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Pendelkropf.... was und wie füttern ?

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    Pendelkropf... was und wie füttern ?

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    Hallo ihr Lieben

    meine Henne Cookie hat seit fast zwei Jahren einen Pendelkropf.
    In der letzten Zeit hat sie beim Fressen Probleme und würgt häufig.
    Klar waren wir beim vkTA.
    Sie hatte für 10 Tage lang ein Antibiotikum bekommen, weil ihre Schleimhäute entzündet waren und bekommt Sepia D 10 Streukügelchen zur Stärkung des Bindegewebes ins Trinkwasser.
    Cookie war diese 10 Tage im Krankenkäfig mit ihrem Partner und ist nun wieder bei ihrem Schwarm.
    Leider besteht ihr Problem wohl weiterhin, habe ich heute früh beobachtet, sie frisst einfach zu gierig und schnell.
    Es gibt ja immer ein starkes Gerangel um die vermeintlich "besseren" und "volleren" Futternäpfe.
    Vorhin habe ich sie daher in den Krankenkäfig zurück gesetzt und dort hat sie dann alleine und in Ruhe weiter gefuttert.
    Danach würgte sie auch nicht mehr.
    Kaum war sie wieder draussen ist sie aber leider gleich wieder in die Voliere zurück, an die Näpfe... um dort nochmal zu fressen .
    Verfressene kleine Maus !
    Da sie sehr zum dick werden neigt und es ja auch gar nicht gut für das Bindegewebe ihres Kropfes ist sich so sehr vollzustopfen, muss eine andere Lösung her.
    Außerdem frage ich mich, ob das Schreddern von Kork, Holz und Gräsern/Heu nicht auch schädlich für ihren Kropf ist.
    Allerdings kann ich wohl kaum alles was schredderbar ist aus ihrem Umfeld entfernen.
    Im Krankenkäfig hat sie die Rinde von den Sitzstangen abgeknabbert und kaum zum Freiflug rausgelassen, fliegt sie zum Kork um den zu zerlegen.

    Da ich nun bald neues Futter bestellen möchte, würde ich mich freuen wenn ihr mir eure Erfahrungen mit bestimmten Futtersorten bei einem Pendelkropf oder Kropfentzündung mitteilen könnt !

    Runde Körner sind ja bekömmlicher, vielleicht gibt es da ja eine geeignete Futtermischung für Cookie, ohne dass sie gleich aus allen Nähten platzt .
    Bisher habe ich PT 12 Pulver übers Futter gegeben, vielleicht ist ja Bene Bac Gel besser, weil es den "Kropf schmiert" ?
    Wie oft füttert ihr eure Vögel mit Pendelkropf am Tag ?
    Wie groß in Gramm sind dann die einzelnen Portionen ?

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    #2
    Huhu Brownie

    Zitat von Brownie
    ...habe ich heute früh beobachtet, sie frisst einfach zu gierig und schnell.
    Es gibt ja immer ein starkes Gerangel um die vermeintlich "besseren" und "volleren" Futternäpfe.
    Hast du schon einmal über Bodenfütterung nachgedacht? Da könnte man das Futter dann noch ein wenig "verstecken" (in Grit / BHG / Gräsern), und die gierigen Vögelchen müssten sich ihr Futter erarbeiten und würden so langsamer fressen.

    Dies meine Idee, zum Thema Pendelkropf kann ich allerdings nicht viel sagen - da kenn ich mich zu wenig aus.

    Alles Gute für dich und deinen Schwarm, v.a. Cookie!
    Lena

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      #3
      Hallo Brownie!
      Habe mich mal etwas zu diesem Thema kundig gemacht und herraus gefunden das Bodenfüttterung ,so wie Lena es beschrieben hat ,sehr gut ist.Dazu stand da dann auch das man Quell und Keimfutter gebnen kann weil das ja auch gut bekömmlich ist.Dann stand da noch was von Pagima green ,das gibt es in on line Shops und soll bei den Vögeln sehr beliebt und bekömmlich sein.Dann sollte man auch kleinere Futtermengen geben aber wie das bei Deinen Sechs gehen soll weiß ich nicht.So einen Pendelkropf kann man wohl auch operativ behandeln ,aber Medikamente gegen Pendelkropf gibt es nicht(leider).
      Hoffe ich konnte etwas helfen und wünsche Euch und vor allem Cookie alles gute und ein schönes Wochenende.

