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Megabakterien bei Wellidame - was tun mit neuem Partner?

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    Megabakterien bei Wellidame - was tun mit neuem Partner?

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    Hallo,

    ich leg gleich mal los,
    ich hatte ein paar Jahre das Wellensittichpärchen Emi und Digger.

    Emi lag im Alter von nur 4 1/2 Jahren Anfang diesen Jahres tot im Käfig, einfach so, ohne daß ich zuvor gemerkt hätte, daß sie krank ist.
    Digger hatte zwar seit Mitte letztem Jahr immer wieder mal Durchfall, konnte aber mehrmals mit Antibiotikum, bird bene bac oder ähnlichem gut behandelt werden. Er soll eventuell auch einen Tumor irgendwo zwischen Niere und Hoden gehabt haben, aber das wurde nicht geröngt, das war eine Vermutung der TAin die Digger gründlichst abgetastet hatte. Jedenfalls entschloss ich mich trotzdem eine neue Partnerin für Digger zu suchen, obwohl seine Lebenserwartung nicht mehr sehr hoch war.

    Ich bekam eine Welli-Dame aus dem Tierheim. Digger hat sich nicht mit ihr anfreunden können. Jetzt im nachhinein weiß ich, daß er wohl zu krank für eine neue Partnerin war. Digger starb vor ca. 8 Wochen. Jetzt war wiederum die Welli-Dame aus dem Tierheim allein und ich habe ihr einen Partner von einem Züchter gekauft. Das war vor ca. 4 Wochen. Die Welli-Dame hat leider auch Durchfall bekommen. Heute bekam ich das Ergebnis, sie hat Megabakterien.

    Meine Fragen gehen jetzt nicht in die Richtung, wie ich die Megas bei der Welli-Dame behandeln soll (habe hier sehr viele gute links durchgelesen), sondern ich weiß nicht, was ich mit dem Partner den ich erst vor 4 Wochen geholt habe, machen soll. Ist er schon angesteckt, ist er noch gesund und könnte ich ihn wieder zurückgeben, bevor er auch angesteckt wird? Was soll ich tun, was ist für welchen Vogel besser?
    Die beiden sind wie gesagt noch nicht lange zusammen und schnäbeln sehr sehr selten, haben insgesamt wenig Kontakt. Dazu ist die Welli-Dame wohl auch zu krank, er versucht immer wieder Kontakt zu ihr aufzunehmen, aber sie blockt ab.

    Soll ich die beiden trennen, damit ich Madam gut behandeln kann und er (er hat noch keinen Namen, bei der Züchterin hieß er Adolf, aber den Namen möcht ich nicht übernehmen) nicht angesteckt wird?

    Wie soll ich das händeln? Kann mir jemand raten? Bin grad ziemlich durcheinander. 3 Vögel in kurzer Zeit verloren, das ist nur schwer zu verkraften. Ich möchte jetzt nichts -mehr- falsch machen.

    Danke schon mal an alle, die bisher meinen Text durchgelesen haben,

    Gudrun

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    #2
    Hallo Gudrun,

    ich kann dein Dilemma nachvollziehen. Folgende Meinung vertrete ich.
    Megabakterien sind ansteckend. Ob sich dein neuer Welli damit angesteckt hat, kann niemand sagen.
    Du kannst theoretisch eine Kotprobe von ihm nehmen lassen und ihn auf Megas untersuchen lassen, aber das Problem ist, dass viele Tiere zwar an Megabakteriose leiden bzw. die Erreger in sich tragen, trotzdem aber keine über den Kot ausscheiden!
    Das Ergebnis wäre dann falsch-negativ. Du bzw. der Züchter wähnt euch dann in Sicherheit und in Wahrheit sieht es anders aus.

    Dein neuer Welli kann sie jetzt also haben oder auch nicht.
    Es kann auch sein, dass er sich infiziert (hat), aber dass sie nie bei ihm ausbrechen werden. Manche Wellis tragen die Pilze ein Leben lang in sich und werden nicht krank;- sie sind also Überträger, aber nicht krank.

