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Ständig Nierenerkrankungen bei den Hennen?

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    Ständig Nierenerkrankungen bei den Hennen?

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    Hallo ihr Lieben,

    ich bin gerade etwas verzweifelt.
    Wie einige vielleicht noch wissen, habe ich in den vergangenen Jahren erst meine Lotti und sechs Jahre später meine Maggie an Nierentumore verloren.

    Nun ist seit Dezember 2023 Ellie bei mir, sie ist nichtmal zwei Jahre alt. Seit einigen Tagen zeigten sich plötzlich "Durchfälle" mit grünem Flüssigkeitshof. Jetzt gerade höre ich, wie sie im fünf Minuten Takt reine Flüssigkeit verliert.

    Natürlich werde ich einen VkTa aufsuchen, aber ich bin einfach völlig verzweifelt und frage mich, was ich falsch mache...

    Keiner meiner Wellis hat je Pflanzen, Tapete oder irgendwas angefressen. Keiner hat je Menschenfutter, salzige Speisen oder etwas derart bekommen.
    Ich verfüttere eine Futtermischung aus einem Onlineshop bestehend aus Plata hirse, Silberhirse, Kanariensaat, rote Hirse und Hanfkerne. Zusätzlich bekommen beide Wellis dazu immer mal eine Kräutermischung, Propolis, korvimin, Sylimarin, alles nur kurzzeitig und nicht alles zusammen. Grit bekommen sie und sehr selten mal ein bis zwei Tropfen Thymianöl (für Vögel) ins Trinkwasser. Letzteres haben meine früheren Wellis nicht bekommen.

    Obst bekommen sie nicht, Gemüse in Form von Gurke, die aber nur zerpflückt wird, Möhre und co rühren sie nicht an und selbst Golliwoog mögen die beiden nicht, der wird auch nur zerpflückt. Meine früheren Wellis haben golli immer vernichtet.

    Ich verstehe nicht, was ich falsch mache und warum scheinbar alle meine Hennen immer wieder Probleme mit den Nieren bekommen. Vielleicht seht ihr schon den Fehler und ich einfach nicht? Vielleicht ist etwas nicht gut, was ich tue oder gebe. Vielleicht fehlt etwas entscheidendes?

    Ich dachte bisher "Lotti war schon älter, da entstehen leider manchmal (Nieren)tumore. Maggie war erst 7 Jahre alt, was für ein besch*** Zufall, dass sie auch einen Nierentumor hat. Aber Ellie? Sie ist noch nichtmal 2 Jahre alt. Was mache ich nur falsch? 😢

    Falls jemand einen Rat hat, bitte gerne melden, ich möchte nicht schon wieder einen Welli verlieren 😢


    LG, Bianca

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    #2
    Hallo liebe Bianca,

    ach Mensch, dass tut mir alles so leid. Aber du machst nicht falsch.

    Deine Haltung klingt gut und auch an der Ernährung sehe ich jetzt so nichts falsches.

    Leider ist es so, dass im Laufe der Zeit und durch die ganzen Züchtungen von Wellis, wo ist mittlerweile sehr viele Inzuchten gibt, das Risiko von Tumoren immer mehr steigt. Da muss man die Schuld nicht bei sich sorgen, es klingt hart aber ja du hattest in dem Sinne wohl einfach großes Pech bei den Wellis.

    Ich habe eine facebook Freundin, diese hat leider gleiches erlebt, nur sie har drei oder vier Hähne an Nierentumore verloren.

    Ich hoffe ganz fest, dass deiner Ellie noch geholfen werden kann.

    Fühl dich lieb gedrückt.

