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Meine Vögel haben Kokzidien - und nun?

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    Meine Vögel haben Kokzidien - und nun?

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    Hallo Ihr Lieben,

    ganz frisch dabei und schon eine Frage, die mir unter den Nägeln brennt.

    Ich habe vorhin die Nachricht bekommen, daß die Kotsammelprobe meiner 23 Birdies (Wellis und Nymphies) positiv auf Kokzidien getestet wurde.

    Zitat: "es ist nur ein leichter Befall, es scheint sich etwas anzubahnen"

    Morgen werde ich beim Tierarzt ein Mittel holen, welches ich wohl ins Trinkwasser reinbröseln muß um es den Birdies zu verabreichen.

    Jetzt meine Frage, wer hat mit Kokzidien schon mal Erfahrung sammeln müssen.

    - Woher kommen die,
    - sind sie auch auf andere Tiere (Hunde) übertragbar
    - wenn das Mittel verabreicht wurde, können sie dann wieder auftauchen? (Vögel leben in einem 20 qm Vogelzimmer - keine Außenvolierenhaltung)
    - Muß (wenn ja, was alles) desinfiziert werden?

    Fragen über Fragen und ich hoffe, daß ich bei Euch eine Antwort bekomme.

    Herzlichen Dank vorab - auch im Namen meiner Krummschnäbelchen

    DasTigerchen

    P.S.. eine Vorstellung meiner Person folgt natürlich in Kürze

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    #2
    Ich hatte denselben Befund vor ein paar Monaten, habe Baycox vom TA bekommen und per Trinkwasser verabreicht.

    Alle Sitz- und Spielstellen habe ich mit Essigwasser abgewaschen und Äste auch bearbeitet und bebackofend - ganz wichtig, weil nach der Gabe von Baycox besonders viele Parasiten abgehen.

    Ergebnis: Kotproben nach 3 Wochen und 8 Wochen abgegeben- keine Kokzidien mehr.
    Wellis sind seitdem auffallend munterer und koten alle feste Bomben.
    Es "riecht "übrigens komisch bei Befall , das fiel mir als erstes auf und habe dann auf Verdacht Sammelkot testen lassen- krank war keiner sichtbar.
    Viel Glück

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      #3
      Hallo Sabine,

      vielen Dank für die Mitteilung Deiner Erfahrung... ich bin grad noch am überlegen, wie ich das bewerkstelligen soll mit den ganzen Seilen, etc... hm...

      In ein paar Minuten fahre ich zum Tierarzt und werde wohl dann auch das Zeug bekommen, was Du für Deine Birdies genommen hast - er hatte mir vorab gesagt, daß es übers Wasser verabreicht wird.

      Herzlichen Dank für Dein Feedback
      DasTigerchen

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        #4
        Hallo,

        bei unseren Wellis wurden letztes Jahr Kokzidien in geringer Anzahl festgestellt. Gleichzeitig hatten wir einen massiven Spulwurmbefall.

        Behandelt wurde wie folgt:

        1. Woche: 3 Tage Wurmkur
        2. Woche: 2 Tage Behandlung gegen Kokzidien mit Baycox über das Trinkwasser
        3. Woche: 3 Tage Wurmkur

        Voliere, Spielplätze und Sitzgelegenheiten haben wir während der Behandlungszeit täglich gereinigt und im Anschluss teilweise erneuert.

        Wir haben inzwischen einige neue Kotuntersuchungen machen lassen und alle Proben waren zum Glück ohne Befund.

        Ich drücke Dir die Daumen für die Behandlung und hoffe, dass Du die Kokzidien schnell los bist. Alles Gute für Deine Wellis.

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          #5
          Hallo Tigerchen,

          ein leichter Kokzidienbefall lässt sich mit Medikamenten über das Trinkwasser für gewöhnlich recht gut behandeln. Ich hoffe, dass das Mittel gut anschlagen wird, damit Deine Vögel die Krankheitserreger bald wieder los sind. So lange sie bisher keine Symptome zeigen und es ihnen gut geht, besteht wohl kein Grund zur Panik.

