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Wellensittich krampft, was ist noch Lebenswert?

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    Wellensittich krampft, was ist noch Lebenswert?

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    Hallo ich hoffe hier jemanden zu finden, der ähnliches erlebt hat.

    Mein Wellensittich krampft und fällt in Folge fast stündlich von der Sitzstange. Ich war mit dem Vogel beim vogelkundigen Tierarzt. Der Welli hat 2x eine Kortisonspritze zum Abschwellen des Gehirns bekommen. Nach der Behandlung ging es dem Voegel erheblich besser, die Krämpfe reduzierten sich auf leichte Anfälle und auf 1-2 x täglich.
    Jetzt 3 Wochen später, krampft er wieder wie vor der Behandlung und ist von dem ganzen Runtergefalle ganz schwach gewesen. Wir haben ihn nun in einem kleinen Transportkäfig gesetzt, dort hat er sich nun erholt und zwitschert wieder vor sich hin... Er krampft hier auch aber fällt nicht tief, wel die Sitzstange nur 4cm über dem Boden steckt.

    Was soll ich nur machen, in der kleinen Box geht es ihm besser - aber das ist doch kein Leben...
    Im Käfig zu seiner Partnerin geht gar nicht.

    Was meint ihr? Vielen Dank Desi

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    #2
    Hallo Desi,

    herzlich Willkommen hier im Forum, wennauch aus einem schwierigen und traurigen Anlass.

    Aufgrund meiner Haltung von sehr alten, chronisch kranken und behinderten Wellis muss ich leider oft den letzten Gang zum Tierarzt mit einem Vogel antreten. Es ist jedes Mal aufs neue eine Überwindung und schwere Entscheidung, denn wir können nur ahnen, wie es dem Vogel gehen mag.
    Für mich sind 3 Kriterien von besonderer Bedeutung: Qualen des Tiers durch Schmerzen, Fehlen jeglicher Lebensqualität und die Bedrohung durch plötzliche massive Verschlechterung des Zustands des Vogels, womöglich zu Zeiten, zu denen kein vogelkundiger Tierarzt mehr zu greifen ist. Auch in dieser Reihenfolge.
    Du nur selbst kannst ermessen, wie diese Fragen zu beantworten sind, mithilfe des Tierarztes.

    Ich erinnere mich zu gut an eine Nacht, als mein Lord Helmchen begann zu krampfen und ich über 4 Stunden Stallwache bei ihm hielt. Ich hätte das auch die nächsten Nächte weitergemacht, ohne Frage, aber ich sah in den Zeiten der Krämpfe einen völlig verschreckten und erschöpften Vogel, und dieses Leid wollte ich dem kleinen Lord kein weiteres Mal antun, so dass ich auch mit ihm losging.

    Die Nacht würde ich mit halbem Ohr bei ihm sein, vielleicht kannst Du ihn auch in Hörweite stellen und eingreifen - zumindest manchmal beruhigen sie sich etwas, wenn man ihnen dann das Licht anmacht.
    Morgen würde ich ihn dann wieder zum Tierarzt bringen und eingehend mit dem beraten, was die beste Hilfe für Deinen Kleinen ist. Auch wenn es für Dich eine schwere Entscheidung werden sollte.
    Vielleicht hat der Arzt ja aber auch noch andere Ideen.

    Alles Gute dem kleinen Mann

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      #3
      Hallo liebe Desi

      Oh man, das tut mir so leid. Erst einmal Herzlich Willkommen hier bei Welli.net.
      Schade, dass dich solche Sorge hier her treibt

      Ich hab hier auch einen Krampfwelli. Opa Otto. Er ist steinalt und hat auch immer mal wieder Krampfanfälle. Er bekommt ein Antiepeleptikum , dass seither die Anfälle auf ein Mindestmaß reduziert hat und somit die Lebensqualität sichert. Kortison ist halt nicht dauerverfügbar wenn es gegeben wurde und müsste entweder erneut gegeben werden, oder aber der genaue Grund für die Krampfanfälle muss herausgefunden und somit ursächlich behandelt werden, wenn möglich.

      So lange bis dass durch den vkTa geklärt ist, den du nochmal aufsuchen oder kontaktieren solltest, würde ich den kleinen bei niedrig angebrachten Sitzstangen und gepolstertem Boden im Käfig lassen. Alle Stangen niedrigstes Niveau, dass auch die Partnerin sich zu ihm gesellen kann. Boden mit alten Tüchern, Heu oder viel Kleintierstreu abpolstern und dann nen Termin machen für den kleinen Schatz.

      Lichtblitze, lichtreize, laute Geräusche und alle Wahrnehmungsreize können Krämpfe verstärken bzw. auslösen. Deshalb bitte dies ebenfalls reduzieren und in Zukunft drauf achten.

