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Erlösen? Flieger wird zum Liegewelli :(

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    Erlösen? Flieger wird zum Liegewelli :(

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    Hallo ihr Lieben,

    vor einigen Tagen bemerkte ich, dass meine Henne Leo ihr linkes Bein sehr merkwürdig nach hinten streckt und nur auf dem anderen saß. Ich fuhr direkt am nächsten Tag zu meinem vkTA. Dieser diagnostizierte Arthrose im linken Kniegelenk. Scheinbar hatte sie schon länger damit zu kämpfen, allerdings schien es in den letzten Tagen rasant schlechter zu werden.
    Unter ihrem rechten Fuß ist nämlich schon eine kleine "Wunde", vom zu vielen Belasten um das andere zu entlasten.

    Eigentlich müsste sie nun Schmerzmittel bekommen. Aber meine Wellis leben frei im Zimmer und keiner ist zahm. Einen rauszufangen bedeutet unfassbaren Stress für alle. Das Einfangen für den Tierarzt war schon eine Katastrophe. Sie fliegen wie wild umher und in lauter Panik sogar vor die Wände, bis sie völlig erschöpft auf dem Boden landen. Gerade für meinen herzkranken Welli ist es immer eine echte Qual.

    Mein Tierarzt sagte mir dann "Wenn man einen Wellensittich fragen würde, was ihm wichtiger ist: Keine Schmerzen oder seine Freiheit, dann würde er immer die Freiheit wählen." Soll heißen: Ich soll gucken wie Leo damit zurecht kommt und den Flauschis den Stress nicht antun.
    Aber wie ich schon erwähnte, verschlechtert sich ihr Zustand sehr sehr schnell. Montag war ich mit ihr da, da konnte sie noch mit letzter Kraft ihr Bein auf die Stange ziehen manchmal, aber es nicht belasten. Und nun? Ein paar Tage später liegt sie nur noch auf den Liegebrettern. Ich sehe sie kaum noch auf der Stange sitzen und wenn dann belastet sie eben nur noch das Gesunde, was davon auf kurz oder lang auch kaputt geht. Er sagte wenn die Wunde größer wird unter dem gesunden Bein, müssen wir sie irgendwann erlösen.

    Aber wie gesagt, sie liegt ja nur noch. Nicht einmal klettern kann sie. Sie robbt sich mit größter Mühe auf dem Brett voran zum Salat und bleibt dann auch einfach liegen. Fressen tut sie auch im Liegen.
    Sie war immer sehr fit, schredderte gerne Kork...
    Fliegen kann sie ja noch, nur das Landen ist immer sehr schwer für sie, da sie sich nicht halten kann. Aber es gibt ja auch Wellis mit Spreizbeinchen, die sogenannten Liegewellis. Die werden ja auch nicht einfach eingeschläfert. Und Leo kann ja immerhin noch fliegen... Aber sie tut mir so leid. Sie liegt den ganzen Tag nur noch und wird teilweise von den anderen weggepickt.

    Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Mein Tierarzt sagte, sie kann wieder lernen beide zu belasten. Nur kriegt sie das andere ja gar nicht mehr auf die Stange, es steht steif nach hinten weg. Nun hat sie ja denke ich auch Schmerzen. Einmal wegen der Arthrose im linken Bein und zum anderen wegen der Überbelastung des anderen Beins.
    Aber sie in einen Käfig sperren, um ihr besser die Schmerzmittel verabreichen zu können ist ja auch keine Lösung. Das ist ja dann auch kein Leben mehr.

    Kann mir jemand helfen? Oder Tipps geben wie ich doch noch was verbessern kann? Mich würden auch einfach nur mal eure Meinungen interessieren.

    Ich wäre zu vielem bereit. Würde ihr hier was umbauen, oder Bretter polstern, wo sie besser und bequemer liegen kann usw. Die Frage ist eben nur ob das wirklich was bringt, oder ob es halt nicht besser wäre sie zu erlösen... Ansonsten würde ich alles dafür tun, dass es ihr hier noch gut geht!

    Zu ihrer Vorgeschichte. Ich habe sie 2014 aus den Kleinanzeigen aus der Einzelhaltung geholt. Sie wurde mir als Männchen verkauft, ca. 2-3 Jahre alt. Also ist sie heute um die 4-5. Seit sie hier ist, kann sie endlich ein richtiges Wellileben führen, das sie vorher nie hatte.


