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Farbschlag und Verwantschaftsverhältnis

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    Farbschlag und Verwantschaftsverhältnis

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    Hallo,

    wir habe unser beine "Beiden" im Zoohandel gekauft. Bei genenauerer Kontrolle der Ringe habe ich dann festgestellt, dass die von den Ringnummern her vom selben Züchter sind. Ich habe daraufhin mal beim Zoogeschäft nachgefragt ob er weis, ob die beiden "verwandt" sind Mein Zoohändler meinte, da die beiden verschiedene Farbschläge sind, sind sie sicher nicht verwandt.

    Ist das denn so - stimmt die Aussage. Ich hab ja nicht vor mit den beiden zu züchten - es würde mich nur interssieren ob man das wirklich anhand der verschiedenen Farbschläge sagen kann.

    Danke
    Helmut

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    #2
    Hallo Helmut,

    die Züchternummer ist ja schnell abgelesen.

    Wie ist denn die Nummerierung der beiden selbst.

    Wenn diese z. B: 1234-12 und 1234-14 haben, dann kannst Du dir sicher sein, das sie Geschwister sind.

    Das hat dann mit den verschiedenen Farbschlägen nichts zu tun.

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      #3
      Auch Küken aus derselben Brut können unterschiedlich gefärbt sein, besonders, wenn es sich um einen Hobbyzüchter handelt, der nicht nach der Farbe geht: Wenn du einen blauen Hahn mit einer grünen Henne paarst, die beide nicht reinerbig sind (dh. der grüne Hahn hat z.B. auch ein grünes und ein blaues Elternteil), dann kann das eine Küken blau und das andere grün sein, je nachdem, welche Erbanlagen sie jeweils bekommen haben.

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        #4
        Also soweit ich weiß kann eine Brut so ziemlich jede Farbe haben z.B.
        += oder usw

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          #5
          Kommt drauf an, welche Erbanlagen da sind.
          Mutationen können natürlich immer auftreten, aber normalerweise kommt es drauf an, welche Färbung die Eltern haben, wobei nicht nur der Phänotyp, dh. die tatsächlich auftretende Farbe, sondern auch der Genotyp, das ist die Veranlagung zu einer bestimmten Gefiederfarbe, auch wenn diese nicht zu sehen ist, eine Rolle spielt. Wens interessiert, ein kleiner Exkurs in die Welli-Vererbungslehre:

          Die vier Grundfarben der Federn - blau, gelb, grün, weiß - entstehen durch unterschiedliche Pigmentierung der äußeren Federteile und des Federkerns. Für beide Federbereiche gibt es jeweils ein Gen. Jedes dieser Gene existiert in Form von 2 Allelen. Die stellen wir dar in Form von 4 Buchstaben: Ein großes G steht für "Gelber Farbstoff vorhanden", ein kleines g für "Kein gelber Gefiederfarbstoff". Ebenso B und b für das "blaue" Pigment (das ist nicht wirklich blau, sondern eher schwarz bis braun, ich sag aber der Einfachheit blau, weil dieses Pigment die blaue Färbung erzeugt). Blau+Gelb ergibt grün, Blau+kein Gelb ergibt Blau, Gelb+kein Blau ergibt gelb, kein Gelb+kein Blau ergibt weiß, logisch.
          Der Großbuchstabe steht für ein dominantes Allel: Hat ein Welli die Kombination gG für das gelbe Gen, heißt das, dass sich das G durchsetzt; der Farbstoff tritt also auf.
          Bei der Paarung gibt jedes Elternteil jeweils ein Allel von jeder Sorte weiter, also jedes Küken erbt von seiner Mutter ein (großes oder kleines) G und B sowie ein g bzw. G und ein b bzw. B vom Vater, sodass der kleine Welli wieder vier Allele hat.

          So, und jetzt kann man ein bisschen Detektiv spielen (das war eines meiner Lieblingsthemen in Bio ): Angenommen, du hast eine grüne Welli-Mama.
          Sie könnte nun "reinerbig" grün sein, also sie besitzt nur die erbanlagen GGBB. Diese Henne kann keine blauen Küken kriegen, weil, egal, wie der Hahn dazu aussieht, jedes Küken ein G und ein B von ihr bekommt, wenn sich die Eltern paaren. Nun ist aber ja der Großbuchstabe dominant, dh. der kleine Welli wird immer grün werden, weil er sowohl blaue als auch gelbe Farbpigmente im Gefieder hat.

