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Prominente Schilddrüse

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    Prominente Schilddrüse

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    Hallo,

    mein erster Post und ich habe eine Frage:

    Wer hat Erfahrungen mit einem Welli mit einer prominenten Schilddrüse?

    Wir haben seit Halloween 2024 zwei junge Wellis aus einer Außenvoliere aufgenommen, in der gemischte Vogelarten leben (auch Hühner) und alles auch nicht so sauber war...
    Die Mutter war mit vier Kindern und Vögeln vielleicht etwas sehr ausgelastet. - Wir haben inzwischen viel dazu gelernt.

    Zum Jahreswechsel suchten wir erstmalig eine Vogelkundige Tierärztin auf. Mir gefielen die Atemgeräusche von Felix ganz und gar nicht. Und unsere Star war eine Weltmeisterin im hintereinander Niesen teilweise mit diesen Würgbewegungen.

    Bei Star wurde ein Kropf- und Kotabstrich vorgenommen, alles i.O. und ihre Nasenlöcher waren beide frei. Das blühende Leben und auch das Niesen ist inzwischen verschwunden.

    Felix hatte Milben aus dem Nest mitbekommen und ein Nasenloch war dicht. Als totale Laien hatten wir Milben eigentlich ausgeschlossen, aber das geschulte Auge der Tierärztin brauchte keine Minute, diese zu diagnostizieren.
    Also wurde er dreimal mit dem Milbenmittel erfolgreich behandelt. Seine Atmung wurde gefühlt besser, daher haben wir zunächst nicht weiter geschaut.

    Irgendwann wurde es mit Felix Atmung deutlich schlechter, aber immer nur kurzweilig. Ich machte erneut einen Termin aus. Als wir dort waren, war lediglich eine leicht verschärfte Atmung zu hören, als sie ihr Ohr in seine Nähe hielt. Beide Nasenlöcher waren frei.
    Zu Glück hatte ich vorher Videos aufgenommen, in denen er mit stark wippenden Schwanz, gespreizten Beinen und deutlichen Atemgeräuschen zu sehen und hören ist. Aber auch an dem Tag, zwei, drei Stunden später war er wieder voller Energie fröhlich am Zwitschern.

    Ein Röntgenbild zeigte gesunde Organe und eine prominente Schilddrüse. Diese drückt auch auf den Stimmaperat, so dass er häufig kleine Geräusche abgibt, als ob er kommunizieren würde. Obwohl das ein wenig nachgelassen hat.

    Unser Felix bekam Iod unter den Flügel. Dazu gab es ein weiteres Iod-Mittel, welches ich 1x wöchentlich ins Trinkwasser geben soll. Ich mache es 2x wöchentlich, da ich seine Atmung zu häufig vernahm. (Unsere Wellis haben ihr Reich im Wohnzimmer.)

    Nun habe ich wahrgenommen, dass Felix seit neueren angefangen hat, sehr häufig seinen Schnabel an den Naturholzästen zu reiben.
    Er knirscht viel und total entspannt mit seinem Schnabel. Dazwischen macht er ihn hin und wieder ein klein wenig mehr auf und es hört sich anschließend ein bisschen wie "Schlucken" an. Das scheint ebenfalls neu.
    Gelegentlich habe ich ihn auch "Gähnen" gesehen.
    Das verschärfte Atmen ist häufig noch zu hören und sein Schwanz wippt dann leicht. Ansonsten macht er einen munteren Eindruck, Fliegt, Quatscht gerne und frisst. Seine Nase hat keinen Ausfluss.

    Hat/hatte jemand selbst einen Welli mit einer diagnostizierten prominenten Schilddrüse? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Welche Tipps könnt Ihr uns geben?
    Vor allem frage ich mich, ob sich die Schilddrüse auch wieder etwas zurück bilden kann oder ob sie sich ggf. weiter vergrößert. Jedenfalls rieb Felix vor zwei, drei Monaten seinen Schnabel kaum.




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    #2
    Hallo Conni,

    erstmal danke fürs retten der Wellis.