    Ich füge ein Bild hinzu wie es hier aussieht. In diesem Gerüst leben meine Wellis frei im Zimmer. Über der Futterbar im ersten Stock befindet sich ein weiteres Brett, das sich komplett über die 2m streckt. Es ist auch etwas breiter als die Futterbar unten. Dort liegt Leo den ganzen Tag drauf. Ansonsten sucht sie sich die dünnsten Äste, da kann sie sich besser halten. Vielleicht fallen euch ja Ideen ein, wenn ihr wisst wie sie so lebt, wenn es noch eine Chance auf ein schönes Restleben hier gibt. Wir ziehen zwar bald um, aber so eine Art Gerüst, nur in kleiner, soll auch in die neue Wohnung wieder kommen. Zudem bin ich natürlich bereit, alles nach den Bedürfnissen von ihr einzurichten von Anfang an.

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    #2
    Hallo Mila,
    ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Ich habe selst 2 Jahren einen Arthrosekranken Wellensittich. Unser Thommy ist 13,5 Jahre alt , hat wie gesagt Arthrose im Knie und den Flügeln. Thommy bekommt seit dem Zusatzmittel zum Futter gegen die Arthrose und 1-2 x täglich ein Schmerzmedikament . Das das Beinchen wund ist kommt auch bei uns hin und wieder noch mal vor. Thommy streckt auch sein Beinchen gerade nach hinten raus. Er belastet das Bein auch oft sehr unterschiedlich beim Liegen , so das auch sein Beinchen manchmal gerötet ist. Bitte kontrolliere auch regelmäßig die Krallen und kürze / lasse sie vom VKTA kürzen. Da das Bein nach hintenrausgestreckt ist , wird er des öfteren mit längeren Krallen überall hängen bleiben. Auf die wunden Stellen kannst Du aber Creme dünn auftragwn ( Tra*el oder Bep*th*n gür Augen und Nase ) Wichtig ist , das Du Ihm viele Liegemöglichkeiten anbietest. Korkröhren; Korkplatten oder wie bei uns mit einem spezial Liegeplatz . Von Tr*x* gibt es einfache Kratzbretter für Katzen. Die haben eine Sisalfläche auf einer dünnen Spanplatte. Die Spanplatte hat rechts und links ein Loch zum an die Wand schrauben. Wir haben durch diese Löcher Kabelbinder gezogen und am Buddelkorb und einem Rankgerüst festgemacht. Nun kannst Du den Sisalbezug noch mit Tüchern abpolstern. Thommy hat dort alles was er braucht, wenn die FELOs arbeiten sind. Zwischenzeitlich hat sich dieses Brett zum absoluten Treffpunkt des 6er Schwarms gemausert. Alles trifft sich dort, besucht Opa Thommy und betüddelt Ihn. Er ist der absolute Mittelpunkt des Schwarms. Und daran würde ich meine Entscheidung bezüglich des Erlösens fest machen. Wie ist er drauf, schläft er nur noch, wird er von den anderen gemobbt und geärgert , betreibt er noch aktiv Gefiederpflege , hält er sein Gewicht ( d.h. Nahrungsaufnahme ist in Ordnung ) , nimmt er am Schwarmleben noch teil... das sind alles Faktoren die für mich gegeben sein müssen. Thommy geht 1mal Jählich zum Check up und Röntgen zur VKTÄ um rechtzeitig regieren zu können. Thommys Befinden ist zum Beispiel auch stark Wetter abhängig. So nun hoffe ich, das ich Dir ein bisschen Sorge und Kummer nehmen konnte.

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      #3
      Hallo Mila,
      tut mir leid, dass es Leo so schlecht geht.
      Druckstellen und auch Arthrose sind aber auch schmerzhaft. Da kann ich verstehen, dass sie sich legt.

      Mein Kleiner hat auch Arthrose und er bekommt homöopathische Mittel über das Trinkwasser. Es schadet den anderen nicht und ihm bekommt es ganz gut.
      Ich habe mit Traumeel angefangen, weil ich das Zuhause hatte und momentan gebe ich Zeel.
      Vielleicht wäre das eine Alternative, wenn du Leo nicht ständig fangen willst, um ihr Schmerzmittel zu geben.
      Frage doch mal deinen vkTA, was er davon hält.
      Einen Versuch wäre es meiner Meinung nach auf alle Fälle wert, vorallem wenn sogar über Einschläfern nachgedacht wird.

