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    Veränderter Kot

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    Hallo zusammen

    Ich habe 4 Wellensittiche und kürzlich beim Käfig reinigen ist mir aufgefallen, das viele "gelbliche" Stellen gab. Daraufhin habe ich mehrere Haushaltstücher unter dem Schlafplatz der jeweiligen Vögel platziert über Nacht, um herauszufinden wer betroffen ist.

    Bei Chip Chip (So der Name eines Weibchens, 4 Jahre alt) schein mir mit dem Kot / Urin was nicht zu stimmen, hab ein Foto angehängt. Sie macht aber keinerlei einen veränderten Eindruck, ist immer sehr aktiv. Auch kann ich nicht unterscheiden, ob es was mit der Leber, Niere oder "Hungerkot" zu tun haben sein könnte. Frisches Gemüse habe ich vor Wochen nicht mehr verabreicht.
    Ich weiss nur, das man deutlich hört wenn sie Kot absetzt, es hört sich aber mehr nach Wasser an, wie eine "Pfütze". Sie putzt sich aber auch öfters an der Kloake mit dem Bein, als ob es ihr beissen würde. Eine vermehrte Wasserzunahme ist mir nicht aufgefallen. Auch weiss ich ehrlichgesagt nicht, ob das immer schon so war und mir das nie aufgefallen ist.

    Ich habe am kommenden Donnerstag einen Tierarzttermin, bei einer Vogelkundigen. Bin aus der Schweiz.
    Meine Erfahrungen zeigen aber jedoch, das sehr häufig hier wegen jeder Kleinigkeit einfach mal Antibiotika verschrieben wird. Auch gibt es praktisch wirklich hier keine Ärzte die auf Wellensittiche spezialisiert sind. Ich beneide in diesem und anderen Foren vorallem, das in Deutschland sehr viele gibt.

    Deshalb ein paar Fragen:

    - Ohne das ich die Ärztin mal zuvorkomme, will ich sie mir mal anhören was sie meint. Aber als erster Schritt, ein Kot- und Kropfabstrich wäre das mindeste. Anschliessend auch eine äussere Beurteilung rundum die Kloake. Was meint ihr?

    - Könnte sie anhand eines Röntgenbilds herausfinden, ob die Niere und Leber funktionieren? Oder eher eine Blutprobe im Labor untersuchen zu lassen?

    - Ich würde auch eine 2. Meinung einholen und bis um die 200KM innerhalb Deutschland herumfahren für einen Zweitgutachten oder ein Tipp, wenn ihr einen guten Arzt kennt. Konstanz ist von mir ca. 20 Minuten entfernt und darüber hinaus wäre ich bereit viele KM zu fahren. Meine Wellis vertragen Autofahrten sehr gut. Um eine Empfehlung wäre ich sehr efreut.

    Wäre euch herzlichst dankbar um eine Rückmeldung. Vielleicht hat jemand von euch die gleiche Erfahrung gemacht und kann sehr gut erzählen, wie man hier vorgehen müsste und kann hoffentlich sogar über eine erfolgreiche Behandlung schreiben.

    Unabhängig davon, berichte ich gerne hier meinen Tierarztbesuch am kommenden Donnerstag.

    Lieben Dank für eure Bemühungen und Liebe Grüsse aus der Schweiz.
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    #2
    Hallo Koebi,

    der Kot von Chi Chip schaut aus, als hätte sie Leberprobleme. Dies kann der vogelkundige Tierarzt durch Laboruntersuchungen feststellen. Es gibt Medikamente für Wellis, die eine Leberstörung haben. Eigenmächtige Behandlung halte ich für wenig sinnvoll. Deine Entscheidung, die Kleine zum Facharzt zu bringen, ist daher goldrichtig.
    Alles Gute und ich bin gespannt, was Du zu berichten hast. Daumen sind gedrückt.