      Enno

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        #4
        hallo,

        das bereits genannte Pagima Green soll entzündungshemmende Wirkung haben, ich habe bei meinen Pnedelkropf-Wellis dait gute Errfahrungen gemacht. Ebenso mit Propolis-Pulver, am besten über das Keimfutter gestreut. Da das Keimfutter leicht feucht ist, haftet das Pulver sehr gut an den Körnchen. Auch Propolis wirkt antibiotisch und entzündungshemmend und kann auch bei Wunden benutzt werden.

        Beim Pendelkropf können die im Kropf befindlichen Körnchen nicht richtig weiter zur nächsten Verdauungsstation wandern. Die Reste, die im Kropf bleiben, können dann gären und so eine Entzündung hervorrufen. Dabei ist es unwichtig, ob das Futter schnell oder langsam in den Kropf kommt.

        Das Schreddern dürfte keine Auswirkungen haben, denn die geschredderten Teilchen werden ja nicht geschluckt.

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          #5
          Hallo liebe Lena, liebe Renate, lieber Enno

          vielen lieben Dank dass ihr mir hier zu dem Thema Pendelkropf etwas geschrieben habt !

          Die Idee die Fütterungszeit etwas zu entspannen durch Bodenfütterung habe ich noch am selben Tag umgesetzt und bisher beibehalten.
          So hatten wir es früher ja auch schon mal.
          Außerdem kommt mir die nicht ganz so "Kopfüber"- Körperhaltung wie bei den Näpfen irgendwie natürlicher vor, ob es besser ist weiß ich nicht.
          Ein Video dazu lade ich gerade hoch und stelle es hier noch ein.
          Man sieht gleich zu Beginn, wie Cookie würgt, die Körnchen bleiben aber drin und werden nicht ausgespuckt.



          Versteckte Futterplätze wie z.B. in der Wühlkiste habe ich schon seit langem.
          Aber dennoch frage ich mich manchmal, ob das Problem mit der großen Futtergier nicht selbst gemacht ist.
          Sie bekommen pro Schnäbelchen zwei Teelöffel Futter am Tag, wie hier immer empfohlen.
          Zusätzlich ein paar Körnchen in den Versteckplätzen.
          Dennoch hatte ich bei meinem Schwarm immer große Gewichtsschwankungen, obwohl ich schon nichts mehr zwischendurch an Leckerchen reichte.
          Deshalb gab es dann Diätfutter, wenn einige Vögelchen zu dick wurden.
          Sie wiegen zwischen 36 - 51 Gramm... im Augenblick...
          Ganz früher hatte ich mal einen Futterspender, also hatten die Vögel ständig Futter, und sie waren trotzdem nicht übergewichtig.

          Nach eingehender Studie der Einzelsaaten hier, habe ich inzwischen jede Menge Hirsesorten, die nicht dick machen sollen und alle aus runden Körnchen bestehen, bestellt.

          Silberhirse lose und in Rispen
          rote Hirse lose und in Rispen (Kolbenhirse)
          Senegalhirse
          Mohairhirse
          Japanhirse

          braune Bio Hirse + Bio Amaranth gepoppt + Nackthafer - diese dienen der Gewichtszunahme !
          Letztere also auschließlich für Cookie, die mir beim letzten wiegen mit 41 Gramm zu dünn war.
          So wenig hat sie schon lange nicht mehr gewogen.
          (Bobby darf mit seinen knapp 37 Gramm ruhig auch gerne davon naschen kommen)

          Pagima Green und Delicha habe ich auch bestellt.
          Bisher aber noch nicht an Cookie verfüttert, weil es ja Gräser sind und recht spitz.
          Das Delicha riecht recht muffig und ich weiß nicht so recht, ob ich es überhaupt verfüttere.
          Ich habe jetzt also reichlich Futtersorten und Cookie bekommt momentan ausschließlich runde Körnchen.
          Sie sitzt aktuell gerade wieder im Krankenkäfig, diesmal alleine, damit sie in aller Ruhe fressen kann.
          Nur so kann ich sehen wieviel sie wirklich zu sich nimmt, wie ihr Kot aussieht und sie bekommt auch noch die Reste ihres AB im Trinkwasser (nach telefonischer Rücksprache mit ihrem vkTA).
          Beide Futternäpfe sind gut gefüllt und Hirse hängt direkt vor ihrer Nase.
          Dabei habe ich festgestellt, dass sie trotz des Futterüberangebots nicht den ganzen Tag am Fressen ist.
          Was ich ja eigentlich befürchtet hatte.
          Und sie fängt etwas an zu würgen, wenn es rote Kolbenhirse gibt.
          Vielleicht weil diese etwas härter ist ?

