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Welli eingeschläfert nach ganz kurzem Krankheitsverlauf

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    Welli eingeschläfert nach ganz kurzem Krankheitsverlauf

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    Liebe Community,

    ich bin voller Gewissensbisse, da gestern unser Bart eingeschläfert wurde. Es ging alles so rasend schnell, dass ich jetzt am Zweifeln bin, ob es richtig war.
    Am Donnerstag rief ich bei unserer vkTÄ an, da Bart beim Fressen manchmal komische Geräusche machte. Die hätten aber leider erst 5 Tage später wieder einen Termin frei gehabt. Ich machte mir auch keine großen Gedanken, dachte, dann warten wir erstmal ab, Bart war ansonsten topfit. Leider ging es dann Bart ab Freitag schlechter, er schien schwer zu atmen und wippte mit dem Schwanz. Samstag war es noch schlechter, er fraß auch nur noch wenig und wackelte mit dem Hintern, weil der Kot anscheinend nicht gut raus kam, wir entschlossen uns ca. 130 Kilometer weit zum nächsten vk TA zu fahren, der Notdienst hatte. Er sah es ihm auch an und wir sollten entscheiden, ob sofort Röntgen(mit Gefahr, dass er ob der Belastung stirbt) oder erstmal 1-2 Tage den Vogel aufpäppeln mit Flüssigkeitsinfusion und danach erst Röntgen. Wir entschieden uns für gleich Röntgen und der TA meinte dann, dass es wahrscheinlich ein Tumor war, der auch nicht operiert werden könne. Also entschieden wir uns für Einschläfern, weil wir Bart nicht quälen wollten. Mich quält aber nun die Frage, ob es nicht auch vielleicht was anderes gewesen sein könnte. Der Tierarzt hat weder Abstriche, noch mit Stehoskop abgehört, wie es unsere HausTÄ immer gemacht hat. Denkt ihr auch, dass ein Tumor innerhalb von 2-3 Tagen so rasant wachsen kann, dass ein Welli innerhalb von ca. 4 Tagen schwerstkrank ist? Ich mache mir solche Vorwürfe, hatte ihn so gern. Und wir sind so unendlich traurig, das kann man niemanden erzählen, versteht außer hier im Forum eh niemand. Vielen Dank fürs Lesen. Vielleicht hat hier jemand auch eine ähnliche Erfahrung machen müssen.
    Traurige Grüße

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    #2
    Hallo liebe Wellihalterin,

    dass Du jetzt darüber nachdenkst, ob es richtig war, Bert erlösen zu lassen, kann ich verstehen. Aber, bitte mache Dich nicht fertig, meiner Meinung nach hast Du richtig gehandelt. Du hast dem kleinen Schatz unnötiges Leid erspart. Aus meiner Erfahrung können Tumore von jetzt auf gleich schlimme Probleme machen, erst sind die Wellis noch so wie immer und dann, wie ein Blitz aus heiterem Himmel geht es bergab. Ein Tumor ist tückisch, er kann sehr schnell und überraschend auf lebenswichtige Organe drücken und den kleinen Flauschis schlimme Probleme bereiten.
    Du wärst sicher noch trauriger, wenn Du Bert beim Sterben hättest zusehen müssen, das hast Du verhindert.
    Als verantwortungsvolle Tierhalterin hast Du alles richtig gemacht, sehe es positiv.
    Jetzt erfreue Dich an Deinen Wellis, ich gehe davon aus, dass Bert nicht alleine war, und genieße das Treiben der kleinen lustigen Gesellen.
    Ich wünsche Dir alles Liebe und Kopf hoch, alles ist gut.

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      #3
      Ich kann dich verstehen, wir hatten das gleiche genau vor einem Jahr. Ganz plötzlich komische Geräusche beim Fressen und Fritzchen war auch schlecht drauf. Also schnell am nächsten Tag zum Tierarzt. Dort wurde geröntgt und dann hieß es auch Tumor, entweder einschläfern oder abwarten. Wir wollten ihn auch nicht leiden lassen.
      Aber anschließend haben wir uns lange gefragt ob wir eher etwas hätten machen können, nur wenn die Kleinen das einem erst so spät zeigen hat man leider kaum Chancen in solchen Fällen.
      Also hast du alles richtig gemacht, er kann jetzt ohne Schmerzen im Hirseland fliegen.

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        #4
        Auch ich verstehe Deine Gewissensbisse. Bei unserem Welli war es anders herum. Als er krank wurde, waren wir beim Tierarzt, erst hieß es vergrößerte Leber, dann wurde festgestellt, dass es ein Tumor war. Vorher wurde er natürlich geröngt. Da er nicht mehr fressen wollte und abnahm, wurde er in der Tierklinik zwangsernährt und bekam Medikamente, alles mit der Hoffnung auf eine Besserung. Zeitweise ging es ihm dann auch besser, aber nach 3 Wochen fing das ganze von vorne an. Ich wollte ihn nicht mehr leiden lassen und habe micht dann für das Einschläfern entschieden. Im Nachhinein bereue ich, dass ich nicht nach der Diagnose "Tumor" dazu bereit war.
        Diese Prozedur möchte ich keinem Vogel mehr zumuten. Ich weiß zwar nicht, ob er viel gelitten hat, aber er hatte keine Lebensqualität mehr und es bestand auch keine Möglichkeit auf Heilung mehr.

