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Bertchen hat geschwollene Hoden

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    Bertchen hat geschwollene Hoden

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    Hallo allerseits,

    da Bertchen es seit einiger Zeit ein bißchen schlechter geht als sonst, war ich letzte Woche beim vkTA, um ihn mal durchleuchten zu lassen: Die Symptome, die Bert zeigt(e), erinnerten mich sehr an meinen ersten Fussel vor gut 30 Jahren, der sehr jung an einem Lebertumor starb (geschwollener Hinterleib, Kratzen mit den Füßchen, Schwierigkeiten beim Absetzen der Häufchen mit Ansammlung an der Kloake etc.). Da ich auf Nummer Sicher gehen wollte, hatte ich mich zu diesem Schritt entschlossen, da ich auch wissen wollte, was mich da in etwa erwartet.

    Die Röntgenaufnahme zeigte keine größeren Auffälligkeiten an der Leber außer einer Tendenz zur Fettleber. Generell ist Bert ein bißchen zu gut im Futter (den Fettansatz an Bauch, Rücken und Kloake war im Röntgenbild sehr gut zu erkennen), daher muß er erstmal auf Diät (für einen Hansibubi wiegt er gut 47 Gramm und ist somit der kleinste, aber schwerste in meiner Bande).

    Die TÄ wies mich allerdings darauf hin, daß Berts Hoden sehr geschwollen sind, was sie auf Berts Alter (ca. 15 Monate) und die Hochzeit seiner Pubertät schob: Er steht voll im Saft und ist auf der Suche nach einer Partnerin, die er beglücken kann, und sein Kumpel Krümel (der ihn auch noch bei allen Gelegenheiten füttert) stachelt ihn quasi noch an, da Krümel schon das eine oder andere Mal auf Bert sitzen wollte, um ihn... naja, ihr könnt es euch denken.

    Die TÄ meinte, die Hoden können zuweilen so groß werden, daß sie auf die innern Organe drücken oder auch auf die Nerven -- das sei aber nur vorübergehend, eine Anlage zum Tumor war auf dem Bild nicht zu erkennen (ich hoffe natürlich, daß das so bleibt -- er wäre nicht der erste Tumorpatient in mehr als 45 Jahren Wellensittichhaltung). Auch sind z. B. äußere Auffälligkeiten (veränderte Färbung der Wachshaut) nicht zu sehen. Da ich Bert regelmäßig schnappen und ihm als Megas-Patient (auf dem Röntgenbild war ein stark vergrößerter Drüsenmagen zu erkennen) Ampho direkt über den Schnabel verabreichen muß, taste ich ihn regelmäßig ab, kann dabei aber keine Geschwulst in Kloakennähe ertasten (mein erster Fussel hatte einen walnußgroßen Tumor zwischen den Beinchen, den ich nicht übersehen konnte).

    Wer hat mit einem ähnlichen pubertären Überschwang bei einem jungen Hahn gemacht und kennt einen Tipp, wie ich damit umgehen kann und Bert ohne OP, Hormontherapie o. ä. helfen kann.

    Danke im voraus.

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    #2
    Bekommt Bert denn jetzt auch Ampho? Wenn nein, würde ich für wenige Wochen den Wüstenmodus einführen, um seine Hormone runterzufahren. Er soll alles haben, was er braucht, aber nix frisch Sprießendes und evtl. auch eine reduzierte Futtermenge. Weniger helle Stunden / weniger Licht. Keine Bademöglichkeit.

    Nein, habe selbst keine Erfahrung mit deinem geschilderten Problem.

    Herzliche Grüße die Fanny & Co. mit Felo Susanne

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      #3
      Ja, Bertchen bekommt auch Ampho, um dem Problem mit dem Drüsenmagen zu Leibe zu rücken, bevor es sich noch weiter verschlimmert (siehe Cheesecake). Sobald das ausgestanden ist, gehe ich wieder auf F10-Wasser. Ich wollte beides nicht parallel verabreichen, weil ich die Spritze, mit der ich Ampho verabreiche, mal in F10-Wasser ausgespült habe, um sie zu desinfizieren. Es kam dann zu einer chemischen Reaktion, bei der sich die Spitze der Spritze rot verfärbte. Das erschien mir also nicht ratsam im Vogelkörper.

