ich bin jetzt (leider) seit Wochen auch zum Thema Magabakterien bzw. GLS im Internet unterwegs und wundere mich, dass ich nicht früher über Deinen Thread gestolpert bin. Ich bin mit meinem "Pünktchen" gerade in einer ähnlichen Situation und ziemlich ratlos

Vor etwas mehr als einem Monat sind bei der Kleinen Megas diagnostiziert worden. Daraufhin hat sie zunächst zweimal am Tag Ampho bekommen und nach der Kontrolle nach einer Woche waren dann auch im Kot und im Kropfabstrich keine von den Biestern mehr zu entdecken - schien also erstmal alles supergut. Als sich beim Wiegen dann aber zeigte, dass sie innerhalb dieser sieben Tage abgenommen hatte und ein Röntgenbild bewies, dass die Magenschleimhaut total angegriffen ist, schellten bei dem Arzt alle Alarmglocken und ich musste sie direkt in der Praxis lassen.
Jetzt begann eine schlimme Zeit, Pünktchen war die ganze Zeit in der Klinik (mit ihrem Partner zusammen, zumindest das!) und bekam drei mal am Tag Medizin und Brei verabreicht. Zu Hause war es furchtbar - kein Piepsen, nur ein leerer Stall auf den der Blick wie gewohnt fällt, wenn man ins Zimmer kommt. Aber ich wusste, sie ist in guten Händen (vkTa der auch hier auf der Arztliste steht) und ich habe gehofft, alles wird gut. Nachdem sie zunächst weiter abgenommen hatte kam auch der Tag, an dem sie tatsächlich ein Gramm zugenommen hatte, aber leider war das nur ein kurzer Effekt. Nachdem sie über eine Woche in der Klinik war und das Würgen wieder angefangen hatte und noch immer keine Gewichtszunahme stattfand, war der Arzt auch mit seinem Latein am Ende. Er hat in dieser Zeit verschiedene Medikamente ausprobiert und war selbst unbefriedigt, dass es nicht bergauf ging. Er meinte, seine letzte Hoffnung sei, dass es vielleicht am Stress läge, dass sie nicht zu nähme, und empfahl daher, sie nach Hause zu holen.
Wie froh war ich, das Vogelmädchen mitnehmen zu dürfen! Und ich glaube, sie war und ist auch froh, zu Hause zu sein. Ich war guter Hoffnung, dass sich nun alles dreht. Aber nachdem das Gewicht ein paar Tage konstant geblieben ist, sinkt es seitdem leider weiter. Seit zwei Wochen ist sie nun daheim, und ich habe alles ausprobiert, was ich im Internet und sonstwo gefunden habe. Quellfutter, Keimfutter, Eifutter, Pellets, Babybrei, verschiedenste Gemüsesorten, Gemüsesaft, Vogelmiere, Vogelwiese, Heilerde... nichts mag sie fressen außer ihrer geliebten Kolbenhirse (die ich in Thymiantee quellen lasse) und ihrer neuen Liebe - Dill. Außerdem hat sie abends immer noch Medikamente bekommen, wieder in den Schnabel. Sie hat es gehasst, auch wenn sie sich immer weniger gewehrt hat, zum einen weil sie sich dann doch ein bißchen daran gewöhnt hat, zum anderen aber weil sie auch schwächer geworden war. Für mich war es immer schlimm, den Unterschied zu noch vor drei Wochen zu spüren, als sie noch kräftig gestrampelt hat und zu merken, wie dünn wie geworden ist. Da sie immer weiter abgenommen hat meinte der Tierarzt bei einem Telefongespräch am Montag, er würde sie wohl einschläfern lassen. Aber ich glaube, dieser Zeitpunkt ist noch nicht gekommen, auch wenn ich natürlich Angst davor habe, die falsche Entscheidung zu treffen. Pünktchen schläft viel, ist aufgeplustert und man merkt, es geht ihr nicht richtig gut. Aber zwischendrin hat sie immer wieder Phasen, da turnt sie fröhlich durch den Käfig und wirkt total lebensfroh. Sie frisst, klettert von selbst aus den Käfig, kämpft mit den Dill-Stielen wie man es von ihr kennt, interagiert mit ihrem Freund Anton und putzt sich ausgiebig. Und irgendwie denke ich, da ist noch so viel Lebenswille, da darf ich (noch) nicht von mir aus aufgeben und ihr diese Zeit nehmen, auch wenn es schwer ist. Ich gebe ihr über das Trinkwasser Bachblüten und ein Mittel zur Immunstärkung (Propolis), außerdem bestrahle ich sie mit Rotlicht.
Nach Beratung mit dem Tierarzt habe ich die Medikamente abgesetzt - sie hat das Ampho fast fünf Wochen lang bekommen und ich hatte zuletzt das Gefühl, es schwächt sie nur noch zusätzlich. Vom Bauchgefühl war es auch erstmal die richtige Entscheidung, das Fangen und die Medikamentengabe in den Schnabel hat sie zunehmend gehasst. Seitdem blüht sie irgendwie auf und wirkt viel lebensfroher, auch wenn das Würgen (vor allem nachts irgendwann, wenn sie abends viel gefressen hat) anhält. Aber wenn ich hier lese andere viel viel länger mit Ampho behandelt haben, macht mich das aber total unsicher. Denn sie muss unbedingt zunehmen! Ich will noch nicht aufgeben - und sie ganz offensichtlich auch noch nicht.


nick:

Um mich weiter zu informieren und anderen mit Tipps zu helfen!
Die Megas ernähren sich doch davon!
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