vor einigen Tagen bemerkte ich, dass meine Henne Leo ihr linkes Bein sehr merkwürdig nach hinten streckt und nur auf dem anderen saß. Ich fuhr direkt am nächsten Tag zu meinem vkTA. Dieser diagnostizierte Arthrose im linken Kniegelenk. Scheinbar hatte sie schon länger damit zu kämpfen, allerdings schien es in den letzten Tagen rasant schlechter zu werden.
Unter ihrem rechten Fuß ist nämlich schon eine kleine "Wunde", vom zu vielen Belasten um das andere zu entlasten.
Eigentlich müsste sie nun Schmerzmittel bekommen. Aber meine Wellis leben frei im Zimmer und keiner ist zahm. Einen rauszufangen bedeutet unfassbaren Stress für alle. Das Einfangen für den Tierarzt war schon eine Katastrophe. Sie fliegen wie wild umher und in lauter Panik sogar vor die Wände, bis sie völlig erschöpft auf dem Boden landen. Gerade für meinen herzkranken Welli ist es immer eine echte Qual.
Mein Tierarzt sagte mir dann "Wenn man einen Wellensittich fragen würde, was ihm wichtiger ist: Keine Schmerzen oder seine Freiheit, dann würde er immer die Freiheit wählen." Soll heißen: Ich soll gucken wie Leo damit zurecht kommt und den Flauschis den Stress nicht antun.
Aber wie ich schon erwähnte, verschlechtert sich ihr Zustand sehr sehr schnell. Montag war ich mit ihr da, da konnte sie noch mit letzter Kraft ihr Bein auf die Stange ziehen manchmal, aber es nicht belasten. Und nun? Ein paar Tage später liegt sie nur noch auf den Liegebrettern. Ich sehe sie kaum noch auf der Stange sitzen und wenn dann belastet sie eben nur noch das Gesunde, was davon auf kurz oder lang auch kaputt geht. Er sagte wenn die Wunde größer wird unter dem gesunden Bein, müssen wir sie irgendwann erlösen.
Aber wie gesagt, sie liegt ja nur noch. Nicht einmal klettern kann sie. Sie robbt sich mit größter Mühe auf dem Brett voran zum Salat und bleibt dann auch einfach liegen. Fressen tut sie auch im Liegen.
Sie war immer sehr fit, schredderte gerne Kork...
Fliegen kann sie ja noch, nur das Landen ist immer sehr schwer für sie, da sie sich nicht halten kann. Aber es gibt ja auch Wellis mit Spreizbeinchen, die sogenannten Liegewellis. Die werden ja auch nicht einfach eingeschläfert. Und Leo kann ja immerhin noch fliegen... Aber sie tut mir so leid. Sie liegt den ganzen Tag nur noch und wird teilweise von den anderen weggepickt.
Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Mein Tierarzt sagte, sie kann wieder lernen beide zu belasten. Nur kriegt sie das andere ja gar nicht mehr auf die Stange, es steht steif nach hinten weg. Nun hat sie ja denke ich auch Schmerzen. Einmal wegen der Arthrose im linken Bein und zum anderen wegen der Überbelastung des anderen Beins.
Aber sie in einen Käfig sperren, um ihr besser die Schmerzmittel verabreichen zu können ist ja auch keine Lösung. Das ist ja dann auch kein Leben mehr.
Kann mir jemand helfen? Oder Tipps geben wie ich doch noch was verbessern kann? Mich würden auch einfach nur mal eure Meinungen interessieren.
Ich wäre zu vielem bereit. Würde ihr hier was umbauen, oder Bretter polstern, wo sie besser und bequemer liegen kann usw. Die Frage ist eben nur ob das wirklich was bringt, oder ob es halt nicht besser wäre sie zu erlösen... Ansonsten würde ich alles dafür tun, dass es ihr hier noch gut geht!
Zu ihrer Vorgeschichte. Ich habe sie 2014 aus den Kleinanzeigen aus der Einzelhaltung geholt. Sie wurde mir als Männchen verkauft, ca. 2-3 Jahre alt. Also ist sie heute um die 4-5. Seit sie hier ist, kann sie endlich ein richtiges Wellileben führen, das sie vorher nie hatte.
Ich füge ein Bild hinzu wie es hier aussieht. In diesem Gerüst leben meine Wellis frei im Zimmer. Über der Futterbar im ersten Stock befindet sich ein weiteres Brett, das sich komplett über die 2m streckt. Es ist auch etwas breiter als die Futterbar unten. Dort liegt Leo den ganzen Tag drauf. Ansonsten sucht sie sich die dünnsten Äste, da kann sie sich besser halten. Vielleicht fallen euch ja Ideen ein, wenn ihr wisst wie sie so lebt, wenn es noch eine Chance auf ein schönes Restleben hier gibt. Wir ziehen zwar bald um, aber so eine Art Gerüst, nur in kleiner, soll auch in die neue Wohnung wieder kommen. Zudem bin ich natürlich bereit, alles nach den Bedürfnissen von ihr einzurichten von Anfang an.



Sie merkt nix und ist völlig entspannt. Ab und zu, wenn die Haut über dem Tumor zu sehr spannt, fange ich sie im Dunkeln und creme sie ein. Danach bin ich dann in ihrer Gunst ein Stück gesunken, aber wenn es ihr besser geht, ist es das wert. 

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