    Sollte dein neuer Welli sich angesteckt haben, wäre es dem Züchter und seinem Schwarm gegenüber äußerst unfair, dies nicht zu erwähnen und ihn einfach zurückzugeben. Er stellt dann eine Gefahr für den kompletten Zuchtschwarm dar und der Züchter wird dich bis ans Ende seiner Tage verteufeln, weil du ihm diese Seuche in seinen Bestand gebracht hast.
    Eine andere Möglichkeit, über die man aber besser nicht allzus ehr nachdenkt ist, dass der Züchter den Welli zurücknimmt und ihn dann, sagen wir es mal diplomatisch, verschwinden lässt Das fänd ich furchtbar und es kommt leider vor.

    Also ich würde ihn behalten. Er hat sich ja mittlerweile ein wenig mit deiner Welli-Dame angefreundet, auch wenn diese kränkelt. Sollte er sich anstecken, dann hast du eben 2 Patienten, bei denen du immer mal wieder mit Krankheitsschüben rechnen musst, die aber ansonsten noch ein langes, glückliches Leben führen können.
    Ich rede hier nicht "außen vor", weil ich selbst einen Welli aus einem Tierheim aufgenommen habe (angeblich gesund), mit dem ich mir dann die Megas ins Haus geholt habe.
    Moritz, so heißt das Kerlchen, ist nach wie vor der Einzige, der darunter leidet. Die anderen 4 haben sich entweder noch nicht angesteckt oder sie sind infiziert, aber die Krankheit ist noch nie ausgebrochen.
    Ich kann ganz gut damit leben, weil ich genau weiß, was ich tun muss, wenn Moritz wieder kränkelt.
    Ich separiere ihn in auten Schüben auch nicht von den anderen, weil ich spüre, wie sehr er die Nähe seiner Kumpels braucht und ich will ihn nicht stressen, indem ich ihn nicht zu den anderen lasse.
    An deiner Stelle würde ich auch das Separieren unterlassen. Die Kleinen kennen sich erst so kurz und es wäre wirklich nicht so toll für die Bindung untereinander, wenn man sie jetzt auseinandersetzt.

    Letzten Endes musst du aber entscheiden, wie du es regeln möchtest.
    Meine Meinung hierzu habe ich kundgetan

    Gruß und alles Gute
    Elena

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      #3
      Zuerst mal: Herzliches Beileid zu deinem Verlust!

      Da ich auch eine Megas-Patientin habe, kann ich zu dem Thema ein wenig beitragen:
      Du sagst, die beiden Vögel haben nicht viel Kontakt, schnäbeln nur ab und zu. Das kann bedeuten, dass sich der Neue noch nicht angesteckt hat, darauf würde ich aber ehrlich gesagt nicht wetten. Megas sind ansteckend und die Übertragungswege sind noch nicht abschließend erforscht.
      Aber das bedeutet noch lange nicht, dass der Neue nun auch sterbenskrank ist! Sehr viele Wellis sind inzwischen infiziert, also Überträger der Krankheit, aber nur bei den wenigsten bricht sie auch aus. Bei mir ist von vier Wellis nur eine Henne betroffen. Die anderen tragen den Erreger sicherlich auch in sich, zeigen aber keinerlei Symptome. Die Chancen stehen gut, dass dein Hahn (Adolf ist echt ein blöder Name...) nicht krank wird!
      Ich an deiner Stelle würde den Kleinen behalten. Ich halte generell nicht so viel vom "Umtausch" von Tieren. Und die Chance, dass er den Erreger nun in sich trägt, ist hoch. Es ist also fraglich, ob die Züchterin ihn überhaupt zurücknehmen würde. Außerdem ist das wieder Stress für ihn, er ist ja erst vor kurzem bei die eingezogen. Das würde ich ihm ersparen wollen.
      Ob du deine Henne separieren solltest, hängt von der Situation ab. Wenn die beiden sich noch nicht so gut verstehen und es ihr im Moment sehr schlecht geht, wäre eine vorübergehende Trennung vielleicht nicht verkehrt. Ich habe meine Patientin während ihres Schubs mit ihrem Partner zusammen gelassen, weil er sich die ganze Zeit so rührend um sie gekümmert hat, aber vermutlich will deine Henne im Moment keinen "fremden" Vogel um sich haben. Wenn du den Eindruck hast, sie will ihre Ruhe und der Neue nervt, dann trenne sie lieber. Wenn nicht, dann erspare ihr den Stress lieber.