          Du fragst, woher Kokzidien kommen. Es handelt sich dabei um so genannte Protozoen, die den Darm als Parasiten bewohnen. Sie sind winzig klein, können aber auf die Dauer Schaden anrichten, weil sie zu schweren Durchfällen führen, die wiederum zu einer Austrocknung des Vogels und zu einer mangelnden Verwertung der Nährstoffe im Nahrungsbrei führen. Kokzidien werden hauptsächlich über den Kot von Tier zu Tier übertragen. Es reicht im Grunde aus, wenn ein Vogel Kontakt mit dem infizierten Kot eines anderen hatte, dann kann er sich anstecken und die Krankheitserreger in einen Vogelschwarm einbringen. Letztlich ist es aber müßig darüber zu spekulieren, woher es gekommen sein mag. Wichtig ist, dass Du den Befall schnell in den Griff bekommst. Und genau dafür drücke ich Dir die Daumen.

          Viele liebe Grüße,
          Gaby

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            #6
            Hallöchen,

            sodala... Medikament habe ich gestern geholt und noch kurz mit dem TA sprechen können.

            Er hat sich gewundert, warum ich es so eilig habe - er hätte ja nur 2 Eier in der Probe gefunden - da ich zwischenzeitlich herausgefunden habe, daß diese Dinger sich geschlechtslos vermehren, will ich sie erst recht so schnell wie möglich loswerden.

            Das Medikament nennt sich Appertex und das einzige was ich darüber weiß ist, daß es nicht gerne bei Kanninchen eingesetzt wird - aber da die GEflügel Kokzidien ja anders sind, denke ich, daß es schon ok ist... da vertraue ich meinem TA einfach mal. Ansonsten weiß er ja, daß ich sehr unbequem werden kann

            Nach wie vor bin ich etwas unsicher, wann ich mit der Reinigung des "Ladens" anfangen soll... ist ja nun auch nicht mal eben so gemacht.
            Ob es wohl ok ist, wenn ich erstmal das Buchenholzgranulat komplett rauswerfe und die vollgekackten Stangen abbrühe und bebackofe (sofern reinpaßt...)

            Was meint Ihr?

            LG
            DasTigerchen


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              #7
              Hallo Tigerchen!

              Zitat von DasTigerchen
              Ob es wohl ok ist, wenn ich erstmal das Buchenholzgranulat komplett rauswerfe und die vollgekackten Stangen abbrühe und bebackofe (sofern reinpaßt...)
              Das Buchenholzgranulat würde ich auf jeden Fall schnellstmöglich entfernen. Wir hatte im Sommer Giardien im Schwarm und mussten da auch erstmal das Vogelzimmer ausräumen und alles sorgfältig säubern/abkochen, damit sich die Viecher nicht weiter vermehren können. Ich habe es damals so gemacht, dass ich Zeitung als Bodenbelag gewählt habe. Die habe ich dann 2x täglich gewechselt. Wir haben die Naturäste weggeworfen und für die Zeit der Behandlung Holzsitzstangen im Käfig angebracht, da man diese besser reinigen kann. Zudem habe ich auch das Spielzeug im Käfig mit der Dampfente gereinigt.

              Die Voliere/den Käfig würde ich mir mal als erstes vornehmen und gründlich reinigen. Wie gesagt, ich hab das damals mit ner Dampfente gemacht.

              Drücke die Daumen, dass die Kokzidien bald weg sind!

              Viele Grüße
              Daniela

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                #8
                Leute, ich sag Euch... als ob der vorweihnachtliche Stress nicht schon genug wäre.

                Habe jetzt die Sitzgelegenheiten zu 80 % raus und heiß abgebrüht - inkl. meiner Finger - Backofen heizt grad auf 120 Grad und wird alles das was reinpaßt für 15 Min. backen.

                BHG fliegt danach auch noch raus - da ich Fliesen habe, werde ich für den Behandlungszeitraum nichts reinpacken sondern alle Käckelchen regelmäßig wegschrubben...

                Mei, ist das ne Arbeit... und es ist schon 13.30 gleich... kann mir mal jemand den Tag um 40 Std. verlängern?

                LG
                DasTigerchen

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                  #9
                  Hallo .

                  Was sind Kokzidien ?

                  Kommentar


                    #10
                    Hier ein Auszug aus Wikipedia, was Kokzidien sind (gesprochen: Kock-zieh-di-en)

                    Mein TA nennt sie "Kokis"

                    Kokzidien (Coccidia) sind eine Ordnung der Sporentierchen, einer Klasse der Protozoen, die in der Regel intrazellulär parasitisch in höheren Tieren leben.

