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Brüzeldrüsentumor bei 10 jähriger Wellidame

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    Brüzeldrüsentumor bei 10 jähriger Wellidame

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    Hallo,
    Bei meiner Wellidame wurde gestern ein Brüzeldrüsentumor diagnostiziert allerdings ist sie schon 10 Jahre alt und ihr Narkoserisiko ist daher unbekannt.
    Mein Tierarzt wollte sich nicht auf eine Operationseefolgsprognose einlassen, meinte aber es ist wohl etwas besser als 50:50...
    Derzeit geht es ihr noch gut, sie ist nur etwas im Fliegen eingeschränkt, was aber durch Leitern überall für sie keine Einschränkung im sozialen mit einander ist.
    Aber mir fällt die Entscheidung derzeit schwer was das beste für sie ist. Also ob wir das Risiko mit der OP eingehen sollen oder ob wir ihr die Zeit mit dem Tumor noch so schön wie möglich machen sollten.
    Deswegen wollte ich mal fragen ob hier jemand Erfahrung mit OPs bei Wellis in gehobenem Alter hat.

    Danke im voraus
    Chisai
    ​​

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    #2
    Hallo Chisai,

    willkommen im Forum, auch wenn der Anlass nicht schön ist.
    Eine Operation unter Vollnarkose ist immer mit dem Risiko behaftet, dass der Welli die Narkose nicht überlebt. Vor 3 Jahren stand ich auch vor der Entscheidung, meinen Welli, der einen großen Bauchtumor hatte, operieren zu lassen. Auch hier hatte mir der vogelkundige Tierarzt gesagt, dass die Chancen 50/50 stehen würden. Mein Hähnchen war gerade mal knapp über 1 Jahr alt, also wesentlich jünger als Deine erkrankte Henne. Ich habe mir die Entscheidung, ihn operieren zu lassen, nicht leicht gemacht, jedoch unter dem Aspekt, was für meinen Welli die Zukunft bringt, ob er Schmerzen hat, stark in seiner Bewegung eingeschränkt wird, sich auch noch blutig beißt, habe ich der OP zugestimmt. Und, es ist alles gut gegangen, obwohl ich mit einem beklemmenden Gefühl am OP-Tag das Telefon belagert hatte und auf den Anruf wartete, dass mein kleiner Schatz im Hirsehimmel ist.
    Letztendlich musst Du das Für und Wider mit Dir selbst ausmachen, leider kann Dir das niemand abnehmen. Sollte es schief gehen, dann hast Du versucht, der Kleinen ein besseres Leben zu ermöglichen, sollte es gut gehen, was ich doch sehr hoffe, dann freust Du Dich.
    Ich wünsche Dir und Deiner Henne alles Gute. Bitte berichte weiter, wie es der Kleinen geht.

    Viele Grüße
    Silvia und Heinis

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      #3
      Hallo Chisai,

      ich hatte schon 2 Wellis, bei denen ein Bürzeldrüsentumor entfernt wurde!
      Sie waren auch schon älter und haben Narkose und OP erstaunlich gut weggesteckt. Sie haben sich schnell erholt.

      Ich möchte dir Mut machen!
      Wenn der vkTA sagt, der Tumur ist operabel, das kann man es wagen, vorausgesetzt es ist ein wirklich vogelkundiger TA!

      Ein Restrisiko bleibt immer, es können unerwartete Komplikationen auftreten. Nicht mal von der Narkose her, sondern vom Tumor selbst. Das er zu groß ist und die Wunde sich so schlecht verschließen lässt. Ich würde mich eingehend mit dem TA beraten und ihm vertrauen.

      Bürzeldrüsentumore sind bei Wellis relativ häufig. Wenn du ihn nicht operieren lässt, dann stirbt er daran weil der Tumor irgendwann aufbricht, streut oder was weiß ich.
      Eine OP bietet die Chance auf Verlängerung der Lebenszeit.

      Eine Entscheidung treffen kann dir leider niemand abnehmen. Es ist schwer. Ich vertraue auf unseren vkTa, er ist ehrlich und ein sehr guter vogelkundiger, hat es schon oft bewiesen.
      Die Narkose ist eine Inhalationsnarkose, hat mir alles erklärt. Damit hat er mich beruhigt und mir meine Hauptangst etwas genommen.

      Alles Gute für Euch!