    Liebe Grüße von Yvonne und ihren Rackern

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      #3
      Hallo liebe Yvonne,

      danke für deine liebe Antwort und deine Anteilnahme.
      Das mit den Überzüchtungen denke ich mir auch ganz oft. Ich hatte bisher nur einen einzigen gesunden Welli (meinen Bubi) der war zugeflogen. Er war ein normaler Farbschlag, keine Besonderheiten. Zum Schluss wurde er plötzlich schwer krank und starb, ich vermute, weil die neue Henne (Maggie) damals Megas hatte und sein Immunsystem das im Alter nicht mehr geschafft hat. Alle anderen wellis waren bisher immer schon krank, als ich sie bekam.

      Ich habe heute früh Mal anderes Futter (das mit Kräutern) gegeben und hole nach der Arbeit noch natriumarmes Wasser.

      In der Nacht hat Ellie zunächst nur Flüssigkeit (durchsichtige) gelassen, heute früh lagen dann ein paar einigermaßen geformten Häufchen da, grüner Kot aber weißer cremiger Harnanteil und nass drumherum, wo ich aber noch keine Färbung erkennen konnte. Ich dachte es könnte vielleicht auch Hungerkot sein, aber ich wüsste nicht, dass da phasenweise nur Flüssigkeit aus der Kloake kommt, oder irre ich mich?

      Ich muss schauen, wie sie sich verhält, wenn ich heim komme. Sollte es ok wirken, werde ich heute Nacht nochmal beobachten und wenn es wieder so ist die VkTa anrufen. Habe heute extra keine Frischkost rein gegeben...hm :-/

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        #4
        Hallo Bianca,

        ja möglich, dass der zugeflogene Hahn praktisch noch vom alten Schlag war, mein ältester Welli der 2006 geboren wurde, wurde auch 13 Jahre alt, da war das mit den Überzüchtungen noch nicht so stark.

        Das mit Ellie klingt ja zumindest etwas besser, grüner Kot, kann auch von der Leber kommen, meine älteren Hennen haben ab und an auch morgens direkt nach den trinken oder auch vorher nur mal nur Wasser also klare Flüssigkeit ausgeschieden, den ganzen Tag aber war alles normal.

        Frischkost weglassen ist erstmal gut, das zu viel an Flüssigkeit durch Frischkost, sorgt ja dafür dass diese ausgeschieden wird, für manche erscheint dies als Durchfall, aber es ist einfach das Wasser.

        Beobachte sorgfältig und im Zweifel ist TA immer gut.

        Liebe Grüße von Yvonne und ihren Rackern

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          #5
          Wenn die kleinen Kerlchen von Natur aus diese Disposition haben, kannst Du nichts machen ? da kannst Du noch so gutes Futter geben und den Vögeln ein noch so schönes Umfeld bieten: Wenn die Sollbruchstelle genetisch drinsteckt, bekommst Du sie nicht raus. Gerade die Überzüchtungen und der immer schlechter werdende Genpool scheint mit die Hauptursache für Tumorerkrankungen zu sein, wie mir auch meine vkTÄ bestätigte. Leider untersagt Australien den Export von Wellensittichen seit Jahren, sodaß sich der Genpool hierzulande nicht mehr neu durchmischen wird und es früher oder später zu Inzuchten kommt. Dazu noch diese übertriebenen Zuchten, um noch mehr Körperformen und Farbschläge und noch mehr Schau und noch mehr Pokale rausholen zu können... Gewalt am Leben. Meiner Meinung nach.

          Mir sind letztes Jahr innerhalb von drei Monaten zwei Vögel an Nierentumoren verendet: Bei Schneewittchen dauerte es knapp drei Wochen, bei Eddy ging es innerhalb von 36 Stunden (und nach dem zu urteilen, was ich hier und andernorts gelesen habe, bin ich da kein Einzelfall, vor allem, was die Plötzlichkeit und Heftigkeit angeht).

          Das Einzige, das mich tröstet, ist, daß beide schon über zehn Jahre alt waren (2012 bzw. 2014 geschlüpft) und bei mir die beste Zeit ihres Lebens hatten, mit tollen Gefährten, gutem Futter und angstfreier Umgebung.

          Mehr kann ich nicht tun.