      Und wenn deine Henne den Schub gut überstanden hat und wieder fit ist, wird sie dem neuen Hahn sicherlich auch positiver gegenüber stehen. Kann es vielleicht auch sein, dass die Henne bereits erwachsen ist, der Hahn aber noch ein Jungvogel? Das würde auch erklären, warum die beiden nicht zueinander finden. Andererseits sind vier Wochen auch keine lange Zeit, manchmal dauert es Monate, bis Wellis sich zusammenraufen.

      Ich drücke deiner Süßen auf jeden Fall die Daumen!

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        #4
        Ich habe eine Henne (Paulinchen) durch Megas verloren, aber Max, der diese Woche wegen ein es Tumors eingeschläfert wurde, ist positiv auf megas getestet worden, hat sie aber nie bekommen. Was ich immer peinlichst vermeiden habe, war Zucker in jeder Weise, also keine gezuckerten Leckerchen und auch kein Obst.

        Dann kam Bianca dazu nach Paulinchens Tod, die ich meiner vogelkundigen Tierärztin zeigte zur Kontrolle und die auch positiv auf Megas getestet wurde. Max und Bianca wurden behandelt und seitdem bin ich alle 6 bis 9 Monate zur Kontrolluntersuchung gegangen, um sicher zu gehen und notfalls wieder eine Behandlung anfangen zu können. Schübe hatten die zwei nie, auch auf Megas wurden sie nicht mehr positiv getestet.

        Ich würde den Hahn auf Megas untersuchen lassen. Sicher ist der Test nicht, aber wenn er positiv getestet wird, hat er ja ganz sicher welche und kann behandelt werden.
        Wenn du ihn abgeben möchtest, ob mit oder ohne Megas, dann aber besser nicht an die Züchterin, denn die wird ihm wahrscheinlich den Garaus machen. Und das ist auch bei einem Mega-Befall unnötig, denn meine Bianca ist bis jetzt gesund und munter.
        Tierärzte haben oft eine Pinnwand, an die man heften kann, daß man einen Vogel abzugeben hat. Meine nimmt sogar Vögel auf und sucht dann selber nach den richtigen Leuten.

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          #5
          Hallo!

          Leider gibt es ja zu Megas diverse Thesen - einige wurden ja bereits genannt.
          Ich persönlich tendiere inzwischen immer mehr zu der Annahme, dass diese Hefepilze zu der "natürlichen" Magen-Darm-Flora eines Wellis gehören. Nur das eben nicht jeder Vogel auch daran erkrankt.

          Wiederum, es gibt Studien, die von 80% "Infektionsrate" sprechen. Das hieße aber nach meinem Verständnis dann auch, dass gerade bei einem Züchter (und da kommt ja jeder Welli mal her) die Ansteckungsgefahr am größten ist. Da kommen doch immer wieder neue Tiere in den Bestand und viele Individuen leben auf begrenztem Raum zusammen...

          Eine meiner Mega-Patienten war 4,5 Jahre alt bei ihrem ersten Schub und hatte, seit sie als Jungvogel zu uns kam, keinen Kontakt zu einem anderen Vogel als ihrem Partner (der bisher negativ getestet wurde und gesund ist).