      Liebe Grüße und ganz viel Kraft.
      Alles, alles Liebe, Ive

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        #4
        Hallo desi

        Auch von mir ein herzliches Willkommen,
        auch wenn es ein unschöner Anlass ist.

        Das es deinem Welli so schlecht geht,
        tut mir sehr leid.

        Wurde er den von deinem Tierarzt schon ausgiebig untersucht (auch röntgen)?

        Neurologische Ausfälle können ja verschieden Ursachen haben,
        daher wäre es wichtig zu wissen warum dein Welli krampft.

        In dem folgenden Link sind die verschiedene Ursachen aufgeführt,
        welche zu neurologischen Störungen führen können.

        Oftmals bekommen solche Vögel auch ein Vitamin B Komplex verordnet,
        hast du das schon einmal bekommen von deinem TA?

        Wichtig wäre eben, (falls noch nicht geschehen) die Ursache zu finden,
        um dann gezielter die Ausfälle behandeln zu können.

        Ich wünsche deinem Welli alles Gute
        und drücke die Daumen für ihn.

        Liebe Grüße

        Liebe Grüße
        Tine und ihre neun Zwerge

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          #5
          Hallo Desi

          Wie ergeht es deinem Welli denn heute?
          Die Daumen sind gedrückt, dass der vkTa die Ursache findet.

          Liebe Grüße, Ive

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            #6
            Hallo,

            vielen Dank für die Antworten.
            Mein Welli sitzt mir gerade gegenüber in seinem Minikäfig und ruft seine Partnerin.

            Er tut mir so leid, morgen ist der vogelkundige Tierarzt wieder in der Stadt und ich werde
            mich dort mit dem TA beraten.
            Morgen schreibe ich euch mehr...

            Liene Grüße Desi

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              #7
              Wie geht es Deinem Kleinen ?
              Chip hatte auch oft gekrampft und ist dadurch von der Stange gefallen. Es war ganz schlimm anzusehen und Medikamente haben nur begrenzt eine Zeitlang geholfen. Ich habe auch erst einmal alles gepostert und ihn mit Argusaugen beobachtet. Ein Tumor drückte auf die Nerven, er hat immer weniger gefressen und den Kontakt zu seinem Partner gemieden. Wir mußten uns dann auch schweren Herzens zum Einschläfern entscheiden.
              Wie Andreas schon sagte, Du kennst ihn am besten und solltest alle Schritte ausführlich mit einem vTA besprechen.
              Jeder Welli, jeder Krankheitsverlauf ist anders.
              Ich drücke ihm ganz fest die Daumen.
              LG, Carmen

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                #8
                Hallo desi,

                krampfartige Beschwerden können auch von einer Leberfunktionsstörung herrühren, auch wenn man da im ersten Moment nicht gleich drandenken würde. Die Anfälle könnten mit intraschnabulös verabreichtem Vit. B in den Griff bekommen werden. Vielleicht kannst du diese Möglichkeit noch im Hinterkopf behalten und beim vkTA zur Sprache bringen.

                Liebe Grüsse und alles Gute
                Lena

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                  #9
                  Hallo desi

                  Ich wollte mal nach fragen, ob das mit dem Tierarztbesuch geklappt hat
                  und was dabei heraus gekommen ist.


                  Bin weiterhin am Daumendrücken für deinen Spatz.

                  Liebe Grüße

                  Liebe Grüße
                  Tine und ihre neun Zwerge

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                    #10
                    Ich habe mich entschlossen meinen Benni noch zu beobachten und die Anregungen den Käfig umzubauen ausprobieren...

                    Auf dem Käfigboden sind nun 2 Badehandtücher und die Sitzstangen tiefer gehängt. Ich habe den Eindruck, so geht es meinem Welli besser, das die Stürzte nicht so hart und somit anstrengend für ihn sind.

                    Ich werde ihn nun kritisch beobachten und schauen, wie er sich macht. Gegen Ende der Woche werde ich mich nochmal mit dem TA beraten und dann sehen wie es weiter geht.

                    Ich halte euch auf dem laufenden und bedanke mich für die vielen hilfreichen Tipps. Desi

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                      #11
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                      Hallo desi

                      Auf Grund der nicht ausbleibenden Krampfanfälle,
                      würde ich nicht bis Ende der Woche warten bis du dich mit deinem Tierarzt beraten tust.

                      Hier wurden einige Ursachen für Krampfanfälle nieder geschrieben
                      und die sollten so schnell wie möglich abgeklärt werden,
                      je früher um so besser für deinen Spatzen.

                      Von alleine werden diese Anfälle wohl leider nicht aufhören,
                      daher würde ich nicht länger zögern mit dem Tierarztbesuch.

                      Alles Gute für deinen Spatzen!

                      Liebe Grüße

                      Liebe Grüße
                      Tine und ihre neun Zwerge

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