      LG von den Tieffliegern und ihrer Körnchengeberin Corinna

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        #4
        Hallo,
        Danke für eure Antworten.
        Es hat uns hier doch geholfen eine Entscheidung zu treffen, haben jetzt einen OP Termin am Mittwoch.
        Sie ist sonst halt noch echt fit und deswegen wollen wir ihr die Chance geben.
        Ich hab auch noch mal im Internet ein wenig gelesen was so ein Brüzeldrüsentumor alles mit dem Vögelchen machen kann und das klingt auch nicht so schön... nichts was ich ihr eigentlich antun möchte. Und wenns anfängt ihr schlecht zu gehen ist es für eine OP dann vermutlich auch zu spät.
        Also ists dann Mittwoch hopp oder top.
        Aber für den positiven Fall, dass sie es schafft, gibt es dann irgendwas was ich für sie tun kann um schneller zu heilen?oo
        Hab noch nie einen Wellensittich operieren lassen müssen, ist auch unser erster Tumorsittich und ich will dann wenigstens so informiert sein wie möglich.

        Auf jeden Fall echt vielen Dank für eure Antworten und Erfahrungen.

        Ah und unser Tierarzt ist eigentlich qualifiziert dafür, zumindest hab ich den auch öfter auf Empfehlungslisten entdeckt und er behandelt schon ziemlich lange Wellensittiche.
        Die Praxis arbeitet auch mit Leuten aus dem Welli Tierschutz zusammen, soweit ich das weiß.

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          #5
          Ich möchte dir ebenfalls Mut machen.
          Meine 9 1/2 Jahre alte Wellidame hatte ein Geschwür im Schnabelwinkel und im Inneren des Schnabels.
          War ansonsten aber fit.
          Ich habe sie Anfang Mai operieren lassen, sie hat es gut verkraftet.
          Gibt hier auch einen Thread darüber, "Jacob und Amelie beim Tierarzt".

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            #6
            Hallo chisai,

            als damals mein Hähnchen operiert wurde, er hatte einen großen Tumor im Bauch, hatte ich ihn einen Tag nach der OP von der Tierarztklinik wieder abholen können. Der kleine Kerl hatte einen riesigen Bauchschnitt und sollte deswegen die erste Woche nicht aus seinem Käfig. Ich hatte ihm ein Sitzbrettchen in den Käfig geklemmt, darauf konnte er auch mal bequem sitzen, sich platt machen und ausruhen. Er bekam 2 x am Tag ein Schmerzmittel (Metacam) und erholte sich schnell. Du musst Dir überlegen, ob Du ihn in den Krankenkäfig setzt, damit er seine Ruhe hat und die anderen Wellis ihn von außen besuchen können oder ihn zu den anderen lässt, was dann die Medikamentengabe erschwert. Ich würde in separieren.
            Für die bevorstehende OP werden hier sämtliche Krallen und Daumen gedrückt. Bitte berichte uns, wie es gelaufen ist.
            Alles Gute.

            Viele Grüße
            Silvia und Heinis

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              #7
              Hallo chisai,

              der Tumor bei meinem Welli war gestielt, d.h. er wurde mit Laser entfernt. Es sah als ich sie abholte schon richtig gut aus, ich war erstaunt!

              Jahre später hatte sie dann einen Legedarmvorfall, der Legedarm hing samt blutigem Ei 2cm weit aus der Kloake heraus! Ein Schock für mich, das kannst du dir vorstellen!
              Ich kam von der Arbeit heim und fand Baby so vor! Ich war fix und fertig.
              Bin zur Tierklinik mit ihr, aber der vkTA kam erst um 21 Uhr zum Nachtdienst! Solange musste Baby in ihrem Leid ausharren...
              Sie wurde operiert und hat sich recht schnell erholt. Sie lebte danach noch einige Jahre froh und munter weiter!
              Ich hänge mal ein Foto an von dem Tag als ich sie wieder nach Hause holte. Sie hat erstmal gebadet, obwohl man ihr ansieht das sie noch nicht so fit ist.
              Wenn ich jetzt das schreibe und daran denke, kommen mir gleich die Tränen...
              Die Wellis sind erstaunlich zäh, halten eine Menge aus, das hätte ich so nicht erwartet...
              20170318_151607.jpg

              Baby ist die Grüne, nach der Legedarm- OP noch wacklig auf den Beinen. Wird von Henry betüddelt.

