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Megabakteriellen Wellensittich in gesunden Bestand setzen?

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    #16
    Hallöchen Leute,

    sorry, aber da habt ihr ganz schön was in den falschen Hals bekommen.
    Ich habe niemandem etwas unterstellen wollen, erst recht nicht Egoismus und schon gar nicht, dass sich jemand eines Tieres entledigen will.

    Etwas differenzierter Lesen wäre hilfreich, denn ich habe ausdrücklich nur von mir geschrieben und wie ich das sehe und Seitenanspielungen mache ich nicht.
    Die Realität ist traurig, denn die Optionen sind nicht toll, aber so ist das bei Megabakterien.

    Ihr wolltet doch Meinungen?
    Das ist meine.

    @esperanzia: du hast mich komplett missverstanden. Ich war mal so frei nur von mir zu erzählen und nicht über Kiki oder Dani nachzudenken, weshalb es auch keine Anspielungen oder Unterstellungen oder Bösartigkeiten gibt.
    Und übrigens. "Aggressiv" ist das letzte zu mir passende Wort

    Dass aus einem simplen Meinungsbeitrag hier eine Debatte vom Zaun gebrochen wird, finde ich nicht in Ordnung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Elena

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      #17
      Hallo Dani

      ich wollte Dich fragen, was Dir jetzt noch helfen kann, Dich zu entscheiden? Ich kann mir aber auch gut vorstellen, wie schwierig das jetzt für Dich ist. Ich würde wahrscheinlich genauso dasitzen und nicht wissen, was man machen soll. Man will ja nur das Beste für seine Tiere.

      Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass ein Welli, der akut erkrankt war, den Partnervogel vielleicht ( die Betonung liegt auf vielleicht) angesteckt hat. Und wenn ist die Krankheit bei dem Partnervogel bisher noch nicht ausgebrochen. Und das nach 3 Jahren! Ich denke das ist etwas, was man absolut nicht vorhersehen kann. Wenn ein Tier krank werden soll, dann wird es auch krank, egal wie man das handhabt! Ich denke es gibt Vögel, die von vornherein ein starkes Immunsystem haben und die Krankheit nie ausbricht und bei anderen Vögeln, hat man vielleicht ständig neue akute Krankheitsschübe.

      Liebe Grüße von Kirsten

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        #18
        Hallo,

        ich muss nun hier auch mal "mitmischen"

        Wie ihr wisst, habe ich Megas im Schwarm.

        Lilly und Molly holte ich im Juni als junge Damen (ca. 8 Wochen alt) zu mir. Eingangscheck: alles super, Vergesellschaftung konnte los gehen.

        Ende August fing Lilly an zu würgen. Ich brachte sie zum vkTA. Es wurden Megas festgestellt. Also durfte ich nach Hause und Molly abholen, da sie aus dem selben Laden war. Und auch bei ihr wurden Megas festgestellt.

        Ich habe also meinen 2 gesunden (sofern ich das beurteilen kann) Hähnen 2 an Megas erkrankten Hennen dazugesetzt. 3 Tage nach der Diagnose starb Lilly (nach einer OP).
        Dann hab ich mich nach einer "neuen" Henne umgeschaut. Leider gab es in den Vermittlungen keine "passende" Henne.
        Über eine Freundin bekam ich einen jungen Hahn "angeboten". Er sei zu laut, Einzelhaltung...
        Ich hatte dieselben Gedanken, nur eben in die andere Richtung. Kann ich einem vermeintlicht gesunden Welli ein Leben in einem Mega-Schwarm zumuten? Kann ich aber im Gegenzug verantworten, dass der kleine sein Leben lang in Einzelhaltung verbringen muss?
        Ich habe hin und her überlegt, mit vielen Usern hier geschrieben und mich im Endeffekt dazu entschlossen, diesen "Hahn" zu mir zu holen. Nunja, es stellte sich heraus, dass es eine Henne war.
        Da man eben nicht weiß, ob diese Pilze in die "normale" Magen-Darm-Flora gehören, habe ich Curly aufgenommen. Und ich habe danach noch weiter aufgestockt. Hier aus dem Forum kamen dann noch Yoshi, Amy und Pete dazu. Alle bisher ohne nachgewiesenen Megas.

        Molly hat Schub Nr. 3 vor 2 Wochen besiegt. Bei keinem der anderen 6 wurden bisher Megas festgestellt. Klar, diese sind als "infiziert" anzusehen, aber wenn man schon darüber spekuliert, dass Megas zur normalen Magen-Darm-Flora gehören...

        Mir ist noch ein anderer Gedanke gekommen, ganz unabhängig von meiner eigenen Situation: Dieses Forum bezeichnet sich selbst als Tierschutzforum. Wie kann man den Tierschutzgedanken mit einem leichtfertigen Umgang mit einer hochansteckenden, gefährlichen Krankheit wie Megas vereinbaren? Sollte nicht im Vordergrund stehen, gesunde Tiere gesund zu erhalten und so eine "Seuche" wie Megas sich nicht noch weiter ausbreiten zu lassen?
        Dazu muss ich was schreiben.
        Ja, welli.net ist ein Tierschutzforum. Wir alle bemühen uns, Wellis ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, nehmen evtl. Notfälle auf, beraten Menschen, die sich über die Haltung von Wellis informieren möchten und Rat suchen.

