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Was ist das was mein Wellensittich Jarvis an der Bürzeldrüse hat?

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    Was ist das was mein Wellensittich Jarvis an der Bürzeldrüse hat?

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    Hallo liebe Wellensittich- Freunde, ich bin noch neu hier und hoffe ich mache das richtig. Vor kurzem habe ich einen Wellensittich (ich nenne ihn Jarvis) aus schlechter Haltung von einer älteren Person übernommen. Er saß in einem viel zu kleinen Käfig, die Stangen waren schief und schepp und der Käfig war so voll gestopft, dass er kaum Platz hatte. Nachdem ich ihn samt Käfig mit zu mir genommen hatte, habe ich ihm erst einmal den Käfig aus- und teilweise aufgeräumt, ihm ein Badehäuschen besorgt und man merkte er fing sich an nach und nach etwas wohler zu fühlen. Ich hatte zur Info, dass er acht Jahre alt ist und noch nie außerhalb des Käfigs geflogen ist. Ich stellte fest, wie sehr er sich auf sein Futter stürzte und fragte mich schon, was er wohl alles erlebt haben muss. Auf weitere Nachfrage beim Vorbesitzer erfuhr ich dann, dass er vor der Abgabe an mich mit einem Weibchen zusammen gelebt hätte, was aber verstorben wäre. Sie hätte irgendwas unter einem Flügel gehabt und irgendwann morgens voller Blut im Käfig auf dem Boden gelegen. Ein Tierarzt wurde natürlich nicht konsultiert. Ich habe nun Jarvis einen großen Käfig besorgt und er fühlt sich recht wohl. Er ist munter, zwitschert, frisst mir aus der Hand usw. . Unabhängig davon, dass ich ihn sowieso bei einem vogelkundigen Tierarzt vorstellen wollte, habe ich nun etwas unter seinem Gefieder Richtung Büzeldrüse festgestellt. Ich habe schon einen Termin beim Tierarzt vereinbart, dieser ist aber erstmal in Urlaub. Daher meine Frage: Hat jemand von Euch so etwas schon einmal gesehen? Es geht von seiner Bürzeldrüse weg (unter den Federn). Die Bürzeldrüse scheint auch vergrößert..

    IMG-20240408-WA0000.jpg
    Für ein paar Hinweise wäre ich dankbar.
    Anna

    Zuletzt geändert von Stubenfalke; 12.04.2024, 18:28. Grund: Titel präzisiert.
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    #2
    Hallo Anna Hint,

    erst einmal von mir ein herzliches Willkommen hier bei den Welli- Netten!
    Sehr lieb von dir das du einem einsamen Welli ein neues Zuhause geben möchtest und er sich auf seine alten Tage noch in seinen Lebensumständen verbessern wird!

    Der verstorbene Partnervogel hat nach deinen Schilderungen offenbar einen Tumor gehabt, der dann eines Tages aufgebrochen ist und der Welli verblutet.

    Wellis neigen leider zu Tumorbildung, eine häufige Todesursache.

    Dein Welli hat vermutlich einen Bürzeldrüsentumor. Das ist in Wellikreisen keine Seltenheit, ich persönlich hatte schon 2 betroffene Wellis.
    Eine Vorstellung beim vkTA ist notwendig, aber bitte unbedingt NUR zu einem NACHWEISLICH vogelkundigen TA!
    Einen normalen Kleintierarzt zu konsultieren ist absolut sinnlos!

    Der vkTA wird feststellen inwieweit der Tumor operabel ist und im Falle das, den Welli operieren!

    Das klingt erstmal dramatisch, aber wenn der vkTA eine OP vorschlägt, das sollte man sich mit ihm beraten und das machen lassen.
    Inhalationsnarkose und eine Laser OP werden vom Welli erstaunlich gut weggesteckt!
    Ein Restrisiko bleibt wie bei jeder OP, aber sie wird das Leben des Wellis verlängern.
    Lässt man den Tumor unbehandelt, endet es wie oben beim Partnervogel beschrieben.

    Es gibt verschiedene Wuchsformen beim Bürzeldrüsentumor, die Wuchsform ist entscheidend ob der Tumor beim Welli operabel ist!