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            #6
            Hallo,
            es tut mir sehr leid, dass du so Probleme hast. Ich meine aber auch, dass es bei dir Zufall ist. Holst du deine Vögel aus einer Stelle oder ist es unterschiedlich?

            Zitat von fusselmolly Beitrag anzeigen
            Leider untersagt Australien den Export von Wellensittichen seit Jahren
            Ich finde nicht, dass es schade ist., falls du damit wilde freilebende Vögel meinst.
            Die meisten sollen früher ja auch beim Transport in der Gefangenschaft gestorben sein, durch den Stress.


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              #7
              Zitat von Alula Beitrag anzeigen
              Hallo,
              es tut mir sehr leid, dass du so Probleme hast. Ich meine aber auch, dass es bei dir Zufall ist. Holst du deine Vögel aus einer Stelle oder ist es unterschiedlich?



              Ich finde nicht, dass es schade ist., falls du damit wilde freilebende Vögel meinst.
              Die meisten sollen früher ja auch beim Transport in der Gefangenschaft gestorben sein, durch den Stress.

              Es ist immer eine Frage des Wie und des Wieviel. Zumal wir ? bzw. die Briten ? heute nicht mehr monatelang mit Segelschiffen unterwegs sind.

              Hunderttausende Vögel einzufangen und dabei zu riskieren, daß 95% die Reise nicht überstehen, ist sicherlich nicht im Sinne des Erfinders. Ein paar Tausend über einen Zeitraum von zehn Jahren zur Durchmischung des Genpools wäre sicherlich hilfreich, wieder gesunde Zuchten ohne durchkopierte Erkrankungen zu bekommen.

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                #8
                fusselmolly, ich schreib nichts mehr dazu.

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                  #9
                  Hallo ihr Lieben,

                  meine Wellis waren alle von unterschiedlichen Stellen, zwei Zugeflogene, zwei Tierheimpiepser mit Abstand von einem Jahr, Ellie musste ich Dezember 23 leider in einer Handlung kaufen, Mavi ist aus einem Privathaushalt Oktober 24 weg gegeben worden.

                  Ich habe jetzt natriumarmes Wasser gefunden.
                  Der Kot der heute früh noch einigermaßen ordentlich geformt auf der Küchenrolle lag, ist jetzt komplett zerlaufen. Also war er wohl doch feuchter, als er zunächst aussah 😞

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                    #10
                    Zitat von fusselmolly Beitrag anzeigen


                    Es ist immer eine Frage des Wie und des Wieviel. Zumal wir -- bzw. die Briten -- heute nicht mehr monatelang mit Segelschiffen unterwegs sind.

                    Hunderttausende Vögel einzufangen und dabei zu riskieren, daß 95% die Reise nicht überstehen, ist sicherlich nicht im Sinne des Erfinders. Ein paar Tausend über einen Zeitraum von zehn Jahren zur Durchmischung des Genpools wäre sicherlich hilfreich, wieder gesunde Zuchten ohne durchkopierte Erkrankungen zu bekommen.
                    Persönlich sehe ich keinen nutzen darin, dies zutun, denn einerseits trägt dies nichts bezüglich der Gefiederviren und der Megabakterien bei und diese sind nun wirklich weit mehr verbreitet als Krebserkrankungen.

                    Solange kein Kot mithilfe von PCR auf Megabakterien gecheckt wird und solange keine Blutuntersuchungen auf die Gefiedererkrankungen beim Eingangscheck durchgeführt wird und sowohl Züchter als auch Halter solche Tiere von gesunden trennen, wird der Wellensittich stets durchkopierte Erkrankungen in sich haben.

                    Mit dem Einfangen von Wilden Papageien und somit das einführen von Tierquälerei zu begrüßen wird man alleine keine gesunden Bestände bei unseren Ziervögel erreichen.
                    Auch diese Wilden werden sich schlussendlich mit Megas und Viren infizieren, wenn Züchter ihre Zuchttiere mit diesen Wilden kreuzen lassen und wieviel gesünder sollen solch Nachkommen denn bitte deiner Ansicht nach dann wirklich sein?
                    Sind sie doch dann gar nicht...
                    Aber sich darüber zu unterhalten macht sowieso keinen Sinn, weil es zum Glück und zu Recht verboten ist, diese Quälerei zu unterstützen.

