ich muss mal mein Herz ausschütten:
Am Samstag den 6.12. habe ich gemerkt, dass meine Zitronella sich wohl verletzt hat.
Sie hielt den Fuß etwas in Schonhaltung und die Zehe vorne war nicht in Ordnung.
Da es nicht blutete und meine TÄ keinen Notdienst macht, habe ich mich entschlossen bis Montag zu warten.
Montag morgen bin ich sofort mit ihr zum TA.
Meine vkTÄ hat sich den Fuß angesehen und meinte, dass die Zehe vorne abgestorben ist und man diese nicht mehr retten kann.
Zitrönchen hat eine Halskrause bekommen und ich sollte bis Donnerstag warten. Dann könne man entscheiden, ob die Zehe amputiert werden müsse oder von alleine abfällt. Zum Anlegen hat sie Zitronella kurz in Narkose gelegt, weil sie so sehr zappelt und es wurde auch gleich Blut genommen, denn es stand noch die Frage nach einem Nierenschaden im Raum.
Da ich nicht weiß, ob und wo sie sich verletzt haben könnte, ist es auch möglich, dass ihr Fuß durch Organprobleme taub ist und sie deshalb dran rum beißt.
Da sie mit der Halskrause große Probleme hatte, habe ich sie noch beim TA gelassen, damit sie sich etwas beruhigt und sich auf der Fahrt nach Hause nicht verletzt.
Nachmittags bin ich dann wieder hin, um sie abzuholen.
Da standen die Blutergebnisse auch schon fest: Keine Nierenschwäche, aber ein Leberproblem.
Dann sind wir heim gefahren und ich habe sie in den Quarantänekäfig gesetzt. Das war eine Katastrophe. Sie konnte sich mit der Halskrause kaum auf eine Stange setzen, fiel immer wieder richtig heftig runter, wahrscheinlich auch, weil mein Quarantänekäfig für diesen Fall zu groß ist.
Nach langem Hin und Her haben wir uns dann entschieden, die Halskrause abzumachen, damit sie sich nicht noch mehr verletzt.
Beim Abmachen ist mir dann aufgefallen, dass plötzlich das Bein ganz blau war und ich habe gezweifelt, ob die TÄ von der Zehe gesprochen hat, welche abstirbt oder ob sie nicht doch das ganze Bein meinte.
(Den genauen Wortlaut wusste ich nicht mehr, ich hatte einfach vorausgesetzt, dass sie die Zehe meinte)Da es um diese Zeit nicht möglich ist, die TÄ telefonisch zu sprechen, bin ich wieder hin.
Habe alles geschildert und bekam dann ein AB mit und eine durchblutungsfördernde Salbe.
Da ich aber ein paar Stunden vorher von dem Leberproblem erfahren hatte, war es mir zu unsicher, allein aufgrund meiner Schliderung ein AB zu geben.
Also bin ich wieder nach Hause gefahren und habe sie erneut hingebracht.
Die TÄ hat sich wieder die Füßchen angesehen und festgestellt, dass nun auch noch der andere Fuß leichte Verletzungen aufweist.
Sie sagte mir, dass man ihr nicht mehr helfen kann, wenn sie sich nun beide Füße aufbeißt.
Da ich nun zum vierten Mal an einem Tag dort war, habe ich gesagt, dass ich nun möchte, dass sie dort bleibt, bis genaueres feststeht.
Die TÄ kann ja die Entwicklung viel besser beurteilen als ich.
Dann habe ich jeden Tag angerufen und nachgefragt, leider mit mäßigem Erfolg. Freitag bekam ich die TÄ dann ans Telefon und sie sagte mir, dass sie nun doch ein AB bekommt (sie hatte es wohl erst ohne versucht), damit die Entzündung im Beim nicht hochsteigt.
Heute habe ich dann wieder angerufen und konnte sie abholen.
Es muss nun weiter beobachtet werden und ggf. muss die Zehe noch amputiert werden.
Außerdem bekommt sie noch ein paar Tage das AB und Lactulose für die Leber.
Ich habe auch nochmal nachgefragt, wie die TÄ denn nun die Ursache einschätzt.
Es wurde mir gesagt, dass sie davon ausgeht, dass es vermutlich doch eine Quetschung
oder ähnliches war und nicht der schlimmste Fall, dass sie sich selbst verletzt hat.
Sie denkt das auch, weil das Gelenk manchmal rausspringt, das deutet eher auf eine Verletzung.
Heute sagte mir ein anderer vkTA der Klinik, dass das AB greifen würde und es schon was abgeschwollen sei.
Nun ist das Bein aber dennoch geschwollen und sie schont es auch noch.
Das wird aber wohl normal sein bei dem Krankheitsverlauf? Es hat keiner gesagt: sie schont es noch, machen sie sich keine Sorgen.
Nun mache ich mir deshalb schon Sorgen. Vermutlich ist das aber ganz normal? Wenn ein Bein und Fuß geschwollen ist, dann wird sie ja auch Schmerzen haben. Wahrscheinlich haben die vorausgesetzt, dass mir das klar ist, aber nun bin ich doch unsicher.
Wie seht ihr das?
LG
Susi


Ive


Die Verletzung, das Ausmaß und die Gesamtsituation rechtfertigen ueblicherweise aber eine starke Gewichtszunahme. Vielleicht ein zweiter Grund, den man als besorgter Halter und Laie nicht wissen kann, der aber in gestresster Berufsblindheit einfach vergessen wird, da man eigenes Wissen bei Haltern voraussetzt.
Denn ich find es sehr wichtig, dass man solche Dinge hinterfragt und versucht das zu klären. Im weitesten Sinne bist du mit deinem Vogel einfach mal Kunde und so ist es dein Recht zu wissen, was genau gemacht wurde und wie was vor sich geht. Dass du auch bei freundlichem Ton, aber halt unguter Gesamtkonstellation da nicht gerade wohlwollend bzw. sogar gelangweilt empfangen wurdest, mit Abwehr besetzt, das ist denke ich daraus entstanden, dass du eben dran geblieben bist.
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