          Interessant wird es, wenn mindestens einer der Wellis auch ein rezessives Allel besitzt - eines, was er in seinen Genen tragen kann, was man aber nicht durch die Gefiederfarbe erkennen kann.
          Also, angenommen der Mann von der GGBB-Henne war ein kleiner Weißer. Er hatte gar keine Farbstoffe! Seine Genkombination ist: bbgg, dh. nur Anlagen zu fehlenden Farbstoffen.

          Jetzt wird die erste Kükengeneration von ihrer Mutter jeweils einen Großbuchstaben, vom Vater jeweils einen kleinbuchstaben kriegen, sie haben die Kombination bBgG. Die Küken sind auch grün wie ihre Mama, aber sie haben - muahahaha - noch das "unsichtbare" rezessive Allel für Pigmentverlust in ihren Genen!

          Angenommen, wir hätten (aus einer anderen Linie, wir wollen ja keine Inzucht!) noch ein kleines Küken und kreuzen jetzt zwei gGbB - Wellis.
          Deren Küken könnten jetzt von beiden Elternteilen jeweils ein dominantes oder ein rezessives Allel bekommen, nämlich:
          GGBB (wird natürlich grün ), gGBB (wird auch grün, aber Träger eines rezessiven Allels ), ggBB (wird Blau: es fehlt der gelbe Farbstoff ), GGbB (wird grün, mit rezessivem Allel für blauen Farbverlust ), GGbb (wird gelb ) oder aber ggbb - dieser Welli wird weiß .

          Kreuzt man zwei weiße Wellis, werden die küken auch alle weiß: Denn hätten sie einen Farbstoff in ihren Federn, hätten sie ja ein G bzw. B-Allel von ihren Eltern bekommen müssen. Hätte aber ein Elternteil ein solches Allel besessen, wäre es nicht weiß gewesen, sondern blau, gelb oder grün, weil ja der Farbstoff dominant ist...

          Eigentlich ganz einfach, aber ... es gibt ja noch mehr Wellifarben! Das liegt daran, dass die Genetik eben leider doch nicht immer so einfach ist.
          Die Farbstoffe könnten z.B. in unterschiedlicher Konzentration auftreten, die Gene könnten sich bei der Paarung "überkreuzen" (Crossing-over), dh. die DNA wird stückchenweise ausgetauscht, es könnte auch ein Farbstoff nur in Teilen des Gefieders ausfallen. Dafür reichen aber meine Biokenntnisse nicht mehr. Nur rot können Wellis ganz sicher nie werden: Denn einen roten Farbstoff gibt es in ihrem Gefieder einfach nicht, aber ohne rotes Pigment bekommt man aus gelb und blau nun mal keine rote Farbe, kennt man ja noch aus dem Rumgematsche mit dem Farbkasten in der Grundschule

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            #6
            Ohne jetzt Ahnung von der Vererbung der Farben zu haben:
            Ich hab ihr ein Geschwisterpaar - die Dame gelb, der Herr blaßblau - siehe jeweils ganz außen in meiner Signatur.
            Die Eltern waren dunkelblau und grün.

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              #7
              Dann waren die Eltern rezessive Wellis

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                #8
                Zitat von Blueberry
                Dann waren die Eltern rezessive Wellis
                Hmm... Ich fand sie einfach nur entzückend ...

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                  #9
                  Alle Wellis sind entzückend

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                    #10
                    *Versteht nur noch Bahnhof*

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                      #11
                      Oh Gott.
                      Ich fand das schon am Anfang mit den Menschen kompliziert in Bio..

                      Und jetzt auch noch verschiedene Farben... :O


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                        #12
                        ok, ich habe also verstanden das es nicht so einfach zu sagen ist

                        macht aber auch nix, die beiden sind süss und züchten hab ich eh nicht vor.

                        danke
                        helmut

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                          #13
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                          Mir ist das so Wurst, ob sie Geschwister oder Cousine und Cousin sind... Hauptsache, sie verstehen sich.

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