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Welli belastet rechten Fuß nicht mehr

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    Welli belastet rechten Fuß nicht mehr

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    Hallihallo,

    ich brauche Rat im Bezug auf meinen Wellensittich Peter - er ist seit 2010 bei mir, nachdem mein Großvater verstorben ist.
    Leider weiß ich nicht wie alt er ist (er trägt auch keinen Ring) und er lebt nachwievor allein in seinem Käfig. Ich vermute er wird schon so 7 oder 8 Jahre alt sein (wenn nicht sogar noch älter) und da er immer alleine war wollte ich ihm keinen Partner aufdrängen, bzw. ich bin auch einfach nicht sicher wie er darauf reagieren würde.
    Allgemein ist er nicht handzahm, ziemlich scheu und verlässt seinen Käfig auch nicht, selbst wenn ich ihm das Türchen auflasse.

    Bisher ist immer sehr munter gewesen, singt und zwitschert den lieben langen Tag, nun ist mir allerdings aufgefallen dass er sein rechtes Bein überhaupt nicht mehr belastet, das ist immer angewinkelt. Ich frage mich jetzt ob ich es wagen soll ihn aus seinem Käfig zu holen und zum Arzt zu bringen?
    Natürlich möchte ich nicht dass er Schmerzen hat, habe gleichzeitig auch ziemlichen Bammel ihm diesem Stress auszusetzen, dafür müsste ich ihn ja nun mal fangen und dort hinbringen, ich kann mir vorstellen dass das für ihn eine echte Tortur wird... Hoffen dass es von allein wieder besser wird ist aber natürlich auch keine Option.

    Ich hab allgemein nicht so viel Erfahrung mit Wellensittichen und bin nicht sicher was das Beste für ihn ist. Hoffe ihr könnt mir vielleicht weiterhelfen.

    Danke schonmal fürs lesen!

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    #2
    Hallihallo Paperheart

    herzlich willkommen hier im Forum! Find ich klasse, das Du den Peter von Deinem Großvater zu Dir genommen hast, um für ihn zu sorgen und seine Körnchengeberin zu sein. Um hier gute Tipps und Ratschläge zu bekommen, bist Du hier genau richtig- toll das Du diesen Schritt gewagt hast.

    Nun zu Deinem Welli Peter; das Peter sein rechtes Bein nicht mehr belastet ist in der tat ein ernstzunehmendes Krankheitsbild. Aber da es für dieses Symptom ( das er sein Beinchen nicht mehr belastet) ganz, ganz viele verschiedene Ursachen geben kann, ist es am allerbesten und das Erste was wir hier empfehlen; das Du einen Tierarzt aufsuchst, der sich mit der Behandlung von Vögeln auskennt. Denn die "normalen" Tierärzte, die es in jeder Stadt gibt- kennen sich mit dem Organsimus von Hunden, Katzen und Kaninchen aus- aber ein Vogelkörper ist anders aufgebaut und deswegen gibt es auch ganz andere Dinge dann bei den Erkrankungen bei den Vögeln zu beachten. Die "normalen" Tierärzte können dann also einen Vogel nicht richtig behandeln und behandeln im schlimmsten Falle falsch bis hin zum tode!
    Wir haben hier eine Tierarztliste https://www.welli.net/tierarzt-liste.html, wo Du mal reinschauen kannst, um einen vogelkundigen Tierarzt in Deiner Nähe zu finden.

    Den Stress, Deinen Peter zu einem unbedingt vogelkundigen Tierarzt zu bringen kannst Du ihm auf jeden Fall zumuten, weil eine Erkrankung des Tieres noch viel mehr Stress bedeutet, weil er ja auch Schmerzen haben kann, die dann nicht mehr weggehen, wenn er nicht richtig behandelt wird.

    Liebe Grüße von Kirsten

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      #3
      Hallo Paperheart,

      ja, sicher wird der Tierarztbesuch stressig sein. Stressig ist es aber auch, wenn Peter permanent Schmerzen hat. Für das Nichtnutzen seiner Beins gibt es verschiedenen Ursachen, angefangen vom Ballengeschwür über einen Nierenschaden bi8s hin zur Arthrose; selbst eine Verletzung, die er sich im Käfig zugezogen haben könnte, ist nicht auszuschließen.
      Insofern ist es beser, ihm den kurzzeitigen Stress des Tierarztbesuches anzutun, als ihn weiter so sitzen (und ggf. leiden) zu lassen.

      Am besten ist da wirklich der Besuch eines vogelkundigen Tierarztes, weil der eher auf Anhieb Peters Problem findet als ein Allgemein-Tierarzt, der darauf einfach nicht entsprechend ausgebildet ist. Hier im Portal gibt es auch eine entsprechende Adressliste.