                    Nur, gesündere Bestände, dazu beiträgen könnte jeder einzelne von uns. Dazu bräuchte es diese Quälerei echt nicht.


                    Bianca, ich würde dir ans Herz legen deinen Verdacht mithilfe einer Blutuntersuchung oder zumindest mithilfe eines Kontrastmittelsröntgen sicher diagnostizieren zu lassen, schlussendlich muss ein Nierenproblem nicht automatisch auch immer gleich ein Nierentumor bedeuten.
                    Hatte selbst mal einen Pflegling, dass gar keinen Tumor hatte, sondern einfach nur leider Nierenversagen.

                    Leider sind Papageie halt übelst Anfällig für Nieren- und Lebererkrankungen aller Art.
                    Da kann man noch so viel beachten und sich bemühen, sie sind leider einfach anfällig dafür.


                    Natriumarmes Wasser ist schon super.
                    Nichts desto trotz kann man die Nieren aber noch mithilfe von Mitteln zusätzlich sinnvoll unterstützen.
                    Es gibt da was von *** und auch Phyto-Nephro, sowie Infusionen leisten wirklich gute arbeit, um den Tieren noch zu helfen.

                    Zusätzlich kann die Zugabe eine Elektrolyte-Präparates, was mit ins Trinkwasser gemischt wird, dem Tier ebenfalls helfen, denn durch das vermehrte pinkeln werden natürlich auch vermehrt diese aus dem Körper heraus geschwemmt.


                    Liebe Grüße
                    Krummschnabel



                    Zuletzt geändert von Forever; 17.03.2025, 17:54. Grund: Markenname entfernt

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                      #11
                      Hallo Krummschnabel,

                      danke für die Info.
                      Ellie läuft zwar heute nicht so aus wie gestern, aber sie plustert unrund. Ich werde morgen die VkTa anrufen.
                      Wegen den von dir genannten Mitteln werde ich sie fragen. Vielleicht ist es auch "nur" eine Entzündung. Wie ein Tumor wirkt es auf mich aktuell auch noch nicht, kein Beinchen schönen, keine verklebte Kloake, nicht dieser übliche stechende Geruch.
                      Dankeschön

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                        #12
                        Hallo forgottenforawhile

                        Es tut mir leid, das du dir momentan Sorgen um Ellie machen musst.

                        Auch wenn du in der Vergangenheit schon Erfahrungen machen musstest mit Nierentumor bei deinen Wellis,
                        so würde ich nicht gleich vom Schlimmsten ausgehen.
                        Es gibt ja auch "harmlosere" Erkrankungen der Nieren, wie eine Niereninfektion.

                        Einer meiner Wellis hatte auch mal Probleme mit den Nieren, sie schied nur noch Wasser aus.
                        Sie litt unter einer bakteriellen Niereninfektion und bekam ein AB oral und dazu Renes Viscum.
                        Binnen weniger Tage war der Kot wieder normal.
                        Renes Viscum ist bei Nierenleiden auch sehr zu empfehlen, es unterstützt die Nieren auf sanfte Art..

                        Wichtig bei Nierenprobleme, ist immer einen vk Tierarzt aufzusuchen, so wie du es ja auch vorhast.
                        Nieren gehören ja zu den Entgiftungsorganen, arbeiten sie nicht richtig, können "Schadstoffe" in den gesamten Organismus geraten,
                        was dann wiederum zu z. B. neurologischen Ausfällen führen kann.

                        Ich drücke Ellie die Daumen und wünsche ihr alles Gute.

