheit vorliegen. Ob der Pupillenreflex beeinträchtigt wird, hängt von der Ursache/der Grunderkrankung ab.

              Es gibt hier im Forum eine Person, die erst kürzlich alles für einen völlig erblindeten Vogel eingerichtet hat, allerdings erinnere ich mich leider nicht, wer das war. Allerdings sollte dieser Befund zuerst tierärztlich gesichert werden bzw. geschaut werden, ob es andere Ursachen für das Verhalten gibt.

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                #8
                Danke für Eure weiteren Hinweise. Cupcake reagiert auf jeden Fall wenn man näher kommt, aber ob von beiden Seiten gleich, da muss ich morgen mal genau drauf achten. Wenn man ihm früher die Hand mit Kolbenhirse hingestreckt hat, ist er einem schon entgegen gesprungen. Jetzt möchte er gar nicht mehr auf die Hand. Aber er hat auch keine Angst vor der Hand, man kann ihn nach wie vor ein wenig mit dem Finger streicheln. Panikattacken habe ich eigentlich nicht bei ihm beobachtet. Nachts ist er ganz ruhig. Aber er ist eben viel schreckhafter geworden - Cookie schüttelt sich neben ihm und er fliegt manchmal erschrocken los. Früher wäre ihm das egal gewesen. Oder er fühlt sich gleich angegriffen un protestiert wenn sich einfach mal einer neben ihn setzt. Aber im Gegensatz zu früher lässt er sich z.B. jetzt total leicht mit dem Kescher einfangen (ich nehme wenn es mal sein muss eine Kescher mit schwarzem Tuch, weil ich die Wellis nicht mit der Hand greifen möchte). Man kann den Kescher jetzt sozusagen über ihn drüber legen. Selbst dann fliegt er nicht los und in den Kescher, sondern man muss ihn mit der Hand "abpflücken".

                Ich werde ihn auf jeden Fall jetzt erstmal wieder zum Tierarzt bringen. Mit Euren Tips fällt es mir auch leichter nochmal auf besondere Verhaltensweisen zu achten und dem TA entsprechende Hinweise zu geben.

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                  #9
                  fusselmolly, wie kann man einen Schlaganfall eigentlich diagnostizieren?

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                    #10
                    Zitat von Cuppi Beitrag anzeigen
                    fusselmolly, wie kann man einen Schlaganfall eigentlich diagnostizieren?
                    Bei Fussel und Bert waren es ganz plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen von Flügel(n) und Beinchen, unkoordinierte Bewegungen, völlige Orientierungslosigkeit und Verwirrung des Vogels, der sich in der vertrauten Umgebung nicht mehr zurechtfand, teilweise Erblindung (Bertchen war völlig scheu, aber ich konnte mit meinem Finger bis vor sein Köpfchen kommen, ohne daß er es bemerkt hätte und geflüchtet wäre) mit schiefgehaltenem Kopf und Bewegungen, als ob er versuchte, sein Sehvermögen wiederzufinden.

                    Bei Fussel endete das mitten in der Nacht mit einem Sturz von der Stange und panischem Rumflattern, da eine Seite seines Körpers nicht mehr ansprach; er starb dann ein paar Stunden später friedlich auf dem Kopfkissen neben mir (er war deutlich über zehn Jahre alt und hatte auch einen Hodentumor). Bert erholte sich scheinbar wieder, war aber eines Abends plötzlich sehr unruhig, irrte im Häuschen umher, und als meine Frau morgens den Käfig abdeckte, war Bert tot.

                    Berts Bruder Ernie hatte laut TA Diabetes und verlor deswegen erst ein Füßchen, dann fing das zweite an, nekrotisch zu werden, sodaß Berts Vorbesitzerin Ernie einschläfern ließ und mir Bert überließ. Schlaganfälle scheinen oft mit Diabetes einherzugehen; da gab es einige Fälle in meiner Familie. Die Symptomatik bei den Vögeln erinnerte mich stark an das, was ich bei Familienmitgliedern gesehen hatte.