      Die Wunden kann man mit einer Salbe behandeln. Selbst gemacht habe ich es noch nicht, nur davon gehört.
      Vor allem falsche Sitzmöglichkeiten sorgen bei Wellensittichen zu schmerzhaften Druckstellen an den Füßen, aus denen Ballengeschwüre werden können.

      Da meldet sich vielleicht noch ein User mit Erfahrung.

      Ständige Schmerzen sind für einen Welli nicht schön und wenn es gar nicht mehr geht, dann sollte man diesen Schritt auch gehen zum Wohle des Wellis.
      Aber es hört sich nicht an, als ob Leo keinen Lebenswillen mehr hätte.

      Gute Besserung für Leo.

      Liebe Grüße
      Melanie

      Niko + Fipsy + Benno + Kloppo + Sheldon + Emma + Tom + Jerry + Livy + Snorre + Olavi
      Im Herzen immer bei mir: Lili, Dämon, Silvester, Sunny, Karl, Nico, Kleiner, Hansi, Cleo, Lilly, Tweety, Snow, Luna, Marli, Merry und Hermine​

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        #4
        Hallo Mila,

        es tut mir leid, dass Leo Schmerzen hat und es ihr nicht gut geht.
        Sie sollte unbedingt Schmerzmittel bekommen, den diese sind kaum zu ertragen und machen das Leben auch nicht lebenswert.
        Wenn sie mit den Schmerzmitteln noch genügend Lebensqualität hat und am Schwarmleben teilnimmt, bzw. von den anderen Wellis besucht und evt. auch betüddelt wird, dann würde ich sie nicht einschläfern lassen. Natürlich muß das immer gut beobachtet werden, um die Grenze des Erträglichen für die Kleine nicht zu überschreiten. Denn dann ist es sinnvoll diesen schweren Schritt zu gehen.
        Hat sie einen Partner ?
        Vielleicht wäre es auch eine Möglichkeit sie vorübergehend in einem Krankenkäfig unterzubringen, mit geöffneter Tür, so dass die anderen Wellis sie besuchen können und sie gleichzeitig ein wenig Schutz vor den Wellis hat, die sie wegpicken. Ich weiß nicht, ob es funktioniert, denn meine kranken Wellis und auch Pat, der flugunfähige Welli, waren immer Teil des Schwarms und wurden nicht weggepickt.
        Wie gesagt, ein Schmerzmittel ist unerläßlich.

        Alles Gute für Leo !

        LG, Carmen

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          #5
          Hallo Mila,

          ich kann deine Sorgen verstehen, aber ich kann dir nur raten, es mit Medikamenten zu versuchen. Vieles ist einfach Routine und muss sich eine Zeit lang einspielen. Ich habe meine am Anfang auch überhaupt nicht einfangen können. Das war ein riesiges Drama, egal ob für den Urlaub oder für den Tierarztbesuch. Danach waren wir immer alle 9 reif für die Klapse.

          Ich habe mir daher angewöhnt, wenn es vorhersehbar ist, meine Bande abends oder morgens ganz früh, wenn es noch dunkel ist einzufangen (Ich kann mein Wohnzimmer nicht abdunkeln). Ich kann sie dann der Reihe nach von der Stange pflücken und es dauert insgesamt nur ein paar Minuten. Gestresst ist danach auch keiner.

          Also wenn du die Möglichkeit hast, den Raum abzudunkeln, dann ist die Medikamentengabe überhaupt kein Stress, sondern bietet nur positives. Du solltest nur während dessen nicht sprechen, damit sie deine Stimme nicht direkt damit verbindet.

          Über ein Erlösen würde ich erst dann nachdenken, wenn ihre Lebensqualität mit Medikamenten so sehr sinkt, dass du das Gefühl hast, es wäre auch wirklich eine Erlösung für sie.


          Auch die Möglichkeit Leo eine Zeit lang zu separieren würde ich in Betracht ziehen. Wenigstens bis Leos rechtes Beinchen wieder verheilt ist. Du kannst ihr ja ihren Partner oder einen ruhigen Kumpel dazu setzen. Es ist gar nicht so dramatisch, mit vorübergehenden Einschränkungen klarzukommen, wenn Leo danach wieder ein normales Leben mit kleinen Einschränkungen führen kann.