          Wieder ein anderer meiner Piepser wurde mit ca. 1/2 Jahr bei einem Eingangscheck im Tierheim positiv auf Megas getestet, hatte aber bisher noch nie einen Schub. Er ist jetzt 3,5 Jahre alt und wurde zu keiner Zeit prophylaktisch behandelt.

          Was ich damit sagen möchte: ich würde den Newbis auch nicht zurück geben. Die Wahrscheinlichkeit das er diese Hefepilze ebenfalls hat (egal ob normale Darmflora, vom Züchter "mitgebracht" oder bei Deiner Henne angesteckt) ist riesig.
          Und sollte es irgendwann dazu kommen, dass er einen Schub kriegt, dann wird er bei Dir gut aufgehoben sein, da Du weißt was zu tun ist.

          Für Deine Henne alles Gute!

          Liebe Grüße, Anne

          PS: Adolf, mhm - blöd. Aber der kleine Mann braucht doch nach 4 Wochen einen Namen. Wie wärs mit Dolfi/ Dolphy?

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            #6
            Erst mal möchte ich allgemein loswerden, daß ich sehr dankbar bin, hier so schnell so viele hilfreiche Beiträge lesen zu können. Ich hatte nicht erwartet, so schnelle Hilfe zu bekommen.

            @ Elena,
            ich hatte nicht vor, den Hahn der Züchterin zurückzubringen ohne zu erwähnen warum. Allerdings wusste ich nicht, daß dieser Test nicht aussagekräftig genug ist, danke daß du mich aufgeklärt hast. Somit scheidet die Rückgabe (die ich ja nur in Betracht gezogen habe um ihn vor einer möglichen, noch folgenden Ansteckung zu schützen) eindeutig aus.

            Das Separieren wäre bei den beiden wohl kein so großes Problem sie kennen sich ja noch kaum. Aber ich weiß gar nicht wie das praktisch aussehen soll. Einen 2. Käfig in selbe Zimmer und nur dem Hahn den Freiflug gewähren und der Welli-Dame nicht .

            @ CrimsonAngel
            ja die Dame ist sicher schon ein paar Jahre alt, das TH konnte mir nichts darüber berichten. "Adolf" ist im September 2011 geboren. Kann das Alter ein Problem sein und werden sie dann überhaupt zueinander finden können (wenn Madam nicht mehr akut krank ist)?

            @ Alexia
            kein Zucker, das werde ich mir auf die Stirn tackern

            @ Mucki
            die Namen sind noch ein Problem, wir konnten uns bisher noch nicht einigen. Wenn aber endlich mal klar ist, daß beide Vögel hierbleiben sind auch die Namen hoffentlich bald gefunden. Dolfi ist ja süß, mal sehen. Wir dachten eigentlich eher an Namen für ein Pärchen so wie Bonnie und Clyde

            Klar ist jetzt für mich, es bleiben beide hier ("Adolf" weil er sich vielleicht angesteckt hat und Madame soll nicht alleine bleiben). Wie gehts jetzt aber bei der Behandlung weiter. Bisher war ich der Meinung, nur die Welli-Dame behandeln zu müssen (muß das Mittel Ampho-Moronal Suspension heute in der Apotheke bestellen), aber sie ist sehr scheu, d.h. ich kann das Mittel nur ins Wasser geben oder die Hirse darin eintauchen, aber dann wird auch der Hahn davon fressen und wenn er gesund ist, dann bekommt er was ab, was sicherlich auch nicht gut für ihn ist, oder?

            Jedenfalls danke an euch alle, daß ihr mir auch eure Vogelerfahrungen/ -geschichten mitgeteilt habt. Ich kann daraus nur lernen und bin froh, daß ich nicht alleine mit dem Problem Megas und gesunde/kranke Vögel gemeinsam halten, dastehe.

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              #7
              Ich würde den Käfig mit der Henne in einen anderen Raum stellen, damit sie wirklich ihre Ruhe hat, bis es ihr besser geht. Dem Hahn kannst du dann natürlich Freiflug geben. So kann er sich auch mal in Ruhe umsehen und sich eingewöhnen.

