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Verstopfung mit Ölivenöl beseitigt - jetzt Gefieder verklebt

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    Verstopfung mit Ölivenöl beseitigt - jetzt Gefieder verklebt

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    Hallo,

    meine 4 Wellis waren 2 Tage allein zu Haus, ausnahmsweise im verschlossenen Käfig. Als ich heute zurückkam, hatte Juliette einen wirklich dicken Klumpen harten Kots um ihren Anus. Sie bekam ihn nicht allein ab. Da sie das vor gut 1 Jahr schon einmal hatte und unter der Verstopfung sehr litt, wollte ich ihr helfen. Ich habe sie eingefangen und rund um den fest um die Kloake herum verklebten Haufen leicht Ölivenöl mit meiner Fingerspitze aufgetragen. Nach 1 Minute löste sich der Klumpen und Juliette ließ noch einen weiteres großes Häufchen fallen.

    Aber: Nun hat sich das Olivenöl auf allen Schwanzfedern und auch um die Kloake herum verteilt, so dass sie auch nicht mehr richtig fliegen kann. Sie ist jetzt im Käfig und ich habe die Käfigtür geschlossen. Die 3 anderen Wellis lassen es sich im Zimmer gutgehen.

    Soll ich das so lassen und warten, bis Juliette das Öl nach und nach selbst gereinigt hat? Ich möchte sie nicht unbedingt noch einmal fangen, sie wirkt schon etwas gestresst und verstört. Wenn mir jemand bestätigen kann, dass das Ölivenöl nach und nach allein verschwindet, würde ich sie jetzt in Ruhe lassen.

    Danke für gute Hinweise.

    Tolstoi

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    #2
    Hallo Tolstoi,

    das ist keine Verstopfung, wenn sich ein Kotklumpen vor der Kloake festsetzt. In der Regel ist der Kot zu weich und bleibt hängen und verklebt dann zu einem harten Klumpen und verstopft so die Kloake. Das kann übel ausgehen, da die Vögel so keinen Kot mehr absetzen können.
    Sowas reinigt man nicht mit Olivenöl sondern mit etwas warmem Wasser. Das warme Wasser löst den Kot schnell auf. Biete der Kleinen eine Bademöglichkeit an, sie wird sich das Olivenöl auch aus dem Gefieder rausputzen, wird dadurch aber sicherlich Durchfall bekommen. Und solange sie nicht richtig fliegen kann, muß sie im Käfig bleiben, nicht dass sie sich noch was tut wenn sie abstürzt.

    Besorg Dir auf jeden PT-12, damit die Darmflora wieder vernünftig aufgebaut wird. Sollten solche Kotklumpen öfters auftreten würde ich beim vk TA mal den Kot untersuchen lassen.

    VG Susanne

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      #3
      Zitat von Nicky42
      ... Sowas reinigt man nicht mit Olivenöl sondern mit etwas warmem Wasser. ...
      Hallo Susanne,

      ja, im Nachhinein ist mir das klar, zu spät.

      Gibt es denn irgendeine Möglichkeit, dem Kleinen beim Reinigen der Schwanz-/Bauchfedern zu helfen, sodass er schneller wieder richtig fliegen kann? Ich möchte ihn nicht auch noch tagelang in einen separaten Käfig stecken. Wenn ich aber die Käfigtür zu lasse, kommen die anderen nicht mehr rein. Lasse ich sie auf, versucht Juliette rauszufliegen und stürzt ab ...

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        #4
        Hallo Tolstoi, ist nur so eine Idee und ich weiß auch nicht, ob es dann noch mehr verklebt aber wenn dein Welli in keine Badeschüssel geht dann versuch ihn doch mal ganz vorsichtig mit einer Sprühflasche nass zu spritzen. Meine finden es zum teil sehr angenehm und putzen sich dann automatisch nochmal gründlicher.

        Liebe Grüße von Yvonne und ihren Rackern

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          #5
          Mein vogelkundiger Tierarzt hat einer meiner Wellidamen, die ein total verklebtes Kopfgefieder hatte, durch Erbrechen von u.a. Lactulose (ist ja total klebrig) mit Babyshampoo gewaschen. Muss eben gut ausgespült werden, ist aber ungiftig, da ja für Babys konzipiert. Das wäre eine Idee.

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            #6
            So, vorhin habe ich meine vk Tierärztin telefonisch um Rat gefragt. Sie empfahl, eine große Schüssel mit lauwarmen Wasser zu nehmen, dort etwas Seife zu lösen und dann Juliette mit den betroffenen Stellen dort kurz einzutauchen (Schwanz und Kloakenbereich) und vorsichtig abzureiben. Das werde ich morgen Vormittag versuchen, daneben stelle ich noch eine Schüssel mit klarem lauwarmen Wasser, damit die Seifenlösung verschwindet.

            Im Moment sieht der Schwanz schon besser aus, nur die Federn unten hinten sind noch verklebt. Wenn Sie nach der "Reinigung" wieder allein fliegen kann, wäre es okay. Den Rest könnte sie mit der Zeit allein putzen.

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              #7
              Abschlussbericht:

              Heute morgen habe ich Juliette, wie von der vk Tierärztin empfohlen, vorsichtig in lauwarmen Wasser, in dem etwas Seife gelöst war, gewaschen und dann mit klarem Wasser abgespült. Danach in den Käfig gesetzt. Sie wirkte sehr gestresst. Jetzt sind 2 Stunden vergangen. Die Federn trocknen langsam und es sieht so aus, als fühle sie sich besser, denn: Sie putzt sich, sie wedelt die Schwanzfedern, sie rüttelt ihr gesamtes Federkleid durch. Und die anderen 3 spielen schon wieder mit ihr: Sie zupfen an ihrer Schwanzfederspitze und sie kräht dann wie ein Delphin. Das sind gute Zeichen, denke ich. Sie sieht natürlich schrecklich aus, weil die betroffenen Federn jetzt stumpf und auch nicht schneeweiß sind, wie vorher. Ich vermute, es wird einige Monate dauern, bis wieder alles in Ordnung ist. Da tut mir alles sehr leid für die arme Welli-Henne, aber ich bin sicher, sie ist auf einem guten Weg ...

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                #8
                Nachtrag:

                Mein Lieblings-Welli Jean-Paul, der eigentlich fest mit Pacaline liiert ist, flirtet jetzt volle Kanne mit der armen Juliette, tanzt um sie herum und schnäbelt sie. Er will sie trösten. Jean-Paul ist wirklich ein kluger Welli mit großem Herz
                Oder vielleicht steht er auch einfach nur auf struppige Federn?

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                  #9
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                  Hallo Tolstoi,

                  das hört sich wirklich gut an und ich freue mich, dass es der Kleinen nun besser geht.

                  VG Susanne

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