          Meine Elli hat als Fußgängerin auch immer mal wieder mit Druckstellen unter den Füßen zu kämpfen. Ich habe ihr einen Ast mit Baumwollseil umwickelt, damit es ein wenig abgepolstert ist. Was das eincremen angeht. Ich locke sie mir dann auf ein Stöckchen, das ich vorher mit der Salbe eingeschmiert habe Sie merkt nix und ist völlig entspannt. Ab und zu, wenn die Haut über dem Tumor zu sehr spannt, fange ich sie im Dunkeln und creme sie ein. Danach bin ich dann in ihrer Gunst ein Stück gesunken, aber wenn es ihr besser geht, ist es das wert.

          Also den Roman kurz zusammengefasst: Ich möchte dir und Leo Mut machen. Auch wenn es dir gerade nicht so vorkommt, ich bin mir sicher, ihr beide, Leo und du, werdet auch diese schwierige Situation meistern.

          Fühl dich ganz fest gedrückt
          Tanja

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            #6
            Erst einmal vielen lieben Dank für eure Nachrichten!

            @Wellihausen:

            Ja, die Krallen waren unter dem linken Bein auch sehr lang. Werde das also auch weiterhin beobachten.
            Sie wird auch nicht direkt gemobbt. Nur gibt es ja immer mal Streitereien um den besten Platz oder wer als erster am Salat ist. Und bei sowas ist sie dann eben die Schwächste... Ansonsten frisst sie ja auch noch und verhält sich ziemlich normal. Also aufgegeben hat sie sich eigentlich nicht..
            Das mit der Creme ist aber ein guter Tipp, das werde ich auf jeden Fall umsetzen!

            @Melanie
            Das mit den homöopathischen Mitteln klingt ganz gut. Da werde ich meinen vkTA nächste Woche mal drauf ansprechen. Vielleicht kann er mir ja was zuschicken

            @Cami
            Nein, einen Partner hat Leo nicht mehr. Den hat sie Anfang des Jahres an einem Tumor verloren
            Ich denke, wenn ich sie in einen Käfig mit geöffneter Tür setzen würde, würde sie nicht lange dort sitzen. Und ich habe leider auch keine Möglichkeit, bis auf die Fensterbank, einen Käfig in das Zimmer zu stellen. Und die Fensterbank ist dafür ja leider zu klein.

            @Tanne
            Leider denke ich nicht, dass es Routine wird. Viele Wellis musste ich schon raus fangen. Aber meist Fußgänger. Da war es natürlich einfacher. Aber jedes mal, wenn ich ihnen überhaupt näher komme, drehen sie völlig durch. Durch die ganzen Einfang-Aktionen sind sie sooo scheu geworden, leider. Ich muss nur das Zimmer betreten und sie fliegen umher. Und wie gesagt, es eskaliert immer völlig, bis sie fliegen und fliegen und dann erschöpft auf dem Fußboden in der Ecke sitzen und halb kollabieren. Sie fliegen dann auch immer gegen die Scheiben usw, was sie ja sonst nie machen.
            Im Winter habe ich dafür auch immer die Stunden genutzt, wo es dunkel war. Aber jetzt im Sommer gibt es keine Möglichkeit dazu. Ich kann das Zimmer auch nicht abdunkeln. Und da ich über den Tag arbeiten gehe, stehe ich weit nach Sonnenaufgang auf. Aber gehe auch schon ins Bett, wenn es noch sehr hell ist. Also ist leider auch das keine Alternative für mich. Erst im Winter wieder
            Das mit dem eingecremten Stöckchen ist eine super Lösung. Aber leider ist wie gesagt keiner so zahm, auch Leo nicht, und wird das bei mir mitmachen

            Aber da ihr ja alle positiv gestimmt seid, was Leos Befinden betrifft, werde ich die Tage mal etwas umbauen und polstern. Und natürlich ihr Füßchen eincremen. Mal sehen wann ich das am besten mache... Vielleicht stelle ich mir dafür den Wecker :/

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              #7
              Hallo Mila,

              ansonsten hast du die Möglichkeit ein blickdichtes Rollo (gibt es auch als Klemrolo, also ohne Bohren) zu kaufen? Die gibt es für etwa 20€ und du kannst damit das Wellizimmer um kurz nach 9 Dunkel machen. Wellensittiche sehen schon im Halbdunkeln (also wenn wir noch Umrisse sehen) unglaublich schlecht.
              Ich habe selbst auch nicht die Möglichkeit ab zu dunkeln, aber gegen 10 ist es draußen dunkel genug dafür. Mit etwas Übung ist das eine Sache von 5 Minuten...