              Da er schon 10 Monate alt ist, denke ich nicht, dass das Alter das Problem ist. Das Problem bei Jungvögeln ist meist, dass sie von älteren Vögeln erst für voll genommen werden, wenn sie aus der Jugendmauser raus und damit erwachsen sind. Vorher sind es eben noch Kinder. Da dein Hahn über diesen Punkt aber schon hinaus ist, werden die beiden sich bestimmt besser verstehen, sobald die Henne wieder fit ist. Sie müssen sich eben erst besser kennenlernen. Und wenn man krank ist, will man ja nicht unbedingt neue Leute kennenlernen, sondern eben einfach seine Ruhe.

              Was das Behandeln angeht: Ampho-Moronal sollte man am Besten oral geben, d. h. Vogel einfangen und das Medikament direkt in den Schnabel geben. Da mussten meine Süßen, die auch nicht handzahm sind, auch durch. Nur, wenn sie wirklich sehr scheu ist und das Einfangen zu viel Stress bedeuten würde, gibt man Ampho-Moronal übers Trinkwasser. Aber da würde ich mich an deiner Stelle ganz an die Anordnungen deines vkTA halten. Du kannst dort ja auch einfach nochmal nachfragen, wie das mit der Behandlung des Hahns ist. Meine vkTA empfiehlt in der Regel, alle vorhandenen Vögel mitzubehandeln, aber da gehen die Meinungen auseinander. Schaden kann es ihm aber eigentlich nicht.

              Wenn du weitere Fragen hast, frag ruhig! Mir hat es nach der Diagnose auch sehr geholfen, mich hier im Forum auszutauschen. Denk immer daran: Du bist nicht alleine damit!

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                #8
                Zitat von Südtirol
                Wie gehts jetzt aber bei der Behandlung weiter. Bisher war ich der Meinung, nur die Welli-Dame behandeln zu müssen (muß das Mittel Ampho-Moronal Suspension heute in der Apotheke bestellen), aber sie ist sehr scheu, d.h. ich kann das Mittel nur ins Wasser geben oder die Hirse darin eintauchen, aber dann wird auch der Hahn davon fressen und wenn er gesund ist, dann bekommt er was ab, was sicherlich auch nicht gut für ihn ist, oder?
                Also es ist kein Problem, wenn der andere Welli etwas von dem Ampho-Moronal mitabbekommt. Meines Wissens nach ist die systemische Resorption sehr gering und es wird ihm nicht schaden.
                Verwundert bin ich über die "Verdünnungsweise". Wenn dein Welli wirklich so kränkelt, gehört das Ampho-Moronal eigentlich schnabulös verabreicht. Ich würde mich nicht wundern, wenn sich dieser Schub sehr in die Länge zieht, wenn ihr weiter so verfahrt (ins Trinkwasser, auf Kohi geben). Ist das denn die Anweisung des Arztes?
                Wenn Moritz einen Schub hat, wird er abends von mir gefangen und bekommt das Ampho direkt in den Schnabel.
                Moritz ist sehr scheu und misstrauisch - es ist also immer eine Tortur für uns beide, dieses Fangen und Medizin verabreichen, aber es muss sein. Wir sind dann beide fertig mit den nerven und Moritz wochenlang schlecht auf mich zu sprechen , aber wenn er seine Medizin nicht bekommt, dann verkürze ich sein Leben, auch wenn er das nicht versteht.

