ich bin neu hier im Forum und möchte von meinem gestrigen, nicht so schönen Erlebnis, berichten. Meine Freundin und ich haben seit fast 2 Jahren Wellensittiche. Wir haben Ole, den Hahn, von meiner Mutter im Alter von ca. 1 Jahr aus übernommen, weil sie in Reha musste. Danach haben wir uns darauf verständigt, ihn zu behalten und haben Rosa, eine Henne dazu gekauft. Er ist nun über 3 und sie über 2. Die beiden leben meist friedlich zusammen und Ole ist aufgrund seiner Erziehung sehr auf Menschen fixiert, liebt sie aber auch und schenkt ihr viel Aufmerksamkeit. Er redet sogar und ist sehr neugierig und aufgeweckt.
In unserer Wohnung hatten wir nun ein Klebeband für Fliegen aufgehängt, eigentlich so, dass es in einem Bereich hängt, wo sich die beiden nie wirklich aufhalten. Doch so neugierig wie er ist, flog er gestern einfach an dieses Band und auf einmal konnte ich nur ein Schreien von ihm hören (wir werden dieses blöde Band nie wieder aufhängen, so viel ist klar...). Ich rannte zu ihm und dachte, da muss ich ihn jetzt einfach von lösen, das erwies sich aber als schwerer als gedacht. Ich musste ihn richtig ziehen. Er verlor dabei viele Federn. Danach wollte ich ihn freilassen aber er war ja noch so verklebt, sodass er leider fiel. Das ganze war wirklich schlimm für ihn und aber auch für mich. Ich nahm ihn wieder und versuchte ihn mit Wasser etwas zu erlösen, aber Wasser hilft nicht viel. Ich rief in Panik meine Freundin auf Arbeit an, steckte ihn erstmal in den Käfig.
Kurz danach erreichte ich zum Glück einen vogelkundigen Tierarzt, zu dem wir dann fuhren. Ole wurde in einem Mini-Käfig transportiert. Dort angekommen wurde er dann behandelt und mit Öl gereinigt. Der Arzt machte uns klar, dass das mega viel Stress für ihn ist und er daran auch sterben kann (also alleine von der Behandlung). 20 Minuten bangen angesagt. Dann wurden wir wieder reingeholt und sahen ihn zum Glück lebendig in seinem Käfig, nicht mehr allzu sehr verklebt. Wir waren sehr erleichtert, jedoch erwies sich die Rückfahrt von 30 Minuten als purer Horror. Ole war sehr müde und verkroch sich mehrmals in die Ecke im Käfig. Er schloss die Augen und wir dachten schon, das wars nun. Endlich angekommen konnten wir ihn in den großen Käfig lassen und da wurde er zum Glück wieder etwas wacher. Zum Glück ging es ihm dann wohl wieder besser.
Für den Rest des Tages war er sehr ruhig, hat sich sehr viel geputzt. Am Abend konnte ich ihn zum Glück, nachdem er bisher kein Essen angenommen hat, vom Finger füttern. Er hat ca. 30 Körner gegessen und ein wenig Banane. Heute ist er sogar nochmals lebendiger, noch lang nicht so, wie wir ihn kennen, aber er fliegt zumindest wieder zu meiner Freundin (da fliegt er meist hin). Er putzt sich aber immer noch sehr viel, das Gefieder ist nun mal verändert. Was mich wundert, ist ein wenig, dass er etwas humpelt, aber erst seit dem ihn der Arzt behandelt hat. Direkt nach dem Unfall lief er eigentlich rund.
Da würde mich mal interessieren, was ihr dazu meint? Heilt so eine wahrscheinlich kleine Fußverletzung aus? Er hat etwas Balanceprobleme, fliegen kann er nun wieder, hört sich nur etwas komisch an. Landen kann er auch.
Denkt ihr, dass er noch in Lebensgefahr ist? Innerlich hat er ja wohl keine Verletzungen, aber wenn er jetzt wieder lebendiger wird so langsam, passt das doch, oder?
Zudem meinte der Arzt, wir sollen versuchen, dass er badet (ja, er badet manchmal). Aber in seinem Zustand weiß ich nicht, ob er darauf gerade so Lust hat. Alternativ mit einer kleinen Sprühflasche besprühen? Wäre das eine Idee?
Wir haben noch Metacam mitbekommen, sollen wir ihm das noch geben? Arzt meinte, nur wenn er weiterhin sehr schwach wird. Ich denke, das ist dann nicht unbedingt nötig.
Gern mal eure Einschätzung posten, danke vorab!







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