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      #3
      Zitat von Silvia H Beitrag anzeigen
      Hallo Koebi,

      der Kot von Chi Chip schaut aus, als hätte sie Leberprobleme. Dies kann der vogelkundige Tierarzt durch Laboruntersuchungen feststellen. Es gibt Medikamente für Wellis, die eine Leberstörung haben. Eigenmächtige Behandlung halte ich für wenig sinnvoll. Deine Entscheidung, die Kleine zum Facharzt zu bringen, ist daher goldrichtig.
      Alles Gute und ich bin gespannt, was Du zu berichten hast. Daumen sind gedrückt.
      Hallo Silvia

      Vielen Dank! Gerne teile ich euch mit wie der Tierarztbesuch ausgengangen war.

      1. Die Ärztin hat mich aufgeklärt anhand vom Foto vom Kot die ich angehängt habe, das es nach einer Leberproblem aussieht. Um die genaue Ursache dafür zu finden, müsste sie Chip Chip unter Narkose setzen um Blut abzunehmen und ins Labor zu schicken. Hatte kurz mit ihr diskutiert, ob eine Narkose wirklich nötig ist. Sie sagt sie müssten die Spritze ins Hals stecken und die Sittiche zappeln gerne rum und müssen so ruhig gestellt werden. Ich hatte mal ein Wellensittich verloren der ein Leberproblem hatte und wegen einer Schnabelverkürzung unter Narkose stand, der wachte nicht mehr auf. Allerdings gab es starke wiedersprüchliche Aussagen vom Arzt und weiss nicht ob das wirklich so gewesen ist. Deshalb bin ich bei diesem Thema Narkose sehr Heikel und habe vorerst abgelehnt und eins durchzuführen, war nicht darauf vorbereitet.

      2. Ich habe sie gefragt, ob es wirklich ein Leberproblem sein könnte und nicht eventuell ein Nierenproblem, da mir Chip Chip äusserlich einen normalen Eindruck hinterlässt. Bei meinem anderen vor Jahren verstorbenen Wellensittich durch Nierenprobleme, hatte er merkwürdiges Federkleid, langen Schnabel und lange Krallen. Das ist bei Chip Chip überhaupt nicht der Fall. Sie hat nochmals gesagt, das eine Blutprobleme entnommen werden muss für eine genaue Analyse.

      3. Wir haben uns entschieden mal ein Röntgenbild zu machen, diese habe ich hier ebenfalls angehängt. Gemäss Ärztin sieht die Leber vergrösstert aus. Es gäbe aber verschiedene Arten von Leber (Fettleber etc.) und das muss für die richtige Behandlung durch eine Blutprobe beurteilt werden.

      4. Ich habe auch ein Foto von Chip Chip angehängt. Links ist Chip Chip, rechts die Mutter, Rouge.

      5. Chip Chip wiegt mit 64KG zuviel. Ich setze sie jetzt auf Diät, indem ich weniger Körnerfutter gebe und diese mit verschiedenen gesunden Grässern mische. Bestelle mir diese auf einer Deutschen Seite in die Schweiz. Dazu darf ich laut Ärztin Mariendistel drüber mischen. Ich habe jeweils 4 kleine Tonschalen für die 4 Wellensittiche. Häufig essen die vom anderen Weg, aber laut Ärztin schadet es nicht, wenn die anderen auch etwas davon haben. Ich sollte das mal bis auf weiteres so verabreichen

      6. Sie hat mir zusätzlich ein pflanzliches Mittel für die Leber gegeben, kann mit Spritze in den Schnabel oder über das Futter verteilt werden, weiss den Namen grad nicht mehr.

      7. Ich werde Chip Chips Gewicht langsam auf unter 60G runterbringen wollen und ihr Gewicht wöchentlich abwiegen. Anschliessend mich für die Blutentnahme / Test in mehreren Wochen vorbereiten.

      8. Frage für welche die ein Wellensittich mit Leberproblem haben und mit diesen Mitteln behandeln oder erfolgreich behandelt haben: Wenn die Behandlung anschlägt, muss zwanghaft sich auch der Kot optisch wieder normalisieren?