      Sobald er untersucht ist und es ihm wieder besser geht, solltest Du Dich auf die Suche nach Gesellschaft für Peter machen; es kann sein, dass er schon uralt ist und sowieso nur noch ein paar Wochen vor sich hat, es kann aber auch sein, dass er noch 5-10 wunderschöne Jahre in Gesellschaft verbringen könnte. Und das ist das allerwichtigste in einer guten Welliwelt, auch wenn die Umgewöhnung anfangs etwas schwer fallen könnte nach so langer Zeit.
      In einem kleinen, ruhigen, ruhig älteren Schwarm kannst Du für ihn eigentlich am wenigsten verkehrt machen.

      Gute Besserung dem Kleinen, und alles Gute

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        #4
        Hallo Paperheart,

        Kirsten hat ja schon alles Wichtige geschrieben. Vielleicht magst du deine PLZ bekanntgeben, dann kann dir ein User ggf. einen guten vogelkundigen Tierarzt in deiner Nähe empfehlen (die auf der Liste sind meiner Erfahrung nach auch von sehr unterschiedlicher Qualität...)

        Alles Gute für deinen Piepmatz!

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          #5
          Hallo paperheart !

          Erst einmal willkommen hier im forum ! Schön, dass du dir hier Rat holen möchtest.

          Ich denke, ich kann dir schon mal sagen, dass du hier bei Fragen zu deinem Wellensittich goldrichtig bist !

          Zu deinen Fragen:
          Wegen dem Beinchen, was nicht mehr belastet wird, kann ich dir leider keinen konkreten Rat geben, vermutlich sollte sich das schon ein Tierarzt ansehen, am besten ein vogelkundiger Tierarzt. Diese sind manchmal leider nicht so direkt in der Nähe. Eine Liste kann ich dir gleich noch heraussuchen, oder du erhältst sie sicher gleich von einem anderen user.

          Es macht aber tatsächlich einen Unterschied, ob ein vogelkundiger oder normaler Tierarzt nach deinem Wellensittich schaut.
          Nur, bevor niemand danach sieht, würde ich auch zu einem normalen Tierarzt gehen. Das wird hier im forum aber unterschiedlich gesehen.

          Vielleicht hat er ja eine Zerrung im Bein, oder eine Entzündung.?

          Oder zieht er nur ein Beinchen hoch, wenn er müde ist und sich entspannt?
          In der Entspannungsphase, z.B. am Nachmittag ist das nicht so ungewöhnlich.


          Hast du eine kleine Transportbox für Vögel, in die du ihn setzen kannst?
          Wenn nicht, es gibt welche im Zoofachhandel. Du kannst danach auch mal googeln.
          Zum Einfangen wäre es gut, den Raum abzudunkeln und ihn dann einzufangen, damit der Vogel nicht zu viel sieht und es schnell gehen kann.

          Wenn man zum ersten Mal einen Welli fangen muss, ist das sonst alles andere als leicht, das weiß ich nur zu gut. Sie sind - sofern bei Kräften - verflixt schnell.
          Es ist auch Stress für sie, v.a. wenn man sie länger "jagen" muss, bis man sie hat.
          Man sollte versuchen, selbst möglichst ruhig dabei zu bleiben.

          Zur Vergesellschaftung: Wenn du weisst, was er hat bzw. wenn der Vogel behandelt wird und es ihm soweit gut geht, könntest du ihm auf jeden Fall noch einen zweiten Wellensittich dazu holen. Das geht auch in seinem Alter und wäre sehr schön für ihn. Neulich hatten wir ein paarmal das Thema, ob man einen älteren Welli noch vergesellschaften kann. Alles spricht dafür. Sie freuen sich auch dann noch über einen Artgenossen. Gut wäre es dann, schon einen etwas älteren Wellensittich aufzunehmen.

          So, das war jetzt erst mal viel, aber nun eins nach dem anderen.
          Wie ist denn sein Zustand insgesamt?
          Hast du ihn schon mal eingefangen und könntest ihn transportieren?
          Hier im forum wirst du sicher viele Antworten bekommen.

          Ich wünsche Dir und deinem Wellensittich alles Gute. Hoffentlich hat er keine starken Schmerzen.

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            #6
            Ok, ich habe gerade noch einmal nachgelesen, dass er das Beinchen immer angewinkelt hält. Du hast ihn ja auch schon eine Weile und sicher häufig beobachtet, so dass der Unterschied nun deutlich zu sehen ist.