                    Die Kokzidien befallen vorwiegend den Magen-Darm-Trakt und bewirken je nach Befallsstärke Durchfall. Die Erkrankungen durch Kokzidien nennt man Kokzidiosen. Sie kommen bei Haustieren wie Hund, Katze und Kaninchen, aber auch bei Geflügel und Fischen vor. Als Therapie werden sog. Kokzidiostatika verabreicht. Die Krankheit kann nach erfolgreicher Behandlung rasch abheilen. In besonderen Fällen, z. B. bei Jungtieren, kann sie auch tödlich enden.

                    ?
                    Hier sei aber noch angemerkt, daß JEDER Durchfall bei einem Tier zur innerlichen Austrocknung führen kann, was tödlich ist.

                    ?

                    Desweiteren:

                    Vermehrungszyklus:in einer Wirtszelle, meist des Magen-Darm-Kanals, des Blutes oder der Leber, vollziehen sie eine ungeschlechtliche Vermehrung in Form einer Schizogonie/Merogonie (Spaltung) durch mehrfache Kernteilungen und zerstören dabei die Zelle. Jedes der sogenannten Merozoiten (bis zu 100 aus einem Elterntier) befällt anschließend eine neue Zelle und der Vorgang wiederholt sich. Die Form der Teilung ist abhängig vom Parasiten: Toxoplasma gondii teilt sich in einer Form die Endodyogenie genannt wird, während Eimeria ein Schizogonie/Merogonie-Teilungsmuster aufweist. Bei Sarcocystis wird das Teilungsmuster als Endopolygonie bezeichnet.

                    Die Zahl der ungeschlechtlichen Vermehrungen ist für jede Kokzidien-Art spezifisch. Danach bilden sich Geschlechtszellen (Gametogonie), nämlich große plasmareiche Makrogameten und kleine begeißelte Mikrogameten und es vollzieht sich eine geschlechtliche Vermehrung. Die befruchtete weibliche Zelle umgibt sich mit einer Hülle und wird zur Oozyste. Sie wird mit dem Kot des Wirtes ausgeschieden. In der Außenwelt kommt es wieder zu einer ungeschlechtlichen Vermehrungsphase, in der sich einkernige Teilungsprodukte bilden und sich mit Hüllen umgeben, die sog. Sporen (Sporogonie). In den Sporen bilden sich unter weiterer Teilung die infektiösen Sporozoiten.

                    Anmerkung: Das ist auch der Grund, warum der Kot der Vögel so hochgradig infektiös sein kann. Kommt ein gesunder Vogel mit dem kontaminierten Kot in Berührung, ist die Gefahr, daß dieser diese fiesen Dinger aufnimmt, extrem hoch.

                    Ich habe im Internet nachgeforscht und herausgefunden, daß neben der Gabe von dem Medikament, auch unbedingt bekotete Äste am besten durch neue ersetzt werden und das Interieur - wie auch hier vorgeschlagen wurde - in den Backofen (nach vorheriger Reinigung durch Überbrühen) bei 120 Grad 20-30 Minuten behandelt wird.

                    Diese Art der Sporen ist bei 100 Grad leider hitzebeständig, genau wie Hepatitis-Viren, etc... es darf also ruhig etwas heißer hergehen.

                    VG
                    DasTigerchen




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                      #11
                      Es gibt Neuigkeiten von den Kokis

                      die Sammelkotprobe von heute hat folgendes ergeben:

                      Kokzidien: negativ
                      Spulwürmer: negativ
                      sonstiges Zeugs, was Welli nicht brauch: negativ


                      Ich wünschte, man könnte das auch von den vermurksten Tumor-Genen sagen.

                      VG
                      DasTigerchen

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                        #12
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                        Mein Welli hat auch Kokzidien, und ich habe ein Mittel bekommen (weiß leider nicht, wie es heißt), von dem ich ihm 2x täglich 0,25 ml in den Schnabel spritzen soll. Kann das sein? 0,25 ml erscheint mir sehr viel, da muss ich ihn ja ne ganze Weile festhalten, bis er das alles geschluckt hat, der Arme...

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