      Hirse ist komplett gestrichen vom Speiseplan (sehr zum Leidwesen der anderen Jungs, vor allem von Cheesecake, der mit Hirse sein Gewicht halten kann). Keimfutter oder Obst und Gemüse stehen sowieso nicht auf dem Speiseplan, weil die Jungs das nicht mögen (und mir das in Kombination mit dem Megas ohnehin zu heikel wäre).

      Die TÄ wies mich ferner noch darauf hin, daß Bert wegen seines Formats Schwierigkeiten hat, an seine Bürzeldrüse zu kommen -- dort standen drei Federn in der Stockmauser, die er nicht auspacken konnte, sodaß sie ihm gezogen wurden, um Entzündungen o. ä. zu vermeiden. Die generelle Fettleibigkeit führt auch dazu, daß die Kloake rundum ein wenig zugeschwollen ist -- ein wenig so wie bei Mein Leben mit 300 Kilo, wo ich mir auch nicht vorstellen möchte, wie man da auf dem Töpfchen sitzt...

      Jetzt ist Diät angesagt, für den Rest der Rasselbande auch. Unterstützend für die Leber gibt es zur Entgiftung Mariendistel als homöopathische Tinktur über das Trinkwasser. Und ansonsten gilt abwarten.

      Zuletzt geändert von fusselmolly; 05.08.2025, 16:23.

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        #4
        Du kannst Bertchen auch alleine im Krankenkäfig auf Diät setzen, wenn du (so wie ich 🙄) dicke und dünne Wellis hast.

        Bis vor kurzem hätte ich das selbst grausam gefunden. Aber zurzeit sitzt Rio bei mir zwecks Inhalieren alleine. Und die machen das alle so gut mit.

        Es ist erstmal eine Gewöhnung. Aber sie verstehen es und stellen sich einfach um. Dann muss man den Freund halt durchs Gitter im Krankenkäfig besuchen.
        Null Problemo

        Herzliche Grüße die Fanny & Co. mit Felo Susanne

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          #5
          Zitat von Fanny Beitrag anzeigen
          Du kannst Bertchen auch alleine im Krankenkäfig auf Diät setzen, wenn du (so wie ich 🙄) dicke und dünne Wellis hast.

          Bis vor kurzem hätte ich das selbst grausam gefunden. Aber zurzeit sitzt Rio bei mir zwecks Inhalieren alleine. Und die machen das alle so gut mit.

          Es ist erstmal eine Gewöhnung. Aber sie verstehen es und stellen sich einfach um. Dann muss man den Freund halt durchs Gitter im Krankenkäfig besuchen.
          Null Problemo
          Das wäre eine Möglichkeit, aber da Bert der einzige mit Gewichtsproblemen ist, lasse ich ihn bei seinen Kumpels. Die dürfen dann mal gelegentlich heimlich von der Hirse naschen, wenn sie draußen sind und Bert nicht. Gerade Krümel weicht nicht von seiner Seite, und ich will Krümel nicht mit aussondern.

          Leider drückt die Schwellung von Innen auf sein linkes Beinchen, sodaß er es nicht richtig belasten kann. Was mir nicht gefällt, denn so fing es mit Eddy auch an, und zwei Tage später mußte ich ihn erlösen lassen. Da kam Fussel zu Eddy an den Käfig, um ihn durch die Stäbe zu kraulen und sich zu verabschieden.

          Zusammen mit Cheesecake sieht Bert aus wie ein Verkehrsunfall... überall das verschmierte Ampho. Kropfabstrich war übrigens negativ, ohne Befund. Das schiebe ich mal auf die vorab erfolgte Kur mit F10.