          Propolis habe ich gekauft und sie bekommt es über das Futter gestreut.
          Vielen lieben Dank für den guten Tip Renate !
          Es riecht süßlich und für mich lecker, aber vielleicht ist dass auch der Grund, warum Cookie nicht frisst wie eine Wilde .

          Jetzt am Wochenende werde ich meine fliegenden Freunde mal wieder wiegen, mal schaun ob sich was verändert hat durch die neuen Körnchen.

          Wenn noch jemand Tips oder Ratschläge für mich hat, bitte immer her damit !

          Ein schönes Wochenende wünsche ich euch allen

          Kommentar


            #6
            Hallo,

            da ich viele behinderte Wellis habe, biete ich immer reichlich Futter an. Auch weil ich alleine lebe und es im Notfall einen Tag dauern kann, bis die Kleinen von einer Freundin versorgt werden können.

            Ich habe dicke Wellis genauso dabei, wie dünne. Meist sind die Hennen recht pummelig, weil sie von ihren Partnern gut gefüttert werden. Nach meiner und der Ansicht unserer vk TÄ hilft da nur "liebevolles Scheuchen", also mehr Bewegung und mehr Beschäftigung der Damen. Korkröhren (die ganz großen, damit sie nicht auf die Idee kommen, das sei eine prima Bruthöhle) Küchenrollen etc. sind da sehr hilfreich.

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              #7
              Hallo Ranate

              vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung !
              Ich denke auch, dass ich nicht nur die Futtersorten, sondern auch die Futtermenge verändern muss.
              Deine Fütterungsweise, ihnen immer reichlich Futter anzubieten, werde ich jetzt auch so übernehmen.
              Dann sind sie nicht immer so hungrig und schlingen bestimmt nicht so.
              Außerdem gibt es immer einige freche Wellis, die die schüchternen vom Futter verjagen.
              Diese bekommen dann zu wenig ab finde ich, während die anderen immer runder werden.
              Und Dickerchen hatte ich ja mit meiner bisherigen 2 Teelöffel-Fütterung auch, also probiere ich es jetzt einfach mal aus.

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                #8
                die arme kleine Cookie!

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                  #9
                  Meine vier Stimmungskanonen und ich drücken Cookie ganz fest die Krallen und Daumen.

                  Enno

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                    #10
                    Noch was zur Bodenfütterung:
                    Könntest du vielleicht eine etwas größere Futterstelle am Zimmerboden einrichten? Ich kann dir bei der Planung gerne helfen.
                    Ich habs bei mir zwar nicht ganz unten am Zimmerboden aber meine rasen beim Futtern immer wieder gerne von Napf zu Napf und bewegen sich dazwischen ordentlich. Edit: das wäre bei einer Bodenfütterung im Käfig nicht, oder nur begrenzt möglich.

                    Wenn du mehr als die übliche Tagesdosis anbieten willst, würde ich das zusätzliche Futter grundsätzlich in einer Wühlkiste anbieten und nur die absolute Mindestmenge zur freien Verfügung, eher sogar bisschen weniger. Die Wühlkiste kann dabei schon gerne ein bisschen größer und ausladender sein, also nicht beschränkt auf eine kleine Holzkiste.

                    Ich hab momentan leider nur ein Video von meinem "Waldboden" ohne Einstreu beim Futtern. Sobald ich eines mit Einstreu und verstecktem Futter habe, werde ich das hochladen und gerne zeigen um zu verdeutlichen, was ich meine. Man kann bei ihnen schon einigermaßen das Futterverhalten erkenne, das sie in der Natur zeigen: 2 Körnchen, tippel-tippel-tipp, noch ein Körnchen, rasendes fußeln, wieder 2 Könrchen, usw.

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                      #11
                      Hallo liebe Britta
                      dankeschön für deine Resonanz hier !

                      Für deine Mithilfe bei der Planung einer Bodenfütterung wäre ich dir wirklich sehr dankbar !