              20170326_150001.jpg
              Wenig später badete sie im feuchten Grün.


              Sei optimistisch und gib die Hoffnung nicht auf!
              Wir drücken euch ganz fest die Daumen, das alles komplikationslos verläuft!

              LG von den Tieffliegern und ihrer Körnchengeberin Corinna

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                #8
                Hiho.

                Danke für die Tipps.
                Unser Termin wurde jetzt auf Donnerstag verschoben, weil der Arzt da mehr Zeit für hat.
                Bin hin und hergerissen ob ich das gut finde... hab immer noch echt Bammel vor der OP, aber eure Geschichten machen echt Mut.
                Hab ihr jetzt diese Liegebretter geholt, hatten wir tatsächlich noch nicht. Hatte die schon länger auf meinen Wunschlisten aber irgendwie nie geholt.
                Jetzt sind sie schon im Stall, damit sie sie vorher schon kennen lernen kann.
                Den Krankenkäfig werde ich dann wohl morgen aus dem Keller holen.
                Dann sind wie wenigstens schon bereit.
                Ich dachte erst das wir den eigentlich nicht brauchen, weil zur Medikamentengabe wäre das eigentlich nicht nötig. Die Wellis sind meist schlau genug zu wissen auf wen ich es abgesehen habe, so dass sich die anderen drei immer entfernen, wenn ich einen von ihnen haben will.
                Nen bissel fies von denen eigentlich.
                Aber es ist wohl sehr wahrscheinlich das sie erstmal nicht fliegen können darf, oder?
                Daher brauch sie dann doch einen eigenen Käfig... reicht wenn einer eingesperrt ist... deswegen alle nicht rauslassen gibt nur schlechte Stimmung.
                Ich hoffe echt das geht gut! >-<
                Aber für den worst case haben wir auch schon ein Plätzchen wo sie ihre letzte Ruhe finden kann.
                Sind jetzt dann echt auf beide Fälle vorbereitet.
                Echt so vielen Dank das ihr hier eure positiven Geschichten geteilt habt...hab echt nicht erwartet das Wellis so stabil sein könnten, sie wirken ja doch sehr fragil.

                Ich melde mich spätestens Donnerstag oder Freitag dann nochmal mit dem Ausgang der Geschichte.
                Danke fürs Daumen drücken!

                *wink*

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                  #9
                  Ich drücke ganz fest die Daumen.
                  Ich bin auch erstaunt, wie zäh unsere Wellis sind.
                  Ich muss Amelie momentan jeden Tag in die Hand nehmen wegen Ab gabe.
                  Ist für Jacob auch jedes Mal ein Schock, wenn ich wieder in den Käfig greife.

                  Jedes Mal denke ich, das war es jetzt.
                  Amelie versucht zwar, sich raus zu winden, aber sie hat mittlerweile wohl begriffen, dass nichts Schlimmes passiert.
                  Wieder im Käfig schüttelt sie sich, klettert auf ihre Lieblingsstange und putzt sich.

                  Kropfkanüle sei Dank klappt es dieses Mal auch super mit der Medigabe.
                  Diese Kropfkanülen würde ich mir an deiner Stelle unbedingt vor der Op besorgen, falls du danach auch noch Medis geben musst.

                  Amelie und Jacob sind beide nicht handzahm, haben Jahre in ihrer Voliere verbracht ohne dass ich sie je hätte greifen müssen, geschweige denn irgendwohin transportieren.
                  Sie haben zwar keine Angst wenn ich mich nähere oder in der Voliere hantiere, aber immer gesunden Abstand gehalten.

                  Ich hätte niemals erwartet, dass sie die mehrfachen Transporte zum Tierarzt, die Op, die Medigabe so problemlos überstehen, und das in ihrem Alter.

                  Von daher wünsche und hoffe ich für dich, dass es bei euch auch so gut läuft.

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                    #10
                    Danke,
                    Ich hoffe so sehr dass das morgen gut geht. Noch gehts ihr halt echt noch so gut.
                    Nur fliegen fällt halt schwerer.
                    Und ich weiß nicht ob wir eine Knopfkanüle brauchen, zum einen weiß ich nicht ob ich damit umgehen kann, hab allgemein Probleme mit Kanülen, selbst wenn sie nicht spitz sind. Müsste ich mir erst vom Tierarzt zeigen lassen.
                    Außerdem schnabelt sie ihre Medikamente bisher ganz gut weg. Sie bekommt ja auch jetzt schon Schmerzmittel und sie hat in ihrem Leben auch schon Erfahrung mit ABs und Benebac sammeln können.
                    Also sie ist da relativ kooperativ.
                    Aber mal schauen wie das morgen ausgeht, hoffe sie wacht wieder auf.