    Ich hatte wie gesagt bisher positive Erfahrungen bei Bürzeldrüsentumor OP.
    Es gibt außerdem gutartige oder bösartige Tumore, schlimmstenfalls wächst nach einer Weile der Tumor neu nach einer erfolgreichen OP!

    Jetzt bist du bestimmt traurig, das ich dir keine erfreulichere Antwort geben konnte?
    Da wirst du mit den Sorgen eines Wellihalters gleich ins kalte Wasser geschubst...



    LG von den Tieffliegern und ihrer Körnchengeberin Corinna

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      #3
      Hallo Corinna,

      vielen Dank für deine Nachricht.

      Ich dachte mir das innerlich schon irgendwie und bin auch über den Vorbesitzer sehr verärgert, allein schon aufgrund der schlechten Haltung. Der vereinbarte Termin ist sichergestellt bei einem vogelkundigen Tierarzt, dass war mir wichtig, da ich grundsätzlich die Gesundheit abklären wollte, um ihm ggf. noch einmal eine Möglichkeit zu geben mit ein oder zwei anderen Wellis zusammen zu leben.
      Aber so schnell gebe ich nicht auf. Der kleine Mann soll es bei mir so lange es geht und schmerzfrei abläuft gut haben. Ich muss jetzt leider erst den Urlaub des Arztes abwarten, da es hier nicht Unmengen von vogelkundigen Tierärzten gibt.

      Aber vielen, lieben Dank für die Begrüßung und auch für die aufmunternden Worte!

      Grüße Anna

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        #4
        Hallo Anna,

        wenn du Fragen hast immer her damit! Wir haben hier alle viel von anderen Usern gelernt und wir geben unser Wissen und unsere Erfahrungen gerne weiter!

        Ich wünsche dir viel Spaß hier im Forum und natürlich auch viel Freude mit deinem neuen Mitbewohner oder später vielleicht Mitbewohnern!

        LG von den Tieffliegern und ihrer Körnchengeberin Corinna

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          #5
          Danke schön Corinna!

          Gruß Anna

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            #6
            Hallo Johanna,

            schön, dass Du hier bist. Dass Dein kleiner Welli solche Probleme hat, ist schlimm, es tut mir in der seele weh, wenn Tierchen so vernachlässigt werden. Du bist so lieb, dass Du ihm ein schöneres Leben schenkst und wenn der Tierarzt wieder erreichbar ist, den Welli dort vorstellst. Sollte eine OP nötig sein, ist das zwar schlimm, aber immer noch besser, als alles so zu belassen. Corinna hatte Dir ja schon vieles geschrieben, dem schließe ich mich an.
            Ich wünsche dem kleinen Welli ein tolles Leben, er soll glücklich und zufrieden sein und wenn alles gut läuft, mit einem Artgenossen Dir um die Ohren düsen.
            Bei Fragen, immer raus damit. Alles Liebe und Gute..

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              #7
              Vielen Dank für die lieben Worte Silvia und Heinis.
              Der kleine Jarvis taut so süß auf und genießt das neue Leben, dass es teilweise wirklich schwer fällt zu sehen, dass er wohl doch so krank ist. Er hat so viel Spaß, dass ich einfach einmal das Beste hoffe und auch für ihn tun werde.

              Grüße Anna

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                #8
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                Hallo Anna,

                Tiere leben im hier und jetzt, sie machen sich keine Gedanken.
                Sie genießen den Augenblick. Wenn es ihnen gut geht, sind sie guter Laune.
                Das sind sie uns Federlosen im Vorteil.

                Wenn wir eine Diagnose bekommen, dann kreisen unsere Gedanken nur noch um dieses Thema und es beherrscht unser Leben.

                Wir wissen um die traurige Zukunftprognose, aber unser Tier lebt nur den Moment. Das sollte uns ein wenig Trost sein!
                Denn wir verantwortungsvolle Halter werden unsere Tiere nie leiden lassen und in aussichtslosen Fällen ihnen ein sanftes Hinüberschlummern ermöglichen.
                Das ist wiederum nur für uns Federlose sehr schmerzlich und muss verkraftet werden.


                LG von den Tieffliegern und ihrer Körnchengeberin Corinna

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