        Ich denke daher, dass Deine Entscheidung richtig war. Bart ist jetzt im Hirsehimmel und muss nicht mehr leiden.

        Liebe Grüße Ingrid

        Liebe Grüße von Ingrid und den Federbällchen

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          #5
          Egal wie man sich entscheidet, es bleibt immer ein Schuldgefühl zurück.
          Man hat jedesmal das Gefühl, die andere Lösung wäre vielleicht die bessere gewesen, oder zumindest der Zeitpunkt wäre nicht der richtige gewesen.
          Ich glaube, dass ist ein Prozess, der zur Trauerarbeit dazu gehört.
          Du hast dir jedenfalls rein gar nichts vorzuwerfen.Hast deinem Bart einen letzten Liebesdienst erwiesen.

          Liebe Grüße von Eva und den 3 Rackern

          Im Herzen und unvergessen Emilie, Hansi ,Mäxchen , Moritz und Eddie

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            #6
            Liebe Silvia, Eva, Ingrid und Carmen,

            ich danke euch sehr für eure mitfühlenden und auch Mut machenden Worte. Es tut sehr gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die das verstehen.
            Mein Verstand sagt mir auch, dass wir(meine Tochter und ich) wohl alles getan haben, was ging.
            Bart war zuletzt mit 3 anderen Hähnen(Harry, Bounty und Willi) zusammen. Wenn ich in den nächsten Tagen mal Zeit habe, werde ich alle meine Wellis vorstellen. Ich habe schon seit paar Jahren hier immer still mitgelesen und finde dieses Forum wunderbar.
            Zuerst war Bart mit seinem Hansi zusammen. Die beiden waren zu uns zahm und liebten sich beide wirklich. Dann ist leider Hansi, sein Partner vor 1,5 Jahren verstorben, das war auch sehr traurig, wir waren bei 3 verschiedenen Tierärzten, jeder diagnostizierte etwas anderes und Hansi war jämmerlich eingegangen. Das zieht mich manchmal jetzt noch runter und so etwas will ich nie wieder einem Welli zumuten. Deshalb sind wir auch so weit zu einem vkTA gefahren und haben Bart dann erlöst. Seine 3 Mitbewohner haben wir dann schnell nach Hansis Tod zugelegt, weil Bart sehr getrauert hatte und am Anfang immer das Fressen vergessen hatte, so dass ich es ihm immer mit der Hand geben musste. dann kam innerhalb einer Woche zuerst Willi zu uns und Bart rappelte sich wieder auf. Ein wenig später haben wir dann noch spontan Harry und Bounty dazu geholt und seit ca. 1 Jahr waren sie zu viert und es war immer etwas los bei uns. Nun sind sie nur noch zu dritt und merken irgendwie, dass Bart fehlt. Sie sind viel ruhiger als sonst. Aber beim nächsten Mal mehr über uns. Danke, dass war so lieb von euch, dass ihr mir etwas Trost gespendet habt.

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              #7
              Hallo Du,

              ja, dieses Forum ist klasse, denn alle hier wissen, was jeder mitmacht, der in so einer Lage ist und nicht meint "Hey, stell Dich nicht so an, ist doch nur ein kleiner Vogel, kauf Dir nen neuen".
              Ein Großteil von uns hat bereits einen oder mehrere der kleinen Freunde verloren, bei mir war es vor 3,5 Monaten, alle fühlen mit, glaube mir.
              Aber nun zum erfreulichen Thema, Du willst den drei Jungs noch einen Kumpel dazu holen, das ist eine gute Idee. Dann vergessen sie ihre Trauer und es ist wieder Action in der Hütte. Auf Deine Vorstellung bin ich gespannt und freue mich, Deine Wellis sehen zu dürfen.
              Bis bald.
              .

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                #8
                Alles was Silvia geschrieben hat ,kann ich nur dick und fett unterstreichen.

                Liebe Grüße von Eva und den 3 Rackern

                Im Herzen und unvergessen Emilie, Hansi ,Mäxchen , Moritz und Eddie

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                  #9
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                  Hallo IlonaLeni,

                  ich bin etwas spät, möchte dir aber auch noch mein herzliches Beileid ausdrücken. Bart ist nun im Hirsehimmel und du hast ihm weiteres Leid erspart.

                  Ich musste vor knapp vier Wochen eine ähnliche Entscheidung treffen. Ich habe innerhalb weniger Minuten beim TA zwei Hennen verloren.
                  Meine Coco hatte ähnliche Symptome wie du schilderst und ihr Tumor wurde sogar nur ertastet, er muss in wenigen Tagen so stark gewachsen sein. Da dein vkTA geröntgt hat, hat er schon das wichtigste gesehen und ihr hab richtig entschieden.

                  Wünsche euch alles Gute

                  Liebe Grüße von Yvonne und ihren Rackern

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