                Bei weiteren Fragen stehen wir dir aus dem Forum gerne zur Verfügung

                ach, ja, ihr sucht noch Namen? Guckt doch mal hier: https://www.welli.net/namensstatistik.html


                Gruß
                Elena

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                  #9
                  Zitat von CrimsonAngel
                  Nur, wenn sie wirklich sehr scheu ist und das Einfangen zu viel Stress bedeuten würde, gibt man Ampho-Moronal übers Trinkwasser. Aber da würde ich mich an deiner Stelle ganz an die Anordnungen deines vkTA halten. Du kannst dort ja auch einfach nochmal nachfragen, wie das mit der Behandlung des Hahns ist. Meine vkTA empfiehlt in der Regel, alle vorhandenen Vögel mitzubehandeln, aber da gehen die Meinungen auseinander. Schaden kann es ihm aber eigentlich nicht.
                  Habe grade mit der vkTA gesprochen, sie meint, übers Trinkwasser wird es nichts bringen, das Mittel würde sich im Wasser nicht richtig vermischen, sondern absetzen und überhaupt würde der Vogel nicht genügend abkriegen, dafür trinkt er zu wenig. Das Ampho-Moronal müsse oral eingegeben werden. Wenn es überhaupt nicht machbar ist, wovon ist ausgehe, denn meine Madame fliegt im Käfig so aufgeregt hin- und her wenn ich sie einfangen will, daß es sehr großer Streß für sie ist, dann könne ich noch mit homöopathischen Mitteln versuchen, das Immunsystem zu stärken (mit Engystol und mucosa comp. von Heel), was anderes konnte sie mir nicht raten.

                  Ich bin jetzt schon verunsichert, hatte das Ampho-Moronal in der Apo bestellt und soll es jetzt wieder abbestellen, weil es übers Trinkwasser nichts bringt !?

                  Danke für dein Angebot, jederzeit fragen zu können, das hilft mir viel!

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                    #10
                    Ich würde dir raten, das Ampho-Moronal trotzdem zu geben. Du kannst den Stress für deine Kleine verringern, indem du das Zimmer abdunkelst, wenn du sie einfängst. Dann wird sie a) ruhiger und b) sieht sie dich nicht so gut. Zusätzlich kannst du ein Tuch benutzen anstelle der bloßen Hand. So geht es meist schneller und damit auch stressfreier. Außerdem entwickeln Vögel so keine Aversion gegen die Hand.
                    Wenn du die beiden trennst, kannst du die Henne auch in einem kleinen Käfig unterbringen, wo sie nicht so viel hin und her fliegen kann. Solange sie krank ist, wird sie sowieso nicht sehr aktiv sein.

                    Weiterhin würde ich dir raten, dir von deiner TA den Fixiergriff zeigen zu lassen, sofern du den noch nicht kannst. Hier auf der Seite ist er, glaube ich, auch irgendwo gut erklärt. Es geht darum, den Kopf des Wellis zwischen Daumen und Mittelfinger zu nehmen und mit dem zeigefinger von oben zu fixieren. So kannst du die Spritze mit dem Medikament besser in den Schnabel einführen.

                    Ansonsten muss ich dir leider sagen, dass ihr beide, also du und deine Patientin, da jetzt durch müsst. Ich musste meine Destiny auch vier Wochen lang zweimal täglich einfangen, Stress für alle Beteiligten! Aber es muss sein, denn ein Megas-Schub (also GLS = Going Light Syndrom) ist keine Kleinigkeit und kann schnell lebensgefährlich werden. Ich persönlich würde mich da nicht auf Homöopathika verlassen.
                    Mach dir bitte deswegen nicht zu viele Sorgen, die wenigsten Wellis sterben, weil sie gefangen werden. Und eine Alternative gibt es eben nicht.

                    Du schaffst das schon!

                    Nachtrag:

                    Falls du es dir partout nicht zutraust, deine Henne medizinisch zu versorgen, könntest du sie auch beim TA bzw. in einer Klinik stationär aufnehmen lassen, damit sie dort versorgt wird. Dort könnte man im Zweifelsfall auch gleich Infusionen geben oder sie aufpäppeln, falls sie an Gewicht verliert.

                    Aber bitte, bitte gib nicht gleich auf, eine medizinische Behandlung ist absolut notwendig!

