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Hohe Tierarztkosten bei geringem Anschaffungswert

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    #61
    Hallo ihr Lieben,

    ich kann mich über die Behandlungskosten meiner TA nicht beschweren und finde sie angemessen.

    Einige Beispiele:

    Krallenschneiden ca. 4 Euro
    Allgemeine mikroskopische Erstuntersuchung ca. 17 Euro
    PBFD Test 50 Euro
    Kosten von Folgebehandlungen ca. 7 Euro

    Meine Ärzte sind allerdings angestellt und unterhalten selbst keine eigene Praxis, deshalb könnten sie etwas günstiger sein.

    Aber generell können Ärzte ja keine Mondpreise verlangen, da es ja eine Gebührenordnung gibt, dass es regionale Unterschiede gibt ist klar und für mich in Ordnung. Ich würde an keinen meiner Wellis sparen wollen und solange es eine gute Behandlung gibt bzw. diese möglich ist würde ich diese auch immer preisunabhängig machen lassen.

    Nur was ich wirklich manchmal unbegründet finde sind die Preise von Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln, leider kenn ich mich auf chemischer Ebene überhaupt nicht aus aber da würde ich manchmal wirklich gerne den Einkaufspreis der Inhaltsstoffe kennen.

    Aber das ist wieder ein anderes Thema

    Liebe Grüße von Yvonne und ihren Rackern

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      #62
      Hallo zusammen,
      ich habe es auch schon erlebt, dass in derselben Praxis bei verschiedenen Ärzten anders abgerechnet wird. Nicht von den Preisen an sich, aber bezüglich dessen was abgerechnet wird.
      Ich gehe nie unter 200 Euro aus der vk Praxis raus. Leider. Und ich bin momentan spätestens alle 2-3 Monate dort. Mir geht es aber nicht ums Geld, ich kann es mir zum Glück leisten bzw spare anderswo.
      Wenn ich meine 4 Zwerge demnächst abgebe, werde ich weiterhin für ihre Kosten aufkommen. Mir ist das sehr wichtig, ich gebe nur „die Verantwortung“ ab. Weil ich es zeitlich und psychisch nicht mehr schaffe.
      LG

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        #63
        Hallo ihr Lieben

        Aufgrund eines Notfalles habe ich die Tage meine Rosalie zum vk bringen müssen. Aufgrund der Tatsache, dass es außerhalb der regulären Sprechzeiten war, musste ich die Notfallnummer wählen, die bei unserem vk mittlerweile kostenpflichtig ist, damit der bescheid weiß, dass wir unterwegs sind. Ich schreibe das auch mit der kostenpflichtigen Notfallnummer deshalb, weil ich es gut finde. Es ist keine billige Nummer die man da wählt. Aber man wählt sie auch nur dann, wenn man sie wirklich dringend braucht. Seit ein Anruf pro Minute dort etwas kostet, bleiben nämlich die Leitungen an Sonn- Feiertagen und nach Feierabend der Tierärzte für die wirklichen Notfälle frei und sind nicht wie früher, Stunden lang geblockt von Leuten, die mal eben was fragen wollen. Dafür gibt es reguläre Sprechzeiten, Fragestunden und Co. Ich bin bereit diese Nummer im Fall eines Falles zu wählen... Die Kosten sind mir dann egal. Ich weiß, wie viel sich die Praxis dafür anhören musste, als man sich zur Umstellung entschieden hat. Sie bereichert sich daran aber nicht, sondern spendet das Geld, dass durch diese Nummer eingeht komplett. Und das find ich super. So ist allen geholfen.
        Sowohl den Tieren die wirklich Hilfe brauchen, den Haltern die dann durchkommen, und den vk´s, dass sie nicht in ihrer wertvollen Freizeit (die sicher eh schon knapp ist) mit Nonsens belabert werden. Und ja, ich bin mir bewusst, dass es Menschen gibt die wenig haben... die jeden Euro umdrehen müssen. Dennoch würd ich, und da rede ich von mir ganz alleine, lieber selbst auf etwas verzichten, als dass mein Vogel leidet, weil ich meinen vk zu Notfallzeiten nicht kostenpflichtig anrufen möchte. Die Regelzeiten sind ja weiterhin besetzt. Es geht um Zeiten nach Praxisschluss.

        Aber jetzt zurück zur eigentlichen Sache... Denn ich hab durch Rosalie ein sehr aktuelles Beispiel.

        Rosalie habe ich für 30 Euro Schutzgebühr übernommen als sie zu mir kam. Der Notfall kostete mich letztendlich ca 500 Euro. Dieser Vogel ist nun so viel wert wie mein neues Notebook, für dessen Anschaffung ich mehr als 6 Jahre gebraucht habe. Also nicht um es zusammenzusparen, sondern weil ich mir überlegte, dass ich anderes dringender brauche... So hab ich mich 6 Jahre mit den mehr oder weniger ältesten, langsamsten und mühsamsten PC´s rum geärgert, anstatt einfach mal nen neuen zu kaufen. Weil wenn ich 500 Euro ansehe, dann wird mir bewusst, wie lang und wie hart ich dafür arbeiten muss... Das aber nur mal zum Vergleich...