                    *wink*

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                      #11
                      Hallo chisai,

                      diese Wartezeit und das Ungewisse machen einen kirre. Bitte denke positiv, die Kleinen sind oft zäher, als man denkt. Du weißt, wir drücken feste alle verfügbaren Krallen und Daumen und warten gespannt auf Deinen Bericht.
                      Alles Liebe und Gute.

                      Viele Grüße
                      Silvia und Heinis daumendrück

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                        #12
                        Hiho. :3

                        Hab Sansa gerade wieder nach Hause gebracht, sie ist schon echt wieder super fit, ich bin echt beeindruckt.
                        Die OP lief wohl auch recht gut und sie mussten ihr kaum zusätzliche Federn rupfen, also wird sie vermutlich irgendwann auch wieder fliegen können.
                        Jetzt gerade ist sie sehr frustriert, weil sie jetzt für eine Woche einen Trichter tragen muss, damit sie sich ihre Wunde nicht aufbeißt... mit dem kann sie aber nicht so gut klettern und der Kopf ist schwerer, also Drama!
                        Die nächste Woche wird also nochmal schlimm für sie und vermutlich auch für uns.
                        Nachkontrolle ist dann nächsten Donnerstag, da werden dann wohl auch die Fäden gezogen.
                        Aber das wichtigste ist, wir haben sie erstmal wieder und sie scheint fit zu sein.
                        Hirsekolben hat sie sogar im Auto aufm Rückweg schon wieder angefressen gehabt.
                        Nur für trinken müssen wir jetzt noch eine Lösung finden, aus den üblichen Näpfen kann sie mit dem Trichter nicht trinken, also geh ich gleich nochmal in nen Tierbedarfladen und schau mal was ich finde.
                        Aber ich wollte Bescheid sagen das erstmal alles gut gegangen ist und mich sowohl fürs Daumen drücken als auch fürs Gut zureden bedanken.

                        *wink*

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                          #13
                          Das sind doch super tolle Nachrichten. Und den Rest bekommt ihr auch noch gewuppt. Alles Gute.

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                            #14
                            Hallo Chisai,

                            na siehst Du, positives Denken und Daumen und Krallen drücken, hat geholfen, ich freue mich riesig mit Dir. Mit der Halskrause ist es wirklich schwer zu trinken, ich hoffe, dass Du eine Lösung findest. Nasses Möhrengrün aufhängen ginge auch, aber dann müsstest Du es alle Stunde austauschen.
                            Jetzt muss noch alles heilen, dann wird Dein Hühnchen munter durch die Gegend fliegen. Alles wird gut.
                            Halte uns bitte weiter auf dem Laufenden.

                            Viele Grüße
                            Silvia und Heinis

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                              #15
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                              Hiho.
                              Ja, die OP lief echt gut, sind wirklich sehr positiv überrascht. Unsere Vogel- Omi hält doch mehr aus als gedacht, aber sie ist perse auch ein sehr fitter Vogel.

                              Aber der Trichter macht uns hier echt Probleme, sone richtig gute Lösung fürs Trinken hab ich leider nicht gefunden...zumindest keine die sie bisher wirklich angenommen hat, außer ihr den Trinknapf in den Trichter halten.
                              Wie oft muss ein Sittich eigentlich trinken?
                              Zur Not halt ich ihr den Trinknapf alle x Zeit vor den Schnabel...
                              Oder ginge auch ein Golliwoog? Möhrengrün mag sie nämlich nicht.
                              Und sie hat auch noch nicht recht begriffen, das sie nicht aus den normalen Näpfen fressen kann, hats gerade probiert und sich geärgert.
                              Ich hab jetzt Futter aufm Boden in nem Napf, aber das kennt sie halt alles nicht.
                              Mal schauen ob ich mit ihr ne Lösung für sie finde... hab den ganzen Krankenkäfig jetzt auch von der Einrichtung schon umgestaltet, damit sie nicht nur aufm Boden hocken muss.

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