                      An Bodenfütterung hatte ich witziger Weise auch schon mal gedacht und es einen Tag lang ausprobiert.
                      Leider finde ich das Foto nicht mehr, muss es wohl gelöscht haben.
                      Da hatte ich den übergroßen Blumenuntersetzer mit Futter auf den Boden gestellt.
                      Na, die skeptischen Welli-Blicke hättest du mal sehen sollen .
                      Sie saßen auf den Türchen und dem Dach der Voliere und guckten immer nach unten, als wie ... was hat die doofe Federlose sich da denn schon wieder einfallen lassen .
                      Dabei sind sie sonst immer mal lustig am Fußboden unterwegs, eben meist auf Körnchensuche.
                      Also dürfte es eigentlich mit dem Fußboden keine Probleme geben (hoffe ich).
                      Mir ist nur aufgefallen, dass sie dort unten sehr viel schreckhafter sind, wenn es z.B. durch die Meerschweinchen unerwartete Geräusche gibt.
                      Die Akustik im Zimmer ist nämlich so ohne Vorhänge und Teppich viel lauter als es im Wohnzimmer gewesen ist.
                      Darauf reagieren sie immer noch stark.

                      Ich würde es besser finden statt einer größeren Futterstelle vielleicht zwei Futterstellen anzubieten, die man etwas auseinander stellen kann.
                      Die Futterstellen müssen ja euch gut zu reinigen sein.
                      Stelle es mir mit zwei Kleineren leichter vor, als mit einer Großen.
                      Ich sehe ja jetzt schon wie sie mit vollem Körpereinsatz in den Schalen sitzen und eben auch mancher Klecks dort landet.
                      Wenn es Wühlkisten sein sollen, wie macht man die hinterher sauber ?
                      Selbst mein Buchenholz ist weggeflogen, als ich wohl zu beherzt reingepustet habe .
                      Von dem Heu gar nicht zureden.
                      Ich glaube Hartweizen-Nudeln kommen noch in Frage, aber ich weiß nicht, ob sie davon nicht Stückchen abzwacken und fressen.
                      Ist der Rand der Futterstelle zu niedrig, sind die ganzen leeren Hülsen im Zimmer verteilt, wenn die Vögel auffliegen.

                      Mein größtes Problem ist ... dass alles muss auch noch für die Urlaubsvertretung wirklich möglichst einfach und leicht umsetzbar sein

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                        #12
                        Nachtrag:

                        tippel...tippel...tippel...tipp
                        ...rasendes fußeln...

                        genauso hört es sich auf dem Boden immer an, zu süß

                        Kommentar


                          #13
                          Zitat von Haarmonster
                          Man kann bei ihnen schon einigermaßen das Futterverhalten erkenne, das sie in der Natur zeigen: 2 Körnchen, tippel-tippel-tipp, noch ein Körnchen, rasendes fußeln, wieder 2 Könrchen, usw.
                          Ja, genau so sollte das sein
                          So wird Fressen und Körnchensuchen eben richtig schön in die Länge gezogen - nicht ein paar Minuten am Napf und fertig. Ausserdem entspricht es ja wirklich dem eigentlichen Fressverhalten der Wellis.

                          Wünsche euch einen schönen Sonntag!

                          Kommentar


                            #14
                            Immer gerne

                            Mir ist nur aufgefallen, dass sie dort unten sehr viel schreckhafter sind, wenn es z.B. durch die Meerschweinchen unerwartete Geräusche gibt.
                            Die Akustik im Zimmer ist nämlich so ohne Vorhänge und Teppich viel lauter als es im Wohnzimmer gewesen ist.
                            Darauf reagieren sie immer noch stark.
                            Das ist aber genau das, was die Bodenfütterung ausmacht: je weiter unten, desto besser. Das ist dem Verhalten ihrer Artgenossen in der Natur nachempfunden und sie bewegen sich dadurch wesentlich mehr. Edit: dabei erschrecken und auffliegen gehört genauso dazu, wie das fußeln. Wenn mein Zimmer größer wäre, würde ich auch noch weiter unten füttern. Aktuell geht das leider noch nicht...