        Als ich Rosalie am Donnerstag sah, da waren mir die 6 Euro für den Anruf egal. Als die Stimme am Telefon mich fragte, ob ich wisse, dass ca. 80 Euro Notfallgebühr anfallen, da sagte ich nur, dass es mir gleich sei. Heute frage ich mich, ob sich Leute nach dieser Information manchmal gegen eine Behandlung entscheiden, die ja in so einem Fall dringend erforderlich ist... Angekommen gab es ein Röntgen für etwa 60 Euro, eine Injektion gegen die Schmerzen zuvor für 10 Euro, eine OP für 120 Euro, eine Narkose für 50 Euro, Medikamente und stationäre Unterbringung für weitere Euronen und Medikamente für Zuhause. Und KEINE Garantie, dass Rosalie das alles überlebt.

        Und wisst ihr was? Einen Laptop würde ich mir unter diesen Bedinungen nicht kaufen... und ja, ich habe geschluckt bei der dicken Rechnung. Aber ich habe für diese 500 Euro noch dieses kleine, bezaubernde Wesen. Es sitzt gerade auf der Stange und putzt sich wieder. Ich habe vk´s erlebt in dieser Nacht, die sich trotz später Stunde und zurückliegendem, vollen Arbeitstag liebevoll um meinen kleinen Vogel gekümmert haben. Sie haben alle Diagnostik aufgefahren die nötig war, schnell gehandelt und waren zur Stelle, als dieser kleine 30 Euro Vogel um sein Leben ringen musste. Und sie haben während andere daheim ihr Feierabendbier trinken oder bereits im Bett sind, noch am OP Tisch gestanden und gekämpft, dass sie in diesem kleinen Miniaturvogel das Problem lösen, dass ihr Leben bedrohte. Und sie haben dafür mit den anderen Notfällen jongliert. Sie haben trotzdem nicht vergessen mir ein Taschentuch zu reichen, als ich völlig am Ende meiner Kraft und Nerven Abschied von Rosalie nahm in jener Nacht und sie haben mir ein Fenster geöffnet, während ich auf das Röntgenergebnis wartete und mir Mut gemacht, wo ich selbst hoffnungslos war, ohne dabei die Tatsachen zu verkennen. Sie haben sich beide am nächsten Tag, als ich Rosalie abholen durfte mit mir gefreut und das mehrfach betont, wie froh sie über den bisherigen Ausgang seien.

        Und für all das, sind 500 Euro NICHTS. Für all das, gibt es keinen Preis. Sondern es ist unbezahlbar. Und deshalb, steht es für mich außer Frage, ob ich wieder so handeln würde. Ja, das würde ich. Und wenn ich dafür wie der letzte Penner rum laufen müsste. (Muss ich nicht, denn ich habe ein Sparschwein für solche Fälle)

        Rein nüchtern betrachtet wäre Rosalie ein Vogel, den ich durch knapp 17 andere 30 Euro Vögel ersetzen hätte können. Aber sie alle wären nicht Rosalie und Rosalie wäre dann nicht mehr... Und weil Rosalie nur dieses eine Leben hat, dass sie gerne lebt, deshalb würde ich diese 500 Euro nochmal für sie bezahlen, wenn es nötig wäre.
        Mit anderen Worten... Ich würde es wieder tun.

        Denn nichts steht im Verhältnis zu einem Leben... kein Geld der Welt...
        Und für das, was die vk´s leisten mitsamt ihrem Personal vor Ort, gibt es eh keinen zu hohen Preis.

        Liebe Grüßle, Ive

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          #64
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          Ich habe jetzt nicht jeden Beitrag exakt durchgelesen.aber die Argumentation, dass ein 10-Euro-Welli in keiner "Relation" zu 100-Euro-TA-Rechnungen liegen würde, hat sich sicherlich fast jeder Wellihalter schon mal anhören müssen.

          Und ja, es gibt sicher auch Halter/innen, die diese Geldmenge nicht ausgeben kann oder will. Darüber will ich auch nicht ver/urteilen, das muss jede/r selbst entscheiden und die evt. Folgen tragen.

          Ich wollte lediglich zu diesem Thema sagen, wie ich es bei meinen 20 Wellis mache: ich stecke jede 2-Euro-Münze, die sich beim Einkaufen in meinem Geldbeutel verirrt, in ein Sparschwein. So sammelt sich Geld an, das ich bei den TA-Rechnungen verwenden kann. Mit dieser Methode bin ich in den letzten Jahren sehr gut gefahren.

          LG Kristin

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