                        Liebe Grüße
                        Tine und ihre neun Zwerge

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                          #13
                          Hallo ihr Lieben,

                          also wir waren nun beim Arzt.
                          Hat sich direkt gelohnt, Ellie war beim Einfangen so wild und Wehrhaft, dass sie sich direkt an einer Schwungfeder verletzt hat und alles voller Blut war :"(
                          Ich hoffe sie geht da jetzt nicht dran :-/

                          Ansonsten:
                          Es wurden ein Kropf- und Kloakenabstrich gemacht. Keine Parasiten, Kropf ist nix gefunden worden, aber im Kloakenabstrich waren viele Blutzellen und ein paar Harmkristalle, wo jetzt aber auch nicht klar ist, wo es her kommt. Spricht wohl für eine Entzündung, vielleicht durch Stress oder hormonell. Könnte Darm sein, könnte Harnleiter sein. Die Kloake ist ansonsten sauber und nicht gereizt, das wäre bei Nierenproblemen, wenn zuviel Harn ausgeschieden wird wohl anders, daher tippt sie da jetzt nicht drauf. Sie trinkt auch nicht übermäßig. Ansonsten hat Ellie eine kleine beginnende Wampe, also fressen tut sie
                          Sie bekommt jetzt erstmal Vitamin B.
                          Von metacam haben wir erstmal abgesehen, weil ich sie dafür hätte immer wieder einfangen müssen und das traue ich mir nach der Katastrophe heute nicht zu :-( außerdem geht das über die Nieren und da bin ich sehr vorsichtig.

                          Wir schauen jetzt erstmal, ob es mit dem Vitamin B besser wird. Ansonsten ist sie nämlich agil wie immer. Sollte es nicht besser werden, dann schauen wir weiter.

                          Die Ärztin meinte auch, ich soll den Golliwoog mal weg lassen, sie hat wohl die Erfahrung gemacht, dass einige Wellis darauf mit Polyurie reagieren.

                          Jetzt heißt es abwarten und Krallen drücken.
                          Und durchatmen.
                          Ich brauche jetzt erstmal Tee und Schokolade und Ellie ne Hirse.

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                            #14
                            Hallo Bianca,

                            ich hoffe, ich ernüchtere dich nicht zu stark, aber das was deine Tierärztin erzählt, macht für mich gar keinen Sinn irgendwie, bzw. ich verstehe es einfach nicht.

                            In deiner ersten Post schriebst du, dass deine Federbäckchen gar kein Frischkost fressen, sondern sie dieses nur auseinander pflücken.
                            In dem Fall ist es ausgeschlossen, dass dieses vermehrte Wasserlassen von dem Frischfutter kommt und demnach wird auch das weg lassen von Frischfutter nichts daran ändern, dass dein Tier Harn/Urin lässt der zerlaufend nass ist.

                            Sollte dein Tier doch Frischfutter fressen und durch die große Menge an Flüssigkeit, die es durch Frischkost, zu sich genommen hat phasenweise sehr nassen Harn/Urin in Pfützen herab lassen, wäre das nicht schlimm und würde sich binnen von ein paar Stunden aber auch wieder normalisieren:
                            Der Harn/Urinanteil würde wieder automatisch von selbst wieder fest werden, der bleibt niemals flüssig, schon gar nicht über den ganzen Tag oder über mehrere Tage hinweg.

                            Wie ist denn der Harn bei dem Wellensittich?
                            Ist der meist fest weiß am Kot zusammen oder flüssig und wenn flüssig, wie lange denn schon?
                            Wenn der immer flüssig zerlaufend ist und der seit Tagen jetzt nie auch mal fest war, dann ist das Tier krank und da wird Vitamin B nicht helfen.

                            Wenn deine Tierärztin tatsächlich auch schon wirklich von Polyuri sprach, kann ich ihre untätigkeit, in Sachen nichtmal zumindest Röntgen, noch weniger verstehen...
                            Mit Polyuri ist nicht das vermehrte Harn lassen gemeint, was nach großer Menge trinken oder großer Menge Frisches wie Melone oder Gurke, auftritt.
                            Wenn man viel Flüssigkeit zu sich nimmt, muss man automatisch auch mehr Harn/Urin lassen, das ist bei Vögel nicht anderser als wie bei uns und ist nichts schlimmes.