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                      #11
                      Hallo Südtirol,

                      ich kann mich CrimsonAngel nur anschließen: das Ampho-Moronal muss direkt in den Schnabel!
                      Habt ihr eigentlich ein Rezept? Es ist nämlich verschreibungspflichtig.

                      Zum Einfangen: Also ich habe da mittlerweile eine Strategie. Ich fange Moritz, wenn er schon am Dösen ist / schläft. Dann ist er nicht so flink und bekommt erst ein paar Sekunden später richtig mit, was abgeht. In der Regel wird dann heftig gemeckert, schwupps das Zeug rein und sofort wieder schön auf die Schaukel absetzen, auf der er bis vor 30 Sekunden noch gehockt hat.
                      Ich weiß, dass das sicher auch nicht die supertolle Methode ist, aber der Vogel braucht das Ampho und da müssen alle Beteiligten Nerven zeigen. Es ist Stress, das kann man nicht anders sagen, aber ich kann meinem Welli doch nicht beim Verhungern zusehen! Augen zu und durch, heißt da die Devise!

                      Ich würde das Ampho auf jeden Fall geben, auch wenn die Einfangerei Stress ist und keiner der Beteiligten glücklich, aber wenn man es nicht gibt, dann gibt man seinen Welli ein Stückweit dem verfrühten Sterben preis. Da kann dir die Arztpraxis noch was von homöopathischen Mitteln erzählen..

                      Ihr schafft das schon!
                      Elena

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                        #12
                        Danke euch beiden für die deutlichen Tipps.

                        Ja, Rezept hatte ich von meiner TAin bekommen, erst später, am Telefon hab ich mit der vogelkundigen TAin gesprochen und die hat mir dann gesagt, daß ich das Mittel nicht ins Trinkwasser geben kann. Das Medi ist jetzt da, aber meine Wellis sitzen außerhalb des Käfigs. Jetzt darf ich erst mal warten bis die beiden Hunger kriegen und in den Käfig fliegen. Mir rennt die Zeit davon, bin motiviert, aber ich kann nur abwarten, so ein Mist.

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                          #13
                          Hallo Südtirol,


                          Also ich würde an deiner Stelle auch das Zimmer abdunkeln und den Kleinen dann greifen.Glaub mir ich spreche aus Erfahrung ,das klappt wirklich super.Du musst dabei ganz ruigh mit ihm sprechen ,denn deine Ruhe überträgt sich dann auf den Kleinen!Du musst dir das einfach zutrauen und dann klappt das auchMein Coco ist danach immer erst etwas beleidigt,aber das gibt sich dann wieder schnell Liebe Grüsse Punti

                          Kommentar


                            #14
                            Madame einfangen war sehr aufregend für sie, ich werde ihr das nicht 4 Wochen lang jeden Tag 2x antun. Sie war wohl schon lange im Tierheim, weiß nicht, daß eine menschliche Hand nicht unbedingt Gefahr bedeutet.

                            Jedenfalls hat sich meine TAin bereit erklärt, ab morgen die Behandlung zu übernehmen. Direkt in den Kropf gegeben, müsste die Behandlung nach ca. 5 Tagen abgeschlossen sein, wurde mir gesagt. Letztlich habe ich auch hier Sorge, ob so eine 5-tägige Abwesenheit, ganz allein in einem fremden Käfig in einer fremden Umgebung nicht auch sehr belastend für Madame ist, aber ich komm mir vor als hätt ich die Wahl zwischen Pest und Colera

                            Drückt mir mal die Daumen, daß die TAin das in 5 Tagen gut hinkriegt.


                            Danke Punti fürs Mutmachen

                            Kommentar


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                              #15
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                              Natürlich ist die Abwesenheit nicht schön für die Kleine. Aber die medizinische Versorgung ist absolut notwendig! Du hast dich absolut richtig entschieden.

                              Mach dir bitte keine Vorwürfe, deine Henne ist ja in kompetenten Händen und wird gut versorgt. Und in ein paar Tagen hast du sie ja schon wieder.

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