            Wenn er es gar nicht mal belastet, würde ich auch vermuten, dass er Schmerzen im Bein hat. Von daher sollte sich das tatsächlich ein Vogel-Doc mal ansehen.
            Und es stimmt schon, vogelkundige Tierärzte haben eine lange spezielle Ausbildung nach dem Studium absolviert und können Krankheiten und Verletzungen wesentlich besser einschätzen und behandeln. Das zeigen viele Erfahrungen hier !

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              #7
              Hallo
              Ich stimme den obigen Meinungen zu - geh unbedingt zu einem Vogelkundigen Tierarzt, sonst wird dein Welli noch viel mehr leiden.

              Ein nicht belastetes Bein ist kein gutes Zeichen und wie schon erwähnt gibt es viele mögliche Ursachen.
              Da du gesagt hast, dein Welli ist wohlmöglich 7/8 Jahre sind Tumoren ebenfalls nicht auszuschließen. Ich habe vor kurzem mein 8 jähriges Männchen verloren, weil er leider an einem Hodentumor oder Nierenversagen erkrankt war. Es fing ähnlich an - nur verschlechterte sich der Zustand seiner Füße immer mehr und konnte bald nur noch liegen. Er war auch munter drauf, der Tierarzt hatte uns immer ein Schmerzmittel verschrieben. Allein deswegen rate ich dir bei einem Vogeltierarzt vorbeizuschauen - die können deinem Welli, wenn es wirklich was ernstes wie bei mir sein sollte, die richtige Info und Medizin geben. Meinem Welli konnte ich somit noch ein paar schöne Monate bis Lebensende bereiten.

              Also soweit von mir. In dem Alter muss man Tumoren oder Nierenversagen leider erwarten. :/
              Bei meinem Vogel war zusätzlich die Wachshaut länger braun statt blau (wie es beim Männchen üblich ist) gefärbt, was ein zusätzliches Zeichen einer Hormonstörung (-> Tumor) ist.
              Von daher rate ich ein Röntgenbild wenn möglich anfertigen zu lassen. Kostet leider etwas mehr, aber es hilft weiter.

              LG Julia

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                #8
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                Huhu!
                Im Grunde wurde ja bereits alles gesagt.
                Ich wollte Dir für das Einfangen noch einen Tipp geben.
                Raum abdunkeln (natürlich nur so stark, dass Du selbst noch etwas sehen kannst) ist schon mal eine gute Idee.

                Das Einfangen im Käfig gelingt wesentlich leichter, wenn man dafür ein Küchenhandtuch (mit glatter Oberfläche) nimmt.

                1. Bringt der Vogel das Einfangen dann nicht direkt mit Deiner Hand in Verbindung
                2. Kannst Du ihn leichter greifen
                3. Muss Du nicht von Anfang an den richtigen Griff haben, damit Du den Vogel halten kannst
                4. Kannst Du ihn dann ruhig aus dem Käfig nehmen und evtl. entsprechend mit der anderen Hand umgreifen, so dass Du ihn im Fixiergriff hast (für Medikamenteneingabe oder ähnliches).
                In dem Transportfall brauchst Du ihn natürlich nicht speziell zu halten, sondern kannst ihn einfach gleich in die Transportbox geben.

                Es empfiehlt sich ein Minitransportkäfig, der mit einer Stange ausgestattet ist.
                Vorteile gegenüber einer uneinsichtigen Box:
                - Der Tierarzt kann den Vogel schon vor der Entnahme beobachten
                - Der Vogel kann sich besser beim Transport halten, wenn er eine Stange hat

                Beim Transport zu beachten:
                - Den Transportkäfig mit einem Tuch (z.B. dem Küchentuch) zudecken.
                - Bei niedrigen Temperaturen draußen zusätzlich eine Wärmflasche unter den Transportkäfig legen (Lauwarm)
                Praktisch finde ich es, wenn ich eine Klappbox nehme und dort die Transportbox incl. Wärmflasche (oder Kirschkernkissen) hinein lege. In die Klappbox kann ich dann auch noch alles andere, was ich vielleicht beim Tierarzt brauche hinein geben und habe die Hände zum Tragen frei.
                Zusätzlich zum Handtuch kann man noch eine leichte Decke über das Handtuch legen.

                Solltest Du zum Vogelkundigen Tierarzt eine längere Strecke fahren müssen könntest Du ihm ein Stück Gurke (Flüssigkeit) und eine Kolbenhirse mit in die Transportbox geben.

                Bitte warte nicht zu lange ab. Sein Zustand könnte sich sehr schnell verschlechtern und dann kann ihm evtl. nicht mehr geholfen werden.

                Alles Gute
                Mona

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