    Hat der TA denn ausgeschlossen, dass die Wellis irgendwelche Hühnerkrankheiten mitgebracht hat, gerade Geflügel könnte ja andere Bakterien oder Viren haben. Vielleicht wäre mal ein Bluttest sinnvoll oder ein Abstrich der angezüchtet wird.

    Wir können nur Vermutungen äußern der TA kann nur Klarheit schaffen.

    Ich kenne auch nur Jodgabe bei Schilddrüsenproblemen, es gibt auch Futter, dem Seealgenpulver zugesetzt wird, was Jod enthält. Da ja bestimmte Hormone zu wenig gebildet werden, kann ja auch eine Hormongabe helfen, erkundige dich da mal gerne bei deinen TA.

    Das Astreiben und gähnen machen ja auch gesunde Vögel, da würde ich mir jetzt eigentlich wenige Gedanken drüber machen, für mich sind das keine Krankheitszeichen.


    Liebe Grüße von Yvonne und ihren Rackern

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      #3
      Sand hat keine diagnostizierte "prominente" Schilddrüse aber auch sie hatte zwischendurch Probleme.

      Erst quietschende Geräusche bei längerem Fliegen und wenn es schlimmer wurde, immer so "hustende" Geräusche im Ruhezustand. Es wirkte, als sei sie erkältet. Auch ihre Stimme hörte sich verändert an.
      Ein Jod-Pickstein und eine Sepia-Schale stehen jederzeit zur Verfügung. Dennoch hat es nicht gereicht.

      Sie hat im letzten Jahr 2x einen Jod Spot On bekommen und seit einigen Monaten achte ich ganz penibel darauf, dass es mindestens 1x wöchentlich, manchmal auch 2x eine geeignete Jod-Futtermischung gibt.

      Seitdem gab es bei ihr zumindest keinerlei Auffälligkeiten mehr. Die Schilddrüse wird sich dadurch wieder verkleinert haben und hat Platz für Luft und Stimme gemacht.

      Vielleicht reicht eine regelmäßige Jodzufuhr aus aber da solltest du auf jeden Fall mit deiner vk Praxis drüber sprechen.



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        #4
        Hallo ihr Lieben,
        erst einmal Danke für Eure Antworten.

        Felix sah furchtbar aus, als ich den Arzttermin vereinbarte. Am Termin selbst ging es ihm auch gut. Nachdem er das Iod unter den Flügel bekommen hatte und mit dem Iod-Mittel im Wasser, ist es ihm auch nicht wieder so schlecht gegangen.

        Dennoch höre ich ihn von Zeit zu Zeit noch immer seine Atemgeräusche oder leise Töne im Takt seiner Atmung.
        "Hustende" Geräusche habe ich tatsächlich noch nie vernommen. Auch treten die Atemgeräusche auch in Ruhephasen und nicht zwingend nach dem Fliegen auf...

        Wenn sich die Schilddrüse zurück bilden kann, dann habe ich zumindest Hoffnung, dass er mir nicht irgendwann erstickt.

        Was mir Sorge macht, ist wie viel - sehr viel - häufiger er in letzter Zeit seinen Schnabel an den Zweigen reibt. Oder sich mit seiner Kralle am Kopf kratzt. Das übersteigt das normale Verhalten bei weitem und kannte ich so von ihm nicht.
        Auf mich wirkt er fast so, als versuche er dadurch besser zu atmen. Ansonsten wirkt er gesund.

        Das mit dem Iodfutter ist eine gute Idee.

        Ich werde wohl nochmal unsere Tierärztin kontaktieren.

        Danke Euch nochmal 🙏🏻 Anbei ein Foto meiner Süßen vom heutigen Abend
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          #5
          Hallöchen,

          ach was für süße Schätzchen.

          Wenn Wellis schlecht Luft bekommen, dann hängen sie meist den Schnabel ans Gitter und überstrecken den Kopf etwas. Das Schnabelreiben oder Kratzen, zeigen sie eigentlich in anderen Situationen.

          Mit der Tierärztin zu sprechen halte ich für eine gute Idee.