                    Bis auf das Rumflattern.

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                      #11
                      Inzwischen bin ich mir relativ sicher, dass Cupcake leider fast nicht mehr sieht. Ich habe ihn mit einer kleinen Taschenlampe angeleuchtet und er hat kaum reagiert, während die anderen sich total erschreckt haben.

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                        #12
                        Zitat von Cuppi Beitrag anzeigen
                        Inzwischen bin ich mir relativ sicher, dass Cupcake leider fast nicht mehr sieht. Ich habe ihn mit einer kleinen Taschenlampe angeleuchtet und er hat kaum reagiert, während die anderen sich total erschreckt haben.
                        Das ist traurig und zerrießt einem das Herz.

                        Es gibt Möglichkeiten, einen Käfig so auszustatten, daß auch blinde Vögel ein einigermaßen erfülltes Leben im Schwarm haben können. Ich hatte mir zu dem Thema seinerzeit Gedanken gemacht, als es Bert erwischte. Zur Umsetzung kam es dann nicht mehr, weil Bert in der Zwischenzeit verstorben war.

                        Laß den kleinen Kerl mal röntgen, vor allem den Kopf. Vielleicht ist da ein Tumor oder ein Blutgerinnsel erkennbar, was die Diagnose erleichtern würde.

                        Zuletzt geändert von fusselmolly; 01.10.2025, 07:41.

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                          #13
                          Ja, es ist wirklich herzzerreissend. Und das Kerlchen ist ja erst 2 Jahre und ansonsten bisher eigentlich sehr fit. Was mich auch traurig macht ist wie die anderen ihn behandeln. Aber vielleicht wird das besser, wenn er sich an seinen Zustand etwas gewöhnt hat und etwas selbstbewuster auftritt.

                          Was weitere Untersuchungen angeht - ich bin mir nicht sicher inwieweit das nicht nur unnötiger Stress für Cupcake ist. Bei allem, was an Ursachen bei ihm in Frage kommt (es ist äußerlich nichts sichtbar, noch nichteinmal eine Trübung der Augen) gäbe es wahrscheinlich sowieso keine Heilungsmöglichkeit, oder?

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                            #14
                            Zitat von Cuppi Beitrag anzeigen
                            Ja, es ist wirklich herzzerreissend. Und das Kerlchen ist ja erst 2 Jahre und ansonsten bisher eigentlich sehr fit. Was mich auch traurig macht ist wie die anderen ihn behandeln. Aber vielleicht wird das besser, wenn er sich an seinen Zustand etwas gewöhnt hat und etwas selbstbewuster auftritt.

                            Was weitere Untersuchungen angeht - ich bin mir nicht sicher inwieweit das nicht nur unnötiger Stress für Cupcake ist. Bei allem, was an Ursachen bei ihm in Frage kommt (es ist äußerlich nichts sichtbar, noch nichteinmal eine Trübung der Augen) gäbe es wahrscheinlich sowieso keine Heilungsmöglichkeit, oder?
                            Ich bin kein Mediziner, aber ich denke, daß die Prognose sehr schlecht ist.

                            Eine Röntgenuntersuchung würde ich für mich durchführen lassen, um Klarheit zu haben ? auch, ob es womöglich eine winzige Chance gibt, etwas zu verbessern und die anderweitig womöglich unentdeckt geblieben wäre.

                            Wenn ich mir vorstelle, ich würde den kleinen Kerl vorzeitig erlösen lassen und mir hinterher immer wieder die Frage stelle, ob ich nicht vielleicht doch noch etwas hätte tun können... das würde mich für lange Zeit um den Schlaf bringen.

                            Zuletzt geändert von fusselmolly; 01.10.2025, 20:22.

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                              #15
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                              Hey Cuppi, wie geht's deinem Flauschi denn jetzt gibt's was neues?

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