        Was können wir tun, dass sich Megas nicht weiter ausbreiten? Wenn es stimmt, dass die in der normalen Magen-Darm-Flora sind, können wir nichts tun. Streptokokken sind auch in der normalen Magen-Darm-Flora vorhanden. Wenn sie allerdings in zu hoher Anzahl vorhanden sind, müssen auch diese behandelt werden.

        Ich denke nicht, dass hier irgendjemand leichtfertig mit der Krankheit Megabakteriose umgeht. Jeder Halter, der diese Diagnose bekommt, weiß plötzlich nicht, wohin mit sich. Ich z. B. musste mich erst mal setzen und mich zusammen reißen.

        WhiskeyJack, leider kann keiner dir diese Entscheidung abnehmen. Wir können dir nur von unseren Erfahrungen berichten Diese ist meine Erfahrung mit Megas und Aufstocken, auch wenn ich nicht in der selben Situation bin, wie du. Denn ich hatte zum Zeitpunkt der Aufstockung keine angeschlagenen Wellis hier.

        Mal überlegen, was ich machen würde... Ich denke, ich würde erst mal dafür sorgen, dass die beiden angeschlagenen Wellis wieder gesund werden. Und dann würde ich weiter sehen. Ich weiß, dass dir das nicht viel hilft, aber da ich nicht in deiner "Haut" stecke, kann ich mich da nicht zu 100 % rein versetzen.

        Viele Grüße
        Anna

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          #19
          hallo

          das ist wirklich eine schwierige Problematik. Ich habe mir 2 Jungvögel geholt, die bereits Megas hatten. Da wusste ich nicht mal was das überhaupt ist. irgendwann wurde die Henne krank, also vkTa besucht. Dann kam die Diagnose Megas.
          Bei ihm waren die auch vorhanden, aber es ist nicht ausgebrochen.
          Ich hatte die kleine noch ein paar Jahre mit immer wieder ausbrechender Erkrankung und irgendwann hat sie es leider nicht mehr geschafft.
          Da saß ich dann da und habe den Partner(Micki) erst mal alleine hier behalten. Er wurde immer trauriger und ich auch. Er hatte keine Anzeichen und ich wollte trotzdem nicht das Risiko eingehen.

          irgendwann wurde mir aber klar, dass er einsam ist und ich habe einen kräftigen Vogel(charly) dazu geholt. Was für eine Freude für den einsamen Micki. Micki starb dann auch irgendwann an den Megas, obwohl man es nie richtig gesehen hat.

          Charly, der Überflieger, war so stabil, er ist 9 Jahre alt geworden und hatte keine Megas, sondern einen Tumor.

          jetzt ist Lola übrig und ich warte auf den Neuzugang, damit sie nicht alleine ist. Die Megas gibt es hier nicht mehr*aufholzklopf*

          ich wünsche niemandem Megas im Bestand, weil es ein ständiger Pflegefall ist. Allerdings ist es auch zu traurig, wenn so ein Tierchen alleine bleiben muss.
          In deinem Fall würde ich zumindest so lange die Tiere getrennt halten, bis die 2 anderen vögel stabil genug sind. So haben sie ja wenigstens Sicht- und Piep-Kontakt, wenn sie im selben Raum sind.
          Oder aber Du entschließt Dich doch dazu, ihn in einen mega-betroffenen schwarm zu geben.
          Echt eine schwere Entscheidung

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            #20
            Hi Dani,

            hab mir nochmal Gedanken gemacht und versucht völlig objektiv an Deine Problematik ranzugehen, ok ?

            Also, mein Rat bzw. Vorschläg wäre folgender: lass Kiki separat (mit einem "geeigneten" Partner) in einem anderen Raum.

            Dann, im Laufe der nächsten Monate, wirst Du sehen ob sich Sammys und Emils Zustand stabilisiert und ob Kiki nochmal wegen Megas behandelt werden muss, oder nicht. Außerdem wird es ja zwangsläufig dazu kommen, dass Du Dich immer mal wieder mit dem Thema Macorhabdiose beschäftigst. Du wirst vieles lesen, weitere Meinungen zum Thema hören und vor allem: etwas Abstand vom ersten Schock bekommen.

            Setz Dich dabei nicht unter Druck eine Entscheidung treffen zu müssen, und wenn es ein Jahr dauert. Solange beide Welli-Parteien zu zweit sind und jeweils artgerecht gehalten werden, solange besteht kein Bedarf etwas zu ändern.

            Und so wird es im Laufe der Zeit automatisch auf zwei Alternativen hinauslaufen:
            1. Du gibst eines der Pärchen ab (weil zu viel Arbeit in zwei Räumen oder weil es der Gesundheitszustand nicht zulässt)
            2. Du vergesellschaftest die vier (weil der Gesungheitszustand stabil ist oder weil Du Deine Einstellung zum Thema Megas geändert hast)

            Welche der beiden Möglichkeiten dann auch von Dir umgesetzt wird - es wird die Möglichkeit sein, die Du sowohl mit Herz als auch mit Verstand getroffen hast.

            Liebe Grüße, Anne

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              #21
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              Ich hab heute mit meiner Ta darüber gesprochen und ich selbst bin zur Entscheidung gekommen, dass ich Wellis, wo man Megas gefunden hat zu Wellis setze, wo sie nicht nachgewiesen sind.

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