                            Ich würde es besser finden statt einer größeren Futterstelle vielleicht zwei Futterstellen anzubieten, die man etwas auseinander stellen kann.
                            Die Futterstellen müssen ja euch gut zu reinigen sein.
                            Stelle es mir mit zwei Kleineren leichter vor, als mit einer Großen.
                            Ich sehe ja jetzt schon wie sie mit vollem Körpereinsatz in den Schalen sitzen und eben auch mancher Klecks dort landet.
                            Wenn es Wühlkisten sein sollen, wie macht man die hinterher sauber ?
                            Selbst mein Buchenholz ist weggeflogen, als ich wohl zu beherzt reingepustet habe .
                            Von dem Heu gar nicht zureden.
                            Ich habe manchmal bis zu 6 Futterstellen aufgestellt und variiere auch immer mal die Schalen und Standorte, gleichermaßen wie die Stellen, an denen ich Futter unters Einstreu mische (Stellen, an denen viel Kot landet nutze ich dafür nicht). Auch streue ich die Futterreste am Waldboden, den ich ca. 1 Mal in 2 Wochen nur entleere und frisch auffülle. Stärker durch Kot verschmutzte Stellen schaufle ich mit einer Kehrschaufel für Kinder zwischendurch großräumig aus und säubere diese, danach wird frisch aufgefüllt. Das alles jede Woche komplett neu einzustreuen kann ich mir finanziell gar nicht leisten und da ich schon recht lange keine Probleme mit Keimen habe, die durch einen zu hohen Verschmutzungsgrad verursacht werden könnten, werde ich bei dieser Reinigungsmethode sicher bleiben.

                            Das funktioniert prima, denn so sehr verschmutzen die 3,5 Meter "Waldboden" dann doch nicht.

                            Um es leichter reinigen zu können, ist es natürlich super, wenn drunter ein Schrank ist, der das etwas anhebt, damit man als Federloser nicht Rückenprobleme bekommt. Muss ja nicht ganz am Boden sein, aber je weiter unten das ist, desto besser ist es natürlich. Bei mir ist es auf der Höhe handelsüblicher Küchenmöbel, würde es mir aber auch etwas niedriger super vorstellen können.

                            Als Fläche eignet sich super ein glatt beschichtetes Holz, die nicht groß genug sein kann (bei mir ist an einer Wand die gesamte Länge mit 3,5 Metern komplett ausgenutzt). Da einen Rand drum herum basteln. Bei mir ist dieser Rand etwa 12-15cm hoch und aus Plexiglas, damit nicht wieder zu viele dunkle Nischen entstehen. Wenn du Interesse hast, kann ich dir gerne noch Möglichkeiten dazu erklären. Ralf baut seine Spielplätze ja auch so, nur eben nicht so ausladend. Zur Reinigung nehme ich dann immer eine breite und feste Spachtel, um den Kot abzukratzen. Das Einstreu schaufle ich dann mit der Kehrschaufel aus und nehm dann für den Staub noch den Sauger zur Hand. Danach wird noch ordentlich naß gewischt, trocken nach und erst dann wieder neu eingestreut. Bei mir handelt es sich also nicht um Kisten, die man ausleeren kann, sondern um eine recht großzügige Fläche.

                            Für welches Material man sich letztlich entscheidet, ist nicht nur eine Frage der Schadstoffbelastung (z.B. Leim), sondern auch, wie haltbar es ist trotz Reinigung. Gut zu reinigen sollte das eben auch sein...

                            Ich glaube Hartweizen-Nudeln kommen noch in Frage, aber ich weiß nicht, ob sie davon nicht Stückchen abzwacken und fressen.
                            Ist der Rand der Futterstelle zu niedrig, sind die ganzen leeren Hülsen im Zimmer verteilt, wenn die Vögel auffliegen.
                            trockene Nudeln nehme ich nicht mehr, aber man kann da prima Futterverstecke mit machen, wenn sie innen hohl sind
                            *nick* der Rand muss natürlich hoch genug sein. s.o. Futter fällt bei mir so gut wie keines auf den Boden. Den Rand hatte ich allerdings aus einem anderen Grund gebaut: meine seelige Nymphenomi, die blind war und nicht fliegen konnte. Heute würde ich das aber trotzdem genau SO wieder bauen, da es hier noch mehr Vorteile gibt, die ich zu schätzen gelernt habe. (Streu und Futter bleiben da, wo sie sein sollen, ebenso wie der Kot)