          Liebe Grüße von Yvonne und ihren Rackern

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            #6
            Hallöchen,

            Danke 😊

            Den Schnabel ans Gitter und Kopf überstreckt hat er seit dem Iod nie.
            Wir waren gestern auch bei der Tierärztin. Seine Nase ist zumindest frei. Milben hat er keine. 4g zugenommen hat er in den letzten vier Wochen ebenfalls und ist damit nun an der oberen Grenze des Normalgewichts. Megas sind ebenfalls ausgeschlossen...
            Vielleicht ist Jodmangel nicht die Ursache. Aber seine Organe sahen auf dem letzten Röntgenbild ansonsten sehr gut aus.
            Die Symptome sind zu unbestimmt, um es wirklich eingrenzen zu können...
            Wir werden es also erst einmal mit scharfen Auge weiter beobachten. Vergleiche ich es mit meiner Tochter: ich war nie umsonst mit ihr beim Arzt, nur einmal zu früh...

            Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende

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              #7
              Hallo Conni,

              mit einen Welli kann man nie zu früh oder zu oft zum TA gehen. Toll, dass du nochmal dort warst und alles checken lassen hast. Ich finde, dass klingt doch alles erstmal sehr gut

              Ich drücke die Daumen, dass keine Symptome hinzukommen.

              Liebe Grüße von Yvonne und ihren Rackern

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                #8
                Hallo Yvonne,

                danke für die lieben Worte.

                Ein abschließendes Update möchte ich noch geben:

                Zu den ganzen oberen Symptomen pickten unsere zwei Süßen noch deutlich mehr Sand, als normal. Sie hatten wohl irgendwie Bauchweh.
                Dennoch waren alle Symptome zusammen viel zu unspezifisch, um es wirklich eingrenzen zu können. Natürlich könnte man jetzt auf gut Glück Laboruntersuchungen durchführen lassen, aber auf gut Glück ist das definitiv sehr kostspielig und auch nicht sicher, dass was identifiziert wird.
                Die Tierärztin schlug eine Woche ein Antibiotikum übers Trinkwasser als "pragmatische Lösung" vor.
                Das haben wir gemacht und unsere zwei blühten wieder auf. Alles wohlgemerkt auf einem recht guten gesundheitlichen Level.
                Dazu stellten wir das Futter auf das Sensitive aus *** um und ich habe auch schon 3x das Jodfutter von dort gegeben. Dazu gibt es jetzt jeden Morgen AC i Prim übers Futter. Zu meinen Sepiaschalen und dem rosa Pickstein, ergänzte ich einen weißen Pickstein und noch einen weiteren Mineralstein aus Algenkalk ebenfalls aus ***. Alles wird gerne angenommen.

                Ich kann nicht sagen was die zwei gequält hat, noch ob ich etwas meiner Maßnahmen hätte weglassen können..

                Was ich aber weiß:
                - Meine Vögel sind wieder deutlich lebhaften und lauter.
                - Ich habe lange nicht mehr Felix Atemgeräusche vernommen! Juchu!!!
                - Auch scheint die Schilddrüse nicht mehr auf den Stimmaperat zu drücken.
                - Und Felix Schwanzgefieder wippt beim Atmen nur noch ganz leicht. :-)


                Was ich jedem mitgeben möchte, der

                Zuletzt geändert von Pezzy; 27.03.2025, 13:16. Grund: Bitte keine Shops nennen

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                  #9
                  Ups Wurst-Finger

                  Was ich jedem mitgeben möchte, dessen Vogel eine prominente Schilddrüse hat (und liebe Fachleute bitte korrigiert oder ergänzt mich):

                  Soweit ich verstanden habe, kann sich diese vergrößerte Schilddrüse auch wieder zurück bilden und das Atmen wieder leichter fallen.

                  In der Regel erhält der Vogel beim Tierarzt etwas Jod unter den Flügel, damit er es über die Haut aufnehmen kann.

                  Dadurch sollte bereits eine Besserung eintreten.