      Hat jemand sonst noch Tipps / Ideen? Oder eine gleiche Krankheit gehabt und der Ablauf auch ungefähr so verlaufen ist?


      Herzlichen Dank vorab für einen Austausch.
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        #4
        Hallo Koebi,

        Dein kleiner Schatz ist schon ein echter Brummer, aber statt 64 KG wiegt er doch sicher 64 gr., was auch recht viel ist. Also, abspecken, soll heißen, keine ölhaltigen Saaten, kein Obst, sondern Löwenzahn, Vogelmiere und Gräser-Samen. Mariendistel ist immer gut. Das schadet den anderen Wellis auch nicht. Wenn Du mal auf die Startseite (Portal-Krankheiten-Leber) schaust, wirst Du gut informiert.
        Die Blutabnahme unter Narkose hätte ich auch nicht machen lassen, denn es besteht, wie Du befürchtets, ein Risiko, dass der Kleine nicht mehr wach wird.
        Ich denke, mit der richtigen Pflege wird das schon werden.
        Ich hoffe, es melden sich noch andere User, die Erfahrungen mit leberkranken Wellis haben.

        Alles Liebe und Gute und bitte, berichte weiter.

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          #5
          Mein TA hat bei Leberproblemen nie Blut entnommen. Sowas kam noch nie zur Sprache. Wie viel soll denn da entnommen werden?! Ein Welli hat doch nicht viel.

          Bei Momo war das Leberproblem damals auch durch verlängerte und schnell wachsende Krallen, sowie anfänglich zu langer Schnabel offensichtlich.
          Der Schnabel wurde zweimal korrigiert, danach hatte die Behandlung mit Mariendistel gut angeschlagen und mit dem Schnabel gab es nie wieder Probleme. Die Krallen mussten etwa 3 mal im Jahr gekürzt werden.
          Zuerst hatten wir kurweise was fürs Trinkwasser (Aminin oder so ähnlich hieß das) das hat Momo nicht so gut vertragen. Gab dann Probleme mit der Niere. Mit Mariendistelpulver aus der Apotheke (Kapseln und das Pulver raus holen) übers Futter gestreut war alles soweit ok wie es eben ging. Das zum chronischen Fall.

          Es kann aber auch akute Leberprobleme geben. Auch schon erlebt. Nix chronisches wie mit den typischen Anzeichen. Dann gab es vom TA immer ein Mittel was morgens und abends in den Schnabel musste. Die Akutfälle haben wir damit in den Griff bekommen. Das wirkt auch bissel abführend, was die eventuellen Moppelchen quasi nebenbei beim Abnehmen unterstützt hat.
          Alleine reicht das aber nicht, die Ernährung bei mopsigen Wellis muss nebenbei und anschließend im Auge behalten werden. Das Medikament in den Schnabel ist auch keine Dauergabe. Das geht nur paar Wochen.
          ​​​​​
          Bei normalgewichtigen Wellis hat es so geholfen.
          Das wurde dann in einer Nachuntersuchung kontrolliert per Röntgen.
          ​​​​​

          Ich wünsche deinem Welli alles Gute.


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            #6
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            Hallo Koebi,

            unsere Sunny hat Leberprobleme durch ihr Übergewicht, also eine Fettleber. Das wurde anhand einer Röntgenaufnahme erkannt, Blutentnahme ist dafür nicht zwingend notwendig. Sunny bekommt von mir Löwenzahnpulver, gibt es im deutschen Oblineshop. Das hilft ihr super, der Kot ist dadurch wieder schön geformt, der Schnabel muss nicht gekürzt werden, lediglich die Krallen kürze ich zweimal im Jahr.
            Zu dick ist sie aber leider immer noch.
            Bei einem anderen Welli von uns wurde im übrigen schon eine Blutentnahme gemacht, ohne Narkose. Der Kleine hat das damals prima überstanden.

            Alles Gute

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