              Alles Gute deiner Maus.

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                #8
                Hallo,

                Leider habe ich auch das probiert. Blickdichte Rollos an allen Fenstern. Aber selbst wenn ich jeden kleinen Spalt noch abklebe, durch den ein minimaler Lichteinfall kommt, dann ist es immer noch zu hell. Ein kleiner Lichtstrahl und es ist vorbei. Bei meinen muss es stockfinster sein, ansonsten klappt das nicht
                Und das kann ich mit den Dingern nicht erreichen.

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                  #9
                  Hallo Mila,

                  ich schreibe dir später noch mehr -ich bin gerade auf dem Sprung, deswegen nur kurz.

                  Es gibt tolle Möglichkeiten, um die Athrose und Gicht geplagten Gelenke zu entlasten. Ein paar Beispiele: Sitzbrettchen -aus Kork besonders bequem für sie -, Korkstangen, die man auch als Schaukeln umfunktionieren kann, Äste mit Astgabeln - hier können sie ihr Gewicht gut verlangern und sich hinlegen -, gepolsterte Sitzstangen in unterschiedlichen Stärken (die Plastermethode, mit Schaumstoff und umnähtem Mantel aus Stoff ...), Hängematten, Leitern, die man hinhängt oder wie Äste in den Käfig steckt ...
                  Du kannst auch beliebte Sitzstangen oder typische Schlafplätze mit Creme einschmieren, besonders geeignet ist die Nasen- und Augensalbe von B*p*t*en. Aber auch eine Ringelblumensalbe ist gut geeignet. Wichtig ist, dass Salbenrückstände wirder von den Ästen entfernt werden. Super funktioniert dies kombiniert mit der Pflastermethode - ich zitiere mich mal selber.

                  Zitat von Jacky1990
                  Es gibt sogenannte elastische (Wund)Pflaster, die du bei den gängigen Drogeriemärkten bekommst. Sie sind braun und haben keine hellen "Löcher", wie bei der klassischen Variante. Du kannst sie meistens noch auf eine gewünschte Größe zuschneiden. Dann suchst du dir Mullbinde heraus, schneidest etwas davon ab (ca. 14cam), faltest es zusammen, sodass es in etwas die Beite des weißen, mittleren Teils des Pflasters hat und drückst es dann auf diesen Bereich. Wenn es etwas breiter ist, kannst du es an den klebrigen "Flügel" fixieren. Anschließend legst du es auf den Ast, sodass die weiche Seite den Sitzbereich umfässt und legst die klebrigen Flügel um den Ast. Fertig ist das fast unsichtbare Polster.
                  Ideal daran ist, dass es zum einen Braun ist und so nicht so auffällt und weniger unheimlich für die Zwerge wirkt und dass sie nicht mit ihren Nägeln hängen bleiben oder Fasern aufziehen können.
                  Bitte frag deinen vkTa einmal, was er von einer Kur mit Arnika-Ampullen hält.
                  Ich hatte es nicht geglaubt, aber als meine Hope ganz schlimm mit ihren Gelenken und doofen Druckstellen zu kämpfen hatte, habe ich ihr davon ein paar Tage etwas ins Trinken gegeben und die Entzündung ging unglaublich schnell und gut weg, die Druckstellen waren wirklich super gut ausgeheilt. Man muss hier allerdings genau drauf achten, dass man es vorsichtig dosiert - denn Arnika ist eine der Heilpflanzen, die in zu hohen Konzentrationen die Gesundheit auch gefärden kann.

                  Ansonsten nannten die anderen die ja schon Traumeel und Zeel - beides sehr gut!

                  Ich wünsche dir und deinem Spatz alles erdenklich Gute - noch nicht aufgeben

                  Liebste Grüße, Jacky

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                    #10
                    Hallo Mila,

                    du hast ja schon viele Vorschläge bekommen, was du tun kannst.

                    Zuallererst muß Leo Schmerzmittel bekommen !

                    Ich kann nicht ermessen, was Schmerzen für ein so winziges Geschöpf wie einen Welli bedeuten...
                    Ich selbst habe Schmerzen als lebensbestimmend wahrgenommen, die Gedanken kreisten nur darum, wie ich diese Schmerzen loswerden konnte, absolut unerträglich über Monate hinweg. Leo darf und sie muß auch nicht diese Schmerzen ertragen.

