Aktuell habe ich an meinen freien Tagen eigentlich nix anderes zu tun als zum Tierarzt zu rennen.
Jetzt geht es Amelie wieder besser, sie scheint sich komplett erholt zu haben, ich hatte schon eine Vergesellschaftung ins Auge gefasst.
Da fiel mir am Samstag auf, dass Nele flüssige Häufchen absetzt.
Nicht jedes Mal, aber hin und wieder mal.
Der Urinanteil ist dann flüssig, nach Eintrocknen habe ich einen weißen Fleck.
Kotanteil ist grünlich und matschig, wobei ich natürlich nicht weiß, ob das "nur" am flüssigen Urin liegt.
Also Kotröhrchen geholt und bis Dienstag gesammelt.
Nele selbst ist putzmunter, frisst, fliegt, spielt.
Ihr Hinterteil war allerdings auch grünlich verfärbt, ab und an blieb Kot dran hängen.
Am Montag Anruf beim Tierarzt, ob ich erst mal nur den Kot bringen soll oder den Vogel gleich mit. Ich sollte Nele natürlich mitbringen.
Bei Hitze den armen Vogel gefangen und zum Tierarzt verfrachtet und gesagt, er solle auf alles testen.
Während wir warteten wurde der Kot im Labor untersucht. Erst als ich dran war wurde klar, dass die Tierärztin, die bisher Amelie (und Jacob und Charlie) behandelt hatte nicht anwesend ist, sondern nur ihre Partnerin. Die hat, nach meiner Meinung, nicht besonders viel Ahnung von Wellis.
Jedenfalls hat sie im Labor auf Würmer, Giardien und Kokzidien untersucht, alles negativ.
Dann hat sie den Kot in der Transportbox angeschaut und meinte, der wäre doch ganz okay, Kotanteil grünlich und weißer Fleck, teilweise auch flüssiger Urinanteil.
Ich sagte dann, wenn dieser Kot okay ist, dann hatten alle meine Wellis in den letzten 40 Jahren seltsamen Kot.
Denn der war nie grünlich, sondern einfach nur dunkel.
Ja, das käme vom flüssigen Urin und der käme vom Stress.
Ich solle mal bene bac geben und abwarten.
Über Megas oder Trichos kam kein einziges Wort und ich sah auch keinen Sinn darin, das mit dieser Tierärztin weiter zu erörtern.
Sie hat Nele übrigens nicht aus der Transportbox geholt, weil der Vogel ja munter aussieht und auch so schon genug Stress hätte.
Dass ich bedient war, brauche ich wohl nicht erwähnen.
Also wieder nach Hause, Neles Hinterteil gebadet, sie zu den anderen beiden gesetzt und jetzt beobachte ich sie mal.
Gestern waren sie ausgiebig an der Badeschale, danach waren bei Nele und Charlie die Häufchen flüssig, ich hoffe mal, es liegt nur am ausgiebigen Trinken.
Die Häufchen von der Nacht waren in Ordnung, keiner würgt oder erbricht, alle sind munter.
Timos Häufchen sind allerdings immer fest und so "normal" wie ich das kenne.
Und da Charlie und Nele ja vom gleichen Züchter kommen, hoffe ich jetzt einfach, dass sie nichts "mitgebracht" haben.
Ich werde jedenfalls ein Auge drauf haben und gegebenenfalls nochmal zum Tierarzt gehen.
Aber nicht mehr zu dieser Tierärztin, entweder zu ihrer Partnerin oder ich muss dann doch mal eine weite Fahrt auf mich nehmen.
Dafür werden die drei immer mehr ein Team, sie verstehen sich gut, interagieren abwechselnd miteinander, das ist einfach nur schön.



Susanne
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