                            Mein größtes Problem ist ... dass alles muss auch noch für die Urlaubsvertretung wirklich möglichst einfach und leicht umsetzbar sein
                            Das ist in der Tat ein Problem, bei dem ich dir leider aus Mangel an Erfahrung nicht helfen kann. Ich selbst kann nicht in Urlaub weiters fort gehen, da ich jemand anderem die Verantwortung für meine Tiere nur im äußersten Notfall (unausweichlicher Krankenhausaufenthalt z.B.) aufbürden wollte. Aktuell kann ich nichtmal in den Abendstunden ausgehen, da ich sonst die Tiere spät nochmal aus dem Schlaf reissen müsste zum Lüften. Wegen diverser Krankheiten suche ich das zu vermeiden, da besonders meine Megapatientin sehr anfällig ist bei Stress. Insofern muss ich gegen 20 Uhr (im Sommer 21 Uhr) immer zu Hause sein. Davor und danach ist es egal und mein Freundeskreis ist darauf eingestellt. Wer das nicht akzeptieren will, dem kann ich dann halt nicht helfen. Mich gibts nur mit Vögelchen, da bin ich ziemlich rigoros. *hust* Längerfristig strebe ich natürlich da auch andere Lösungen an, aber das sind halt auch alles Kostenfragen (z.B. vergitterte Fenster, anderer Käfig usw.)

                            Solange ich Einstreu anbieten kann (geht zeitenweise wegen der Megapatientin leider nicht), werde ich aber auf jeden Fall auch nicht so streng rationieren und lieber zur Futtersuche animieren. Sowas würde ich dann in einer genauen "Pflegeanleitung" meiner "Urlaubsvertretung" aufschreiben: wann, was und welches Futter in welchen Mengen wo genau... Man muss es für diese Zeit dann ja nicht zu kompliziert machen und du kannst jetzt mit deinen Piepserchen üben und ausarbeiten, welche Strategie für euch am günstigsten ist.
                            Wenn du es im Vorfeld planen kannst: Futter portioniert abpacken, Tag/Datum und alle anderen nötigen Infos drauf schreiben. Der Pflegemutti dann eine Kiste mit chronologisch sortierten Futterrationen übergeben und dann sollte eigentlich nichts mehr schief gehen.

                            Im Übrigen fällt mir noch was ein (weiß jetzt leider nicht, ob ich das schonmal wo erwähnt habe): Extrudat-Futter
                            In der Regel empfehle ich das hauptsächlich bei Megapatienten, da ich hier schon eigene hilfreiche Erfahrungen gemacht habe. Bei Zigge ist es zeitenweise auch so wie bei einem Pendelkropf, dass das Futter zu lange im Kropf verbleibt und zu Aufgasungen führt. Bei ihr ist eine Verengung im Magentrakt dafür verantwortlich, dass das Futter zeitenweise nicht weiter verdaut wird oder wenn doch, dann nur sehr schlecht. Frisst sie mehr von den Extrudaten, scheint die Verdauung wesentlich leichter zu klappen und die Aufgasungen sind erheblich geringer dann. Vielleicht wäre das auch für den Pendelkropf was?
                            Davon futtern sie in der Regel auch nicht mehr als sie brauchen. Ich selbst biete das permenent zusätzlich zum streng rationierten Futter (auf normales Körnerfutter würde ich nicht verzichten wollen!) an und habe aktuell nur noch ein Dickerchen, wo das Gewicht problematisch ist. Ob und wie weit überhaupt das Futter dafür verantwortlich sein kann, weiss ich noch nicht (ich vermute mal andere Ursachen, aber das würde hier jetzt zu weit führen)...

                            Weitere Vorteile von Extrudaten:
                            - es kann nicht selektiert werden und alle bekommen das gleiche (ist auf jeden Fall für Dickerchen auch gut)
                            - alle nötigen Nährstoffe sind enthalten
                            - sehr leicht verdaulich für Patienten mit angeschlagener Verdauung

                            Nachteile:
                            die Gewöhnung an Extrudate kann schwierig sein, ein Versuch lohnt sich aber auf jeden Fall!

                            Sobald ich ein brauchbares Filmchen habe, lade ich es hoch und zeige es.

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                              #15
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                              So hab jetzt mal 2 Videos hochgeladen...
                              So ganz beispielhaft sind die zwar noch nicht aber ich denke man kann gut erkennen, was ich meine:



                              geht gleich weiter...

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