                    Evt. wäre eine Transportbox, gut gesichert auf der Fensterbank eine Lösung, daneben ein kleiner Spielplatz für ihre Freunde.
                    Ich denke, du solltest bez. der Umgestaltung etwas ausprobieren und schauen, ob es funktioniert. Es muß nicht für immer sein.
                    Mit Schmerzmitteln und der entsprechenden Umgestaltung kannst du sie weiter beobachten.

                    Alles, alles Gute für Leo daumendrück: !

                    LG, Carmen

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                      #11
                      Hallo Mila,

                      eine meiner Henne hat auch diese Erkrankung.
                      Mein VK Tierarzt sagte zu mir, das die Schmerzen der Arthrose in Schüben kommen würden. Es also immer nur in einem Zeitraum kommt.
                      Natürlich ist es nicht einfach, wenn man einen Wellensittich unter Protest einfangen muss und klar gefällt es dem Tier nicht, aber dass geht vorrüber und ist nicht für immer. Wohl aber, wenn du ihr nichts gegen die Schmerzen und den Gelenkverschleiß gibst.

                      Ich gebe meiner Henne täglich Traumeel, Zeel und Glukosaminol ins Futter und achte auf ihr Gewicht, damit ihre Beine keine unnötige Belastung tragen müssen.

                      Arthrose ist nicht schön, aber es ist heutzutage kein Todesurteil. Aber tue bitte was gegen die Schmerzen, denn da jetzt einfach nichts zu machen ist Quälerei, den deine Henne quält sich, weil sie schmerzen hat.

                      Deshalb liegt sie nur, nimmt nicht mehr am Schwarmleben so teil, wie sie es gerne hätte und ihre Artgenossen hacken sie weg, weil es für sie Instinkt ist. Den ein offensichtlich kranker Vogel gefährdet in freier Wildnis den ganzen Schwarm.
                      Sie sind aber nicht mehr in der Wildnis, sondern bei dir und daher musst du da was gegen machen.
                      Und das kann man.

                      Und wenn du sie nicht eingefangen kriegst, weil sie im Zimmer leben, dann besorge dir einen Käfig.
                      Wie geschrieben, sie muss nicht lebenslang Medikamente nehmen und die Zeit geht vorbei.

                      Alles gute für sie.

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                        #12
                        Zitat von Mila
                        Mein Tierarzt sagte mir dann "Wenn man einen Wellensittich fragen würde, was ihm wichtiger ist: Keine Schmerzen oder seine Freiheit, dann würde er immer die Freiheit wählen." Soll heißen: Ich soll gucken wie Leo damit zurecht kommt und den Flauschis den Stress nicht antun.
                        Ich glaube nicht, dass es so von deinem Tierarzt gemeint war, weil ein Tierarzt ist dafür da um Leiden zu verhindern und dazu gehört es nicht nur, das Tier gegen die Erkrankung zu behandeln, sondern auch bei leiden es zu erlösen.

                        Vielmehr verstehe ich daraus, dass sich das Tier von sich aus nicht gerne Behandeln lässt, was bei dir und auch bei uns allen so ist.

                        Würde, er so handeln, wie du das verstanden hast, währe es nicht nur verantwortungslos von ihm und macht nicht nur richtig seinen Beruf, sondern wäre auch Tierquälerei.
                        Und das ist genau das Gegenteil, was ein Tierarzt eigentlich macht oder machen müsste.

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                          #13
                          Hallo Mila

                          Meine Nele hat auch die Diagnose Arthrose bekommen. Im Moment geht es ihr sehr gut, als es akut war haben wir folgendes angewandt:

                          Als die Füsse wund waren: In Kamille gebadet und mit B*pa*th*n eingecremt (wenn ich sie nicht erwischt habe, auf den Schlafast gestrichen)
                          Als die Füsse nur noch rot waren: Eine Salbe mit Beinwell und Wallwurz benutzt (Ky*a)
                          Ein homöopatisches Mittel ins Trinkwasser gegeben (leider weiss ich den Namen nicht mehr, aber ich kann nachsehen)
                          Ein Körnermischung mit Ingwer verfüttert, Ingwer soll gegen die Schmerzen helfen / Zum Teil auch rohen Ingwer unters Futter gemischt/geraffelt

                          Nele lässt sich auch nicht gerne einfangen, anfassen. Sie fliegt dann auch gegen Wände etc. Aber nach ein paar Wochen lag sie ganz ruhig in meiner Tuch-Hand und hat die Füsse zum eincremen auch geöffnet.
                          Im Moment crème ich nur noch ihren Schlafast ein und das scheint zu reichen.