                  Wir bekamen von der Tierärztin ein Ergänzungsmittel Amino FL empfohlen, welches wir 1x wöchentlich übers Trinkwasser geben sollten.

                  Bei uns reichte all das nicht aus.

                  Entweder hat die vergrößerte Schilddrüse eine andere Ursache, als den Jodmangel oder der Vogel benötigt mehr Jod. Für letzteres gibt es bei *** eine fantastische Jodfuttermischung.

                  Bei uns sind alle Symptome nahezu verschwunden und wir wünschen jedem Betroffenen das Gleiche.


                  Zuletzt geändert von Pezzy; 27.03.2025, 13:15. Grund: Bitte keine Shops nennen

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                    #10
                    Hallo Conni,

                    es freut mich sehr, dass es deinen Welli wieder besser geht.

                    Für mich klingt es so, als wäre das Antibiotika die Ursache, dass es aufwärts ging. Es muss ja nur irgendwo ein Bakterienherd da gewesen sein. Das die Wellis vermehrt Steine gefressen haben, ist auf jeden Fall ein Zeichen, dass es ihnen nicht gut ging und etwas gestört hat, Wellis versuchen dies mit Steine essen zu verbessern, es verschlimmert es aber leider auf Dauer.

                    In der Vogelhaltung wird tatsächlich oft nach Ausschlussverfahren gehandelt, somit ist die Gabe von einem Antibiotika auf Verdacht nichts ungewöhnliches.

                    Ich hoffe einfach, dass es weiter aufwärts geht und die Symptome nicht mehr wieder kommen.

                    Ich würde übrigens keinen Sand mehr verwenden, nimm am besten Hanfeinstreu oder Buchenholzgranulat. Du könntest, wenn du es nicht schon gibst deinen Vögeln noch Magensteinchen anbieten und das am besten in feiner Qualität. Magensteinchen sind auch im Grit drin, jedoch sind in manchen Sorten auch schlechte Füllstoffe oder noch schlimmer Kohle. Ich verwende nur noch reine Magensteinchen aber auch diese nicht täglich, denn meine Wellis haben Leberprobleme und fressen leider oft zu viel davon.

                    Liebe Grüße von Yvonne und ihren Rackern

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                      #11
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                      Hallo Yvonne,

                      vielen Dank für Deine ausführliche Antwort, die Ratschläge und guten Wünsche. 🙏🏻

                      Die letzte Antibiotikumgabe ist nun schon ein paar Tage her. Ich glaube unsere zwei Süßen waren noch nie so laut... 🤣
                      Und ja, hoffentlich ist dieses Sorgenvolle Kapitel nun endlich vorbei. 🙏🏻

                      Ursprünglich hatte ich Sand und Buchenholz Granulat auf dem Boden der Voliere. Ersteren hatte ich gleich nach dem Tierarztbesuch entfernt.

                      Aus frischen Sand siebte ich etwas Grit und stellte diesen in einer extra Schüssel zur Verfügung. (Lt. Internetrecherche hatten umliegende Geschäfte keinen Grit vorrätig, vielleicht hätte ich nach Steinchen suchen sollen, aber die kannte ich damals noch nicht.)

                      Infolgedessen ergänzte ich meine Einkaufsliste mit Magenschonenden Futter etc. um Grit und fand in dem Onlineshop auch diese Magensteinchen aus Quarz (?).
                      Ich dachte mir zuviel Grit kann auch nicht gut sein, ist es doch das Gleiche, wie zuviel Sand. So bestellte ich die Steinchen ebenfalls gleich mit.
                      Nun steht ihnen eine Schüssel mit einem Gemisch aus beidem zur Verfügung. Allerdings beachten sie diese kaum, viel mehr Aufmerksamkeit schenken sie dem neuen weißen Pickstein und den Sepiaschalen. Sie hatten nach der Mauser wohl einiges aufzuholen...


                      Beim nächsten Mal schau ich auch mal nach Hanfeinstreu, das kenne ich nämlich auch noch nicht. Danke für den Tipp. 🙏🏻

                      Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende

                      Conni

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