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            #6
            Hallöchen,

            also mein Hähne sind jetzt drei Jahre alt und bei einem wurden auch sehr geschwollene Hoden nur ertastet. Der Welli ist aber auch sehr triebig und puschelt quasi täglich mehrmals eine bestimmte Schaukel. Ich denke die Triebigkeit musst du aussitzen oder ein nettes williges Weibchen besorgen.

            Andererseits sehe ich es als wirklich gutes Zeichen, dass er trotz Megaserkrankung so gut, na ja drauf ist.

            Allerdings lese ich jetzt beim Schreiben gerade ,dass die Schwellung auch das Bein nun betrifft, dass ist natürlich nicht so gut. Ich würde jetzt aber nicht vom schlimmsten ausgehen.

            Ich habe eine Zeit lang allen, da eine Henne Hormonprobleme hatte, das Pregno von Rodicare, gegeben. Das kann wenn es gut läuft auf die Hormone von Hennen und Hähnen wirken.

            Liebe Grüße von Yvonne und ihren Rackern

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              #7
              Zitat von Pezzy Beitrag anzeigen
              Hallöchen,

              also mein Hähne sind jetzt drei Jahre alt und bei einem wurden auch sehr geschwollene Hoden nur ertastet. Der Welli ist aber auch sehr triebig und puschelt quasi täglich mehrmals eine bestimmte Schaukel. Ich denke die Triebigkeit musst du aussitzen oder ein nettes williges Weibchen besorgen.

              Andererseits sehe ich es als wirklich gutes Zeichen, dass er trotz Megaserkrankung so gut, na ja drauf ist.

              Allerdings lese ich jetzt beim Schreiben gerade ,dass die Schwellung auch das Bein nun betrifft, dass ist natürlich nicht so gut. Ich würde jetzt aber nicht vom schlimmsten ausgehen.

              Ich habe eine Zeit lang allen, da eine Henne Hormonprobleme hatte, das Pregno von Rodicare, gegeben. Das kann wenn es gut läuft auf die Hormone von Hennen und Hähnen wirken.
              Das mit dem Pregno halte ich mal im Hinterkopf, hoffe aber, daß sich das alles von alleine wieder legt, wenn er nicht mehr so dick ist und aufgrund der Wüstenhaltung bei ihm doch eher Energiesparen angesagt ist. Ich möchte ihn nicht mit Medikamenten zuballern, denn das muß alles wieder verarbeitet werden von der Leber, und die möchte ich -- nicht zuletzt wegen der Ampho-Gabe -- so gut es geht schonen, und auch die Nieren. Eine junge Dame könnte in meiner Regenbogen-WG für Unruhe sorgen, daher hatte ich mich ganz bewußt gegen eine Henne in der Gruppe entschieden.

              Ich habe ihn heute Morgen mal gewogen -- er hat schon vier Gramm verloren und wiegt aktuell 43 Gramm. Wenn er bei 40 ist, gibt es wieder einmal in der Woche ein bißchen Kolbenhirsen, ansonsten Leber- und Megas-Futtermischungen.

              Dummerweise hatte Krümel heute Morgen auch seinen ersten Megas-Schub mit dem Rundumverwöhnprogramm -- also bekommt er auch gleich Ampho mit.

              bert und krümel.jpg

              Zuletzt geändert von fusselmolly; 06.08.2025, 12:48.

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                #8
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                Hallöchen,

                ja das kann ich verstehen, mit den Medis, wobei das Pregno eher eine Nahrungsergänzung ist, quasi nur Kräuter. Aber ehrlich gesagt, wenn er Megas hat und Ampho bekommt, finde ich die knapp 40g doch nicht viel. Da sollte man froh sein, wenn er etwas Puffer hat im Gewicht. Das kann tatsächlich schnell ins negative rutschen.

                Ich hatte tatsächlich auch zu spät gesehen, dass du nur Hähnchen hast, klar eine Henne wäre dann schlecht.

                Liebe Grüße von Yvonne und ihren Rackern

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