                          Alles Liebe für Deine Leo und Dich

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                            #14
                            So, danke für eure Nachrichten.

                            Ich habe hier bereits etwas umgebaut. Ich habe für Leo einen kleinen Teppich gebastelt. Ich habe auf ein Stück Pappe Doppelseitiges Klebeband geklebt und dann der Reihe nach Baumwollseil-Streifen drauf geklebt. Jetzt ist eine einheitliche, weiche Fläche, die ich flexibel umlegen kann.

                            Außerdem habe ich in der Nagerabteilung geforscht. Dort gibt es eine Art Matte aus Stroh zum Hinhängen. Die hängt nun bei mir im Gerüst Dort kann sie sich ebenfalls bequem drauf legen.

                            Außerdem liegt sie seit Neustem auf meinem Kleiderschrank. Dort habe ich eine flache Schale mit Holzstückchen gefüllt. Das haben wir früher als Einstreu benutzt und hatten noch was übrig.

                            Kork gab es im "Futtertrog" leider keines. Ich hoffe, dass bald was rein kommt.

                            Darüber hinaus werde ich morgen die Stangen, auf denen sie oft sitzt, wie beschrieben polstern. Das mit Bepanthen auf die Stangen schmieren klappt übrigens super! Das erspart mir das Einfangen.

                            Und im Laufe der nächsten Tage werde ich neue Korkenzieheräste besorgen. Auf denen sitzt sie auch gerne, da sie durch die Verzweigungen auch ihren steifen Fuß auf einen Ast bekommt.

                            Abgesehen davon, wie ihre Schmerzen sind, denke ich der Hauptgrund für das Liegen ist die Versteifung ihres Knies. So wie auf den Korkenzieherästen zb, da sitzt sie ganz normal. Aber ansonsten liegt sie, da sie das Bein nicht auf eine gerade Stange bekommt. Ich denke dass sie eher liegt, weil es nicht anders geht. Nicht wegen den Schmerzen.

                            Nichts desto trotz habe ich heute Zeel bestellt, was aber erst morgen da ist. Meinen vkTA habe ich nicht erreichen können, seine Helferinnen sagten mir aber bereits, dass er von so etwas nicht besonders viel hält.
                            Aber vielleicht separiere ich sie dann für eine Zeit erstmal und stelle den Käfig auf die Fensterbank, um ihr die "richtigen" Schmerzmittel verabreichen zu können.

                            Das Zeel bekomme ich in 5ml Ampullen. Kann mir jemand sagen wie ich das dosiere?

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                              #15
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                              Hallo Mila,

                              ich kann Deine Sorgen um Leo gut verstehen und möchte Dir ein bisschen Mut machen! Meine alte Lucy (mindestens 10 Jahre) hat auch Arthrose in beiden Knien und eine Kralle kann sie gar nicht mehr öffnen. Allerdings habe ich das Riesenglück, dass sie sehr zahm ist: ich kann sie auf den Rücken legen und sie lässt sich ohne Problem untersuchen und behandeln; sogar Medikamente mit der Spritze direkt in den Kropf nimmt sie mir nicht übel...leider hilft Dir das nicht weiter.
                              Alles, was ich Dir beim lesen Deines Berichts vorschlagen wollte, wurde hier aber schon von anderen gemacht...ist alles richtig was gesagt wurde und Du arbeitest ja auch schon dran!
                              Wichtig ist die Lebensqualität die ein solch kranker Vogel noch hat und haben kann. Meine Lucy will noch unbedingt am Leben teilhaben und besteht sogar noch darauf, auf einem Astzweig zu schlafen, obwohl sie es auf den gebauten Podesten viel bequemer hätte und nicht öfter runter fallen würde. Sie bekommt auch Schmerzmittel, hat aber zum Glück noch keine wunden Stellen wie Leo.
                              Mach ihr das Dasein so angenehm wie möglich und Kopf hoch! Wenn sie erstmal ihre Medis bekommt, wird es ihr auch besser gehen...
                              Liebe Grüße
                              paulouis

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