Anfang Oktober, es war noch richtig warmes Wetter, und ich öfter mit den beiden im Käfig draußen, fiel mir auf, dass sie die Flügel etwas hängen läßt.
Das Röntgenbild zeigte dann, dass sie kein Gramm Fett mehr auf der Haut hat (für Juwel besonders ungewöhnlich), und ein heller Fleck, der aber hinter den anderen Organen und daher nicht richtig zu identifizieren war.
Sie wog auch viel zu wenig.
Die TÄ gab ihr höchstens noch 2 - 3 Wochen, sagte sie könnte höchstens noch palliativ was tun und gab ihr eine Cortisonspritze. Dazu sagte sie, als Nebenwirkung könnte sie Durchfall bekommen.
Danach lag sie nur noch matt auf dem Sitzbrett und ich dachte jeden Moment, jetzt ist es vorbei.
Die TÄ hatte gesagt, sie soll sich nicht quälen müssen, aber sie war zu schwach zum Transportieren.
"Durchfall war noch geschmeichelt untertrieben - 6 Tage lang oben rein, unten raus, es floß nur so. Flüssig und kein Kot mehr zu sehen.
Ich habe so viel gebetet, und andere mit, und am 7 Tag wurde der Kot wieder leicht fester.
Allmählich wurde er wieder annähernd normal, und Juwels Gewicht legte zu.
Ich kann gar nicht genug danken, dass sie entgegen der vogelkundig-ärztlichen Prognose statt 2-3 Wochen bisher noch 4 Monate - und sogar gut und vergnügt! - lebte!
Ihre Wachshaut, die hellblau geworden war, wurde wieder schön braun. Vielleicht sogar zu fest, denn jetzt ist die eine Hälfte weg, und das Nasenloch scheint viel freier zu sein, als auf der mit der dunklen Wachshaut.
Und vor einiger Zeit stellte ich fest (leider ging die bisherige Waage nicht mehr, und anfangs wollte ich sie nicht stressen durchs Wiegen), dass sie 51 gr. wog. Da beide sehr verschwenderisch mit Futter sind, habe ich den Nachschub etwas reduziert. Ihr Gewicht ging dann bald auf 49 gr. runter.
Doch dann ging es wieder hoch - sogar bis 53, dann 56, und jetzt bleibt es meist bei 55 (morgens) und bzw. 56. Trotz wirklich sparsamem Füttern. Fips füttert sie natürlich auch - wie immer, ob sie will oder nicht.
Aber weil er zu anstrengend ist und, habe ich sie in zweierlei Käfigen nebeneinander und tagsüber unter Aufsicht zusammen.
Juwel ist so mutig und lebensfroh. Sie putzt sich und pickt auch manchmal nach mir oder Fips, und frißt
.Nun japst sie immer wieder. Fast hört es sich auch wie Röcheln an, wie wenn Wasser in der Lunge wäre...
Ich höre sogar durch den Käfig durch das Herz schlagen.
Andererseits ist es auch wieder ruhig und scheint besser, und dann hoffe ich wieder.
Heute habe ich zweimal Kot entfernt, der hinten an den Federn hing. Sie ist ja handzahm, aber da es ihr nicht gut geht, ist sie dann aufgeregt und ich spüre den Herzschlag in ihren Füßen.
Als sie mal 58 gr. Übergewicht hatte, zeigte die TÄ anhand des Röntgenbildes, daß Vögel solche Luftsäcke haben, die bei ihr durch die übermäßige Fettschicht aber auf ein Miniumun zusammengedrückt sind.
Mittlerweile befürchte ich, es ist ein Tumor - vielleicht hat er im Herbst an dem Gewicht gezehrt, dass sie so untergewichtig war - und ist durch das Aufpäppeln gewachsen?
Eigentlich kam sie mir, z. B. heute morgen auf der Hand, relativ zierlich vor, doch heute abend ist sie so aufgeplustert.
Und wenn sie auf dem Sitzbrett sitzt, ist es als stehe hinten an der Stelle, bevor sich die Flügel kreuzen, eine Art Wulst raus.
Wenn das ein Tumor oder Geschwülst wäre - vielleicht auch ein Lipo (wie heißt das nochmal genau?), könnte das operiert werden?
Aber in diesem Zustand wäre eine Narkose vermutlich viel zu riskant.
Und erst recht der Blutverlust...
Einerseits ging das Gewicht kürzlich noch von 51 auf 49 runter (gut, ist auch nur 2 gr.) - doch jetzt ist es immer wieder auf 56 gr, trotz reduziertem Füttern.
Normalerweise wäre ja Bewegung gut, doch da sie so schlecht Luft bekommt, und das Herz sich bei dem Gewicht viel mehr anstrengen muss, achte ich drauf, dass sie möglichst viel ausruht.
Wenn die Waage nicht ausgefallen wäre - hätte ich nur früher bemerkt, als das Gewicht wieder normal, und dann mehr wurde...




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