                            Mit Polyuri ist das krankhaft vermehrte Harn/Urin lassen gemeint, endweder plötzlich, ohne erkennbaren Grund, viel Harn lässt oder weil zusätzlich man ständig durst hat und viel trinken muss, obwohl an sich kein Anlass dazu bestehe (Hitze, Sport)...
                            In solch einem Fall muss die Ursache gefunden werden, weil das nicht normal dann ist, denn in solch einem Fall gibt es immer eine Ursache, sei es Diabetes, Niereninfektionen oder Nierenversagen.

                            Hab manchmal den Eindruck bei vermehrter Urinmenge wird einfach das Wort Polyuri rein geschmissen, selbst dann, wenn damit das vorübergehende, ganz normale vermehrte Wasserlassen nach großer Menge an sehr Wasserreichem Frischkost gemeint ist, obwohl das dann gar keine Polyuri ist, da es nicht Krankhaft ist, sondern total normal.


                            Liebe Grüße
                            Krummschnabel

                            Zuletzt geändert von Gast; 19.03.2025, 03:06.

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                              Hallo Krummschnabel,

                              ich verstehe deine Bedenken, auch ich bin definitiv immernoch besorgt, weil es ja, wie du sagst, irgendwo her kommen muss.

                              Also Ellie hat am Abend und in der Nacht als es vermehrt Gurke und golli gab plötzlich viel durchsichtige Flüssigkeit gelassen. Für mich wirkt es, als würde sie nur rupfen, aber vielleicht nimmt sie dabei doch auf oder eben dann, wenn ich nicht dabei bin, das kann ich natürlich nicht beurteilen.
                              Ich habe dann am Montag anderes Futter gegeben und keine Frischkost, am Abend hat sie dann nicht nochmal soviel Flüssigkeit abgegeben.
                              Der Kot ist grün, mal mit erkennbarem, abgegrenzten Urinanteil, mal ist alles etwas breiiger, weshalb ich mir nicht sicher war, ob es vielleicht auch Hungerkot ist und sie nicht richtig frisst. Da sie aber scheinbar etwas moppelig wird, frisst sie wohl gut.

                              Kotuntersuchung war leider nicht möglich, weil Ellie vor lauter Stress zu dem Zeitpunkt so flüssig unter sich gelassen hat, das es leider nicht verwertbar war. Ich kann aber auch Kotproben nachreichen, das ist kein Problem.
                              Heute früh war der Kot von der Nacht wieder wie folgt: Harnanteil erkennbar abgegrenzt, etwas breiig, Kot grünlich um den Harnanteil wie ein Würmchen verlaufend.

                              Da das mit dem einfangen mit Ellie so furchtbar lief, haben wir erstmal die am wenigsten invasive Methode mit Vitamin b übers Wasser gewählt, um das Immunsystem zu stärken. Sollte ich sehen, dass es nicht besser wird, bin ich definitiv Donnerstag oder Freitag wieder beim Arzt mit ihr, in der Hoffnung, dass das einfangen besser läuft, sie nicht so extrem gestresst ist und man dann noch ein paar "invasivere" Untersuchungen machen kann.
                              Sollte sie jetzt augenscheinlich besser aussehen, aber der Kot ändert sich nicht, bin ich auch wieder beim Arzt.

                              Mein inzwischen verstorbener Hahn Ori hatte auch jahrelang Polyurie und trotz Labor und röntgen hat man nie eine Ursache gefunden. Ich weiß nicht, ob es auch sowas wie Allergie gegen Futter gibt oder etwas anderes äußerliches, worauf Wellis mit Polyurie reagieren können?


                              Liebe Grüße,
                              Bianca

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