Zuerst mal die guten Nachrichten:
Destinys Röntgenbild sah super aus. Die Leber hat sich wieder komplett zurückgebildet und ist nun wieder normal groß. Damit gilt meine kleine Megas-Patientin derzeit als völlig gesund!

Und auch bei Hope ist alles super. Sie hat toll abgenommen und das Lipom ist fast verschwunden. Ihr Gewicht stagniert zwar gerade und es wäre toll, wenn wir sie noch unter 40 g bekommen würden, aber "im Notfall" kann es auch so bleiben. Dann ist sie halt ein Moppelchen.

Und dann kam der Hammer:
Indys Hoden sind durch die Hormone leider nicht kleiner geworden. im Gegenteil, sie sind sogar ein kleines Stückchen größer. Es ist also ein Tumor, der worst case ist eingetreten!

Ich habe mich dann lange mit meiner vkTA unterhalten und mich dann dazu entschlossen, ihn operieren zu lassen. Und zwar aus folgenden Gründen: Meine vkTA hat gute Erfahrungen mit solchen OPs gemacht. Das größte Risiko ist die Narkose, aber wenn Wellis die überstehen, sind sie danach in der Regel geheilt. Und ich denke, selbst wenn er die OP nicht schafft, könnte ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, nicht alles versucht zu haben, um ihm zu helfen.
Dazu kommt, das im Moment der beste Zeitpunkt für eine OP ist. Es geht ihm sehr gut, was das Narkoserisiko deutlich verringert, und der Tumor ist noch nicht zu groß. Die Alternative wäre, ihn nicht zu operieren und abzuwarten bis es ihm schlechter geht. Aber dann kann man wahrscheinlich nichts mehr für ihn tun. Also lieber jetzt alles Mögliche versuchen.
Ich habe vorhin einen Termin für nächste Woche ausgemacht.
Ein weiterer, wenn auch deutlich kleinerer Hammer war dann der Befund von Sky... Ich hatte ihn mitgenommen, weil er am Montag einen Flügel hängen lassen hat. Es hat sich dann gezeigt, dass er es geschafft hat, ihn sich auszukugeln.
Das ist, wie auch bei Destiny, irreparabel. Allerdings ist es nur einer und er ist am Montag trotzdem geflogen. Die TA meint, wenn er sich nun ein paar Tage schont, kompensieren das seine Muskeln und seine Flugfähigkeit wird ihm erhalten bleiben. Er bekam dann einen Verband, um den Flügel ruhig zu stellen. Aber er hat es bereits gestern Abend geschafft, sich daraus zu befreien. Der kleine Entfesselungskünstler...
Die TA meint, dann muss es eben ohne gehen.Ich war gestern natürlich wieder völlig fertig. Seit Montag ist mein Husten wieder schlimmer, aber wie soll man denn so auch gesund werden? Ich habe tierische Angst vor der OP, aber wir müssen einfach alles versuchen, um Indy zu heilen. Ich versuche mich derzeit damit zu trösten, dass es wenigstens ein operabler Tumor ist. Mein im Oktober verstorbener Clyde hatte einen Leber-Tumor. Da konnte man gar nichts machen. Das ist irgendwie noch schlimmer. Trotzdem, eine OP ist immer ein Risiko und die Angst bleibt.
Drückt uns die Daumen, dass wir das durchstehen!


Und, verzeih wenn ich nun so "dumm" frage, den kann man also anscheinend nicht wie bei Menschen wieder einkugeln? Und die Muskeln werden dann quasi dieses ausgekugelte Gelenk "überbrücken" (bzw. zusammen halten) und er kann dann ohne Einschränkung wieder fliegen?
!

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